Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Wirkweise
Evidenzkarte: Armodafinil
Armodafinil ist die R-Form des Racemats Modafinil. Beide Enantiomere binden an den Dopamintransporter und hemmen die Wiederaufnahme von Dopamin schwächer als Kokain; R-Modafinil hat dabei eine etwa dreifach höhere Affinität als S-Modafinil [1]. Versuche mit Transportermutanten deuten darauf hin, dass beide Enantiomere eine nach innen geöffnete Konformation des Transporters besser tolerieren als Kokain, also anders binden. In der Mikrodialyse bei Mäusen erhöhte R-Modafinil Dopamin in der Schale des Nucleus accumbens weniger stark als Kokain, aber länger anhaltend [1]. Für das Racemat ist beim Menschen per PET gezeigt, dass es Dopamintransporter besetzt und Dopamin im Striatum erhöht [2]; eine entsprechende PET-Studie speziell mit Armodafinil wurde nicht gefunden.
Der praktische Unterschied zum Racemat liegt in der Pharmakokinetik. Die Halbwertszeit ist mit etwa 13 Stunden gleich, doch S-Modafinil wird zu Beginn rasch ausgeschieden; deshalb fallen die Spiegel nach Modafinil zweiphasig, nach Armodafinil einphasig ab, und pro Milligramm ist die Gesamtexposition (AUC) mit Armodafinil rund 40 % höher [3]. In drei offenen Studien mit Gesunden induzierte Armodafinil mäßig das Enzym CYP3A4 und hemmte mäßig CYP2C19, beeinflusste CYP1A2 aber nicht [4].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
Armodafinil
Dopamin im Spalt (Modell): mehr
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Armodafinil ist das R-Enantiomer von Modafinil. Beide Enantiomere hemmen die Dopaminaufnahme am menschlichen DAT schwächer als Kokain; R-Modafinil bindet etwa dreifach stärker als S-Modafinil. Bei Mäusen erhöhten beide das Dopamin in der Schale des Nucleus accumbens, weniger stark als Kokain und länger anhaltend [21]. Eine PET-Studie speziell mit Armodafinil gibt es im Profil nicht; der Anteil gesperrter Transporter ist illustrativ.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Dopamintransporter (DAT) | Transporter | Hemmer | etwa 3-fach höhere Affinität als S-Modafinil (menschlicher DAT, Zellkultur) | Tierversuch[1] |
| CYP3A4 | Enzym | Expression ↑ | AUC von Midazolam oral um ≈ 32 % gesenkt (Gesunde, offen) | Mensch, nicht randomisiert[4] |
| CYP2C19 | Enzym | Hemmer | AUC von Omeprazol um ≈ 38 % erhöht (Gesunde, offen) | Mensch, nicht randomisiert[4] |
Wirkprofil
- DopaminHemmt den Dopamintransporter; Dopamin im Nucleus accumbens erhöht (Maus); beim Menschen nur für das Racemat per PET gezeigt[1][2]
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Studien am Menschen
Wachheit bei nächtlichem Schlafentzug
Gemessen: Maintenance of Wakefulness Test, Psychomotor Vigilance Task
Ergebnis: Alle Stärken verlängerten die Einschlaflatenz und verringerten Aufmerksamkeitsaussetzer; 6–14 Stunden nach Gabe länger wirksam als Modafinil.[6]
Mensch, randomisiert
Aktive Kontrolle in einer Studie zu Lisdexamfetamin
Gemessen: Maintenance of Wakefulness Test
Ergebnis: Mittlere Einschlaflatenz 27,6 Minuten mit Armodafinil gegenüber 15,3 Minuten mit Placebo.[7]
Mensch, randomisiert
Schichtarbeitsstörung
Gemessen: Einschlaflatenz in der Nachtschicht, Gedächtnis, Aufmerksamkeit
Ergebnis: Einschlaflatenz von 2,3 auf 5,3 Minuten verlängert (Placebo 2,4 auf 2,8); Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests besser als mit Placebo.[8]
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen über CYP-Enzyme
Gemessen: Pharmakokinetik von Koffein, Midazolam, Omeprazol
Ergebnis: Keine Wirkung auf CYP1A2, mäßige Induktion von CYP3A4, mäßige Hemmung von CYP2C19.[4]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Häufige Nebenwirkungen
In einer RCT am häufigsten Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerz; außerdem Herzrasen, höherer Blutdruck und schlechtere Schlafeffizienz [6].
