Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Aktiviert Mitophagie und steigert Muskelkraft und Ausdauer

    uneinheitlich

    Muskel & Leistung · gesund (mittleres bis höheres Alter) · Mensch, randomisiert

    Beide großen Studien verfehlten ihren primären Endpunkt: bei 66 Älteren Gehstrecke und maximale ATP-Bildung [7], bei Personen mittleren Alters die Spitzenleistung [3]. Positive Befunde betreffen sekundäre Endpunkte (Muskelausdauer nach zwei Monaten [7]; Kraft und Gehtest [3]). Die Meta-Analyse (5 RCTs, Gehstrecke aus 2 gepoolt) fand für den Sechs-Minuten-Gehtest +17,03 m ohne Signifikanz (p = 0,135) bei niedriger Vertrauenswürdigkeit [9]. Die Mitophagie selbst ist nur in Wurm und Nager direkt gezeigt [5].

  • Bessere sportliche Leistung und Regeneration bei Trainierten

    kein Nutzen

    Muskel & Leistung · gesund (hochtrainierte Läufer) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    In einer Studie mit 42 trainierten Läufern über vier Wochen verbesserte sich die 3000-Meter-Zeit nicht; der Zeitlauf fand allerdings nur in einer Teilgruppe von 22 Läufern statt. Die maximale Sauerstoffaufnahme stieg ohne signifikanten Gruppenunterschied. Niedrigeres Anstrengungsempfinden und weniger Kreatinkinase nach Belastung sind sekundäre Befunde; die Studie wurde vom Hersteller finanziert [8].

  • Verjüngt das Immunsystem und senkt stille Entzündung

    Einzelbefund, unbestätigt

    Immunsystem & Infekte · gesund (mittleres Alter) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Eine herstellerfinanzierte Studie mit 50 Gesunden fand nach vier Wochen kleine Verschiebungen bei CD8-T-Zell-Untergruppen (Unterschied 0,50 Prozentpunkte; p = 0,0437) und eine höhere Fettsäureoxidationskapazität (p = 0,0061); weitere Befunde waren sekundär oder explorativ [10]. C-reaktives Protein war in einer zweiten Studie mit 66 Teilnehmenden niedriger; dort waren Gründer, Vorstand und Angestellte von Amazentis Autorinnen und Autoren [7]. Klinische Endpunkte wie Infekthäufigkeit wurden nicht untersucht.

  • Schützt die Gefäße

    kein Nutzen

    Herz & Gefäße · Patienten: Adipositas im mittleren Alter · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    In einer unabhängigen RCT mit 50 Teilnehmenden blieb der primäre Endpunkt, die flussvermittelte Gefäßerweiterung, nach vier Wochen unverändert, ebenso die übrigen peripheren Gefäßmaße [11]. Zum Zusammenhang, andere Population: Bei zehn Menschen mit Herzschwäche änderten sich Ultraschallwerte und BNP in einer kleinen Überkreuzstudie nicht [12]. Für Gesunde ohne Adipositas gibt es keine Daten.

  • Fördert die Hirndurchblutung und schützt das Gehirn

    Einzelbefund, unbestätigt

    Kognition & Fokus · Patienten: Adipositas im mittleren Alter · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    In derselben RCT mit 50 Teilnehmenden waren die aufgabenbezogenen Hirndurchblutungsantworten (sekundärer Endpunkt) nach vier Wochen stärker als unter Placebo, die Aufgabenleistung blieb aber unverändert [11]. Das ist ein einzelner Surrogatbefund ohne klinischen Endpunkt und ohne Bestätigung; ein Eintritt von Urolithin A ins Gehirn ist damit nicht gezeigt.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Urolithin A

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Urolithin A entsteht nicht in der Nahrung, sondern im Dickdarm: Darmbakterien bauen Ellagitannine und Ellagsäure aus Granatapfel, Walnüssen und bestimmten Beeren über mehrere Stufen zu Urolithinen ab. Ob dabei Urolithin A entsteht, hängt vom eigenen Mikrobiom ab. In einer Studie mit 100 Gesunden hatten nur 12 % überhaupt messbare Urolithin-A-Spiegel, und nach Granatapfelsaft bildeten rund 40 % der Teilnehmenden den Stoff in nennenswertem Umfang; wer das konnte, hatte eine vielfältigere Darmflora. Die direkte Einnahme von Urolithin A umging diese Abhängigkeit und führte zu einer mehr als sechsfachen Verfügbarkeit gegenüber dem Saft [1]. Nach diesen Stoffwechseltypen (Metabotypen A, B und 0) unterscheiden sich auch Blutfett- und Risikomarker, allerdings nur in Querschnittsvergleichen [2].

