Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Stärkt die Abwehr und beugt Infekten vor
uneinheitlichPositiv waren eine kleine Säuglingsstudie (72 ausgewertet; Mittelohrentzündungen, Antibiotikaverordnungen und wiederkehrende Atemwegsinfekte seltener) [6] und eine Studie mit Studierenden (Erkältungen bei Erkrankten kürzer und milder, Endpunkt Lebensqualität) [7]. Die drei größten Studien fanden keinen Nutzen: Fehltage in der Kinderbetreuung (290 Kleinkinder) [5], Infekte bei 983 Wehrpflichtigen [8] und Antibiotikatage bei 310 Pflegeheimbewohnenden [9]. Immunmarker im Blut blieben unverändert, die häufigere Serokonversion gegen einen von vier Grippeimpfstämmen (39 Geimpfte, ohne Korrektur für multiples Testen) ist ein Einzelbefund an einem Surrogat [10]. Bereich Immunsystem & Infekte, weil die Kombination vor allem für die Abwehr beworben wird.
Baut die Darmflora auf (nur Marker)
kein NutzenNur Marker. In der randomisierten ProbiComp-Studie vermehrten sich die Stämme im Darm, Zusammensetzung und Vielfalt der übrigen Darmflora änderten sich nach sechs Monaten aber nicht, auch nicht bei den Kindern mit nachgewiesener Vermehrung [3]. Die Studie wurde neben öffentlichen Mitteln von Chr. Hansen mitfinanziert, der Markeninhaberin von LGG und BB-12, die auch die Präparate stellte [3]. Ein verändertes Mikrobiom wäre ohnehin kein klinischer Nutzen.
Beugt Rückfällen nach einer Manie vor
Einzelbefund, unbestätigtEine kleine Studie mit 66 Teilnehmenden fand weniger erneute psychiatrische Klinikaufnahmen (8 gegenüber 24; Hazard Ratio 0,26; p = 0,007) [13]. Sie stammt von derselben Arbeitsgruppe wie die Schizophreniestudie, in der sich die psychiatrischen Symptome nicht änderten (unter Behauptungen) [12], und wurde nicht unabhängig wiederholt. Die Studien bei Schwangeren mit Adipositas [14] und mit Magnesiumzusatz [15] betreffen andere Populationen bzw. nicht die Kombination allein und stehen nur im Text.
Beugt Schwangerschaftsdiabetes vor
uneinheitlichIn einer finnischen Studie mit Ernährungsberatung trat Schwangerschaftsdiabetes unter der Kombination seltener auf (13 gegenüber 36 %) [16]. Die größere SPRING-Studie mit 411 übergewichtigen oder adipösen Schwangeren fand keinen Schutz (18,4 gegenüber 12,3 %; p = 0,10) und einen etwas höheren Nüchternblutzucker [17]; die Stammzuordnung von SPRING stützt sich auf das Studienprotokoll [18].
Schützt vor Durchfall unter Chemotherapie
kein NutzenPhase-3-Studie mit 242 Betroffenen: Primärer Endpunkt (schwerer Durchfall) verfehlt, Durchfall jeder Schwere ebenfalls ohne signifikanten Unterschied. Längere durchfallfreie Zeit und weniger Loperamid sind sekundäre Befunde. Finanziert von S&D Pharma, Präparat von Chr. Hansen [20].
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.
Wirkweise
Evidenzkarte: Lacticaseibacillus rhamnosus GG + Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 (Zweierkombination)
Die Kombination besteht aus zwei Stämmen zweier Gattungen: Lacticaseibacillus rhamnosus GG, bis 2020 der Gattung Lactobacillus zugeordnet [1], und Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12. Als lebende Zubereitung ist sie ein Probiotikum im Sinne der ISAPP-Definition [2]. Weil beide Stämme in allen hier geprüften Studien gemeinsam gegeben wurden, lässt sich kein Befund einem der beiden zuordnen; die Einzelprofile führen diese Studien deshalb nur als Kombinationsdaten, und diese Studien sind keine Evidenz für einen Einzelstamm. Eigene Mechanismusstudien zur Kombination wurden nicht gefunden; die Haftungs- und Signalwegbefunde zu GG stammen aus Zell- und Tiermodellen und stehen im Einzelprofil.
In der dänischen ProbiComp-Studie erhielten Kleinkinder beim Eintritt in die Kinderbetreuung sechs Monate lang die Kombination oder Placebo (290 eingeschlossen, 201 vollständig ausgewertet). Die Stämme waren in 91,3 % der Stuhlproben unter Verum nachweisbar und vermehrten sich bei 44,7 % (GG) bzw. 83,5 % (BB-12) der Kinder im Darm; Zusammensetzung und Vielfalt der übrigen Darmflora änderten sich dennoch nicht, auch nicht bei den Kindern mit nachgewiesener Vermehrung. Chr. Hansen stellte zusätzliche Mittel bereit [3]. Ein Nachweis im Stuhl sagt außerdem nichts über die Besiedlung der Darmschleimhaut, die bei Probiotika individuell und oft erfolglos ist [4].
