Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Hilft bei Magen-Darm-Infekten

    uneinheitlich

    Verdauung & Darm · Patienten: Kinder mit akuter Gastroenteritis · Mensch, randomisiert

    Die größte Studie mit 971 Kindern verfehlte den primären Endpunkt und alle sekundären Endpunkte [7]. Die Metaanalyse schloss 18 Studien mit 4208 Kindern ein; die um 0,85 Tage kürzere Durchfalldauer beruht auf der Teilmenge von 15 Studien mit 3820 Kindern, bei hoher Heterogenität und regionalen Unterschieden [8]. Beides kann nicht gleichzeitig gelten; die Metaanalyse selbst nennt die Einschränkungen.

  • Verhindert Durchfall unter Antibiotika

    uneinheitlich

    Verdauung & Darm · Patienten: Menschen unter Antibiotikatherapie · Mensch, randomisiert

    Über alle Studien hinweg sank das Risiko von 22,4 auf 12,3 % (relatives Risiko 0,49; niedrige Vertrauenswürdigkeit), getrennt betrachtet aber nur bei Kindern und bei Erwachsenen nur während einer Helicobacter-Eradikation statistisch sicher [9].

  • Verbessert die geistige Leistung im Alter

    kein Nutzen

    Kognition & Fokus · gesund (52 bis 75 Jahre) · Mensch, randomisiert vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    In der dreimonatigen placebokontrollierten Studie besserte sich der Gesamtwert der Kognition nur in der Untergruppe mit vorbestehender kognitiver Einschränkung; kognitiv unauffällige Teilnehmende hatten keinen Vorteil [11]. Das ist eine Untergruppenanalyse, nicht der Nachweis eines Nutzens bei Gesunden, und die Studie wurde laut Finanzierungsangabe von i-Health (DSM), dem Hersteller des Prüfpräparats, teilfinanziert [11].

  • Wirkt als Psychobiotikum auf Stimmung und psychische Stabilität

    nicht untersucht

    Stimmung & Stress · Patienten: Schizophrenie bzw. nach manischer Episode · Keine Daten

    Für den Einzelstamm gibt es zu diesen Populationen keine Studie: Beide psychiatrischen RCTs verabreichten LGG ausdrücklich zusammen mit Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 und zählen deshalb nach der Stammspezifitätsregel nicht für die Stufe. Dort änderten sich bei Schizophrenie die psychiatrischen Symptome nicht, nur schwere Darmbeschwerden traten seltener auf [13]; nach einer manischen Episode war die Zeit bis zur Wiederaufnahme länger (Hazard Ratio 0,26), beides klein und nicht repliziert [14]. Der einzige stammgenaue Befund mit psychischem Endpunkt ist eine Nachbeobachtung von Kindern, deren spätere ADHS- oder Asperger-Diagnosen ein nicht vorab geplanter Endpunkt an 35 bis 40 Kindern pro Gruppe waren [12]; er betrifft eine andere Population und trägt dieses Versprechen nicht.

  • Senkt den Antibiotikabedarf bei älteren Menschen

    nicht untersucht

    Immunsystem & Infekte · Patienten: Pflegeheimbewohnende · Keine Daten

    Für den Einzelstamm liegt dazu keine Studie vor. Geprüft wurde nur die Kombination mit Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12: In der Studie mit 310 Pflegeheimbewohnenden (Durchschnittsalter 85,3 Jahre) senkte sie die kumulierten Antibiotikatage nicht (12,9 gegenüber 12,0 Tage), und auch die Zahl der Ereignisse sprach nicht für die Probiotikumgruppe [10]. Dieser Befund zählt nach der Stammspezifitätsregel nicht für die Stufe des Einzelstamms, spricht aber gegen das Versprechen in der geprüften Kombination.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Lacticaseibacillus rhamnosus GG (ATCC 53103)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Der Stamm gehört zur Art Lacticaseibacillus rhamnosus, die 2020 aus der Gattung Lactobacillus ausgegliedert wurde [1]; als lebende Zubereitung ist er ein Probiotikum im Sinne der ISAPP-Definition [2]. Sein wichtigstes Merkmal ist die Haftung an Darmschleim: Die Genomanalyse fand ein Gencluster für Pili, deren Untereinheit SpaC ein menschliches Mukusbindungsprotein ist [3]; isolierte Pilin-Untereinheiten der Cluster SpaCBA und SpaFED binden an Schleim und Darmzellen [4]. Daraus erklärt sich, warum dieser Stamm länger im Darm nachweisbar bleibt als viele andere.

Der am besten ausgearbeitete molekulare Weg läuft über ein löslich abgegebenes Protein des Stamms, p40. Es setzt in Darmepithelzellen Liganden frei, die den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor EGFR aktivieren [5]; über denselben Weg steigt die Mukusproduktion [6]. Diese Befunde stammen aus Zellkultur und Mausmodellen und sind damit Stufe 1 bzw. 2.

