Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Günstiges Magnesium gegen Muskelkrämpfe
nicht untersuchtEine randomisierte Studie mit Magnesiumcarbonat gegen Krämpfe wurde in PubMed nicht gefunden. Für Magnesium allgemein (verschiedene Formen) fand ein Cochrane-Review bei älteren Menschen mit nächtlichen Wadenkrämpfen keinen relevanten Nutzen, bei Schwangeren widersprüchliche Studien mit hohem Verzerrungsrisiko [14]; welche Salze die Einzelstudien verwendeten, wurde nicht im Volltext geprüft. Daten zu anderen Formen zählen nach den Regeln der Bibliothek nicht für Carbonat.
Weniger Müdigkeit und Erschöpfung
nicht untersuchtKeine Studie mit Magnesiumcarbonat und Müdigkeit als Endpunkt gefunden. Die zugelassene EU-Angabe zu Müdigkeit gilt für Magnesium allgemein [12][13]; sie ist eine rechtliche Zulassung auf Grundlage eines EFSA-Gutachtens, kein Nachweis für diese Form oder für Menschen ohne Mangel.[12][13]
Hebt den Magnesiumspiegel genauso gut wie teurere Formen
Einzelbefund, unbestätigtNur Statusmarker, keine klinischen Endpunkte. Beim Menschen gibt es nur eine verwertbare Vergleichsstudie, deren Randomisierung der Abstract nicht nennt: Bei 61 Frauen sank das ionisierte Magnesium unter Carbonat-Brausetabletten, unter Oxid stieg es [5]; das spricht eher gegen das Versprechen, ist aber unbestätigt. Die randomisierte Überkreuzstudie, in der Carbonat als Referenz einer Chlorid-Retardtablette diente, ist wegen stark unterschiedlicher Magnesiummengen und der Retardierung kein Formvergleich [6][7]. Nur als Hintergrund: bei Ratten organische Salze etwas besser als Carbonat [3], im Zellmodell Carbonat besser als Citrat [4]. Bereich gewählt, weil es nur um die Versorgung geht.[6][7]
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Magnesiumcarbonat
Magnesium ist nach Kalium das zweithäufigste Kation in Zellen und an über 600 enzymatischen Reaktionen beteiligt, darunter der Energiestoffwechsel; Darm, Niere und Knochen regeln den Bestand, und erbliche Defekte des Kanals TRPM6 führen zu Magnesiummangel [1]. Magnesiumcarbonat (MgCO3) steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG unter den Magnesiumverbindungen, die in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden dürfen [2]. Rechnerisch enthält die wasserfreie Verbindung etwa 29 % Magnesium (aus der Summenformel in PubChem); das macht sie zu einer magnesiumreichen und als günstig beworbenen Form.
Direkte Vergleiche mit anderen Formen sind dünn. Bei Ratten mit Magnesiummangel lag die Aufnahme eines Magnesium-Isotops aus zehn Salzen zwischen 50 und 67 %; organische Salze waren etwas besser verfügbar als anorganische wie Carbonat, am besten schnitt Gluconat ab [3]. In einem Zellmodell der Darmschleimhaut (Caco-2) nahmen die Zellen aus Carbonat, Pidolat und Oxid mehr Magnesium auf als aus Citrat, Chlorid und Sulfat; die Autoren betonen selbst, dass sich das Modell nur begrenzt auf den Menschen übertragen lässt [4]. Beim Menschen stieg in einer zehntägigen Studie mit 61 jungen Frauen unter einem Oxid-Granulat das ionisierte Magnesium an, unter Brausetabletten mit Magnesiumcarbonat sank es dagegen, ohne messbare Änderung des Gesamt-Magnesiums im Serum; eine Randomisierung nennt der Abstract nicht [5]. In einer randomisierten, doppelblinden Überkreuzstudie mit 12 Gesunden diente eine Magnesiumcarbonat-Tablette (laut Studienregister) als Referenz für eine Magnesiumchlorid-Retardtablette: Obwohl die Retardtablette deutlich weniger Magnesium enthielt, erreichte die über 24 Stunden im Urin ausgeschiedene Menge 87 % des Werts unter Carbonat [6][7]. Drei Mitautoren gehören einer privaten Forschungsorganisation an, die Retardtablette ist laut Abstract patentiert [6]. Weil die Magnesiummengen stark verschieden waren, eine Tablette retardiert war und der aufgenommene Anteil von der Menge abhängt [8], lässt diese Studie keinen Schluss auf die Aufnahme aus Carbonat zu, weder für noch gegen diese Form. Ein systematischer Review fand organische Formen insgesamt besser verfügbar als anorganische [8]. Eine herstellerfinanzierte, im Register als abgeschlossen geführte Überkreuzstudie zu Magnesiumcarbonat-Pulver gegen drei marktübliche Präparate (Bisglycinat, MAGSmart, Citrat) und Placebo hat keine Ergebnisse hinterlegt; eine Veröffentlichung wurde in PubMed nicht gefunden [9].