Obwohl Urolithin A als „Postbiotikum“ beworben und selbst in Herstellerpublikationen so genannt wird [3], ist es keines: Der ISAPP-Konsens schließt aufgereinigte mikrobielle Stoffwechselprodukte ohne Zellbestandteile ausdrücklich aus [4]. In dieser Bibliothek läuft der Stoff daher unter Stoffwechsel/Mitochondrien und in der Familie der mikrobiellen Metaboliten.

Als Wirkmechanismus gilt die Mitophagie, also der gezielte Abbau beschädigter Mitochondrien. Urolithin A wurde als erster Naturstoff beschrieben, der Mitophagie auslöst: In Fadenwürmern verhinderte es die Anhäufung schadhafter Mitochondrien, verlängerte die Lebensdauer und erhielt die Beweglichkeit, in zwei Mausmodellen des Altersmuskelschwunds und bei jungen Ratten verbesserte es die Ausdauer (Tierversuche, Stufe 2) [5]. Beim Menschen ist dieser Mechanismus nur indirekt belegt: In der ersten Humanstudie mit älteren, wenig aktiven Personen war Sicherheit der primäre Endpunkt; nach vier Wochen veränderten sich Acylcarnitine im Plasma und die Ablesung mitochondrialer Gene im Muskel, beides sekundäre Endpunkte [6]. In späteren Studien sanken Acylcarnitine, Ceramide und C-reaktives Protein [7], und in Muskelproben trainierter Männer fand sich eine Hochregulierung mitochondrienbezogener Signalwege ohne messbare Änderung der Mitochondrienfunktion [8].

Die beiden Hauptstudien zur Muskelleistung verfehlten ihre primären Endpunkte. Bei 66 Älteren von 65 bis 90 Jahren änderten sich nach vier Monaten weder die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Test noch die maximale ATP-Bildung in der Handmuskulatur signifikant; die Muskelausdauer zweier Muskeln war nach zwei Monaten besser (sekundärer Endpunkt) [7]. Bei Personen mittleren Alters verfehlte die Studie den primären Endpunkt Spitzenleistung; die Autorengruppe des Herstellers berichtet eine um etwa 12 % bessere Muskelkraft sowie „klinisch bedeutsame“ Verbesserungen bei Ausdauer und Sechs-Minuten-Gehtest [3]. Eine Meta-Analyse von fünf randomisierten Studien mit insgesamt 236 Teilnehmenden konnte nur den Sechs-Minuten-Gehtest aus zwei Studien zusammenfassen: +17,03 m (95-%-KI −5,33 bis 39,40; p = 0,135) bei niedriger Vertrauenswürdigkeit nach GRADE; alle übrigen Endpunkte bewertet sie als explorativ [9]. Bei 42 gut trainierten Läufern im Höhentrainingslager verbesserte sich die 3000-Meter-Zeit nicht, die allerdings nur in einer Teilgruppe von 22 gemessen wurde; das Anstrengungsempfinden und ein Muskelschadensmarker fielen niedriger aus [8].

Außerhalb der Muskulatur gibt es einzelne Befunde. In einer Studie mit 50 gesunden Menschen mittleren Alters verschoben sich nach vier Wochen Anteile von T-Zell-Untergruppen und die Fettsäureoxidationskapazität von CD8-Zellen; die Unterschiede waren klein und die Studie vom Hersteller finanziert [10]. In einer unabhängig durchgeführten Studie mit 50 Menschen mittleren Alters mit Adipositas blieb der primäre Endpunkt, die flussvermittelte Gefäßerweiterung, unverändert; aufgabenbezogene Hirndurchblutungsantworten unterschieden sich, was die Autorengruppe als Anlass für weitere Forschung bezeichnet [11]. Bei zehn Menschen mit Herzschwäche änderte Urolithin A die Herzultraschallwerte und das BNP nicht [12]. Zur Sicherheit liegen Tierdaten vor: Urolithin A war in Gentoxizitätstests unauffällig, die Hauptmetabolite sind Glucuronide und Sulfate, und in einer 90-Tage-Studie an Ratten blieb die höchste geprüfte Futterkonzentration ohne erkennbaren Schaden; die Arbeit stammt vom Hersteller [13].

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt, nicht maßstabsgetreu: links eine Körperzelle mit den Nährstoffschaltern AMPK und mTORC1, rechts zwei seneszente Zellen. Teilchen, Geschwindigkeiten und Schalterstellungen sind illustrativ und zeigen nur die Richtung eines Befunds; die Schalterleiste nennt, woher er stammt (Zellkultur, Tier oder Mensch). Lebensdauerbefunde stammen aus Würmern und Mäusen; die Lebensdauer von Menschen wurde mit keinem dieser Wirkstoffe untersucht.