Die klinischen Daten sind umfangreich und widersprüchlich. Die größte Einzelstudie, eine Notaufnahmestudie mit 971 Kindern zwischen drei Monaten und vier Jahren mit akuter Gastroenteritis, verfehlte den primären Endpunkt vollständig: Ein schwerer Verlauf trat bei 11,8 gegenüber 12,6 % auf (relatives Risiko 0,96; 95-%-KI 0,68 bis 1,35), und auch Durchfalldauer, Erbrechen, Betreuungsausfall und Ansteckung im Haushalt unterschieden sich nicht [7]. Eine Metaanalyse schloss 18 randomisierte Studien mit insgesamt 4208 Kindern ein; die kürzere Durchfalldauer von 0,85 Tagen (95-%-KI −1,15 bis −0,56) stammt aus der Teilmenge von 15 Studien mit 3820 Kindern, die diesen Endpunkt berichteten. Das Stuhlvolumen änderte sich nicht, die Krankenhausaufenthalte waren kürzer, die Heterogenität war hoch und der Effekt in europäischen Ländern größer [8]. Bei Antibiotika-assoziiertem Durchfall senkte der Stamm in 11 Studien mit 1308 Teilnehmenden das Risiko von 22,4 auf 12,3 % (relatives Risiko 0,49; 95-%-KI 0,29 bis 0,83, niedrige Vertrauenswürdigkeit); getrennt betrachtet war der Effekt nur bei Kindern (relatives Risiko 0,48) und bei Erwachsenen nur in der Untergruppe der Helicobacter-Eradikation (relatives Risiko 0,26) statistisch sicher [9]. Bei 310 Pflegeheimbewohnenden senkte die Kombination mit Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 die kumulierten Antibiotikatage nicht [10].

Zu Kognition und Psyche ist die Lage dünner, als die Werbung vermuten lässt. In einer dreimonatigen placebokontrollierten Studie mit 200 eingeschlossenen Erwachsenen zwischen 52 und 75 Jahren (145 ausgewertet) besserte sich der Gesamtwert der Kognition nur in der Untergruppe mit vorbestehender kognitiver Einschränkung, nicht bei den kognitiv unauffälligen Teilnehmenden; der Studienleiter gibt Zuwendungen eines Herstellers an [11]. Eine Nachbeobachtung einer Allergiepräventionsstudie fand im Alter von 13 Jahren Diagnosen von ADHS oder Asperger-Syndrom bei 6 von 35 Kindern der Placebogruppe und bei keinem Kind der Probiotikumgruppe – ein sekundärer, nicht vorab geplanter Befund an einer kleinen Stichprobe [12]. Zwei psychiatrische Studien prüften den Stamm nur zusammen mit BB-12: Bei 65 Menschen mit Schizophrenie änderten sich die psychiatrischen Symptome nicht, schwere Darmbeschwerden traten seltener auf [13]; bei 66 Menschen nach einer manischen Episode war die Zeit bis zur Wiederaufnahme länger (Hazard Ratio 0,26; 95-%-KI 0,10 bis 0,69; p = 0,007) [14]. Beide Befunde gelten für die Kombination, nicht für den Einzelstamm; die Studien mit beiden Stämmen sind im Kombinationsprofil LGG + BB-12 zusammengefasst. Dort stehen auch die übrigen Studien mit beiden Stämmen; sie sind hier unter den Humanstudien geführt, zählen aber nicht für den Einzelstamm, weil nur die Kombination mit BB-12 geprüft wurde: Darmflora und Fehltage von Kleinkindern in der Kinderbetreuung [23][24], Infekte bei Säuglingen, Studierenden und Wehrpflichtigen [25][26][27], Immunmarker und Grippeimpfung im Pflegeheim [28], Harnwegsinfekte nach Rückenmarksverletzung [29], Psyche bei Schwangeren mit Adipositas [30], Schwangerschaftsdiabetes [31][32], Typ-1-Diabetes bei Kindern [33] und Durchfall unter Irinotecan [34]. Zwei dieser Arbeiten nennen im Abstract nur die Arten; die Stämme ergeben sich aus der Mikrobiomauswertung derselben Studie [23] bzw. aus dem Studienprotokoll [35].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Menschlicher Darmschleim (Mukusbindung über SpaC-Pili)StrukturBindung Labor[3][4]
Epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor EGFR (über das bakterielle Protein p40)RezeptorAktivator Tierversuch[5][6]
Mukusproduktion der BecherzellenStrukturExpression ↑ Tierversuch[6]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativ↓ · Das bakterielle Protein p40 schützte in Mausmodellen der Kolitis das Epithel; beim Menschen keine Entzündungsmarker als Endpunkt[5][6]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Darmbarrieremoduliert · Mukusbindung über Pili, EGFR-Aktivierung und mehr Mukus in Zellkultur und Mausmodellen[3][5][6]
  • Mikrobiomunklar · Der Stamm haftet gut am Schleim, die mukosale Besiedlung ist aber individuell und meist vorübergehend[3][16]
  • Kurzkettige Fettsäurenkeine Daten
  • Gallensäurenkeine Daten
  • Darmhormonekeine Daten
  • Darm-Hirn-Achseunklar · Stammgenau nur zwei Befunde: Kognitionsvorteil allein in der Untergruppe mit vorbestehender Einschränkung und ein nicht vorab geplanter Befund zu späteren Diagnosen bei Kindern; die psychiatrischen Studien prüften nur die Kombination mit BB-12 und zählen hier nicht[11][12]
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Kapseln, Tropfen, fermentierte Milchprodukte