Abgrenzung: Als Arzneistoff wird Magnesiumcarbonat als Phosphatbinder bei Dialysepatienten eingesetzt; diese Anwendung ist kein Versprechen eines Nahrungsergänzungsmittels und zählt hier nicht für die Bewertung. Aus diesen Studien stammen vor allem Sicherheitsdaten: In einer randomisierten Studie mit 46 Personen an der Hämodialyse (Vergleich Calciumcarbonat, Dialysat mit weniger Magnesium in der Carbonatgruppe) unterschied sich das zeitgemittelte Serummagnesium nicht signifikant; zwei von 25 Personen brachen ab, eine wegen anhaltenden Durchfalls, eine wegen wiederholt erhöhten Magnesiums [10]. In der CALMAG-Studie mit 255 randomisierten Hämodialysepatienten (Calciumacetat/Magnesiumcarbonat gegen Sevelamer) stieg das Serummagnesium ohne Symptome leicht an [11]. Für die Werbeversprechen gegen Krämpfe und Müdigkeit fehlen Studien mit dieser Form. Die EU erlaubt für Lebensmittel, die mindestens eine Magnesiumquelle sind, die Angabe „Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei“ [12], gestützt auf ein Gutachten der EFSA [13]; diese Angabe gilt für Magnesium allgemein und ist kein Beleg aus Studien mit Magnesiumcarbonat. Ein Cochrane-Review über verschiedene Magnesiumformen fand bei älteren Menschen mit nächtlichen Wadenkrämpfen keinen relevanten Nutzen von Magnesium; die Studien bei Schwangeren waren widersprüchlich und hatten ein hohes Verzerrungsrisiko [14].
Formulierungen und Herkunft: Magnesiumcarbonat wird unter anderem als Brausetablette angeboten. Die einzige gefundene Humanstudie mit dieser Darreichung zeigte nach zehn Tagen keinen Anstieg, sondern einen Abfall des ionisierten Magnesiums [5]. Vergleichende Humandaten zu Pulver oder Kautabletten mit Magnesiumcarbonat wurden nicht gefunden; die registrierte Pulverstudie ist unveröffentlicht [9].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Nährstoff aus der Nahrung gewählter Wirkstoff (bzw. seine Spaltprodukte) Hemmstoff gebunden Kreuz = gehemmt · gestrichelter Kreis = Weg ohne gezeigtes Protein
Normalzustand
Aufnahme in dieser Zelle (Modell): Ausgangslage
Magnesiumcarbonat
Aufnahme in dieser Zelle (Modell): mehr
Beide Felder zeigen dieselbe Zelle, links ohne, rechts mit dem gewählten Wirkstoff. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung (z. B. weniger Glucose bei gehemmten Enzymen, mehr Aufnahmen, wenn der Wirkstoff selbst aufgenommen wird). Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
TRPM6 ist ein Magnesiumkanal; erbliche Defekte führen zu Magnesiummangel [42]. Eine Gewebestudie fand ihn an der Bürstensaummembran des Dünndarms [43]. Beim Menschen hat die Magnesiumaufnahme einen sättigbaren und einen nicht sättigbaren Anteil (gemessen mit Magnesiumacetat) [44]; wie sie sich auf Darmabschnitte und auf Wege durch und zwischen den Zellen verteilen, zeigt die Abbildung nicht. Sie zeigt nur gelöstes Mg²⁺ am Kanal; das Carbonat ist nicht dargestellt.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Magnesiumglycinat: Aufnahme über den Dipeptidweg im Profil nur vermutet
