Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Besserer Schlaf
kleiner NutzenEine große RCT mit 155 Erwachsenen: ISI-Abnahme etwas stärker als unter Placebo (p = 0,049, d = 0,2), Schlafqualität und andere Endpunkte ohne Unterschied [7]. Keine objektive Schlafmessung, kein Vergleich mit anderen Magnesiumformen. Eine Metaanalyse von drei kleinen RCTs bei Älteren mit Insomnie (niedrige bis sehr niedrige Evidenzqualität) verwendete Oxid und Citrat und zählt nicht für die Stufe [12].
Stress ↓, beruhigend
kein NutzenIn der Glycinat-RCT unterschieden sich Fragebögen zu Stress und Stimmung (sekundäre Endpunkte) nicht von Placebo [7]. Ein systematischer Review mit schwachen Hinweisen auf weniger Angst bei angstanfälligen Gruppen fasst andere Magnesiumformen zusammen und zählt nicht für die Stufe [11]. Der Zusatz „durch Glycin“ ist als eigenes Versprechen geprüft.
Das Glycin wirkt zusätzlich beruhigend und schlaffördernd (besser als andere Magnesiumformen)
nicht untersuchtKeine Studie hat Glycinat mit einer anderen Magnesiumform gleichen Magnesiumgehalts verglichen; die Glycinat-RCT hatte nur Placebo als Vergleich [7]. Der Glycinanteil liegt etwa bei der Hälfte der Menge aus Glycin-Schlafstudien, die überwiegend von einer Herstellergruppe stammen [7][8]. Zerlegt aus dem früheren Versprechen „Stress ↓, beruhigend durch Glycin“.[8]
Weniger Muskelkrämpfe
Einzelbefund, unbestätigtEine RCT mit Magnesiumbisglycinat-Chelat und 80 ausgewerteten Schwangeren fand weniger und schwächere Krämpfe als unter Placebo [9]. Der Cochrane-Review (Lage bei Schwangeren widersprüchlich, bei älteren Menschen mit nächtlichen Krämpfen kein relevanter Nutzen) fasst verschiedene Magnesiumformen zusammen und zählt nicht für die Stufe [10].
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Magnesiumglycinat
Magnesium ist nach Kalium das zweithäufigste Kation in Zellen und an über 600 enzymatischen Reaktionen beteiligt; Darm, Niere und Knochen regeln den Bestand [1]. An Nervenzellen blockiert Mg2+ den Kanal des NMDA-Rezeptors spannungsabhängig: In Ruhe unterbricht es den Ionenstrom, bei Depolarisation löst sich der Block [2]. Darauf beruht die Vorstellung, Magnesium schütze vor übermäßiger Erregung; eine Übersichtsarbeit sieht die stärksten Hinweise bei Migräne und Depression, für andere neurologische Fragen ist die Datenlage dünner [3]. Diese Wirkungen gehören zum Magnesium allgemein, nicht speziell zur Glycinat-Form.
Bei Magnesiumbisglycinat ist Magnesium an zwei Glycinmoleküle gebunden. Die einzige gefundene Isotopenstudie beim Menschen verglich es doppelblind im Überkreuzdesign mit Magnesiumoxid bei 12 Menschen nach Entfernung von Teilen des Dünndarms (Ileumresektion): Insgesamt wurde aus beiden Formen gleich viel aufgenommen (23,5 vs. 22,8 %); nur bei den vier Personen mit der schlechtesten Aufnahme aus Oxid war Glycinat überlegen (23,5 vs. 11,8 %), und es wurde besser vertragen [4]. Die Autoren vermuten, dass ein Teil als intaktes Dipeptid aufgenommen wird; beim Menschen belegt ist das nicht. Ein systematischer Review fand organische Formen insgesamt besser verfügbar als anorganische, wobei der aufgenommene Anteil von der Menge abhängt [5]. In einer randomisierten Studie mit 46 Gesunden erhöhten ein Aminosäurechelat und Citrat die Magnesiumausscheidung im Urin nach 60 Tagen stärker als Oxid, den Serumspiegel aber am stärksten Citrat [6]; welcher Aminosäureligand im Chelat steckte, nennt der Abstract nicht. Eine Studie, die Glycinat bei Gesunden direkt mit Citrat vergleicht, wurde nicht gefunden.