Mitophagie häufiger (Wurm, Nager) · AMPK und mTORC1: nicht gemessen

AMPK
nicht gemessen
mTORC1
nicht gemessen
Autophagie
Mitophagie ↑Wurm · Nager
Seneszente Zellen
nicht gemessen
Wirkstoff
Ansicht

ATP  AMP  Aminosäuren  SASP  mTORC1-Hemmer  AMPK-Aktivatoren  Autophagie  Senolytika  Teilchen illustrativ

Urolithin A entsteht im Darm aus Ellagitanninen. Es löste in Zellen und Tieren Mitophagie aus, den gezielten Abbau beschädigter Mitochondrien, verlängerte beim Fadenwurm die Lebensdauer und verbesserte bei Nagern die Muskelfunktion [30]. Beim Menschen ist der Mechanismus nur indirekt belegt: In einer RCT mit 66 Älteren änderten sich nach vier Monaten weder die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Test noch die maximale ATP-Bildung im Muskel signifikant [31].

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

  • AICAR: nicht gezeichnet
  • Calcium-Alpha-Ketoglutarat: Daten widersprüchlich: TOR-abhängige Lebensverlängerung nur beim Wurm, bei Mäusen keine mTORC1-Hemmung
  • Epitalon: Angriffspunkt Telomerase (hTERT), in dieser Abbildung nicht gezeichnet
  • Noopept: Angriffspunkt HIF/PHD2, ein anderer Wirkort
  • Pentadecansäure (C15:0): nur Herstellerangaben
  • Pinealon: Befund an Caspase-3 und p53, in dieser Abbildung nicht gezeichnet
  • Sulforaphan: Befund an der Glukoneogenese (Zellen, Tiere; beim Menschen nur Blutzucker in einer Untergruppe), im Profil kein Angriffspunkt an AMPK oder mTOR
  • Tauroursodesoxycholsäure (TUDCA): wirkt als Chaperon am endoplasmatischen Retikulum, ein anderer Wirkort

Was die Abbildung zeigt und wie sicher das ist

Nur zur Erklärung von Wirkmechanismen. Keine medizinische Beratung und keine Aussage zu Nutzen, Risiken, Mengen oder Anwendung. Sirolimus, Everolimus, Metformin, Canagliflozin und Dasatinib sind verschreibungspflichtige Arzneimittel; eine Anwendung gegen das Altern ist für keinen von ihnen zugelassen.

Vereinfacht. Eine Zelle steht für viele Zelltypen; die Befunde stammen aus Leber-, Muskel-, Fett- und Herzzellen verschiedener Arten, die Figur zeigt nur, wo der Wirkstoff ansetzt. Größen, Zahl der Organellen, Teilchen und Geschwindigkeiten sind illustrativ; die Glukoseabgabe gilt nur für Leberzellen. Die Signallinien stehen für mehrere Zwischenschritte (z. B. AMPK über TSC2 und Raptor). Schalter, deren Wert „nicht gemessen“ ist, folgen nicht dem Lehrbuchweg: Ob etwa Metformin in diesen Zellen die Autophagie steigert, steht nicht in den Quellen des Profils. Wirkstoffe sind als Marken gezeichnet, nicht als Strukturformeln. Calcium-Alpha-Ketoglutarat, Pentadecansäure, Sulforaphan, TUDCA und weitere Stoffe stehen im Figuren-Katalog an diesem Ort, sind aber nicht gezeichnet; die Gründe stehen in der Liste unter der Abbildung. Die γ-Untereinheit ist mit vier CBS-Domänen gezeichnet, Nukleotide nur an den drei Bindestellen aus [3]. Die Zahlen aus [5], [6], [8] bis [15] und [17] bis [35] stammen aus den Synaptik-Profilen der Wirkstoffe und sind dort an den Quellen geprüft. [1] und [2] wurden am Volltext, [3], [4], [7] und [16] am PubMed-Abstract geprüft (25.10.2026).