- Nicotinamidmononukleotid (NMN): vorgeschlagener Transporter Slc12a8 umstritten
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Mg2+-abhängige Enzyme (u. a. Energiestoffwechsel) | Enzym | Aktivator | Cofaktor in über 600 enzymatischen Reaktionen (Übersichtsarbeit) | Labor[1] |
| TRPM6 (Magnesiumkanal) | Ionenkanal | Bindung | Mutationen verursachen erbliche Hypomagnesiämie (Übersichtsarbeit) | Mensch, nicht randomisiert[1] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- EnergiestoffwechselMg2+ ist Cofaktor zahlreicher Enzyme des Energiestoffwechsels (Übersichtsarbeit); eine Wirkung von Magnesiumcarbonat auf Energie oder Müdigkeit bei Gesunden ist nicht untersucht[1][12]
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Tablette (Referenz in Überkreuzstudie)
Randomisierte, doppelblinde Überkreuzstudie mit 12 Gesunden: Die Urinausscheidung über 24 Stunden unter einer Magnesiumchlorid-Retardtablette mit deutlich weniger Magnesium erreichte 87 % des Werts unter der Carbonat-Referenz [6][7]. Wegen der stark unterschiedlichen Magnesiummengen und der Retardierung kein Formvergleich. Ein absoluter Aufnahmeanteil für Carbonat beim Menschen wurde nicht gefunden.[6][7]
Mensch, randomisiert
Oral (geschluckt) · Brausetablette
Zehn Tage, 61 junge Frauen in drei Gruppen: ionisiertes Magnesium und sein Anteil am Gesamt-Magnesium sanken unter Carbonat-Brausetabletten, das Gesamt-Magnesium im Serum blieb unverändert; unter Oxid stiegen beide Werte [5].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
Kinetikvergleich mit Chlorid-Retardtablette
Gemessen: kumulierte Magnesiumausscheidung im Urin
Ergebnis: Retardtablette mit deutlich weniger Magnesium: 76 % (0–5 h), 89 % (0–10 h) und 87 % (0–24 h) der Ausscheidung unter der Carbonat-Referenz; wegen der unterschiedlichen Mengen und der Retardierung kein Formvergleich.[6]
Mensch, randomisiert
Kurzzeitvergleich Oxid, Citrat, Carbonat
Gemessen: ionisiertes und Gesamt-Magnesium im Serum, Elektrolyte
Ergebnis: Unter Carbonat-Brausetabletten ionisiertes Magnesium gesunken, Gesamt-Magnesium unverändert; unter Oxid beide gestiegen.[5]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Hypermagnesiämie bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Personen an der Hämodialyse stieg das Serummagnesium unter Calciumacetat/Magnesiumcarbonat leicht an [11]. In einer zweiten Studie unterschied es sich im Mittel nicht signifikant von Calciumcarbonat, bei magnesiumärmerem Dialysat in der Carbonatgruppe; eine Person brach wegen wiederholt erhöhten Magnesiums ab [10]. In einer Krankenhauskohorte mit Magnesiumoxid waren eingeschränkte Nierenfunktion, größere Mengen und längere Anwendung Risikofaktoren [15]; dass das für alle Magnesiumsalze gilt, ist eine Schlussfolgerung.
Mensch, randomisiert
Durchfall
In der Dialysestudie brach eine von 25 Personen wegen anhaltenden Durchfalls ab [10]; Magen-Darm-Beschwerden waren auch in der Cochrane-Analyse die häufigste Nebenwirkung oraler Magnesiumpräparate [14].