Mensch, randomisiert
Stevens-Johnson-Syndrom
Seltene, lebensbedrohliche Hautreaktion; steht in der Fachinformation, ein Fall wurde 2018 beschrieben [9].
Mensch, nicht randomisiert
Missbrauchspotenzial
Mäuse, die Kokain von Kochsalz unterscheiden gelernt hatten, ordneten R-Modafinil vollständig als Kokain ein [1]; das Racemat erhöht Dopamin im menschlichen Nucleus accumbens [2]. Daten zu Abhängigkeit beim Menschen speziell für Armodafinil wurden nicht gefunden.
Tierversuch
Wechselwirkungen über CYP-Enzyme
Kann Spiegel von CYP3A4-Substraten senken und von CYP2C19-Substraten erhöhen [4].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- MAO-Hemmer (Tranylcypromin): Hypertensive Krise nach gleichzeitiger Anwendung in einem Fallbericht; in der Literaturübersicht hatten 2 von 7 Patienten mit Modafinil oder Armodafinil plus MAO-Hemmer eine unerwünschte Reaktion [10].
- Midazolam und andere CYP3A4-Substrate: AUC von oralem Midazolam um etwa 32 % gesenkt [4].
- Omeprazol und andere CYP2C19-Substrate: AUC von Omeprazol um etwa 38 % erhöht [4].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Armodafinil wirkt länger als Modafinil“
Die Halbwertszeit ist gleich, doch die Spiegel bleiben später am Tag höher [3]; unter Schlafentzug war die Wachheit 6–14 Stunden nach Gabe besser als mit Modafinil [6].
- nicht belegt
„Armodafinil verbessert Konzentration und Gedächtnis bei ausgeschlafenen Gesunden“
Bei Gesunden nur unter Schlafentzug untersucht [6][7]; Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsverbesserungen stammen aus einer Studie mit Schichtarbeitsstörung [8].
- nicht belegt
„Armodafinil hat kein Suchtpotenzial“
Mäuse ordneten R-Modafinil wie Kokain ein [1], und das Racemat erhöht Dopamin im Belohnungssystem des Menschen [2]; Abhängigkeitsdaten beim Menschen fehlen.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Höchste Plasmaspiegel ähnlich wie bei Modafinil, in einer Studie etwas später erreicht [3][6].
- Halbwertszeit
- Etwa 13 Stunden, wie beim Racemat; die Spiegel bleiben später am Tag aber höher [3].
- Abbau
- Mäßiger Induktor von CYP3A4 und mäßiger Hemmer von CYP2C19 [4].
- Weg ins Gehirn
- Erhöht Dopamin im Nucleus accumbens von Mäusen [1]; beim Menschen keine eigene Bildgebungsstudie gefunden.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Rechtlich unklar. Armodafinil hat keinen eigenen Eintrag in AMVV Anlage 1; die Anlage führt „Modafinil“ und erstreckt die Verschreibungspflicht ausdrücklich auf Arzneimittel mit Salzen oder Hydraten der aufgeführten Stoffe, ein einzelnes Enantiomer nennt sie nicht [11]. Ob Arzneimittel mit Armodafinil stattdessen als Arzneimittel mit einem Stoff, dessen Wirkungen in der medizinischen Wissenschaft nicht allgemein bekannt sind, nach § 48 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AMG verschreibungspflichtig wären, ist nicht geprüft [12]. In den Anlagen I–III des Betäubungsmittelgesetzes ist Armodafinil nicht aufgeführt [13]. Prüfweg: nationale Zulassungen in AMIce/PharmNet abfragen und beim BfArM erfragen, ob und auf welcher Grundlage (Modafinil-Eintrag der AMVV, § 48 AMG) eine Verschreibungspflicht besteht; die lebensmittelrechtliche Frage ist davon getrennt und nicht verifiziert.
- EU
- Kein zentral zugelassenes Präparat und kein Risikobewertungsverfahren zu Armodafinil im EMA-Datenexport (Abruf 25.10.2026); laut Übersichtsarbeit keine Zulassung durch die EMA [5]. Nationale Zulassungen in anderen EU-Staaten nicht geprüft.