    Lebende Keime wirken im Darmlumen; eine systemische Aufnahme ist nicht beabsichtigt. Die Pili des Stamms binden an menschlichen Darmschleim, was seine vergleichsweise gute Haftung erklärt [3][4]. Eine dauerhafte Ansiedlung an der Schleimhaut ist damit nicht belegt [16].[3][4]

    Labor

Studien am Menschen

  • Akute Gastroenteritis in der Notaufnahme

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, multizentrisch · Patienten: Kinder von 3 Monaten bis 4 Jahren mit akuter Gastroenteritis · n = 971 · 5 Tage Gabe, 14 Tage Beobachtung

    Gemessen: mittelschwerer bis schwerer Verlauf (modifizierte Vesikari-Skala ab 9 Punkten)

    Ergebnis: 11,8 gegenüber 12,6 % (relatives Risiko 0,96; 95-%-KI 0,68 bis 1,35; p = 0,83); Durchfalldauer 49,7 gegenüber 50,9 Stunden; keine Unterschiede in allen sekundären Endpunkten.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse akute Gastroenteritis

    systematischer Review und Metaanalyse von RCTs · Patienten: Kinder mit akuter Gastroenteritis · n = 4208 · unterschiedlich

    Gemessen: Stuhlvolumen, Durchfalldauer, Krankenhausaufenthalt

    Ergebnis: Kein Effekt auf das Stuhlvolumen; Durchfalldauer −0,85 Tage (95-%-KI −1,15 bis −0,56) in der Teilmenge von 15 RCTs mit 3820 Kindern; kürzerer Aufenthalt; starke Heterogenität, Effekt in Europa größer.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse Antibiotika-assoziierter Durchfall

    systematischer Review und Metaanalyse von RCTs mit GRADE-Bewertung · Patienten: Kinder und Erwachsene unter Antibiotika · n = 1499 · unterschiedlich

    Gemessen: Auftreten von Antibiotika-assoziiertem Durchfall

    Ergebnis: 22,4 auf 12,3 % gesenkt (relatives Risiko 0,49; 95-%-KI 0,29 bis 0,83); signifikant nur bei Kindern (0,48) und bei Erwachsenen nur bei Helicobacter-Eradikation (0,26).[9]

    Mensch, randomisiert

  • Antibiotikabedarf im Pflegeheim (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert, multizentrisch · Patienten: Pflegeheimbewohnende, Durchschnittsalter 85,3 Jahre · n = 310 · bis zu 12 Monate

    Gemessen: kumulierte Tage mit Antibiotikagabe

    Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied zu Placebo; geprüft wurde die Kombination mit BB-12.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Kognition bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (52 bis 75 Jahre) · n = 200 · 3 Monate

    Gemessen: Gesamtwert der Kognition (NIH Toolbox)

    Ergebnis: 145 ausgewertet; Verbesserung nur in der Untergruppe mit vorbestehender kognitiver Einschränkung, nicht bei kognitiv unauffälligen Teilnehmenden.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Nachbeobachtung einer Säuglingsstudie

    randomisierte Studie, Nachbeobachtung im Alter von 13 Jahren · gesund (Kinder, Gabe in den ersten 6 Lebensmonaten) · n = 75 · 13 Jahre

    Gemessen: Diagnosen von ADHS oder Asperger-Syndrom

    Ergebnis: 6 von 35 Kindern der Placebogruppe, keines der Probiotikumgruppe (p = 0,008); sekundärer, nicht vorab geplanter Endpunkt.[12]

    Mensch, randomisiert

  • Schizophrenie (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: Schizophrenie · n = 65 · 14 Wochen

    Gemessen: psychiatrische Symptome, Darmfunktion

    Ergebnis: Keine Änderung der psychiatrischen Symptome; schwere Darmbeschwerden seltener.[13]