Das bekannteste Versprechen, weniger Infekte, ist uneinheitlich geprüft. In derselben Studie unterschieden sich die Fehltage in der Kinderbetreuung nicht (Median 11 Tage; p = 0,19), ebenso wenig ärztlich diagnostizierte Atemwegsinfekte, Arztbesuche, Antibiotikabehandlungen und Durchfall; zwei Autorinnen bzw. Autoren erhielten für die Studie Fördermittel von Chr. Hansen [5]. Diese Arbeit nennt im Abstract nur die Arten; dass es dieselbe Studie mit GG und BB-12 ist, ergibt sich aus der Mikrobiomauswertung mit gleicher Teilnehmerzahl [3]. Positiv war eine frühe finnische Studie mit 72 ausgewerteten Säuglingen, die eine Säuglingsnahrung mit beiden Stämmen erhielten: Akute Mittelohrentzündungen in den ersten sieben Lebensmonaten traten bei 22 gegenüber 50 % auf (relatives Risiko 0,44), Antibiotika wurden seltener verordnet (31 gegenüber 60 %), und wiederkehrende Atemwegsinfekte im ersten Lebensjahr waren seltener (28 gegenüber 55 %) [6]. Bei 231 randomisierten Studierenden (198 ausgewertet) waren Erkältungen bei denen, die eine bekamen, im Median zwei Tage kürzer und weniger schwer, und sie versäumten etwas weniger Unterrichtstage; die Fehltage bei der Arbeit unterschieden sich nicht [7]. In einer finnischen Studie mit 983 Wehrpflichtigen senkte die Kombination als Kautablette weder Häufigkeit noch Dauer von Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten; nur einzelne Atemwegssymptome waren bei den Rekruten seltener, bei den Offiziersanwärtern nicht [8]. Bei 310 Bewohnenden britischer Pflegeheime (im Mittel 85,3 Jahre) sank über bis zu ein Jahr die Zahl der Antibiotikatage nicht (12,9 gegenüber 12,0 Tage; angepasstes Ratenverhältnis 1,13; p = 0,50); ein Autor gibt Honorare von Chr. Hansen außerhalb der Studie an, eine weitere Person Sachunterstützung durch Chr. Hansen während der Studie [9]. In einer Teiluntersuchung derselben Studie mit 30 auswertbaren Paaren je Gruppe blieben Blutbild, Immunzellen, Botenstoffe, Phagozytose und Zytokinantworten im Blut unverändert. Die Grippeimpfung wurde nur bei 39 Teilnehmenden ausgewertet (19 mit Kombination, 20 mit Placebo): Antikörpertiter und Seroprotektion unterschieden sich bei keinem der vier Impfstämme, die Serokonversion war nur gegen einen der vier häufiger (47 gegenüber 15 %; p = 0,04); für multiples Testen wurde nicht korrigiert [10]. Bei 207 Menschen mit Rückenmarksverletzung senkte die Kombination das Risiko von Harnwegsinfekten nicht (Hazard Ratio 1,29; 95-%-KI 0,74 bis 2,25) [11]. Die Studie war faktoriell angelegt: Die Hazard Ratio vergleicht alle, die die Kombination erhielten, mit allen ohne sie; dazu zählt auch ein Arm, der zusätzlich Lactobacillus reuteri RC-14 und Lactobacillus GR-1 bekam. Einen Vergleich nur der Kombination mit Placebo nennt der Abstract nicht.
Zur Psyche gibt es zwei kleine Studien derselben US-Arbeitsgruppe an psychiatrischen Patientinnen und Patienten. Bei 65 Menschen mit Schizophrenie änderte die Kombination zusätzlich zur antipsychotischen Behandlung den PANSS-Gesamtwert nicht (p = 0,25), schwere Darmbeschwerden traten aber seltener auf (Hazard Ratio 0,23; 95-%-KI 0,09 bis 0,61) [12]. Bei 66 Menschen nach einem Klinikaufenthalt wegen Manie kam es in 24 Wochen zu 8 gegenüber 24 erneuten psychiatrischen Klinikaufnahmen (Hazard Ratio 0,26; 95-%-KI 0,10 bis 0,69; p = 0,007); der Effekt war bei erhöhten Entzündungswerten zu Beginn größer [13]. Eine unabhängige Wiederholung fehlt. Bei 230 Schwangeren mit Adipositas veränderte die Kombination Depressions- und Angstwerte bis zur 36. Woche nicht; die Kapseln stellte Chr. Hansen kostenlos [14]. Eine iranische Studie bei Menschen mit Adipositas und gedrückter Stimmung gab die Kombination zusammen mit Magnesium: Depressions- und Kognitionswerte sowie Zonulin und Lipopolysaccharid unterschieden sich nicht von Placebo, nur das C-reaktive Protein sank. Wegen des Magnesiumzusatzes ist sie keine Evidenz für die Kombination allein [15].
