Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Wirkweise

Evidenzkarte: Phenibut

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Phenibut wurde in den 1960er-Jahren in Russland entdeckt und eingeführt; eine Übersicht beschreibt es als GABA-Mimetikum mit Wirkung vor allem am GABA-B- und in geringerem Maß am GABA-A-Rezeptor, mit pharmakologischer Ähnlichkeit zu Baclofen, dem p-Chlor-Derivat [1]. In Bindungsstudien betrugen die Affinitätskonstanten am GABA-B-Rezeptor 177 µM für das Racemat und 92 µM für R-Phenibut, gegenüber 6 µM für Baclofen; S-Phenibut war in Verhaltenstests bis zu sehr hohen Gaben inaktiv, und ein GABA-B-Antagonist hob die Effekte von R-Phenibut auf [2].

An der α2δ-Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle, dem Angriffspunkt von Gabapentin, binden R- und S-Phenibut mit Ki-Werten von 23 und 39 µM, also stärker als am GABA-B-Rezeptor, aber mehrere hundertfach schwächer als Gabapentin (0,05 µM); die schmerzhemmende Wirkung von R-Phenibut bei Mäusen ließ sich nicht durch einen GABA-B-Antagonisten blockieren [3].

Eine systematische Übersicht der Gruppe, die auch die Bindungsstudien durchführte, fand in elf klinischen Studien mit 583 Patientinnen und Patienten nur bei 5,66 % Nebenwirkungen, in Fallberichten nach Online-Kauf aber Abhängigkeit und Vergiftungen bei Mengen weit über den empfohlenen [4]. Eine Übersicht von 25 Fallberichten zum Entzug beschreibt Delir, Halluzinationen, Krampfanfälle, Intubationen und Intensivbehandlungen [5]. Die US-Giftnotrufzentralen verzeichneten 2009 bis 2019 1320 Phenibut-Expositionen mit stark steigender Tendenz [6]; eine deutsche Übersicht beschreibt ein benzodiazepinähnliches Vergiftungs- und Entzugsbild [7].

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Querschnitt durch eine GABAerge Synapse, nicht maßstabsgetreu; unten die Aufsicht des GABA-A-Rezeptors α1β2γ2 mit seinen Bindungsstellen. Teilchenzahlen, Öffnungsdauern, Geschwindigkeiten und die Balken der Live-Anzeige sind Ausgaben eines illustrativen Modells, keine Messungen. Die Lage der Stellen in der Seitenansicht ist schematisch; die Grenzflächen zeigt die Aufsicht.
Wirkstoff
Ansicht

GABA  Cl⁻  K⁺  Wirkstoff (Form je Stelle)  Ringe = Bindungsstellen

Phenibut ist ein GABA-Abkömmling mit Phenylring und wirkt am GABA-B-Rezeptor wie Baclofen, bindet aber deutlich schwächer: Die Affinitätskonstanten im Rattenhirn betrugen 92 µM für R-Phenibut und 177 µM für das Racemat, gegenüber 6 µM für Baclofen; S-Phenibut war in Verhaltenstests inaktiv, und ein GABA-B-Antagonist hob die Effekte von R-Phenibut auf [31]. Das Modell zeigt nur die Richtung (GIRK offen, weniger Freisetzung), nicht die Stärke.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

  • Ashwagandha: Extrakt; partieller Agonist nur in Froscheizellen, Bindungsstelle offen
  • Cortexin: nur ein Bindungsscreening
  • Fasoracetam: nur veränderte Rezeptorexpression
  • IDRA-21: GABA-Ströme nur in Zellkultur verstärkt; vor allem AMPA-Modulator
  • Magnesiumglycinat: betrifft nur den Glycinanteil; Beleg nur eine Übersicht zu Glycin
  • Nefiracetam: Affinität nur laut einer Übersicht
  • Selank: Bindungsstelle ungeklärt

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
GABA-B-RezeptorRezeptorAgonistAffinität 92 µM (R-Phenibut), 177 µM (Racemat); Baclofen 6 µM (Rattenhirn) Labor[2]
α2δ-Untereinheit spannungsabhängiger CalciumkanäleIonenkanalBindungKi 23 µM (R), 39 µM (S); Gabapentin 0,05 µM (Rattenhirn) Labor[3]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminunklar · laut einer Übersicht Stimulation von Dopaminrezeptoren; Primärdaten nicht geprüft[1]
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABA↑ · GABA-B-Agonist; Verhaltenseffekte von R-Phenibut durch GABA-B-Antagonisten aufgehoben (Maus)[2]
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Studien am Menschen