- USA
- Von der FDA zugelassen als Nuvigil (NDA 021875, Zulassung 15.06.2007, verschreibungspflichtig); laut US-Fachinformation zur Verbesserung der Wachheit bei Erwachsenen mit übermäßiger Schläfrigkeit bei obstruktiver Schlafapnoe, Narkolepsie oder Schichtarbeitsstörung, eingestuft in Schedule IV [14].
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Wie stark besetzt Armodafinil selbst den Dopamintransporter im menschlichen Gehirn?
- Hat Armodafinil bei ausgeschlafenen Gesunden überhaupt einen messbaren kognitiven Effekt?
- Ist das Missbrauchsrisiko wegen der längeren Wirkung anders als beim Racemat?
Referenzen
- Loland CJ, Mereu M, Okunola OM, Cao J, Prisinzano TE, Mazier S, et al. R-modafinil (armodafinil): a unique dopamine uptake inhibitor and potential medication for psychostimulant abuse. Biol Psychiatry. 2012;72(5):405–13. doi:10.1016/j.biopsych.2012.03.022 · PubMed
- Volkow ND, Fowler JS, Logan J, Alexoff D, Zhu W, Telang F, et al. Effects of modafinil on dopamine and dopamine transporters in the male human brain: clinical implications. JAMA. 2009;301(11):1148–54. doi:10.1001/jama.2009.351 · PubMed
- Darwish M, Kirby M, Hellriegel ET, Robertson P Jr. Armodafinil and modafinil have substantially different pharmacokinetic profiles despite having the same terminal half-lives: analysis of data from three randomized, single-dose, pharmacokinetic studies. Clin Drug Investig. 2009;29(9):613–23. doi:10.2165/11315280-000000000-00000 · PubMed
- Darwish M, Kirby M, Robertson P Jr, Hellriegel ET. Interaction profile of armodafinil with medications metabolized by cytochrome P450 enzymes 1A2, 3A4 and 2C19 in healthy subjects. Clin Pharmacokinet. 2008;47(1):61–74. doi:10.2165/00003088-200847010-00006 · PubMed
- Biscarini F, Barateau L, Pizza F, Plazzi G, Dauvilliers Y. Present and future of central disorders of hypersomnolence. J Sleep Res. 2025;34(5):e70118. doi:10.1111/jsr.70118 · PubMed
- Dinges DF, Arora S, Darwish M, Niebler GE. Pharmacodynamic effects on alertness of single doses of armodafinil in healthy subjects during a nocturnal period of acute sleep loss. Curr Med Res Opin. 2006;22(1):159–67. doi:10.1185/030079906X80378 · PubMed
- Gasior M, Freeman J, Zammit G, Donnelly P, Gao J, Ferreira-Cornwell MC, et al. Maintenance of wakefulness with lisdexamfetamine dimesylate, compared with placebo and armodafinil in healthy adult males undergoing acute sleep loss. J Clin Psychopharmacol. 2014;34(6):690–6. doi:10.1097/JCP.0000000000000202 · PubMed
- Czeisler CA, Walsh JK, Wesnes KA, Arora S, Roth T. Armodafinil for treatment of excessive sleepiness associated with shift work disorder: a randomized controlled study. Mayo Clin Proc. 2009;84(11):958–72. doi:10.1016/S0025-6196(11)60666-6 · PubMed
- Holfinger S, Roy A, Schmidt M. Stevens-Johnson syndrome after armodafinil use. J Clin Sleep Med. 2018;14(5):885–7. doi:10.5664/jcsm.7132 · PubMed
- Kinslow CJ, Shapiro SD, Grunebaum MF, Miller EC. Acute hypertensive crisis and severe headache after concurrent use of armodafinil and tranylcypromine: case report and review of the literature. J Neurol Sci. 2018;393:1–3. doi:10.1016/j.jns.2018.07.023 · PubMed
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
- Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG), § 48 Verschreibungspflicht. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__48.html
- Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG), Anlagen I bis III (zu § 1 Abs. 1). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_i.html (Anlage II und III unter anlage_ii.html bzw. anlage_iii.html)