In einer finnischen Studie mit 256 Schwangeren erhielt ein Teil eine Ernährungsberatung und dazu doppelblind die Kombination oder Placebo: Schwangerschaftsdiabetes trat unter Beratung mit Kombination bei 13 % auf, unter Beratung mit Placebo bei 36 % und in der Kontrollgruppe bei 34 % (p = 0,003) [16]. Die größere australische SPRING-Studie mit 411 übergewichtigen oder adipösen Schwangeren fand dagegen keinen Schutz: Schwangerschaftsdiabetes trat unter der Kombination bei 18,4 % und unter Placebo bei 12,3 % auf (p = 0,10), der Nüchternblutzucker war unter der Kombination etwas höher (p = 0,049), eine übermäßige Gewichtszunahme dagegen seltener (32,5 gegenüber 46 %; p = 0,01) [17]. Die Ergebnisarbeit nennt im Abstract nur die Arten; die Stämme GG und BB-12 stehen im Studienprotokoll [18]. Bei 96 Kindern und Jugendlichen mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes erhielt die Kombination die Restfunktion der Betazellen nicht (C-Peptid nach Testmahlzeit ohne Unterschied) [19].
Bei 242 Menschen mit metastasiertem kolorektalem Karzinom unter Irinotecan verfehlte die Kombination den primären Endpunkt: Schwerer Durchfall (Grad 3/4) trat bei 7,9 gegenüber 11,8 % auf (p = 0,38), Durchfall jeder Schwere bei 41,2 gegenüber 46,2 % (p = 0,51). Sekundär war die durchfallfreie Zeit länger (Hazard Ratio 0,41; p = 0,05), und es wurde weniger Loperamid gebraucht; Infektionen durch die Probiotikastämme traten nicht auf. Die Studie finanzierte S&D Pharma, Präparat und Placebo stellte Chr. Hansen her [20]. In einer Netzwerk-Metaanalyse zur Vorbeugung der Neurodermitis bei Kindern gehörte die Kombination zu den drei wirksamsten Zubereitungen (relatives Risiko 0,50; 95-%-KI 0,27 bis 0,94), bei niedriger Qualität der Evidenz [21].
Eingeordnet am Wirkort Skelettmuskelfaser: Insulinrezeptor bis GLUT4, Kreatinkinase, Carnosin, MCT und Mitochondrium; in der Abbildung dort nicht gezeichnet: Befund zu Schwangerschaftsdiabetes, kein Angriffspunkt im Muskel.
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Darmmikrobiota (Gesamtzusammensetzung und Vielfalt) | Mikroorganismus/Taxon | kein Effekt | keine Änderung trotz Vermehrung der Stämme bei 44,7 % (GG) bzw. 83,5 % (BB-12) der Kinder | Mensch, randomisiert[3] |
| Immunzellen, Botenstoffe und Phagozytose im Blut | Sonstiges | kein Effekt | keine Änderung bei älteren Pflegeheimbewohnenden | Mensch, randomisiert[10] |
| Glukosestoffwechsel in der Schwangerschaft | Sonstiges | unklar | Schwangerschaftsdiabetes 13 gegenüber 36 % in einer Studie, 18,4 gegenüber 12,3 % (n. s.) in einer größeren | Mensch, randomisiert[16][17] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · GlukoseSchwangerschaftsdiabetes in einer Studie mit Ernährungsberatung seltener, in der größeren SPRING-Studie nicht; Betazellfunktion bei Typ-1-Diabetes unverändert[16][17][19]
- Entzündung · oxidativImmunzellen, Botenstoffe und Phagozytose im Blut älterer Menschen unverändert; nur die Serokonversion gegen einen von vier Grippeimpfstämmen war in einer kleinen Teilgruppe häufiger[10]
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Darmbarriere
- MikrobiomStämme im Stuhl nachweisbar und teils vermehrt, übrige Darmflora von Kleinkindern unverändert[3]
- Kurzkettige Fettsäuren
- Gallensäuren
- Darmhormone
- Darm-Hirn-Achse
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Kapseln, Pulver, Kautabletten oder Säuglingsnahrung mit beiden Stämmen
Lebende Keime wirken im Darmlumen. Unter der Gabe waren die Stämme in fast allen Stuhlproben nachweisbar und vermehrten sich bei einem Teil der Kinder im Darm [3]. Geprüft wurden Kapseln [9], Kautabletten [8] und eine Säuglingsnahrung [6]; vergleichende Daten zu den Darreichungsformen dieser Kombination wurden nicht gefunden.
