Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten. Herstellung, Besitz, Handel oder Anwendung können verboten sein; Einzelheiten unter „Rechtlicher Status“.
Wirkweise
Evidenzkarte: Phenylpiracetam
Phenylpiracetam ist ein Phenyl-Analogon des Piracetams; die erste pharmakologische Beschreibung erschien 1983 in einer sowjetischen Fachzeitschrift. Darin aktivierte es bei Tieren das operante Verhalten stärker als Piracetam, hob die dämpfende Wirkung von Diazepam auf und wirkte, anders als Piracetam, antikonvulsiv; in hohen Gaben wirkte es dagegen dämpfend [1]. Die Substanz hat ein Stereozentrum und ist als Racemat im Handel. Bei Mäusen steigerten beide Enantiomere die Bewegungsaktivität und wirkten im Schwimmtest antidepressiv, die Gedächtnisleistung im passiven Vermeidungstest verbesserte aber nur die R-Form, obwohl beide gleich stark ins Gehirn gelangten [2].
Als molekularer Angriffspunkt gilt der Dopamintransporter: S-Phenylpiracetam wird als selektiver Hemmer des Dopamintransporters ohne Einfluss auf Noradrenalin- und Serotoninrezeptoren beschrieben; bei übergewichtigen Nagern verringerte es über Wochen die Gewichtszunahme, ohne die Bewegungsaktivität zu steigern [3]. Für R-Phenylpiracetam war der Dopamintransporter in einem Radioliganden-Screening das einzige bedeutsame Ziel; bei Mäusen dämpfte es nach Endotoxin-Gabe entzündungsbezogene Gene im Gehirn [4]. An AMPA-, NMDA- und metabotropen Glutamatrezeptoren veränderte Phenylpiracetam die Ligandenbindung nicht [5]. Bei Mäusen mit schwachem Erkundungsverhalten stieg BDNF im Hippocampus leicht an [6].
Eine Übersichtsarbeit beschreibt Phenylpiracetam als stärker wirksam als Piracetam und mit breiterem Einsatzspektrum [7]. Die klinischen Studien stammen fast ausschließlich aus Russland und sind nicht randomisiert: In der Rehabilitation nach Schlaganfall erholten sich Behandelte besser als eine Vergleichsgruppe [8], in einer unkontrollierten Studie nach Hirnschäden besserten sich Motorik und Gedächtnis [9], und eine russische Meta-Analyse fasst Vorher-nachher-Vergleiche bei Asthenie zusammen [10].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
Phenylpiracetam
Dopamin im Spalt (Modell): etwas mehr
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Phenylpiracetam ist ein Racemat. Das S-Enantiomer wird als selektiver DAT-Hemmer ohne Einfluss auf Noradrenalin- und Serotoninrezeptoren beschrieben [22]; für das R-Enantiomer war der DAT in einem Radioliganden-Screening das einzige bedeutsame Ziel [23]. In den Quellen des Profils wurde Dopamin nur für das R-Enantiomer gemessen (Ratte) [24]. Richtung („etwas mehr“) und Anteil gesperrter Transporter sind hier aus der DAT-Hemmung abgeleitet und illustrativ.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Eingeordnet am Wirkort NMDA-Rezeptor (GluN1/GluN2B) in der postsynaptischen Membran eines Dornfortsatzes; in der Abbildung dort nicht gezeichnet: keine Verdrängung der Liganden am NMDA-Rezeptor.