    Mensch, randomisiert

  • Wiederaufnahme nach Manie (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert, zusätzlich zur Standardtherapie · Patienten: nach stationärer Behandlung einer Manie · n = 66 · 24 Wochen

    Gemessen: psychiatrische Wiederaufnahmen

    Ergebnis: 8 gegenüber 24 Wiederaufnahmen; Hazard Ratio 0,26 (95-%-KI 0,10 bis 0,69; p = 0,007).[14]

    Mensch, randomisiert

  • ProbiComp: Darmflora von Kleinkindern (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert · gesund (Kleinkinder beim Eintritt in die Kinderbetreuung) · n = 201 · 6 Monate

    Gemessen: Zusammensetzung und Vielfalt der Darmflora, Nachweis und Vermehrung der Stämme

    Ergebnis: Darmflora unverändert; Stämme in 91,3 % der Stuhlproben unter Verum nachweisbar, Vermehrung bei 44,7 % (GG) bzw. 83,5 % (BB-12). 290 eingeschlossen, 201 vollständig ausgewertet; Zusatzfinanzierung durch Chr. Hansen. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[23]

    Mensch, randomisiert

  • ProbiComp: Fehltage in der Kinderbetreuung (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (Säuglinge und Kleinkinder von 8 bis 14 Monaten) · n = 290 · 6 Monate

    Gemessen: Fehltage wegen Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten

    Ergebnis: Kein Unterschied (Median 11 Tage; p = 0,19); auch alle sekundären Endpunkte ohne Unterschied. Fördermittel von Chr. Hansen. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[24]

    Mensch, randomisiert

  • Säuglingsnahrung und Infekte (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (Säuglinge mit Flaschennahrung vor dem zweiten Lebensmonat) · n = 72 · bis zum Alter von 12 Monaten

    Gemessen: frühe Infekte (bis 7 Monate), wiederkehrende Infekte im ersten Lebensjahr

    Ergebnis: Mittelohrentzündung 22 gegenüber 50 % (relatives Risiko 0,44), Antibiotika 31 gegenüber 60 %, wiederkehrende Atemwegsinfekte 28 gegenüber 55 %. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[25]

    Mensch, randomisiert

  • Erkältungen bei Studierenden (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert · gesund (Studierende im Wohnheim) · n = 231 · 12 Wochen

    Gemessen: Dauer, Schwere und Beeinträchtigung bei Erkältungen (Lebensqualität)

    Ergebnis: Bei Erkrankten Dauer im Median 2 Tage kürzer, Schwerewert 34 % niedriger (p < 0,001); weniger versäumte Unterrichtstage, Arbeitsfehltage ohne Unterschied. 198 ausgewertet. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[26]

    Mensch, randomisiert

  • Infekte bei Wehrpflichtigen (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (Wehrpflichtige) · n = 983 · 90 bzw. 150 Tage

    Gemessen: Tage mit Atemwegs- und Magen-Darm-Symptomen, Infektepisoden, Antibiotika, Dienstausfall

    Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied bei Häufigkeit und Dauer; einzelne Atemwegssymptome bei Rekruten seltener. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[27]

    Mensch, randomisiert

  • Immunmarker im Pflegeheim (Teiluntersuchung) (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert · Pflegeheimbewohnende (67 bis 97 Jahre) · n = 60 · bis zu 12 Monate

    Gemessen: Blutbild, Immunzellen, Botenstoffe, Phagozytose, Impfantwort

    Ergebnis: Keine Änderung der Immunmarker (30 auswertbare Paare je Gruppe). Grippeimpfung nur bei 39 Teilnehmenden ausgewertet (19 Kombination, 20 Placebo): Titer und Seroprotektion ohne Unterschied, Serokonversion nur gegen einen von vier Impfstämmen häufiger (47 gegenüber 15 %; p = 0,04); keine Korrektur für multiples Testen. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[28]

    Mensch, randomisiert

  • Harnwegsinfekte nach Rückenmarksverletzung (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, faktoriell, placebokontrolliert · Patienten: Rückenmarksverletzung mit neurogener Blase · n = 207 · 6 Monate

    Gemessen: Zeit bis zum symptomatischen Harnwegsinfekt

    Ergebnis: Kein Schutz (Hazard Ratio 1,29; 95-%-KI 0,74 bis 2,25). Faktorielles Design mit vier Armen: Haupteffekt aller mit gegen alle ohne die Kombination, einschließlich eines Arms mit zusätzlich L. reuteri RC-14 und Lactobacillus GR-1. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[29]

    Mensch, randomisiert

  • Psyche in der Schwangerschaft (HUMBA) (mit BB-12)