Die größte placebokontrollierte Studie mit Magnesiumbisglycinat (155 Erwachsene mit schlechtem Schlaf, 4 Wochen) fand eine etwas stärkere Abnahme des Insomnie-Schweregrads (ISI −3,9 vs. −2,3 Punkte) mit kleiner Effektstärke (d = 0,2); Fragebögen zu Stress und Stimmung unterschieden sich nicht [7]. Die Studie verglich nicht mit einer anderen Magnesiumform, ein Beitrag des Glycins lässt sich daher nicht abtrennen; der Glycinanteil lag etwa bei der Hälfte der Menge, die in Schlafstudien mit Glycin allein verwendet wurde [7]. Diese Glycin-Schlafstudien stammen überwiegend von einer Forschungsgruppe des Herstellers Ajinomoto [8]. Bei 80 ausgewerteten Schwangeren mit Wadenkrämpfen erreichten unter Bisglycinat mehr Frauen eine Halbierung der Krampfhäufigkeit als unter Placebo (86,0 vs. 60,5 %) [9]; ein Cochrane-Review bewertet die Studien bei Schwangeren jedoch als widersprüchlich und fand bei älteren Menschen mit nächtlichen Krämpfen keinen relevanten Nutzen von Magnesium [10].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Glutamat Glycin / D-Serin Mg²⁺ Ca²⁺ Na⁺ K⁺ rot = Wirkstoff, in der Szene als verkleinerte Strukturformel · Formen wie in der Abbildung
Normalzustand
Ca²⁺-Einstrom (Modell): Ausgangslage
Magnesiumglycinat
Ca²⁺-Einstrom (Modell): unverändert
Links läuft der Normalzustand, rechts der gewählte Wirkstoff, beide mit denselben Takten. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung (weniger oder mehr Ca²⁺ als im Normalzustand). Das Modell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß im Gehirn.
Magnesiumglycinat liefert Mg²⁺, den natürlichen Porenblocker [3], und Glycin, den Co-Agonisten an GluN1 [16]. Beide Stellen sind hervorgehoben; das Modell bleibt wie im Normalzustand, denn ob das Salz Magnesium oder Glycin am Rezeptor im Gehirn erhöht, ist nicht untersucht. Die Wirkung am Kanal gehört zum Magnesium allgemein, nicht zur Glycinat-Form.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- CX-717: Ampakin; NMDA-Effekt nur indirekt, kein Angriff am Rezeptor selbst
- Huperzin A: NMDA-Hemmung nur in einer Übersicht der Entwicklergruppe, ohne Bindestelle
- L-Theanin: nur sehr schwache Bindung an Glutamatrezeptoren
- Phenylpiracetam: keine Verdrängung der Liganden am NMDA-Rezeptor
- Piracetam: nur veränderte Rezeptorzahl (Maus)
- Selank: nur veränderte Zahl der Bindungsstellen (Maus)
Eingeordnet am Wirkort GABA-A-Rezeptor (Benzodiazepin-, GABA- und Membranstellen), GABA-B mit GIRK, Glycinrezeptor; in der Abbildung dort nicht gezeichnet: betrifft nur den Glycinanteil; Beleg nur eine Übersicht zu Glycin.
Eingeordnet am Wirkort Bürstensaum der Enterozyten (Mikrovilli mit Enzymen und Transportern); in der Abbildung dort nicht gezeichnet: Aufnahme über den Dipeptidweg im Profil nur vermutet.
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| NMDA-Rezeptor, Kanalpore | Ionenkanal | Hemmer | spannungsabhängiger Block durch Mg2+ (Mausneurone, Patch-Clamp) | Labor[2] |
| NMDA-Rezeptor, Glycin-Bindungsstelle (Glycinanteil) | Rezeptor | Agonist | Co-Agonist | Labor[8] |
| Glycinrezeptor (Chloridkanal, Glycinanteil) | Ionenkanal | Agonist | Labor[8] | |
| Dipeptid-Transport im Dünndarm (vermutet) | Transporter | Bindung | Hypothese aus früherem Isotopenmaximum | Mensch, nicht randomisiert[4] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDAMg2+ blockiert den NMDA-Kanal (Labor), Glycin ist Co-Agonist am selben Rezeptor; Nettoeffekt nach Einnahme im Gehirn unbekannt[2][8]
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Bisglycinat (Chelat)
≈ 23,5 % (Isotop Magnesium-26, Patienten nach Ileumresektion; Oxid 22,8 %)Doppelblinde Überkreuzstudie mit 12 Patienten: insgesamt gleiche Aufnahme wie Oxid, früheres Maximum und größere Fläche unter der Isotopenkurve, besser verträglich; Vorteil nur bei den vier Personen mit schlechtester Oxid-Aufnahme [4]. Daten bei Gesunden fehlen.