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen
- Tetrazykline und Fluorchinolone: Mehrwertige Kationen in Antazida bilden mit diesen Antibiotika schwer lösliche Chelate und senken ihre Aufnahme; klinisch belegt für Antazida, für Magnesiumcarbonat als Nahrungsergänzung nicht eigens untersucht [16].
- Bisphosphonate: Gleicher Chelat-Mechanismus laut Fachinformationen, quantitative Daten fehlen [16].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Magnesiumcarbonat wird schlecht aufgenommen, weil es anorganisch ist“
Organische Formen sind laut systematischem Review insgesamt besser verfügbar [8], bei Ratten nur geringfügig [3]; im Zellmodell schnitt Carbonat dagegen besser ab als Citrat [4]. Unter Carbonat-Brausetabletten sank das ionisierte Magnesium (61 Frauen, Randomisierung nicht genannt) [5]. Die randomisierte Überkreuzstudie mit Carbonat als Referenz erlaubt wegen unterschiedlicher Mengen und Retardierung keinen Schluss auf die Aufnahme aus Carbonat [6][7]. Ein absoluter Aufnahmeanteil beim Menschen fehlt.
- teilweise belegt
„Magnesiumcarbonat hilft gegen Müdigkeit, das ist sogar amtlich zugelassen“
Die EU erlaubt die Angabe zu Müdigkeit für Lebensmittel, die eine Magnesiumquelle sind, auf Grundlage eines EFSA-Gutachtens [12][13]. Studien, die Magnesiumcarbonat bei Gesunden gegen Müdigkeit testen, wurden nicht gefunden.
- nicht belegt
„Ohne ausreichend Magensäure bringt Magnesiumcarbonat nichts“
Für Magnesiumcarbonat wurde keine Humanstudie mit Säureblockern oder fehlender Magensäure gefunden. Beim chemisch verwandten Calciumcarbonat war die Aufnahme nüchtern bei fehlender Magensäure stark vermindert, mit einem Frühstück aber normal [17]; übertragbar ist das nicht ohne Weiteres.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Über den Mund. Beim Menschen nur indirekte Vergleichsdaten über Urinausscheidung und Serummagnesium [5][6]; organische Formen sind laut systematischem Review insgesamt etwas besser verfügbar als anorganische [8].
- Halbwertszeit
- Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
- Abbau
- Liefert Mg2+ und Carbonat; die Niere regelt die Magnesiumausscheidung [1].
- Weg ins Gehirn
- Keine formspezifischen Daten.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Magnesiumcarbonat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [18]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Magnesiumcarbonat“); damit als Magnesiumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2].
- USA
- Nicht verifiziert.
Zugelassene EU-Angaben
„trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei“
„trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei“
- Nährstoff
- Magnesium
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[12]
- Einordnung
- rechtlich zulässig, bei Gesunden mit Magnesiumcarbonat nicht untersucht (siehe Versprechen „Günstiges Magnesium gegen Muskelkrämpfe“)
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Wie hoch ist der Aufnahmeanteil aus Magnesiumcarbonat beim Menschen, gemessen mit stabilen Isotopen im direkten Vergleich mit Citrat?
- Warum sank das ionisierte Magnesium unter Carbonat-Brausetabletten, und spielt die Darreichung dabei eine Rolle?
- Welche Ergebnisse hatte die abgeschlossene, unveröffentlichte Herstellerstudie NCT03353636?
Referenzen
- de Baaij JH, Hoenderop JG, Bindels RJ. Magnesium in man: implications for health and disease. Physiol Rev. 2015;95(1):1–46. doi:10.1152/physrev.00012.2014 · PubMed
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- Coudray C, Rambeau M, Feillet-Coudray C, Gueux E, Tressol JC, Mazur A, et al. Study of magnesium bioavailability from ten organic and inorganic Mg salts in Mg-depleted rats using a stable isotope approach. Magnes Res. 2005;18(4):215–23. PubMed
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- Dualé C, Cardot JM, Joanny F, Trzeciakiewicz A, Martin E, Pickering G, et al. An advanced formulation of a magnesium dietary supplement adapted for a long-term use supplementation improves magnesium bioavailability: in vitro and clinical comparative studies. Biol Trace Elem Res. 2018;186(1):1–8. doi:10.1007/s12011-018-1277-2 · PubMed
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- Recker RR. Calcium absorption and achlorhydria. N Engl J Med. 1985;313(2):70–3. doi:10.1056/NEJM198507113130202 · PubMed
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Magnesiumcarbonat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG in der konsolidierten Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (abgerufen über Cellar als XHTML am 24.10.2026): Eintrag „Magnesiumcarbonat“; Teil B ist nicht nummeriert.