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Mitophagie (Abbau beschädigter Mitochondrien)SignalwegAktivatorAuslösung in vitro und in vivo, Lebensverlängerung bei C. elegans Tierversuch[5]
Mitochondrienbezogene Genablesung im SkelettmuskelSignalwegExpression ↑veränderte Genexpression bzw. Proteinmuster (sekundäre Endpunkte) Mensch, randomisiert[6][8]
Acylcarnitine und Ceramide im PlasmaSonstigesSpiegel ↓niedrigere Spiegel als unter Placebo nach vier Monaten Mensch, randomisiert[7]
Darmbakterien der Ellagitannin-Umwandlung (z. B. Gordonibacter spp.)Mikroorganismus/TaxonBildung (Urolithin A als Produkt)nur rund 40 % der Menschen bilden Urolithin A nach Granatapfelsaft Mensch, randomisiert[1]
CD8-T-Zellen (Fettsäureoxidationskapazität, Untergruppenanteile)SonstigesAktivatorUnterschied 14,7 Prozentpunkte (95-%-KI 6,5–23,0; p = 0,0061) Mensch, randomisiert[10]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkein Effekt · Flussvermittelte Gefäßerweiterung bei Adipositas unverändert; Hirndurchblutungsantworten als sekundärer Befund verändert[11]
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselmoduliert · Mitophagie in Wurm und Nager (Stufe 2); beim Menschen nur Genablesung im Muskel und Acylcarnitine im Plasma, keine bessere ATP-Bildung[5][6][7]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativ↓ · C-reaktives Protein niedriger als unter Placebo; Immunzellbefunde klein und herstellerfinanziert[7][10]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Darmbarrierekeine Daten
  • Mikrobiommoduliert · Bildung hängt vom eigenen Mikrobiom ab; nur eine Minderheit bildet Urolithin A aus Ellagitanninen[1][2]
  • Kurzkettige Fettsäurenkeine Daten
  • Gallensäurenkeine Daten
  • Darmhormonekeine Daten
  • Darm-Hirn-Achsekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · synthetisches Urolithin A (Reinstoff)

    mehr als sechsfache Verfügbarkeit gegenüber Granatapfelsaft; im Blut überwiegend als Glucuronid und Sulfat

    Die direkte Einnahme macht die Verfügbarkeit unabhängig vom Mikrobiom und von der Ernährung [1]; in der ersten Humanstudie war Urolithin A in allen geprüften Mengen im Plasma messbar [6]. Tierdaten zeigen Glucuronide und Sulfate als Hauptmetabolite [13].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Ellagitannine aus Granatapfel, Walnüssen oder Beeren

    stark personenabhängig; nur etwa 40 % bilden Urolithin A in nennenswertem Umfang

    Die Umwandlung erfolgt erst im Dickdarm durch Bakterien; Menschen werden nach Metabotyp A, B oder 0 unterschieden [1][2].[1][2]

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Erste Humanstudie (Sicherheit und Mitochondrienmarker)

    RCT, placebokontrolliert, Einzel- und Mehrfachgabe · gesund (ältere, wenig aktive Personen) · Einzelgabe bzw. 4 Wochen

    Gemessen: Sicherheit (primär); Plasmaspiegel, Acylcarnitine, mitochondriale Genablesung im Muskel (sekundär)

    Ergebnis: Günstiges Sicherheitsprofil, im Plasma messbar; Acylcarnitine und mitochondriale Genexpression verändert.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Muskelausdauer bei Älteren

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (65 bis 90 Jahre) · n = 66 · 4 Monate

    Gemessen: Sechs-Minuten-Gehstrecke und maximale ATP-Bildung in der Handmuskulatur (primär); Muskelausdauer zweier Muskeln (sekundär)

    Ergebnis: Primäre Endpunkte ohne signifikanten Unterschied; Muskelausdauer nach zwei Monaten besser; Acylcarnitine, Ceramide und C-reaktives Protein nach vier Monaten niedriger. Keine Unterschiede bei unerwünschten Ereignissen.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Kraft und Leistung im mittleren Alter

    RCT, placebokontrolliert, zwei Mengenstufen · gesund (mittleres Alter) · 4 Monate

    Gemessen: Spitzenleistung (primär); Muskelkraft, Ausdauer, Gehtest, Plasmamarker, Muskelproteine

    Ergebnis: Primärer Endpunkt verfehlt; Muskelkraft laut Bericht um etwa 12 % besser, Ausdauer und Gehtest „klinisch bedeutsam“; Acylcarnitine und C-reaktives Protein niedriger. Hersteller ist Sponsor.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Meta-Analyse Muskelgesundheit

    systematischer Review mit Meta-Analyse (5 RCTs) · gemischt (Gesunde und Patienten) · n = 236

    Gemessen: Sechs-Minuten-Gehtest (poolbar, 2 Studien); Kraft, Ausdauer, Biomarker (narrativ)

    Ergebnis: +17,03 m (95-%-KI −5,33 bis 39,40; p = 0,135; I² = 0 %), Vertrauenswürdigkeit niedrig (GRADE); übrige Endpunkte heterogen und nur explorativ berichtet.[9]

    Mensch, randomisiert

  • Hochtrainierte Läufer im Höhenlager

    RCT, doppelblind, parallel · gesund (hochtrainierte männliche Läufer) · n = 42 · 4 Wochen