  • Sicherheit in klinischen Studien und Fallberichten

    systematische Übersicht klinischer Studien und Fallberichte · Patienten: verschiedene Indikationen; Fallberichte nach Online-Kauf · n = 583 · 11 Studien, 14 Fallberichte

    Gemessen: Nebenwirkungen, Abhängigkeit, Vergiftung

    Ergebnis: In Studien Nebenwirkungen bei 5,66 %, meist Schläfrigkeit (1,89 %); in Fallberichten Herz-Kreislauf-Symptome, Schlaflosigkeit, Unruhe, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen.[4]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Phenibut-Entzug

    systematische Übersicht von Fallberichten · Menschen mit Phenibut-Entzug · n = 25 · Fallberichte

    Gemessen: Verlauf und Behandlung des Entzugs

    Ergebnis: Krampfanfälle bei 8 %, Intubation bei 24 %, Intensivstation bei 44 %; alle Fälle mit abruptem Absetzen stationär behandelt.[5]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Giftnotruf-Daten USA

    Registerauswertung · Expositionen, die US-Giftnotrufzentralen gemeldet wurden · n = 1320 · 2009–2019

    Gemessen: Zahl und Art der Expositionen

    Ergebnis: Starker Anstieg vor allem seit 2015; überwiegend junge Männer; bei 40 % der Erwachsenen weitere Substanzen beteiligt.[6]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Abhängigkeit und schwerer Entzug

    Entzug kann innerhalb von Stunden einsetzen und mit Delir, Halluzinationen und Krampfanfällen verlaufen; in Fallberichten häufig Intensivbehandlung [5]. Ein benzodiazepinähnliches Entzugsbild ist auch in deutschen Fällen beschrieben [7].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Vergiftung

    Stark steigende Zahl gemeldeter Expositionen in den USA [6]; beim Giftnotruf Nord meist milde Verläufe mit Schläfrigkeit, ohne Atemdepression [7].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Unkontrollierte Produkte

    Nach der FDA-Warnung stieg die Phenibut-Menge in drei von vier Nahrungsergänzungsmitteln; einzelne Portionen enthielten bis zum 4,5-Fachen einer russischen Tablette [8].

    Keine Daten

  • Verträglichkeit in klinischen Studien

    In ärztlich überwachten Studien selten Nebenwirkungen (5,66 %), vor allem Schläfrigkeit [4].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Opioide und andere dämpfende Substanzen: Die gemeinsame Einnahme mit Opiaten könnte das Risiko von Koma und Atemdepression erhöhen (Einschätzung der Autoren) [7]; bei 40 % der erwachsenen US-Fälle waren mehrere Substanzen beteiligt [6].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • widerlegt

    „Phenibut ist ein harmloses Nahrungsergänzungsmittel“

    Laut einer deutschen Übersicht fällt Phenibut unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz und ist damit verboten [7]; namentlich genannt ist es dort nicht [14]; in den USA in Nahrungsergänzungsmitteln nicht erlaubt [8]; zahlreiche Fälle von Abhängigkeit und schwerem Entzug [5].

  • nicht belegt

    „Phenibut verbessert Gedächtnis und Konzentration“

    Keine kontrollierte Studie bei Gesunden; die Einordnung als Nootropikum stammt aus russischen Übersichten [1].

  • teilweise belegt

    „Phenibut wirkt angstlösend“

    In Russland klinisch zur Angstlösung eingesetzt [1]; kontrollierte Studien wurden hier nicht einzeln geprüft, die Sicherheitsübersicht nennt elf klinische Studien [4].

  • teilweise belegt

    „Phenibut wirkt ähnlich wie Gabapentin“

    Bindet an dieselbe α2δ-Untereinheit, aber mehrere hundertfach schwächer als Gabapentin; schmerzhemmende Wirkung bei Mäusen über diesen Weg [3].

Pharmakokinetik

Aufnahme
In den geprüften Quellen nicht beschrieben.
Halbwertszeit
In den geprüften Quellen nicht beschrieben.
Abbau
In den geprüften Quellen nicht beschrieben.
Weg ins Gehirn
In den geprüften Quellen nicht quantifiziert; zentrale Wirkungen bei Tieren und Menschen sprechen für Hirngängigkeit [2][5].