    RCT, placebokontrolliert, vorab geplante Sekundärauswertung · gesund (Schwangere mit Adipositas) · n = 230 · bis zur 36. Schwangerschaftswoche

    Gemessen: Depression, Angst, Wohlbefinden

    Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo; Kapseln von Chr. Hansen kostenlos gestellt. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[30]

    Mensch, randomisiert

  • Schwangerschaftsdiabetes mit Ernährungsberatung (mit BB-12)

    RCT, Probiotikum gegen Placebo doppelblind innerhalb der Beratungsgruppe · gesund (Schwangere im ersten Trimenon) · n = 256 · ab dem ersten Trimenon, Nachbeobachtung 24 Monate

    Gemessen: Schwangerschaftsausgang, Wachstum

    Ergebnis: Schwangerschaftsdiabetes 13 % (Beratung mit Kombination) gegenüber 36 % (Beratung mit Placebo) und 34 % (Kontrolle); p = 0,003. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[31]

    Mensch, randomisiert

  • SPRING: Schwangerschaftsdiabetes bei Übergewicht (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (übergewichtige oder adipöse Schwangere) · n = 411 · ab Schwangerschaftswoche 16 bis zur Entbindung (laut Protokoll); Glukosetoleranztest in Woche 28

    Gemessen: Schwangerschaftsdiabetes im oralen Glukosetoleranztest

    Ergebnis: 18,4 gegenüber 12,3 % (p = 0,10); Nüchternblutzucker etwas höher (p = 0,049); übermäßige Gewichtszunahme seltener (32,5 gegenüber 46 %). Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[32]

    Mensch, randomisiert

  • Typ-1-Diabetes bei Kindern (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: neu diagnostizierter Typ-1-Diabetes (8 bis 17 Jahre) · n = 96 · 6 Monate, Nachbeobachtung 12 Monate

    Gemessen: C-Peptid nach Testmahlzeit

    Ergebnis: Kein Unterschied; keine Nebenwirkungen durch die Prüfpräparate berichtet. Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[33]

    Mensch, randomisiert

  • Durchfall unter Irinotecan (mit BB-12)

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, multizentrisch, Phase 3 · Patienten: metastasiertes kolorektales Karzinom · n = 242 · 6 Wochen

    Gemessen: Durchfall Grad 3/4 (primär)

    Ergebnis: 7,9 gegenüber 11,8 % (p = 0,38); jeder Schweregrad 41,2 gegenüber 46,2 %; durchfallfreie Zeit länger (Hazard Ratio 0,41; p = 0,05). Geprüft wurde nur die Kombination mit BB-12.[34]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Bakteriämie und Endokarditis bei Risikogruppen

    In einem Fallbericht entwickelte eine immunkompetente Frau mit zentralem Venenkatheter und Sondenernährung unter LGG-Gabe eine Blutstrominfektion; die Genomsequenzierung zeigte, dass der Blutisolat-Stamm mit dem gegebenen Probiotikumstamm verwandt war [21]. Eine Übersicht über Fallberichte zu Laktobazillen-Infektionen aus drei Jahren nennt 13 Fälle mit Lacticaseibacillus rhamnosus und benennt ausdrücklich den Stamm GG (ATCC 53103) als einen der beteiligten Stämme [20]. Das EFSA-QPS-Update 2026 beschreibt ebenfalls Einzelfälle bei Immunschwäche oder bei Frühgeborenen und ändert den Status der Gruppe dennoch nicht [18]. Bei liegendem Katheter, Immunsuppression oder Frühgeburt gehört die Gabe deshalb in ärztliche Hand.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Bakteriämie und Sepsis laut Fachinformation

    Die deutsche Fachinformation (Präparat mit Rehydratationssalzen) nennt Bakteriämien und Sepsis durch Lactobacillus rhamnosus GG bei Patienten mit Risikofaktoren, Häufigkeit nicht bekannt; Organe wie Herz oder Lunge können beteiligt sein. Wegen des nicht einschätzbaren Infektionsrisikos nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Beobachtung bei stark gestörtem Immunstatus (z. B. HIV-Infektion, Immunsuppression), lebensbedrohlicher Erkrankung, gestörter Darmbarriere (z. B. Kurzdarmsyndrom) und liegendem Zentralvenenkatheter. Außerdem Überempfindlichkeitsreaktionen wie allergische Exantheme und Urtikaria, Häufigkeit nicht bekannt [37].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Kein Ersatz für Rehydratation

    Bei akuter Gastroenteritis von Kindern verbesserte der Stamm in der größten Studie keinen der Endpunkte [7]; die Behandlung bleibt der Flüssigkeits- und Elektrolytersatz.