    Gemessen: 3000-Meter-Zeit (nur Teilgruppe von 22), maximale Sauerstoffaufnahme, Laufökonomie, Muskelschadensmarker, Muskelproteom (Teilgruppe von 20)

    Ergebnis: Laufzeit unverändert; Anstrengungsempfinden niedriger (p = 0,02), Kreatinkinase-Fläche geringer (p < 0,0001); mitochondrienbezogene Proteinmuster hochreguliert, Mitochondrienfunktion unverändert. Herstellerfinanziert.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Immunalterung

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (mittleres Alter) · n = 50 · 4 Wochen

    Gemessen: Phänotyp der CD3-T-Zell-Untergruppen und Immunstoffwechsel (primär)

    Ergebnis: Mehr naiv-ähnliche CD8-Zellen (Unterschied 0,50 Prozentpunkte; 95-%-KI 0,16–0,83; p = 0,0437), höhere Fettsäureoxidationskapazität (14,72 Prozentpunkte; 6,46–22,99; p = 0,0061); weitere Befunde sekundär bis explorativ. Vom Hersteller finanziert.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Gefäß- und Hirndurchblutung bei Adipositas

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: Adipositas, 40 bis 64 Jahre · n = 50 · 4 Wochen

    Gemessen: Flussvermittelte Gefäßerweiterung der Oberarmarterie (primär); weitere Gefäß- und Hirndurchblutungsmaße

    Ergebnis: Primärer Endpunkt ohne Gruppenunterschied, ebenso die übrigen Gefäßmaße; aufgabenbezogene Hirndurchblutungsantworten stärker, Aufgabenleistung unverändert. 7 Personen verloren (14 %). Keine Interessenkonflikte angegeben.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Herzschwäche mit verminderter Pumpfunktion

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · Patienten: Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion · n = 10 · 2 × 4 Wochen mit Auswaschphase

    Gemessen: Echokardiographie (Ejektionsfraktion u. a.), pro-BNP, Blutfette

    Ergebnis: Keine Änderung der Ultraschallwerte, von pro-BNP, Glukose und C-reaktivem Protein; HDL-Cholesterin geringfügig höher (p = 0,026).[12]

    Mensch, randomisiert

  • Metabotypen und direkte Einnahme

    randomisierte Vergleichsstudie (Granatapfelsaft vs. Urolithin-A-Produkt) · gesund · n = 100 · Einzel- und Mehrfachmessungen

    Gemessen: Häufigkeit von Urolithin-A-Bildnern, Mikrobiomunterschiede, Plasmaspiegel

    Ergebnis: Nur 12 % mit messbarem Urolithin A zu Beginn; etwa 40 % bildeten es nach Saft; Bildner mit höherer Mikrobiomvielfalt; direkte Einnahme mehr als sechsfache Verfügbarkeit (p < 0,0001).[1]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Kurzzeitsicherheit unauffällig, Langzeitdaten fehlen

    Die Studien liefen vier Wochen bis vier Monate ohne auffällige Unterschiede bei unerwünschten Ereignissen [6][7][10]. Die Grundlage der Sicherheitsbewertung sind Tierversuche des Herstellers: keine Gentoxizität, kein erkennbarer Schaden in einer 90-Tage-Studie an Ratten bis zur höchsten geprüften Futterkonzentration [13]. Daten über Jahre, bei Schwangeren, Stillenden und Kindern fehlen.

    Mensch, randomisiert

  • Datenlage fast vollständig vom Hersteller

    Die Studien [1][3][6][7][8][10] wurden von Amazentis finanziert oder von Angestellten, Vorstands- und Beiratsmitgliedern mitverfasst, teils mit Patenten auf die Anwendung [3][7]. Unabhängig sind bisher die Gefäßstudie [11] und die Herzinsuffizienzstudie [12], beide ohne positiven primären Befund.

    Mensch, randomisiert

  • Korrektur zur Immunstudie

    Zur Studie zur Immunalterung erschien eine Autorenkorrektur; ihr Inhalt wurde hier nicht gelesen und ist in `pruefung.nicht_verifiziert` vermerkt [10].

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Antibiotika und Darmflora: Die körpereigene Bildung aus Ellagitanninen hängt von Darmbakterien ab; Antibiotika können sie beeinträchtigen. Für den eingenommenen Reinstoff ist das ohne Bedeutung, Daten dazu fehlen [1].
  • Stoffe mit Phase-II-Stoffwechsel (Glucuronidierung, Sulfatierung): Urolithin A wird überwiegend glucuronidiert und sulfatiert [13]; Wechselwirkungen auf dieser Ebene sind plausibel, aber nicht untersucht.