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Dopamintransporter (DAT) | Transporter | Hemmer | einziges bedeutsames Ziel im Radioliganden-Screening (R-Enantiomer); S-Enantiomer als selektiv beschrieben | Labor[3][4] |
| AMPA-, NMDA- und metabotrope Glutamatrezeptoren | Rezeptor | Bindung | keine Verdrängung der Liganden bei 10⁻¹⁰–10⁻⁴ M (Rattenhirn) | Labor[5] |
Wirkprofil
- Dopaminhemmt den Dopamintransporter (Bindungsstudien); Dopaminspiegel im Gehirn in den geprüften Quellen nicht gemessen[3][4]
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophineleichter BDNF-Anstieg im Hippocampus von Mäusen mit schwachem Erkundungsverhalten[6]
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- EnergiestoffwechselS-Enantiomer senkte Gewichtszunahme, Glukose und Leptin bei übergewichtigen Nagern[3]
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativR-Enantiomer dämpfte Entzündungsgene im Gehirn nach Endotoxin (Maus)[4]
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Studien am Menschen
Rehabilitation nach Schlaganfall
Gemessen: Barthel-Index und weitere Funktionsskalen
Ergebnis: Bessere Erholung neurologischer Funktionen und Alltagsaktivitäten als in der Vergleichsgruppe.[8]
Mensch, nicht randomisiert
Folgen organischer Hirnschäden
Gemessen: Motorik, kognitive Funktionen, EEG
Ergebnis: Besserung von Lähmungen, Koordination, Gedächtnis und Aufmerksamkeit berichtet.[9]
Mensch, nicht randomisiert
Meta-Analyse Asthenie
Gemessen: Erschöpfungsskala MFI-20
Ergebnis: Erschöpfungswert im Mittel um 16,3 Punkte gesunken (95-%-KI 8,85–23,85); Nebenwirkungen bei 5,5 %.[10]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Dämpfung in hohen Gaben
In der ersten Tierstudie wirkte Phenylpiracetam in hohen Gaben psychisch dämpfend [1].
Tierversuch
Nebenwirkungen in unkontrollierten Studien
In der russischen Meta-Analyse zu Asthenie traten bei 5,5 % Nebenwirkungen auf, die vorübergehend waren [10]; ohne Kontrollgruppe ist der Anteil nicht einzuordnen.
Mensch, nicht randomisiert
Unkontrollierte Produkte
In Europa wurden Rohstoff-Großmengen mit nahezu 100 % Reinheit beschlagnahmt; der Stoff wird als Nahrungsergänzungsmittel oder Rohpulver ohne Qualitätskontrolle vertrieben [11].
Keine Daten
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Phenylpiracetam steigert Konzentration und Leistung bei Gesunden“
Keine kontrollierte Studie bei Gesunden; Gedächtniseffekte nur bei Mäusen und nur für das R-Enantiomer [2].
- teilweise belegt
„Phenylpiracetam wirkt stimulierend“
Mehr Bewegungsaktivität bei Mäusen [2] und Hemmung des Dopamintransporters im Labor [3][4]; im Sport als Stimulans verboten [13]. Kontrollierte Daten am Menschen fehlen.
- teilweise belegt
„Phenylpiracetam ist viel stärker als Piracetam“
In Tierversuchen stärkere Aktivierung als Piracetam [1]; eine Übersicht nennt es wirksamer [7]. Direkte Vergleichsstudien am Menschen wurden nicht gefunden.
- teilweise belegt
„Phenylpiracetam hilft gegen Erschöpfung“
Nur Vorher-nachher-Vergleiche bei Asthenie ohne Placebogruppe [10]; ein Placeboeffekt ist so nicht auszuschließen.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Beim Menschen in den geprüften Quellen nicht beschrieben.
- Halbwertszeit
- Beim Menschen in den geprüften Quellen nicht beschrieben.
- Abbau
- In den geprüften Quellen nicht beschrieben.