Mensch, randomisiert
Oral (geschluckt) · Aminosäurechelat (Ligand nicht angegeben)
Bei 46 Gesunden höhere Urinausscheidung als unter Oxid nach 60 Tagen, Serumspiegel aber niedriger als unter Citrat [6]. Organische Formen sind laut systematischem Review insgesamt besser verfügbar als anorganische [5].
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Schlaf bei Erwachsenen mit schlechtem Schlaf
Gemessen: Insomnia Severity Index (ISI)
Ergebnis: ISI −3,9 vs. −2,3 Punkte (p = 0,049, d = 0,2); übrige psychologische Endpunkte ohne Unterschied.[7]
Mensch, randomisiert
Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft
Gemessen: Halbierung von Krampfhäufigkeit und -intensität
Ergebnis: Halbierung der Häufigkeit bei 86,0 vs. 60,5 % (p = 0,007), der Intensität bei 69,8 vs. 48,8 % (p = 0,048); 80 ausgewertet.[9]
Mensch, randomisiert
Isotopenstudie Glycinat vs. Oxid
Gemessen: Aufnahme des Isotops Magnesium-26
Ergebnis: 23,5 vs. 22,8 % insgesamt; bei vier Personen mit schlechter Aufnahme 23,5 vs. 11,8 % (p < 0,05).[4]
Mensch, randomisiert
Vergleich Aminosäurechelat, Citrat, Oxid
Gemessen: Magnesium in Urin, Serum, Erythrozyten, Speichel
Ergebnis: Organische Formen höhere Urinausscheidung als Oxid (p = 0,033); höchster Serumspiegel unter Citrat.[6]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Hypermagnesiämie bei eingeschränkter Nierenfunktion
Die Niere regelt den Magnesiumbestand [1]. In einer Krankenhauskohorte mit Magnesiumoxid hatten 23 % eine erhöhte Magnesiumkonzentration; Risikofaktoren waren eingeschränkte Nierenfunktion, größere Mengen und längere Anwendung [13]. Daten speziell zu Glycinat fehlen; dass das Prinzip für alle Magnesiumsalze gilt, ist eine Schlussfolgerung.
Mensch, nicht randomisiert
Magen-Darm-Beschwerden
In der Cochrane-Analyse traten unter oralem Magnesium vor allem Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall auf [10]. In den Glycinat-Studien waren Nebenwirkungen nicht häufiger als unter Placebo [7][9], im Vergleich mit Oxid wurde Glycinat besser vertragen (12 Patienten) [4].
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen
- Tetrazykline und Fluorchinolone: Mehrwertige Kationen wie Mg2+ bilden mit diesen Antibiotika schwer lösliche Chelate und senken ihre Aufnahme; klinisch gezeigt für magnesiumhaltige Antazida [14]. Für Glycinat nicht eigens untersucht.
- Bisphosphonate: Gleicher Chelat-Mechanismus laut Fachinformationen, quantitative Daten fehlen [14].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Magnesiumglycinat wird besser aufgenommen als alle anderen Formen“
Die einzige Isotopenstudie beim Menschen fand insgesamt keinen Unterschied zu Oxid, nur bei vier Patienten mit gestörter Aufnahme einen Vorteil [4]. Ein Vergleich mit Citrat bei Gesunden fehlt; ein nicht näher bezeichnetes Aminosäurechelat erreichte niedrigere Serumspiegel als Citrat [6].
- nicht belegt
„Das Glycin im Glycinat wirkt zusätzlich beruhigend und schlaffördernd“
Kein Versuch hat Glycinat mit einer anderen Magnesiumform verglichen [7]. Der Glycinanteil liegt unter den Mengen der Glycin-Schlafstudien, die fast alle aus einer Herstellergruppe stammen [7][8].
- teilweise belegt
„Glycinat ist magenfreundlich und wirkt kaum abführend“
Bei 12 Patienten besser verträglich als Oxid [4]; in zwei RCTs keine häufigeren Nebenwirkungen als unter Placebo [7][9]. Ein direkter Vergleich mit Citrat zur Verträglichkeit fehlt.