    Mensch, randomisiert

  • Verträglichkeit in Studien

    In den großen Studien traten keine studienbedingten schwerwiegenden Ereignisse auf [7]; in der Pflegeheimstudie unterschieden sich unerwünschte Ereignisse nicht zugunsten einer Gruppe [10].

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Antibiotika: Laut deutscher Fachinformation (Infectodiarrstop LGG) kann die gleichzeitige Gabe von Antibiotika (z. B. Penicillin, Erythromycin) die Wirksamkeit herabsetzen; eine Datengrundlage nennt sie dafür nicht [37].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „LGG siedelt sich dauerhaft im Darm an“

    Der Stamm bindet über seine Pili besonders gut an menschlichen Darmschleim [3][4], was die Haftung erklärt. Die mukosale Besiedlung durch Probiotika ist aber individuell und bei vielen Menschen trotz Nachweis im Stuhl nicht vorhanden [16]; ein Nachweis dauerhafter Ansiedlung für diesen Stamm wurde nicht gefunden.

  • teilweise belegt

    „LGG hilft zuverlässig bei Magen-Darm-Infekten von Kindern“

    Die gepoolten Daten zeigen eine kürzere Durchfalldauer [8], die größte Einzelstudie fand gar keinen Effekt [7]. „Zuverlässig“ ist damit nicht gedeckt.

  • nicht belegt

    „Weil LGG der am besten untersuchte Stamm ist, wirkt er bei allem“

    Breite Untersuchung bedeutet auch viele Nullergebnisse: kein Effekt auf den Antibiotikabedarf im Pflegeheim [10], kein Kognitionsvorteil bei kognitiv unauffälligen Erwachsenen [11], keine Änderung psychiatrischer Symptome bei Schizophrenie [13].

  • nicht belegt

    „LGG ist ein Psychobiotikum“

    Die psychiatrischen Studien prüften nur die Kombination mit BB-12 [13][14], der Kognitionsbefund gilt nur für eine Untergruppe [11]. Studien an Gesunden mit Stimmungsendpunkten für diesen Stamm wurden nicht gefunden.

  • teilweise belegt

    „LGG ist in Deutschland ein Arzneimittel“

    Eine Übersichtsarbeit zur Selbstmedikation bei Durchfall führt den Stamm unter den rezeptfrei erhältlichen Arzneimitteln in Deutschland auf [15]. Das ist Sekundärliteratur; eine Prüfung in AMIce oder PharmNet.Bund fehlt, und die meisten Produkte am Markt sind Nahrungsergänzungsmittel.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Keine systemische Aufnahme beabsichtigt; der Stamm wirkt im Darmlumen und bindet an Darmschleim [3].
Halbwertszeit
entfällt
Abbau
entfällt; beschrieben ist das lösliche Protein p40, das den EGFR-Weg anstößt [5].
Weg ins Gehirn
entfällt

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige, apothekenpflichtige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff „Lactobacillus rhamnosus GG“ verzeichnet, Infectodiarrstop LGG (zusammen mit Elektrolyten und Glucose zur oralen Rehydratation) und Infectodiarrstop LGG Mono Beutel, beide Status verlängert, Anwendungsgebiet Therapie der Diarrhö bei Säuglingen und Kleinkindern (Mono-Präparat in Kombination mit einer oralen Rehydratationslösung); weitere Präparate derselben Reihe sind erloschen [36]. Die Fachinformation nennt den Stamm „Lactobacillus rhamnosus GG“, die Bezeichnung ATCC 53103 kommt dort nicht vor [37]. Überwiegend wird der Stamm als Nahrungsergänzungsmittel und in Milchprodukten verkauft; eine Übersichtsarbeit zur Selbstmedikation bei Durchfall führt ihn unter den in Deutschland rezeptfrei erhältlichen Arzneimitteln [15]. Die kategorie bleibt Supplement mit Arzneistoff-Hinweis (Tilman, 26.10.2026; die Bedingung vom 24.10.2026, ein stammgenauer Arzneimittelbeleg, ist damit erfüllt).
EU
Kein Eintrag zu „Lactobacillus“ oder „Lacticaseibacillus“ in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 [17]. Das EFSA-QPS-Update 2026 nennt für die Gruppe der Laktobazillen keine Statusänderung und führt die Art unter den Namensanpassungen [18]. Keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu diesem Stamm in VO (EU) Nr. 432/2012 [19]. Lacticaseibacillus rhamnosus gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission als nicht neuartig (POL-NF-10681, Abruf 26.10.2026) [38]. Der Eintrag gilt auf Artebene, nicht für den Stamm; der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. In der QPS-Liste der EFSA (Fassung vom 17.09.2026) steht Lactobacillus rhamnosus (in der Liste mit dem Synonym Lacticaseibacillus rhamnosus) mit der Qualifikation, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen [39]. QPS bewertet die Art, nicht den Stamm.
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Wie lässt sich der Widerspruch zwischen der Notaufnahmestudie und den Metaanalysen erklären? Diskutiert werden Region, Versorgungsniveau und Zeitpunkt des Beginns.
  • Gibt es für diesen Stamm eine Studie an Gesunden mit Stimmungs- oder Stressendpunkten?
  • Ist in Deutschland tatsächlich ein Arzneimittel mit LGG zugelassen? Dafür wäre eine Abfrage in AMIce oder PharmNet.Bund nötig.
  • Lässt sich der p40-EGFR-Weg beim Menschen nachweisen, etwa über Mukusmarker?