- Weg ins Gehirn
- Beide Enantiomere gelangen bei Mäusen in ähnlicher Menge ins Gehirn [2]; R-Phenylpiracetam war 15 Minuten nach Gabe im Hirngewebe nachweisbar [4].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- In AMIce kein Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Phenylpiracetam (Fonturacetam) gefunden, weder unter den verkehrsfähigen noch unter allen, auch erloschenen Einträgen (Suche nach Stoffname „Phenylpiracetam“, „Fonturacetam“ bzw. „Carphedon“, Abruf 26.10.2026; Versagungen und Rücknahmen sind im öffentlichen Teil nicht enthalten) [15]; kein Eintrag in AMVV Anlage 1 [16]. Doping: Die im Bundesgesetzblatt bekannt gemachte Verbotsliste 2026 nennt „Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)]“ unter S6.A (nichtspezifische Stimulanzien, innerhalb des Wettkampfes verboten) [18]. Damit gilt § 2 Absatz 1 und 2 AntiDopG: Verboten ist, Dopingmittel mit diesem Stoff zum Zweck des Dopings beim Menschen im Sport herzustellen, mit ihnen Handel zu treiben, sie abzugeben oder sonst in den Verkehr zu bringen, zu verschreiben oder bei einer anderen Person anzuwenden. In der Anlage zum AntiDopG, an die das Verbot von Erwerb und Besitz in nicht geringer Menge anknüpft (§ 2 Absatz 3), ist Fonturacetam nicht aufgeführt [19]. Der lebensmittelrechtliche Status ist nicht verifiziert.
- EU
- Kein zentral zugelassenes oder bewertetes Arzneimittel, kein Referral und keine Orphan-Ausweisung mit Phenylpiracetam in den EMA-Datenexporten (Zeitstempel 25.10.2026) [17]; nationale Zulassungen anderer Mitgliedstaaten erfasst der Export nicht. In einer Marktüberwachung amtlicher Arzneimittel-Kontrolllabore aus Europa und Australien wurde Phenylpiracetam einmal gefunden; die Studie ordnet es ein als Piracetam-Homologes, das von keiner Gesundheitsbehörde in der EU oder Australien zur Anwendung am Menschen zugelassen ist und in Russland verschreibungspflichtig ist (Einschätzung der Studie, keine Rechtsquelle) [11].
- USA
- Nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen [14].
- Andere Länder
- Russland: verschreibungspflichtiges Arzneimittel [11]. Sport: 1998 als erstes Nootropikum verboten [12]; die im Bundesgesetzblatt bekannt gemachte Verbotsliste 2026 nennt „Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)]“ unter S6.A (nichtspezifische Stimulanzien) [13][18].
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Wie stark hemmen die Enantiomere den Dopamintransporter beim Menschen, und steigt dadurch das Dopamin im Gehirn?
- Wie wirkt Phenylpiracetam in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie bei Gesunden?
- Wie hoch ist das Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial eines Dopamintransporter-Hemmers dieser Art?
Referenzen
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- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Phenylpiracetam“, „Fonturacetam“ bzw. „Carphedon“, Humanarzneimittel, nur verkehrsfähige sowie ohne Einschränkung (alle Einträge, auch erloschene), jeweils ohne Treffer [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (kein Eintrag zu „Phenylpiracetam“, „Fonturacetam“ bzw. „Carphedon“).
- European Medicines Agency. Datenexporte (JSON) Medicines, Referrals und Orphan designations, Zeitstempel 25.10.2026. Amsterdam: EMA; abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json, https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/referrals-output-json-report_en.json und https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-orphan_designations-json-report_en.json (Suche nach „phenylpiracetam“, „fonturacetam“, „carphedon“ und „phenotropil“ ohne Treffer).
- Bekanntmachung der Neufassung der Anlage I zu dem Internationalen Übereinkommen vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport/des Anhangs zu dem Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping vom 18. Dezember 2025 (Verbotsliste 2026, gültig ab 1. Januar 2026, mit amtlicher deutscher Übersetzung), Abschnitt S6 „Stimulanzien“. BGBl. 2025 II Nr. 312, ausgegeben am 23.12.2025. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.recht.bund.de/bgbl/2/2025/312/regelungstext.pdf
- Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), § 2 und Anlage (zu § 2 Absatz 3). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 10.3.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 67). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/__2.html und https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html (kein Eintrag „Fonturacetam“ in der Anlage).