- Wortlaut der Angabe zu Müdigkeit und Bedingung „Magnesiumquelle“ im Anhang der VO (EU) 432/2012 (CELEX 32012R0432, Ursprungsfassung), dort mit Verweis auf EFSA-Gutachten 2010;8(10):1807, ID 244.
- Am Abstract: de Baaij (über 600 Reaktionen, TRPM6) [1]; zehn Salze, 50–67 %, Gluconat am besten [3]; Caco-2-Reihenfolge [4]; 61 Frauen, 10 Tage, ionisiertes Magnesium unter Carbonat gesunken [5]; 12 Gesunde, 76/89/87 % [6]; Review mit 14 Studien [8]; 46 Patienten, Abbrüche 2/25 [10]; CALMAG 255 randomisiert, Magnesium +0,26 mmol/l [11]; Cochrane 11 Studien [14]; Hypermagnesiämie-Risikofaktoren [15]; Chelat-Interaktionen [16]; Recker [17].
- Studienregister: NCT01935570 nennt die Referenz Mag2 als Magnesiumcarbonat [7]; NCT03353636 (Natural Calm Canada, Industrie, abgeschlossen 2017, 12 Personen, Arme: Magnesiumcarbonat-Pulver, Bisglycinat, MAGSmart, Citrat, Placebo; keine Ergebnisse hinterlegt) [9]; PubMed-Suche nach einer Veröffentlichung ohne Treffer.
- Gegenprüfung 24.10.2026: Abstract [6] (Referenz mit einem Vielfachen an Magnesium, Prüftablette retardiert; deshalb kein Formvergleich); Abstract [10] (Dialysat-Magnesium in den Gruppen verschieden, zeitgemitteltes Serummagnesium n. s.).
- PubChem: CID 11029, Summenformel CMgO3, Molmasse 84,31; Magnesiumanteil daraus berechnet.
- ClinicalTrials.gov: 12 Treffer „magnesium carbonate“ (24.10.2026).
- 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): Wortlaut der Angaben zu Müdigkeit und Muskelfunktion in VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820, laut Cellar-SPARQL die neueste), unverändert gefunden; Referenz [12] auf die konsolidierte Fassung umgestellt. Dialysestudien nach G5 (Frage 55) nur noch als Abgrenzung und Sicherheitsdaten (Studienliste, Angriffspunkt Phosphat und die zugehörigen Evidenzkarten-Knoten entfernt).
- Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Magnesiumcarbonat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 1 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [18]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Hebt den Magnesiumspiegel genauso gut wie teurere Formen“ → kleine_studien: [5] n = 61 (Abstract); [6], [7] laut Begründung kein Formvergleich, [3], [4] Tier- bzw. Zellbefund.
Nicht verifiziert
- Rechtsstatus in den USA.
- Welche Magnesiumsalze die einzelnen Studien im Cochrane-Review [14] verwendeten (Volltext nicht geprüft).
- Ob die Studie [5] randomisiert war; Gruppengrößen je Präparat nicht im Abstract.
- Ob die Forschungsorganisation der Mitautoren von [6] die Retardtablette entwickelt hat oder finanziell daran beteiligt ist.
- Inhalt des EFSA-Gutachtens [13] (Volltext beim Verlag nicht abrufbar); zitiert ist nur, dass die Verordnung sich darauf stützt.
- Ob handelsübliches Magnesiumcarbonat überwiegend als basisches Carbonat (Hydroxid-Carbonat) vorliegt; der berechnete Magnesiumanteil gilt für reines MgCO3.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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