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • widerlegt

    „Urolithin A ist ein Postbiotikum“

    Der ISAPP-Konsens schließt weitgehend aufgereinigte mikrobielle Stoffwechselprodukte ohne Zellbestandteile von der Definition aus [4]. Selbst in einer Herstellerpublikation wird der Stoff dennoch als „postbiotic compound“ bezeichnet [3]; das ist Marketing, keine Einordnung nach dem Konsens.

  • nicht belegt

    „Urolithin A steigert nachweislich Muskelkraft und Ausdauer“

    Beide großen Studien verfehlten ihre primären Endpunkte [3][7], bei Trainierten gab es keinen Leistungsvorteil [8], und die Meta-Analyse fand keinen signifikanten Effekt auf die Gehstrecke bei niedriger Vertrauenswürdigkeit [9].

  • teilweise belegt

    „Weil die meisten Menschen Urolithin A nicht selbst bilden, brauchen sie es als Präparat“

    Dass nur eine Minderheit den Stoff in nennenswertem Umfang bildet und die direkte Einnahme höhere Spiegel erzeugt, ist belegt [1]. Dass höhere Spiegel einen klinischen Nutzen bringen, ist offen: Die Studien mit klinischen primären Endpunkten verfehlten diese [3][7][11].

  • nicht belegt

    „Urolithin A verlängert das Leben (beworben als „Postbiotikum“ für die Langlebigkeit)“

    Eine Lebensverlängerung ist nur bei Fadenwürmern gezeigt, dazu bessere Ausdauer in Maus und Ratte; das sind Tierbefunde (Stufe 2) [5]. Daten zur Lebensdauer beim Menschen gibt es nicht; die Humanstudien messen Gehstrecke, Kraft, Blutmarker und Immunzellen über Wochen bis Monate [3][7][10]. Zur Bezeichnung „Postbiotikum“ siehe die erste Behauptung [4].

  • nicht belegt

    „Granatapfel oder Granatapfelsaft bringt denselben Effekt“

    Nach Saftgabe bildeten nur etwa 40 % der Teilnehmenden Urolithin A, und die Spiegel lagen deutlich niedriger als nach direkter Einnahme [1]. Ob die niedrigeren Spiegel ausreichen, wurde nicht klinisch geprüft; Unterschiede zwischen Metabotypen sind bisher nur Querschnittsbefunde [2].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Entsteht beim Menschen erst im Dickdarm aus Ellagitanninen und ist damit mikrobiomabhängig [1]; als Reinstoff eingenommen im Plasma zuverlässig messbar [6].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Im Tierversuch überwiegend Glucuronide und Sulfate nach oraler und intravenöser Gabe [13]; beim Menschen zirkulieren ebenfalls Phase-II-Konjugate [1].
Weg ins Gehirn
Nicht belegt. Veränderte Hirndurchblutungsantworten in einer Studie sind kein Nachweis eines Eintritts ins Gehirn [11].

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert.
EU
Kein Eintrag zu „Urolithin“ in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 (DE und EN durchsucht, 0 Treffer) [14]; über Cellar kein EU-Rechtsakt mit „urolithin“ im Titel und in PubMed kein EFSA-Novel-Food-Gutachten gefunden. Der Novel-Food-Katalog der Kommission wurde nicht geprüft; eine Aussage zur Verkehrsfähigkeit ist daraus nicht ableitbar.
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Gibt es eine unabhängige Studie mit klinischem primären Endpunkt, die einen Nutzen zeigt?
  • Profitieren gezielt Menschen, die Urolithin A selbst nicht bilden (Metabotyp 0)? Die Studien haben darauf nicht geschichtet.
  • Lässt sich die Mitophagie beim Menschen direkt messen, statt über Acylcarnitine und Genablesung?
  • Welche Bedeutung haben die veränderten Hirndurchblutungsantworten bei unveränderter Aufgabenleistung?
  • Wie verhält sich der Stoff über Jahre, insbesondere bei dauerhafter Mitophagie-Anregung?