Rechtlicher Status

Deutschland
Rechtlich unklar: Phenibut ist weder in AMVV Anlage 1 noch in den Anlagen I bis III des Betäubungsmittelgesetzes, der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz oder den Anlagen 1 und 2 des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) namentlich genannt (Abruf 26.10.2026) [11][12][13][14]. In AMIce kein Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Phenibut gefunden (Suche nach Stoffname, Abruf 26.10.2026) [15]. Eine Übersicht im Deutschen Ärzteblatt ordnet Phenibut der NpSG-Stoffgruppe der von 2-Phenethylamin abgeleiteten Verbindungen zu und bezeichnet Herstellung, Besitz, Gebrauch, Handel und Abgabe als verboten [7]; eine behördliche Bestätigung, dass die Stoffgruppe Phenibut erfasst, wurde nicht gefunden und nicht gesondert geprüft.
EU
Nicht zugelassen [9].
USA
Von der FDA nie als Arzneimittel zugelassen; laut FDA-Warnung in Nahrungsergänzungsmitteln nicht erlaubt [8].
Andere Länder
Russland: verschreibungspflichtiges Arzneimittel, seit den 1960er-Jahren klinisch eingesetzt [1][7]. Sport: in einer Marktanalyse als nicht verboten geführt (Angabe der USADA) [10].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Wie hoch ist das Abhängigkeitsrisiko bei ärztlich verordneten Mengen im Vergleich zu Online-Konsum?
  • Welche Rolle spielen α2δ- und GABA-B-Wirkung jeweils für Wirkung und Entzug?
  • Wie wirkt Phenibut in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit Kognitionstests?