- teilweise belegt
„Glycinat wird als intaktes Dipeptid aufgenommen“
Die Autoren der Isotopenstudie schließen das aus Labordaten und dem früheren Isotopenmaximum; direkt gemessen wurde es beim Menschen nicht [4].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Über den Mund. Bei Patienten nach Ileumresektion gleiche Gesamtaufnahme wie Oxid, Isotopenmaximum im Mittel 3,2 Stunden früher [4].
- Halbwertszeit
- Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
- Abbau
- Zerfällt in Magnesium und Glycin; wie viel als intaktes Chelat aufgenommen wird, ist beim Menschen ungeklärt [4]. Die Niere regelt die Ausscheidung [1].
- Weg ins Gehirn
- Kein Beleg, dass Glycinat mehr Magnesium ins Gehirn bringt als andere Formen.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Nicht verifiziert.
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Magnesiumbisglycinat“); damit als Magnesiumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [15].
- USA
- Nicht verifiziert.
Zugelassene EU-Angaben
„trägt zur normalen psychischen Funktion bei“
- Nährstoff
- Magnesium
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[16]
- Einordnung
- rechtlich zulässig für Magnesium allgemein, keine Aussage über Magnesiumglycinat; zu Stress und Stimmung mit Glycinat siehe das Versprechen „Stress ↓, beruhigend“ (kein Nutzen in einer RCT)
„trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei“
- Nährstoff
- Magnesium
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[16]
- Einordnung
- rechtlich zulässig für Magnesium allgemein, keine Aussage über Magnesiumglycinat; zu Wadenkrämpfen siehe das Versprechen „Weniger Muskelkrämpfe“ (nur bei Schwangeren geprüft)
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Ist Glycinat bei Gesunden besser verfügbar als Citrat, gemessen an Urinausscheidung nach Sättigung der Speicher?
- Trägt das Glycin messbar zum Schlafeffekt bei, wenn man Glycinat gegen eine andere Magnesiumform mit gleichem Magnesiumgehalt testet?
- Profitieren vor allem Menschen mit niedriger Magnesiumzufuhr, wie eine explorative Auswertung andeutet?
Referenzen
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- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820).
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
- Am Abstract: 12 Patienten, 23,5 vs. 22,8 %, Subgruppe 23,5 vs. 11,8 %, Maximum 3,2 h früher [4]; 14 Studien, organisch besser als anorganisch, mengenabhängig [5]; 46 Gesunde, 60 Tage, p = 0,033, Citrat höchster Serumspiegel [6]; 155 Personen, ISI −3,9 vs. −2,3, p = 0,049, d = 0,2 [7]; 86 Schwangere, 80 ausgewertet, 86,0 vs. 60,5 % und 69,8 vs. 48,8 % [9]; Cochrane: 11 Studien, kein Nutzen bei idiopathischen Krämpfen, Schwangerschaft widersprüchlich [10]; 18 Studien, schwache Hinweise bei Angst [11]; 23 % Hypermagnesiämie, Risikofaktoren [13]; Chelat-Interaktionen [14].
- Im Volltext von [7]: Präparat von Biogena, Glycinanteil etwa die Hälfte der in Glycin-Schlafstudien genannten Menge; kein Vergleich mit anderer Magnesiumform.
- Affiliation Ajinomoto in [8] am Abstract geprüft.
- ClinicalTrials.gov: 20 Treffer „magnesium glycinate“, 6 Treffer „magnesium bisglycinate“ (23.10.2026).
- 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG (CELEX 02002L0046-20251126, Cellar-XHTML) enthält „Magnesiumbisglycinat“. Wortlaut der beiden Magnesium-Angaben in VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung (CELEX 32012R0432) und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820), unverändert gefunden.
- Formspezifische Prüfung (K2): Abstract [9] nennt „magnesium bisglycinate chelate“ (41 vs. 39 ausgewertet, keine Interessenkonflikte); [7] laut Volltext Bisglycinat. Metaanalyse [12], Cochrane-Review [10] und Angst-Review [11] mischen Formen und zählen nicht für die Stufen.
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Weniger Muskelkrämpfe“ → kleine_studien: [9] 86 eingeschlossen, 80 ausgewertet (Abstract); [10] zählt laut Begründung nicht.
Nicht verifiziert
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