Referenzen

  1. Singh A, D'Amico D, Andreux PA, Dunngalvin G, Kern T, Blanco-Bose W, et al. Direct supplementation with Urolithin A overcomes limitations of dietary exposure and gut microbiome variability in healthy adults to achieve consistent levels across the population. Eur J Clin Nutr. 2022;76(2):297–308. doi:10.1038/s41430-021-00950-1 · PubMed
  2. Selma MV, González-Sarrías A, Salas-Salvadó J, Andrés-Lacueva C, Alasalvar C, Örem A, et al. The gut microbiota metabolism of pomegranate or walnut ellagitannins yields two urolithin-metabotypes that correlate with cardiometabolic risk biomarkers: comparison between normoweight, overweight-obesity and metabolic syndrome. Clin Nutr. 2018;37(3):897–905. doi:10.1016/j.clnu.2017.03.012 · PubMed
  3. Singh A, D'Amico D, Andreux PA, Fouassier AM, Blanco-Bose W, Evans M, et al. Urolithin A improves muscle strength, exercise performance, and biomarkers of mitochondrial health in a randomized trial in middle-aged adults. Cell Rep Med. 2022;3(5):100633. doi:10.1016/j.xcrm.2022.100633 · PubMed
  4. Salminen S, Collado MC, Endo A, Hill C, Lebeer S, Quigley EMM, et al. The International Scientific Association of Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of postbiotics. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2021;18(9):649–67. doi:10.1038/s41575-021-00440-6 · PubMed
  5. Ryu D, Mouchiroud L, Andreux PA, Katsyuba E, Moullan N, Nicolet-Dit-Félix AA, et al. Urolithin A induces mitophagy and prolongs lifespan in C. elegans and increases muscle function in rodents. Nat Med. 2016;22(8):879–88. doi:10.1038/nm.4132 · PubMed
  6. Andreux PA, Blanco-Bose W, Ryu D, Burdet F, Ibberson M, Aebischer P, et al. The mitophagy activator urolithin A is safe and induces a molecular signature of improved mitochondrial and cellular health in humans. Nat Metab. 2019;1(6):595–603. doi:10.1038/s42255-019-0073-4 · PubMed
  7. Liu S, D'Amico D, Shankland E, Bhayana S, Garcia JM, Aebischer P, et al. Effect of urolithin A supplementation on muscle endurance and mitochondrial health in older adults: a randomized clinical trial. JAMA Netw Open. 2022;5(1):e2144279. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.44279 · PubMed
  8. Whitfield J, McKay AKA, Tee N, McCormick R, Morabito A, Karagounis LG, et al. Evaluating the impact of urolithin A supplementation on running performance, recovery, and mitochondrial biomarkers in highly trained male distance runners. Sports Med. 2025;55(12):3183–200. doi:10.1007/s40279-025-02292-5 · PubMed
  9. Dao T, Nguyen TT, Gariani K, Kim HJ, Ryu D. Effects of Urolithin A supplementation on muscle health outcomes in humans from randomized controlled trials. Front Nutr. 2026;13:1834344. doi:10.3389/fnut.2026.1834344 · PubMed
  10. Denk D, Singh A, Kasler HG, D'Amico D, Rey J, Alcober-Boquet L, et al. Effect of the mitophagy inducer urolithin A on age-related immune decline: a randomized, placebo-controlled trial. Nat Aging. 2025;5(11):2309–22. doi:10.1038/s43587-025-00996-x · PubMed
  11. da Costa Pinaffi-Langley AC, Gulej R, Kaposzta Z, Szarvas Z, Shahriari A, Kinnard H Jr, et al. Urolithin A and endothelial and cerebrovascular function in middle-aged adults with obesity: a randomized clinical trial. JAMA Netw Open. 2026;9(10):e2638047. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.38047 · PubMed
  12. Jamialahmadi T, Hasanpour M, Vakilian F, Penson PE, Iranshahy M, Sahebkar A. Evaluation of urolithin A efficacy in heart failure patients with reduced ejection fraction: a randomized, double-blind, crossover, placebo-controlled clinical trial. Rev Recent Clin Trials. 2024;19(3):221–8. doi:10.2174/0115748871279354240209101604 · PubMed
  13. Heilman J, Andreux P, Tran N, Rinsch C, Blanco-Bose W. Safety assessment of Urolithin A, a metabolite produced by the human gut microbiota upon dietary intake of plant derived ellagitannins and ellagic acid. Food Chem Toxicol. 2017;108(Pt A):289–97. doi:10.1016/j.fct.2017.07.050 · PubMed
  14. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
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Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