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
ProbiComp: Darmflora von Kleinkindern
Gemessen: Zusammensetzung und Vielfalt der Darmflora, Nachweis und Vermehrung der Stämme
Ergebnis: Darmflora unverändert; Stämme in 91,3 % der Stuhlproben unter Verum nachweisbar, Vermehrung bei 44,7 % (GG) bzw. 83,5 % (BB-12). 290 eingeschlossen, 201 vollständig ausgewertet; Zusatzfinanzierung durch Chr. Hansen.[3]
Mensch, randomisiert
ProbiComp: Fehltage in der Kinderbetreuung
Gemessen: Fehltage wegen Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten
Ergebnis: Kein Unterschied (Median 11 Tage; p = 0,19); auch alle sekundären Endpunkte ohne Unterschied. Fördermittel von Chr. Hansen.[5]
Mensch, randomisiert
Säuglingsnahrung und Infekte
Gemessen: frühe Infekte (bis 7 Monate), wiederkehrende Infekte im ersten Lebensjahr
Ergebnis: Mittelohrentzündung 22 gegenüber 50 % (relatives Risiko 0,44), Antibiotika 31 gegenüber 60 %, wiederkehrende Atemwegsinfekte 28 gegenüber 55 %.[6]
Mensch, randomisiert
Erkältungen bei Studierenden
Gemessen: Dauer, Schwere und Beeinträchtigung bei Erkältungen (Lebensqualität)
Ergebnis: Bei Erkrankten Dauer im Median 2 Tage kürzer, Schwerewert 34 % niedriger (p < 0,001); weniger versäumte Unterrichtstage, Arbeitsfehltage ohne Unterschied. 198 ausgewertet.[7]
Mensch, randomisiert
Infekte bei Wehrpflichtigen
Gemessen: Tage mit Atemwegs- und Magen-Darm-Symptomen, Infektepisoden, Antibiotika, Dienstausfall
Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied bei Häufigkeit und Dauer; einzelne Atemwegssymptome bei Rekruten seltener.[8]
Mensch, randomisiert
Antibiotikatage im Pflegeheim
Gemessen: kumulierte Antibiotikatage
Ergebnis: 12,9 gegenüber 12,0 Tage; angepasstes Ratenverhältnis 1,13 (95-%-KI 0,79 bis 1,63; p = 0,50).[9]
Mensch, randomisiert
Immunmarker im Pflegeheim (Teiluntersuchung)
Gemessen: Blutbild, Immunzellen, Botenstoffe, Phagozytose, Impfantwort
Ergebnis: Keine Änderung der Immunmarker (30 auswertbare Paare je Gruppe). Grippeimpfung nur bei 39 Teilnehmenden ausgewertet (19 Kombination, 20 Placebo): Titer und Seroprotektion ohne Unterschied, Serokonversion nur gegen einen von vier Impfstämmen häufiger (47 gegenüber 15 %; p = 0,04); keine Korrektur für multiples Testen.[10]
Mensch, randomisiert
Harnwegsinfekte nach Rückenmarksverletzung
Gemessen: Zeit bis zum symptomatischen Harnwegsinfekt
Ergebnis: Kein Schutz (Hazard Ratio 1,29; 95-%-KI 0,74 bis 2,25). Faktorielles Design mit vier Armen: Haupteffekt aller mit gegen alle ohne die Kombination, einschließlich eines Arms mit zusätzlich L. reuteri RC-14 und Lactobacillus GR-1.[11]
Mensch, randomisiert
Schizophrenie
Gemessen: PANSS, Darmfunktion
Ergebnis: PANSS ohne Unterschied (p = 0,25); schwere Darmbeschwerden seltener (Hazard Ratio 0,23).[12]
Mensch, randomisiert
Rückfälle nach Manie
Gemessen: erneute psychiatrische Klinikaufnahmen
Ergebnis: 8 gegenüber 24 Wiederaufnahmen; Hazard Ratio 0,26 (95-%-KI 0,10 bis 0,69; p = 0,007).[13]
Mensch, randomisiert
Psyche in der Schwangerschaft (HUMBA)
Gemessen: Depression, Angst, Wohlbefinden
Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo; Kapseln von Chr. Hansen kostenlos gestellt.[14]
Mensch, randomisiert
Schwangerschaftsdiabetes mit Ernährungsberatung
Gemessen: Schwangerschaftsausgang, Wachstum
Ergebnis: Schwangerschaftsdiabetes 13 % (Beratung mit Kombination) gegenüber 36 % (Beratung mit Placebo) und 34 % (Kontrolle); p = 0,003.[16]
Mensch, randomisiert
SPRING: Schwangerschaftsdiabetes bei Übergewicht