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 26.10.2026 (Entscheidung n017, Prüfbericht E-20 Frage 12, erster Schritt, Primärbeleg WADA-Liste): `kategorie` von Nootropikum auf „Nicht zugelassener Wirkstoff“ umgestellt, Versprechen, Stufen und Ergebnisse unverändert. F1 (in DE/EU kein Arzneimittel): AMIce, Stoffname „Phenylpiracetam“, „Fonturacetam“ und „Carphedon“, Humanarzneimittel, nur verkehrsfähige und ohne Einschränkung jeweils 0 Treffer (Abruf 26.10.2026 im Browser; Kontrolle „Modafinil“ 21 bzw. 32 Treffer) [15]; AMVV Anlage 1 im Volltext ohne Eintrag (Stand Art. 1 V v. 19.5.2026, BGBl. 2026 I Nr. 149) [16]; EMA-Exporte Medicines, Referrals und Orphan designations (Zeitstempel 25.10.2026) ohne Treffer für „phenylpiracetam“, „fonturacetam“, „carphedon“, „phenotropil“ [17]. F2 (Lebensmittel): kein lebensmittelrechtlicher Beleg, bleibt „nicht verifiziert“. F3 (Umlauf): Verbotsliste 2026 in der deutschen Bekanntmachung BGBl. 2025 II Nr. 312 am PDF gelesen, S6.A nennt „Fonturacetam [4-Phenylpiracetam (Carphedon)]“ [18]; § 2 AntiDopG und Anlage gelesen, Fonturacetam nicht in der Anlage [19]. Marktüberwachung der amtlichen Kontrolllabore im Volltext, Tabelle A1: ein Fund [11]; Nachweis in US-Nahrungsergänzungsmitteln [14]. Grundlage: Prüfbericht docs/pruefberichte/rechtsstatus-e20.md, Blöcke C und F; alle Abfragen am 26.10.2026 selbst wiederholt.
- 26.10.2026 (Gegenprüfung n017): AMIce-Formel in `status.deutschland` umformuliert. Der AMIce-Filter „ohne Einschränkung“ der Verkehrsfähigkeit umfasst alle Einträge einschließlich erloschener (Kontrolle „Modafinil“: 21 Treffer unter „nur verkehrsfähige“, 32 ohne Einschränkung); der frühere Wortlaut „ohne Einschränkung der Verkehrsfähigkeit“ ließ sich als „uneingeschränkt verkehrsfähig“ missverstehen. Jetzt wie im Prüfbericht (Block A, Armodafinil): weder unter den verkehrsfähigen noch unter allen, auch erloschenen Einträgen.
- Alle 8 DOIs über Crossref und alle 14 PMIDs über PubMed aufgelöst (Prüfskript); sechs russische Arbeiten ohne DOI.
- Kernzahlen an Abstracts: stärker als Piracetam, antikonvulsiv, dämpfend in hohen Gaben [1]; R- vs. S-Enantiomer, gleiche Hirnkonzentration [2]; selektiver DAT-Hemmer, 8 bzw. 12 Wochen [3]; DAT einziges Ziel, Hirngewebe nach 15 min [4]; keine Bindung bei 10⁻¹⁰–10⁻⁴ M [5]; n = 400 [8]; n = 99 [9]; 11 Studien, n = 549, −16,3 Punkte, 5,5 % Nebenwirkungen [10]; 1998 erstes verbotenes Nootropikum [12].
- Im Volltext: Einordnung als in Russland verschreibungspflichtig und in der EU nicht zugelassen, Großmengen mit fast 100 % Reinheit [11]; WADA-Kategorie S6.A [13].
- ClinicalTrials.gov: 0 Einträge zu Fonturacetam, 1 zu Phenylpiracetam (Studie zur Zuverlässigkeit von IQ-Tests; 23.10.2026).
Nicht verifiziert
- Hemmkonstanten (Ki/IC50) am Dopamintransporter: stehen nicht in den Abstracts; die Originalarbeit zur DAT-Bindung wurde in PubMed nicht gefunden.
- Pharmakokinetik beim Menschen.
- Russische Studien [1][5][6][8][9][10] nur als Abstract gelesen; ob [8] randomisiert war, ist unklar.
- Ob das Racemat oder einzelne Enantiomere unter dem Namen Fonturacetam vermarktet werden.
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