Referenzen

  1. Lapin I. Phenibut (beta-phenyl-GABA): a tranquilizer and nootropic drug. CNS Drug Rev. 2001;7(4):471–81. doi:10.1111/j.1527-3458.2001.tb00211.x · PubMed
  2. Dambrova M, Zvejniece L, Liepinsh E, Cirule H, Zharkova O, Veinberg G, et al. Comparative pharmacological activity of optical isomers of phenibut. Eur J Pharmacol. 2008;583(1):128–34. doi:10.1016/j.ejphar.2008.01.015 · PubMed
  3. Zvejniece L, Vavers E, Svalbe B, Veinberg G, Rizhanova K, Liepins V, et al. R-phenibut binds to the α2-δ subunit of voltage-dependent calcium channels and exerts gabapentin-like anti-nociceptive effects. Pharmacol Biochem Behav. 2015;137:23–9. doi:10.1016/j.pbb.2015.07.014 · PubMed
  4. Kupats E, Vrublevska J, Zvejniece B, Vavers E, Stelfa G, Zvejniece L, et al. Safety and tolerability of the anxiolytic and nootropic drug phenibut: a systematic review of clinical trials and case reports. Pharmacopsychiatry. 2020;53(5):201–8. doi:10.1055/a-1151-5017 · PubMed
  5. Feldman R, Autry B, Dukes J, Lofy T, Marchetti G, Patt A, et al. A systematic review of phenibut withdrawal focusing on complications, therapeutic approaches, and single substance versus polysubstance withdrawal. Clin Toxicol (Phila). 2023;61(11):941–51. doi:10.1080/15563650.2023.2285702 · PubMed
  6. Graves JM, Dilley J, Kubsad S, Liebelt E. Notes from the field: phenibut exposures reported to poison centers – United States, 2009–2019. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2020;69(35):1227–8. doi:10.15585/mmwr.mm6935a5 · PubMed
  7. Bonnet U, Scherbaum N, Schaper A, Soyka M. Phenibut – an illegal food supplement with psychotropic effects and health risks. Dtsch Arztebl Int. 2024;121(7):222–7. doi:10.3238/arztebl.m2024.0003 · PubMed
  8. Cohen PA, Ellison RR, Travis JC, Gaufberg SV, Gerona R. Quantity of phenibut in dietary supplements before and after FDA warnings. Clin Toxicol (Phila). 2022;60(4):486–8. doi:10.1080/15563650.2021.1973020 · PubMed
  9. Vanhee C, Deconinck E, George M, Hansen A, Hackl A, Wollein U, et al. The occurrence of illicit smart drugs or nootropics in Europe and Australia and their associated dangers: results from a market surveillance study by 12 official medicines control laboratories. J Xenobiot. 2025;15(3):88. doi:10.3390/jox15030088 · PubMed
  10. Pokrywka A, Surała O, Grabowska K, Przybyła M, Granda D, Małecki A, et al. “Brain doping” substances: prohibited or not in sports? Biol Sport. 2025;42(4):189–201. doi:10.5114/biolsport.2025.150047 · PubMed
  11. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5), zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149); kein Eintrag für Phenibut. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
  12. Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG), Anlagen I bis III (zu § 1 Abs. 1); Neufassung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 150); kein Eintrag für Phenibut. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_i.html (Anlage II und III unter anlage_ii.html bzw. anlage_iii.html)
  13. Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), Anlage (zu § 2 Absatz 3). Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 67, S. 1–5; kein Eintrag für Phenibut. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html
  14. Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), Anlage 1 (Stoffgruppen; Fundstelle: BGBl. 2025 I Nr. 292, S. 3–21) und Anlage 2 (Einzelstoffe; Fundstelle: BGBl. 2026 I Nr. 2, S. 3), zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 07.01.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 2); Phenibut nicht namentlich genannt. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/npsg/anlage_1.html (Anlage 2 unter anlage_2.html)
  15. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Phenibut“, ohne Einschränkung der Verkehrsfähigkeit [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle 10 DOIs über Crossref und alle 10 PMIDs über PubMed aufgelöst (Prüfskript).
  • Kernzahlen an Abstracts: Einführung in den 1960ern, GABA-B > GABA-A [1]; 177/92/6 µM, S inaktiv, CGP35348 [2]; Ki 23/39/0,05 µM, Antinozizeption nicht GABA-B-vermittelt [3]; 11 Studien, 583 Personen, 5,66 %, Schläfrigkeit 1,89 % [4]; 25 Fälle, Krampfanfälle 8 %, Intubation 24 %, ICU 44 % [5]; illegal in Deutschland, GIZ-Nord 17 Anfragen, keine Atemdepression [7]; FDA nie zugelassen, Mengen nach Warnung gestiegen, bis 450 % [8].
  • Im Volltext: 1320 Expositionen, 85 % aus Gesundheitseinrichtungen, 75,5 % Männer, Mehrfachsubstanzen 40,2 % bei Erwachsenen [6]; in Russland verschreibungspflichtig, in EU und Australien nicht zugelassen [9]; Phenibut in der Tabelle nicht verbotener Substanzen (Quelle USADA), zugleich in der Tabelle mit unklarem Status [10].
  • ClinicalTrials.gov: 0 Einträge (23.10.2026).
  • 26.10.2026, Sachkorrektur nach Prüfbericht E-20 (Block C, Entscheidung n021): Die Aussage „in Deutschland illegal“ stand ohne Normbeleg in status, kurzfassung, einer Behauptung und der Wirkkarte. Nachgeprüft: AMVV Anlage 1, BtMG Anlagen I–III, AntiDopG-Anlage, NpSG Anlagen 1 und 2 (gesetze-im-internet.de, 26.10.2026): kein Eintrag „Phenibut“ (Suche auch nach „Fenibut“ und „phenylbutan“; Treffer nur für andere Stoffe wie 4-Phenylbutansäure) [11][12][13][14]; AMIce Stoffname „Phenibut“ ohne Filter: 0 Treffer [15]. Volltext [7] (PMC11539871, Abschnitt „The legality of phenibut“): „not approved as a drug and, as a food supplement, is controlled under the German New Psychoactive Substances Act (NpSG) … Appendix 1.1–1.2. ‚Compounds derived from 2-phenethylamine‘“; Belege dort: eine Informationsseite des Bundesgesundheitsministeriums und ein Evaluationsbericht zum NpSG, keine behördliche Einzelfallentscheidung. Ob die Stoffgruppendefinition Phenibut erfasst, wäre eigene Rechtsauslegung und ist deshalb nicht übernommen. Kategorie bewusst nicht geändert.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung: [7] hält die Rechtsgrundlage selbst nicht für offen; der frühere Vorbehalt „nicht abschließend geklärt“ unter [7] in der Behauptung ist deshalb ersetzt durch die Wiedergabe von [7] plus Hinweis auf die fehlende namentliche Nennung [14]. Satz in status.deutschland ohne Selbstwiderspruch umformuliert.

Nicht verifiziert

  • Ob Phenibut unter die NpSG-Stoffgruppe der von 2-Phenethylamin abgeleiteten Verbindungen fällt: nur die Einordnung in [7], keine behördliche Bestätigung geprüft (Prüfweg: Anfrage beim BfArM bzw. BVL).
  • Design und Ergebnisse der elf klinischen Studien in [4] nicht einzeln geprüft.
  • Pharmakokinetik beim Menschen.
  • Der WADA-Status ist in [10] widersprüchlich angegeben (in zwei Tabellen).

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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