Gemessen: Schwangerschaftsdiabetes im oralen Glukosetoleranztest
Ergebnis: 18,4 gegenüber 12,3 % (p = 0,10); Nüchternblutzucker etwas höher (p = 0,049); übermäßige Gewichtszunahme seltener (32,5 gegenüber 46 %).[17]
Mensch, randomisiert
Typ-1-Diabetes bei Kindern
Gemessen: C-Peptid nach Testmahlzeit
Ergebnis: Kein Unterschied; keine Nebenwirkungen durch die Prüfpräparate berichtet.[19]
Mensch, randomisiert
Durchfall unter Irinotecan
Gemessen: Durchfall Grad 3/4 (primär)
Ergebnis: 7,9 gegenüber 11,8 % (p = 0,38); jeder Schweregrad 41,2 gegenüber 46,2 %; durchfallfreie Zeit länger (Hazard Ratio 0,41; p = 0,05).[20]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Bakteriämie bei Risikogruppen
Eine Übersicht über Fallberichte zu Laktobazillen-Infektionen nennt 13 Fälle mit Lacticaseibacillus rhamnosus und darunter ausdrücklich den Stamm GG (ATCC 53103) [25]. Das EFSA-QPS-Update 2026 beschreibt Einzelfälle bei Immunschwäche und Bakteriämien mit Bifidobacterium bei Frühgeborenen unter Mehrstammpräparaten und ändert den Status beider Gruppen dennoch nicht [23]. Für die Kombination selbst wurden keine Fallberichte gesucht; bei liegendem Katheter, Immunsuppression oder Frühgeburt gehört die Gabe in ärztliche Hand.
Mensch, nicht randomisiert
Unerwünschte Ereignisse in Studien
In der Pflegeheimstudie traten unter der Kombination 150 und unter Placebo 133 unerwünschte Ereignisse auf, darunter 94 gegenüber 78 Krankenhausaufnahmen und 33 gegenüber 32 Todesfälle; ein signifikanter Unterschied wird nicht berichtet [9]. In der Irinotecan-Studie traten keine Infektionen durch die Probiotikastämme auf [20], in der Typ-1-Diabetes-Studie keine präparatbedingten Nebenwirkungen [19]. In der SPRING-Studie war der Nüchternblutzucker unter der Kombination etwas höher (p = 0,049) und eine Präeklampsie trat nicht signifikant häufiger auf (9,2 gegenüber 4,9 %; p = 0,09) [17].
Mensch, randomisiert
Herstellerbeteiligung
Chr. Hansen stellte in mehreren Studien Präparate oder Mittel bereit [3][5][14][20]; in der Pflegeheimstudie werden Honorare bzw. Sachunterstützung des Herstellers bei zwei Personen angegeben [9]. Für die positiven Studien zu Säuglingen und Studierenden [6][7] wurden Interessenkonflikte nicht geprüft.
Mensch, randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Die Kombination siedelt sich dauerhaft im Darm an“
Unter der Gabe waren die Stämme im Stuhl nachweisbar und vermehrten sich bei einem Teil der Kinder [3]; eine Persistenz nach dem Absetzen wurde in den geprüften Studien nicht gezeigt. Die Besiedlung der Schleimhaut ist individuell und lässt sich aus Stuhlbefunden nicht ablesen [4].
- nicht belegt
„Zwei Stämme wirken besser als einer“
Keine der geprüften Studien verglich die Kombination mit einem der Einzelstämme; alle verglichen gegen Placebo [3][5][9][20]. Ob ein Stamm allein dasselbe erreicht, ist offen.
- nicht belegt
„Die Kombination stärkt das Immunsystem“
Immunzellen, Botenstoffe und Phagozytose im Blut älterer Menschen blieben unverändert, nur die Serokonversion gegen einen von vier Grippeimpfstämmen war bei 39 Geimpften häufiger, ohne Korrektur für multiples Testen [10]. Die großen Studien zu Infekten und Antibiotikabedarf waren negativ [5][8][9].
- nicht belegt
„Die Kombination hilft bei Schizophrenie“
Die einzige Studie fand keine Änderung der psychiatrischen Symptome; seltener waren nur schwere Darmbeschwerden [12]. Für einen Gegenbeweis ist die Studie mit 65 Teilnehmenden zu klein.