- U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA: Nuvigil (armodafinil), NDA 021875, und US-Fachinformation Nuvigil (SPL, Abschnitte 1 und 9.1) [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; abgerufen über die openFDA-Schnittstelle am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.accessdata.fda.gov/scripts/cder/daf/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 25.10.2026 (Entscheidungen q119/E-17 und q040): Rechtsstatus an Primärquellen geprüft und als „rechtlich unklar“ mit Prüfweg gefasst. AMVV Anlage 1 im Volltext (gesetze-im-internet.de): kein Eintrag „Armodafinil“, Eintrag „Modafinil“, Vorbemerkung erstreckt die Verschreibungspflicht auf Salze und Hydrate [11]; § 48 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AMG im Normtext gelesen [12]; BtMG Anlagen I–III ohne Eintrag [13]; EMA-Medicines- und Referrals-Datenexport (Zeitstempel 24.10.2026) ohne Armodafinil; openFDA (Drugs@FDA): Nuvigil NDA 021875, ORIG genehmigt am 15.06.2007, „Prescription“; openFDA-Label Nuvigil: Indikation (OSA, Narkolepsie, Schichtarbeitsstörung) und „Schedule IV controlled substance“ [14]. `rx_referenz` gesetzt, weil die Verschreibungspflicht in den USA belegt ist; in Deutschland ist sie nicht belegt (siehe status). Kurzfassung und evmap-Knoten „Armodafinil“ an status.eu angeglichen („in der EU nicht zentral zugelassen“; nationale Zulassungen weder belegt noch ausgeschlossen).
- 25.10.2026 (q012): Die Bewertungen in `versprechen` und `behauptungen` beruhen nur auf den Abstracts der Studien [1][2][3][4][6][7][8][9][10] (nur Abstract geprüft); Volltext nur für [5].
- Alle 10 DOIs über Crossref und alle PMIDs über PubMed mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Kernzahlen an Abstracts: R ≈ 3-fach höhere DAT-Affinität, Mikrodialyse, Kokain-Unterscheidung [1]; t½ ≈ 13 h, einphasig vs. zweiphasig, AUC +33 %/+40 % [3]; n = 77 (29/24/24), CYP1A2 ohne Effekt, Midazolam AUC −17 %/−32 %, Omeprazol +38 % [4]; n = 107, Wirkung 6–14 h, Nebenwirkungen [6]; n = 135, MWT 27,6 vs. 15,3 min [7]; n = 254, Latenz 2,3 → 5,3 vs. 2,4 → 2,8 min [8]; Fallbericht SJS [9]; 2 von 7 Patienten mit MAO-Hemmer [10].
- Im Volltext (Europe PMC): „armodafinil and amphetamine derivatives are approved by the FDA only“ [5].
- ClinicalTrials.gov: 62 Einträge zu Armodafinil (23.10.2026).
- 25.10.2026, Handelsnamen einheitlich (q018; Leitfaden „Handelsnamen“, Entscheidung 25.10.2026: Art.-57-Datenbank als Beleg gleichrangig mit EPAR, Fachinformation und Drugs@FDA; US-Namen nur ohne DE/EU-Namen; keine Kombinationspräparate): synonyme unverändert. In der EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen) ist kein Präparat mit dem Wirkstoff Armodafinil gelistet, der EMA-Export enthält keines (siehe oben); damit gibt es keinen DE/EU-Handelsnamen, und der US-Name „Nuvigil“ (Drugs@FDA NDA 021875, siehe oben) bleibt nach der Regel stehen.
Nicht verifiziert
- Nationale Zulassungen in Deutschland (AMIce/PharmNet) nicht abgefragt; ob und auf welcher Grundlage (AMVV-Eintrag „Modafinil“, § 48 AMG) eine Verschreibungspflicht besteht, ist nicht behördlich geklärt (rechtlich unklar, Prüfweg in status).
- Die Schedule-IV-Einstufung stützt sich auf die US-Fachinformation [14]; die DEA-Liste selbst wurde nicht abgerufen.
- Keine Studie zu Kognition bei ausgeschlafenen Gesunden gefunden (PubMed-Suche „armodafinil“ mit „healthy“ und „cognition/memory“); eine Übersichtsarbeit behauptet Verbesserungen bei Gesunden, ohne dass ich die zugrunde liegenden Studien identifizieren konnte.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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