Referenzen

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Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle PMIDs und DOIs über PubMed und Crossref aufgelöst (Prüfskript).
  • Kernzahlen an Abstracts: 971 Teilnehmende, 11,8 gegenüber 12,6 %, relatives Risiko 0,96 (95-%-KI 0,68 bis 1,35), Durchfalldauer 49,7 gegenüber 50,9 Stunden [7]; 18 RCTs mit 4208 Kindern eingeschlossen, davon 15 RCTs mit 3820 Kindern für die Durchfalldauer −0,85 Tage (95-%-KI −1,15 bis −0,56), kein Effekt auf Stuhlvolumen [8]; 22,4 auf 12,3 %, relatives Risiko 0,49, nur Kinder und Helicobacter-Untergruppe signifikant [9]; 310 Bewohnende, Durchschnittsalter 85,3 Jahre, primärer Endpunkt nicht gesenkt [10]; 200 eingeschlossen, 145 ausgewertet, Vorteil nur in der Untergruppe mit kognitiver Einschränkung [11]; 6 von 35 gegenüber 0, p = 0,008 [12]; 65 Teilnehmende, Symptome unverändert [13]; 8 gegenüber 24 Wiederaufnahmen, Hazard Ratio 0,26 [14].
  • Stammzuordnung geprüft: [10], [13] und [14] verwendeten ausdrücklich die Kombination mit Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12; das steht in den Versprechen und in studien_mensch.
  • Mechanismen am Abstract: Pili mit menschlichem Mukusbindungsprotein [3], Bindungseigenschaften der Pilin-Untereinheiten [4], p40 und EGFR-Transaktivierung [5], Mukusproduktion über EGFR [6].
  • Arzneimittel-Hinweis im Volltext von [15] (PMC6763311) gelesen: „Lactobacillus rhamnosus GG“ wird dort namentlich unter den rezeptfrei erhältlichen Arzneimitteln in Deutschland genannt; die Angabe steht in der Einleitung und stützt sich auf eine weitere Quelle.
  • Risiko: Die Fallberichtsübersicht [20] nennt 13 Fälle mit L. rhamnosus und ausdrücklich den Stamm GG (ATCC 53103).
  • Rechtsstatus: kein Treffer für „Lactobacillus“/„Lacticaseibacillus“ in der konsolidierten Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810); kein Treffer für „rhamnosus“ in VO (EU) Nr. 432/2012 (CELEX 32012R0432); QPS-Update 2026 im Volltext (PMC12824592) gelesen (dort Namensanpassung für die Art, keine Statusänderung für die Laktobazillen).
  • Interessenkonflikt: Zuwendungen eines Herstellers an den Studienleiter von [11] im Abstract angegeben.
  • Gegenprüfung mbn-2 (24.10.2026): Nach der Kombinationsregel des Leitfadens stehen jetzt alle Humanstudien des Kombinationsprofils LGG + BB-12 auch hier unter studien_mensch ([10], [13], [14] und neu [23]–[34]; Stammzuordnung von [24] über [23] und von [32] über das Protokoll [35]). Zahlen und Formulierungen aus dem gegengeprüften Kombinationsprofil übernommen (Grippeimpfung in [28] nur bei 39 Geimpften laut Volltext PMC7969511). Die Studien zählen nicht für Versprechen, Stufen oder systeme dieses Stamms, die unverändert bleiben.
  • Hinterlegungsnummer DSM 33156 für denselben Stamm im Titel einer randomisierten Studie belegt: „Lacticaseibacillus rhamnosus GG DSM 33156“ [22].
  • Entscheidungen von Tilman vom 24.10.2026 eingearbeitet: `kategorie` bleibt Supplement mit Hinweis in `status.deutschland`, bis ein stammgenauer Arzneimittelbeleg vorliegt (Entscheidung 10); das Kombinationsprofil LGG + BB-12 ist angelegt und beidseitig mit „Bestandteil“ verknüpft (Entscheidung 3). Versprechen, Stufen und Zahlen unverändert.
  • 25.10.2026, Entscheidungen q132 und q012: interner Arbeitsvermerk aus dem Prüfvermerk gestrichen (ohne inhaltliche Änderung). Kennzeichnung nach q012: Die Bewertungen der Versprechen beruhen für [7] bis [14] nur auf den Abstracts (nur Abstract geprüft). Die Bezeichnung des Kombinationsprofils als „Bestandteil“ ist nach q130 so bestätigt.