- nicht belegt
„Was für die Kombination gilt, gilt für jeden der beiden Stämme“
Weil beide Stämme immer zusammen gegeben wurden, lässt sich kein Befund einem Stamm zuordnen; auch die Mikrobiomstudie zeigt, dass sich die beiden Stämme unterschiedlich häufig im Darm vermehrten [3].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Keine systemische Aufnahme beabsichtigt; die Stämme wirken im Darmlumen und waren unter der Gabe im Stuhl nachweisbar [3].
- Halbwertszeit
- entfällt
- Abbau
- entfällt
- Weg ins Gehirn
- entfällt
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Nicht verifiziert. Der rechtliche Status von Produkten mit dieser Kombination wurde nicht geprüft (AMIce und PharmNet.Bund nicht abgefragt).
- EU
- Kein Eintrag zu „Lactobacillus“, „Lacticaseibacillus“, „rhamnosus“ oder „animalis“ in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 [22]. Das EFSA-QPS-Update 2026 nennt für die Laktobazillen und für Bifidobacterium keine Statusänderung [23]. Keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu diesen Stämmen in VO (EU) Nr. 432/2012 [24]. Lacticaseibacillus rhamnosus gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission als nicht neuartig (POL-NF-10681, Abruf 26.10.2026) [26]; Bifidobacterium animalis (Synonym B. lactis) gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission als nicht neuartig (POL-NF-09421, Abruf 26.10.2026) [27]. Die Einträge gelten auf Artebene, nicht für den Stamm; der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. In der QPS-Liste der EFSA (Fassung vom 17.09.2026) steht Lactobacillus rhamnosus (in der Liste mit dem Synonym Lacticaseibacillus rhamnosus) mit der Qualifikation, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen; ebenso Bifidobacterium animalis mit der Qualifikation, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen [28]. QPS bewertet die Art, nicht den Stamm.
- USA
- Nicht verifiziert.
Verwandte Substanzen
- Bestandteil
- im Präparat enthaltener Einzelstamm bzw. im Synbiotikum enthaltenes Präbiotikum
Offene Fragen
- Warum waren die kleinen Infektstudien positiv und die drei großen negativ? Unterschiedliche Altersgruppen, Darreichungsformen, Endpunkte oder Publikationsselektion?
- Lässt sich der Befund zu Rückfällen nach Manie in einer unabhängigen, größeren Studie bestätigen?
- Gibt es eine Studie, die die Kombination direkt mit LGG oder BB-12 allein vergleicht, mit klinischem Endpunkt?
- Wie belastbar ist der Platz der Kombination in der Netzwerk-Metaanalyse zur Neurodermitis, wenn man die einzelnen Studien liest?
Referenzen
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- Nitert MD, Barrett HL, Foxcroft K, Tremellen A, Wilkinson S, Lingwood B, et al. SPRING: an RCT study of probiotics in the prevention of gestational diabetes mellitus in overweight and obese women. BMC Pregnancy Childbirth. 2013;13:50. doi:10.1186/1471-2393-13-50 · PubMed
- Groele L, Szajewska H, Szalecki M, Świderska J, Wysocka-Mincewicz M, Ochocińska A, et al. Lack of effect of Lactobacillus rhamnosus GG and Bifidobacterium lactis Bb12 on beta-cell function in children with newly diagnosed type 1 diabetes: a randomised controlled trial. BMJ Open Diabetes Res Care. 2021;9(1):e001523. doi:10.1136/bmjdrc-2020-001523 · PubMed
- Mego M, Danis R, Chovanec J, Jurisova S, Bystricky B, Porsok S, et al. Randomized double-blind, placebo-controlled multicenter phase III study of prevention of irinotecan-induced diarrhea by a probiotic mixture containing Bifidobacterium BB-12® Lactobacillus rhamnosus LGG® in colorectal cancer patients. Front Oncol. 2023;13:1168654. doi:10.3389/fonc.2023.1168654 · PubMed
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- Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
- EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ). Update of the list of qualified presumption of safety (QPS) recommended microbiological agents intentionally added to food or feed as notified to EFSA 23: suitability of taxonomic units notified to EFSA until September 2025. EFSA J. 2026;24(1):e9824. doi:10.2903/j.efsa.2026.9824 · PubMed
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
- Rossi F, Amadoro C, Gasperi M, Colavita G. Lactobacilli infection case reports in the last three years and safety implications. Nutrients. 2022;14(6):1178. doi:10.3390/nu14061178 · PubMed
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- Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Bifidobacterium animalis [Datenbank]. POL-NF-09421, letzte Änderung 23.05.2025 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
- EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ). Updated list of QPS-recommended microorganisms for safety risk assessments carried out by EFSA. Appendix E – Updated list of QPS recommended biological agents (Panel Statement 24, Juni 2026), Blätter „QPS List“ und „Excluded from QPS“ [Datensatz]. Zenodo; Version vom 17.09.2026 [zitiert 26.10.2026]. doi:10.5281/zenodo.22812707 doi:10.5281/zenodo.22812707
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Geprüft
- Alle PMIDs und DOIs über PubMed und Crossref aufgelöst (Prüfskript).