  • Am Abstract: 100 Teilnehmende, 12 % mit messbarem Urolithin A, etwa 40 % Bildner, mehr als sechsfache Verfügbarkeit (p < 0,0001) [1]; Metabotypen A, B und 0 und Zusammenhänge mit Risikomarkern bei Übergewicht [2]; primärer Endpunkt Spitzenleistung verfehlt, Kraft etwa 12 %, Bezeichnung „postbiotic compound“ im Abstract [3]; Ausschluss aufgereinigter Metabolite aus der Postbiotika-Definition [4]; Mitophagie, Lebensverlängerung bei C. elegans, bessere Ausdauer bei Nagern [5]; erste Humanstudie, Sicherheit primär, Acylcarnitine und Muskelgene sekundär [6]; 66 Teilnehmende, primäre Endpunkte nicht signifikant, Muskelausdauer nach zwei Monaten besser, Acylcarnitine, Ceramide und CRP niedriger [7]; 42 Läufer, 3000 m unverändert, RPE p = 0,02, Kreatinkinase p < 0,0001 [8]; 5 RCTs, n = 236, +17,03 m (−5,33 bis 39,40), p = 0,135, GRADE niedrig [9]; 50 Teilnehmende, CD8 0,50 Prozentpunkte (p = 0,0437), Fettsäureoxidation 14,72 Prozentpunkte (p = 0,0061) [10]; 50 Teilnehmende, FMD ohne Unterschied, Hirndurchblutungsantworten stärker, 14 % Verlust [11]; 10 Erkrankte, Echo und pro-BNP unverändert, HDL-C höher (p = 0,026) [12]; keine Gentoxizität, Glucuronide und Sulfate als Hauptmetabolite, 90-Tage-Studie ohne erkennbaren Schaden [13].
  • Interessenkonflikte: Angestellte, Vorstands- oder Beiratsmitglieder von Amazentis in [1][3][5][6][7][10] und Studienfinanzierung durch Amazentis in [8][10]; Patente auf die Anwendung in [7]. Die Studien [11] und [12] geben keine solchen Verbindungen an.
  • Rechtsstatus (24.10.2026): konsolidierte Unionsliste 02017R2470-20260810 in DE und EN nach „Urolithin“ durchsucht, 0 Treffer [14]; Cellar-SPARQL über englische Rechtsakttitel: kein Treffer mit „urolithin“; PubMed (EFSA J): kein Novel-Food-Gutachten zu Urolithin.
  • ClinicalTrials.gov: 66 Einträge zu „urolithin“ (24.10.2026). Registernummern laut Abstracts: NCT03283462 [7], NCT03464500 [3], NCT05735886 [10], NCT05921266 [11], NCT04783207 [8].
  • Gegenprüfung 24.10.2026 am Abstract bzw. Volltext: [9] „Five randomized controlled trials (n = 236) … Quantitative synthesis was feasible only for the 6MWT (k = 2)“; [8] 3000-m-Zeitlauf nur in einer Teilgruppe („n = 11 PL, n = 11 UA“), Muskelbiopsien bei 20; [11] primärer Endpunkt FMD ohne Unterschied, „significantly greater task-evoked hemodynamic responses“ bei unveränderter Aufgabenleistung; Volltext [1] (PMC8821002) nennt Clostridium- und Gordonibacter-verwandte Arten bei der Umwandlung und „a glass of pomegranate juice“ als Testmahlzeit.
  • 26.10.2026, Präzisions-Flags (m004; Regeln im Leitfaden unter „Zahlenregel und Präzisions-Flags“, Umsetzung Claude zur Bestätigung durch Tilman): „Bessere sportliche Leistung und Regeneration bei Trainierten“: kleine_studien, herstellerfinanziert – [8] 42 Läufer (Abstract); laut Erklärung „supported by research funding from Amazentis SA“. „Verjüngt das Immunsystem und senkt stille Entzündung“: kleine_studien, herstellerfinanziert – [10] 50 Personen, [7] 66 Personen (Abstracts); [10] laut Interessenerklärung von Amazentis finanziert, Amazentis-Angestellte als Autorinnen und Autoren; [7] Gründer, Vorstand und Angestellte von Amazentis als Autorinnen und Autoren. „Schützt die Gefäße“: kleine_studien – [11] 50 Personen, [12] 10 Personen (Abstracts). „Fördert die Hirndurchblutung und schützt das Gehirn“: kleine_studien – [11] 50 Personen (Abstract). Gegenprüfung 26.10.2026: Belege der Flags (Teilnehmendenzahlen, Richtung, Finanzierung) in die begruendung übernommen und an Abstracts bzw. Volltexten erneut geprüft.

Nicht verifiziert

  • Novel-Food-Katalogstatus von Urolithin A (Katalog nicht erreichbar bzw. nicht geprüft); Status in Deutschland und den USA.
  • Inhalt der Autorenkorrektur zur Immunstudie (Nat Aging 2026;6(2):463, PMID 41491872); nur als Korrektur erfasst, nicht gelesen.
  • Teilnehmerzahlen von [3] und [6] (im Abstract nicht genannt).
  • Ob die Metabotyp-Zuordnung mit dem Ansprechen auf die Einnahme zusammenhängt (in den Studien nicht geschichtet).
  • Halbwertszeit von Urolithin A beim Menschen.
  • Welche fünf Studien die Meta-Analyse [9] einschloss und wie sie mit den Herstellerverbindungen umgeht (nur Abstract geprüft).

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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