  • 26.10.2026, Entscheidung n016 (Tilman, Bogen 2; Prüfbericht docs/pruefberichte/rechtsstatus-e20.md, Frage 8 und Block E): kategorie Supplement mit Arzneistoff-Hinweis; stammgenauer Arzneimittelbeleg liegt vor.
  • 26.10.2026, AMIce-Rohabrufe des Prüfberichts (25.10.2026) selbst ausgewertet: Infectodiarrstop LGG (53503.00.00) und Infectodiarrstop LGG Mono Beutel (55170.00.00) Status verlängert, apothekenpflichtig; INFECTODIARRSTOP LGG Banane, Kirsch, Mono Kapseln und Infectoval erloschen [36]. Eine neue Sitzung am 26.10.2026 scheiterte (Anmeldeseite statt anonymem Zugang).
  • 26.10.2026, deutsche Fachinformation Infectodiarrstop LGG (Stand Dezember 2023, neueste hinterlegte Fassung, übertragen 05.02.2024; PDF aus dem Rohabruf vom 25.10.2026) selbst gelesen: Abschnitt 2 „Lactobacillus rhamnosus GG“, 4.4 Risikogruppen, 4.8 Bakteriämien und Sepsis, Überempfindlichkeit [37]. Gegenanzeigen in 4.3 betreffen die Rehydratationssalze (Niereninsuffizienz, Erbrechen, Schock) und wurden deshalb nicht übernommen.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung zu n016: Fachinformation Infectodiarrstop LGG (Stand Dezember 2023) Abschnitt 4.5 im Wortlaut gelesen: „Die gleichzeitige Gabe von Antibiotika (z. B. Penicillin, Erythromycin) kann die Wirksamkeit von INFECTODIARRSTOP LGG herabsetzen.“ [37]; als Wechselwirkung übernommen (Stufe 3 nach der Konvention für Fachinformations-Angaben ohne genannte Datenbasis). Die Glykosid-Wechselwirkung in 4.5 (Serumkalium kontrollieren) betrifft die Elektrolyte des Präparats und wurde nicht übernommen.
  • Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Verbessert die geistige Leistung im Alter“ → herstellerfinanziert: [11] laut Volltext (PMC7671471) von i-Health, Inc. (DSM) unterstützt bzw. teilfinanziert; das Prüfpräparat Culturelle wurde laut Methodenteil von iHealth, Inc. hergestellt.
  • Gegenprüfung 26.10.2026 (m004, Umsetzung Claude, zur Bestätigung durch Tilman): Belege der gesetzten Präzisions-Flags (Teilnehmendenzahlen bzw. Finanzierungs- und Interessenangaben) aus den Prüfnotizen in die Begründung übernommen, damit sie für Lesende nachprüfbar sind; Teilnehmendenzahlen erneut an den PubMed-Abstracts abgeglichen.
  • 26.10.2026, Folgearbeit Bogen 2 (Prüfbericht E-20, Block E; eigener Abruf): Novel-Food-Katalog über die Backend-Schnittstelle der Kommission (979 Einträge) abgerufen, Statustexte auf der öffentlichen Katalogseite gegengelesen: POL-NF-10681 „Lacticaseibacillus rhamnosus“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD, letzte Änderung 05.08.2024). EFSA-QPS-Liste (Zenodo, doi:10.5281/zenodo.22812707, Version 17.09.2026, Panel Statement 24) heruntergeladen und im aktuellen Blatt „QPS List“ bzw. „Excluded from QPS“ gelesen, nicht im ausgeblendeten alten Blatt „QPS_list“. Slug, name und Artnamen nicht geändert, deshalb keine LPSN-Abfrage.

Nicht verifiziert

  • Die Gleichsetzung LGG = ATCC 53103 bleibt eine Literaturangabe; die deutsche Fachinformation nennt keine Hinterlegungsnummer [37]. Die Fachinformation des Mono-Präparats wurde nicht gelesen.
  • Volltexte von [8], [9], [12], [13] und [14] nur als Abstract gelesen.
  • Leitlinien (ESPGHAN, AGA) zur Rolle von LGG wurden nicht gelesen.
  • Ergebnisse der Atemwegsstudie [22] wurden nur dem Titel und der Einleitung des Abstracts entnommen und sind im Profil nicht als Versprechen geführt (Atemwegsinfekte bei Kindern noch nicht aufgearbeitet).

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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