- Stammzuordnung am Abstract: GG und BB-12 (bzw. Bb12, Bb-12) ausdrücklich genannt in [3], [6], [7], [8], [9], [10], [11], [12], [13], [14], [15], [16], [19] und [20]. [5] nennt nur die Arten; die Zuordnung zu GG und BB-12 stützt sich auf [3] (gleiche ProbiComp-Studie, 290 Eingeschlossene, NCT02180581). [17] nennt nur die Arten; das Protokoll [18] nennt „Lactobacillus rhamnosus GG and Bifidobacterium lactis BB-12“.
- Kernzahlen an Abstracts (Grippeimpfung in [10] und Protokoll [18] siehe Gegenprüfung): 290/201, 91,3 %, 44,7 % und 83,5 %, Darmflora unverändert [3]; Median 11 Tage, p = 0,19, alle sekundären Endpunkte ohne Unterschied [5]; 7/32 gegenüber 20/40, relatives Risiko 0,44, Antibiotika 31 gegenüber 60 %, wiederkehrende Infekte 28 gegenüber 55 % [6]; 231 randomisiert, 198 ausgewertet, 2 Tage, 34 %, Arbeitsfehltage p = 0,429, Unterrichtstage p = 0,002 [7]; 983 Wehrpflichtige, keine signifikanten Unterschiede [8]; 310, 85,3 Jahre, 12,9 gegenüber 12,0 Tage, Ratenverhältnis 1,13, p = 0,50, 150 gegenüber 133 unerwünschte Ereignisse [9]; 30 Paare je Gruppe für die Immunmarker [10]; 207 Teilnehmende, Hazard Ratio 1,29 [11]; 65, PANSS p = 0,25, Hazard Ratio 0,23 [12]; 66, 8 gegenüber 24, Hazard Ratio 0,26, p = 0,007 [13]; 230 Schwangere, keine Unterschiede [14]; 74 randomisiert, 52 abgeschlossen, CRP gesenkt, BDI-II und MoCA ohne Unterschied, mit Magnesium [15]; 256, 13 gegenüber 36 und 34 %, p = 0,003 [16]; 411, 18,4 gegenüber 12,3 %, p = 0,10, Nüchternglukose p = 0,049, Präeklampsie 9,2 gegenüber 4,9 % [17]; 96 randomisiert, C-Peptid ohne Unterschied [19]; 242, 7,9 gegenüber 11,8 %, 41,2 gegenüber 46,2 %, Hazard Ratio 0,41 [20]; Mix3 (GG + Bb-12) relatives Risiko 0,50, niedrige Qualität [21].
- Interessenkonflikte: Erklärung im PubMed-Datensatz von [9] (Honorare und Sachunterstützung durch Chr. Hansen bei zwei Personen), [5] (Fördermittel von Chr. Hansen), [3] (Zusatzfinanzierung durch Chr. Hansen), [20] (Volltext PMC10438450: finanziert von S&D Pharma, Präparat und Placebo von Chr. Hansen hergestellt), [14] (Volltext PMC6987087: Kapseln von Chr. Hansen kostenlos), [10] (Beratertätigkeit eines Autors für Chr. Hansen außerhalb der Studie).
- Gegenprüfung 24.10.2026: Grippeimpfung in [10] laut Volltext PMC7969511 (Methoden, Tabelle 3) nur bei 39 Teilnehmenden (19 Kombination, 20 Placebo); Serokonversion A/Michigan 47 gegenüber 15 % (p = 0,040), A/Hong Kong 26 gegenüber 25 %, B/Brisbane 26 gegenüber 20 %, B/Phuket 37 gegenüber 30 %; Titer und Seroprotektion bei allen vier Stämmen ohne Unterschied; „We did not correct for multiple comparisons“. Protokoll [18]: Einnahme „from 16 weeks gestation until delivery“. [11] laut Abstract faktoriell mit vier Armen (RC14-GR1 + LGG-BB12, RC14-GR1 + Placebo, LGG-BB12 + Placebo, Doppelplacebo); die Hazard Ratio 1,29 ist der Haupteffekt von LGG-BB12. Das gebündelte Psyche-Versprechen ist ersetzt durch „Beugt Rückfällen nach einer Manie vor“ („Einzelbefund, unbestätigt“, nur [13]); die Schizophreniestudie [12] steht unter Behauptungen (höchstens fünf Versprechen), [14] und [15] stehen nur im Text. Der unbelegte Superlativ „am häufigsten geprüftes Stammpaar“ ist aus der Kurzfassung entfernt.
- Risiko: Volltext von [25] (PMC8954171) nennt „Lacticaseibacillus rhamnosus (13 cases), comprising strain GG (ATCC 53103)“.
- Rechtsstatus (24.10.2026, Cellar): konsolidierte Unionsliste 02017R2470-20260810 ohne Treffer für „Lactobacillus“, „Lacticaseibacillus“, „rhamnosus“ und „animalis“; VO (EU) Nr. 432/2012 (Basisfassung und konsolidierte Fassung vom 17.05.2021) ohne Treffer für „rhamnosus“, „animalis“ und „Bifidobacter“, „Lactobacillus“ nur in der Angabe zu Joghurtkulturen.
- 25.10.2026, Entscheidung q131: `familie` von `lacticaseibacillus-rhamnosus-staemme` auf `mehrstamm-praeparate` umgestellt, weil ein Kombinationspräparat kein Stamm einer der beiden Arten ist (Leitfaden, „Kombinationen und Mischungen“). Die Beziehung „Bestandteil“ zu beiden Einzelstämmen und deren Rückverweise waren bereits gesetzt (geprüft in `lacticaseibacillus-rhamnosus-gg` und `bifidobacterium-animalis-lactis-bb-12`); Versprechen, Stufen und Zahlen unverändert. Kennzeichnung nach q012: Die Bewertungen der Versprechen beruhen auf den Abstracts von [3], [5]–[9], [13], [16] und [17] (nur Abstract geprüft); Volltexte gelesen für [10], [14], [20] und [25].
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Baut die Darmflora auf (nur Marker)“ → herstellerfinanziert: [3] laut Finanzierungs- und Interessenangabe (Volltext PMC5561568) neben Innovation Fund Denmark und Universität Kopenhagen zusätzlich von Chr. Hansen A/S finanziert, der Markeninhaberin von LGG und BB-12, die auch die Studienpräparate stellte (Mitfinanzierung als „vom Hersteller finanziert“ gewertet).
- Präzisions-Flags (m004, Umsetzung Claude 26.10.2026, zur Bestätigung durch Tilman): „Beugt Rückfällen nach einer Manie vor“ → kleine_studien: [13] N = 66 (33 je Gruppe; Abstract).
- Gegenprüfung 26.10.2026 (m004, Umsetzung Claude, zur Bestätigung durch Tilman): Belege der gesetzten Präzisions-Flags (Teilnehmendenzahlen bzw. Finanzierungs- und Interessenangaben) aus den Prüfnotizen in die Begründung übernommen, damit sie für Lesende nachprüfbar sind; Teilnehmendenzahlen erneut an den PubMed-Abstracts abgeglichen.
- 26.10.2026, Folgearbeit Bogen 2 (Prüfbericht E-20, Block E; eigener Abruf): Novel-Food-Katalog über die Backend-Schnittstelle der Kommission (979 Einträge) abgerufen, Statustexte auf der öffentlichen Katalogseite gegengelesen: POL-NF-10681 „Lacticaseibacillus rhamnosus“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD, letzte Änderung 05.08.2024); POL-NF-09421 „Bifidobacterium animalis“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD, letzte Änderung 23.05.2025). EFSA-QPS-Liste (Zenodo, doi:10.5281/zenodo.22812707, Version 17.09.2026, Panel Statement 24) heruntergeladen und im aktuellen Blatt „QPS List“ bzw. „Excluded from QPS“ gelesen, nicht im ausgeblendeten alten Blatt „QPS_list“. Slug, name und Artnamen nicht geändert, deshalb keine LPSN-Abfrage.
Nicht verifiziert
- Interessenkonflikte und Finanzierung von [6], [7], [8], [12], [13], [16] und [17] stehen nicht im PubMed-Datensatz; Volltexte nicht gelesen.
- Teilnehmerzahl der Wehrpflichtigenstudie [8] je Gruppe und genaue Effektgrößen der Einzelsymptome nicht im Abstract.
- Ob in [6] und [16] dieselben Stammchargen wie in den späteren Studien verwendet wurden, ist nicht geprüft.
- Die russischsprachigen Studien zu einem Kombinationspräparat mit diesen Stämmen (PMID 37432710, 36136951) wurden nicht ausgewertet.
- Die HUMBA-Hauptauswertung (PMID 30878323) und die finnische Allergie- und Glukosestudie derselben Gruppe (PMID 19017418) wurden nicht eingearbeitet.
- Die einzelnen Studien der Netzwerk-Metaanalyse [21] wurden nicht gelesen.
- Rechtlicher Status in Deutschland und den USA (AMIce, PharmNet.Bund nicht abgefragt).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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