Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Acetat-Lutschtabletten verkürzen Erkältungen
uneinheitlichKlinischer Endpunkt Erkältungsdauer: deutlich kürzer in zwei kleinen RCTs derselben Gruppe [6][7] und in einer gepoolten Auswertung dieser beiden und einer dritten Acetat-RCT von 1998, in der der Effekt kleiner war; die Erstautoren aller drei Studien waren beteiligt [8]. Kein Effekt in zwei unabhängigen RCTs [9][10]. Ein Vorteil gegenüber Gluconat ist nicht signifikant [11]. Der Cochrane-Review über alle Zinkformen (zählt nicht für die Stufe) bewertet die Daten mit niedriger Vertrauenswürdigkeit [12]. Aus dem gebündelten Werbeversprechen „Erkältungs-Lutschtablette mit der besten Zinkfreisetzung“ getrennt (K4); die Freisetzung steht als eigenes Versprechen.[6][7][9][10]
Setzt im Mund mehr freie Zinkionen frei als andere Zinksalze
Einzelbefund, unbestätigtNur eine lösungschemische Berechnung in einer Nachauswertung älterer Lutschtabletten-Studien (Labor, in silico); die Freisetzung freier Zinkionen wurde nicht gemessen und die Hypothese nicht prospektiv geprüft [5].
Kürzerer Durchfall bei Kindern
kleiner NutzenCochrane-Untergruppe Acetat: drei RCTs mit 875 Kindern, im Mittel 30,6 Stunden kürzer (KI 11,8–49,3) [13]. Mehr Erbrechen unter Zink allgemein [13].
Wirkweise
Evidenzkarte: Zinkacetat
Zink wird im Dünndarm als Ion vor allem über den Transporter ZIP4 in die Darmzellen aufgenommen und über ZnT-1 ins Pfortaderblut abgegeben; Phytat aus Getreide und Hülsenfrüchten gilt als wichtigster Hemmstoff der Aufnahme aus der Nahrung [1]. Zinkacetat steht als „Zinkacetat“ in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG und ist damit als Zinkquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Es gehört mit Gluconat und Sulfat zu den wasserlöslichen Zinksalzen [3]; rechnerisch enthält das wasserfreie Salz etwa 36 % Zink (aus der Summenformel in PubChem). Bei zehn Gesunden ergab Acetat bei niedrigem Magen-pH die höchsten Plasmawerte und wurde, anders als Oxid, auch bei medikamentös angehobenem Magen-pH noch gut aufgenommen [4].
Für Lutschtabletten gilt Acetat als die Form, die im Mund die meisten freien Zinkionen freisetzt. Diese Annahme stammt aus einer Nachauswertung älterer Studien mit lösungschemischen Berechnungen, nicht aus Messungen [5]. Klinisch fanden zwei kleine doppelblinde RCTs derselben Arbeitsgruppe mit je 50 Erwachsenen eine deutlich kürzere Erkältung (4,5 vs. 8,1 Tage [6]; 4,0 vs. 7,1 Tage [7]); eine Auswertung individueller Daten aus diesen beiden und einer dritten, größeren Acetat-RCT von 1998 (101 Erkrankte), zusammen 199 Erkrankte, ergab eine dreimal schnellere Genesung; der Effekt war in der dritten Studie kleiner als in den beiden Detroit-Studien, und die Erstautoren aller drei Studien waren an der Auswertung beteiligt [8]. Andere Studien fanden das nicht: In zwei RCTs mit 273 experimentell und 281 natürlich Erkälteten hatte Acetat weder auf die Dauer noch auf die Schwere einen Effekt [9], und in einer finnischen RCT mit einer handelsüblichen Acetat-Lutschtablette genasen die 87 Erkrankten nicht schneller als unter Placebo, nach dem Absetzen sogar langsamer [10]. Eine Metaanalyse von sieben Lutschtabletten-Studien fand für Acetat 40 % und für Gluconat 28 % kürzere Erkältungen, der Unterschied zwischen den Salzen war nicht signifikant [11]. Der Cochrane-Review über alle Zinkformen bewertet die mögliche Verkürzung mit niedriger Vertrauenswürdigkeit; unter Zink traten mehr nicht schwerwiegende Nebenwirkungen auf [12]. Im Cochrane-Review zur Behandlung von Durchfall bei Kindern verkürzte Acetat in der Untergruppe mit drei Studien und 875 Kindern die Dauer im Mittel um 30,6 Stunden [13].
Der zweite Einsatzbereich ist der Morbus Wilson, eine erbliche Kupferspeicherkrankheit. Zink regt in den Darmzellen die Bildung von Metallothionein an, das Kupfer noch fester bindet als Zink und so dessen Aufnahme hemmt [14]. Laut einer Übersicht von 1998 wurde Zinkacetat in den USA zur Erhaltungstherapie zugelassen [15], eine Fallserie von 2019 bezeichnet es weiterhin als FDA-zugelassen [16]; in der EU wurde es laut einem Kommentar von 2013 als Orphan-Arzneimittel Wilzin eingeführt [17]. Die Arzneimittelregister selbst wurden nicht geprüft. In einer randomisierten Studie an 40 Gesunden senkte die Standardtherapie mit Zinkacetat die Aufnahme von radioaktivem Kupfer in die Leber etwa auf die Hälfte; die Wirkung schwankte stark, und 14 % sprachen auf keine Zinkgabe an [18]. In einer Fallserie mit 59 Menschen mit Morbus Wilson erreichten unter Acetat 81 % den Zielbereich der Kupferausscheidung, unter Gluconat 73 %; Magen-Darm-Beschwerden waren der häufigste Grund, das Zinksalz zu wechseln [16]. Dieselbe Hemmung erklärt das wichtigste Risiko bei Gesunden: Anhaltend hohe Zinkzufuhr kann einen Kupfermangel mit Anämie und Neutropenie auslösen; die EFSA hat eine tolerierbare Obergrenze für die Zinkzufuhr festgelegt [14].
Formulierungen und Herkunft: Zinkacetat wird als Lutschtablette sowie als Kapsel oder Tablette angeboten. Ob eine Lutschtablette wirkt, hängt nach der Hypothese der Ionenfreisetzung stark von Zusatzstoffen ab [5]; dazu gibt es keine prospektiven Vergleichsstudien. Die finnische Studie prüfte ein handelsübliches Produkt und fand keinen Nutzen [10].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| ZIP4 (SLC39A4), Zinkimporter der Darmzelle | Transporter | Bindung | Hauptweg der Zinkaufnahme | Labor[1] |
| Kupferaufnahme (Leberaufnahme von oral gegebenem 64Cu) | Sonstiges | Hemmer | Leber-64Cu etwa halbiert (PET/CT, 40 Gesunde); Weg über Metallothionein nicht gemessen | Mensch, randomisiert[18] |
| Metallothionein der Darmzelle | Sonstiges | Expression ↑ | bindet Kupfer fester als Zink (Mechanismus laut Übersichtsarbeit) | Labor[14] |
| Mund- und Rachenschleimhaut (freie Zinkionen aus Lutschtabletten) | Sonstiges | Bindung | Mechanismus ungeklärt; Hypothese aus Lösungschemie | Labor[5] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativKürzere Erkältungen in zwei RCTs einer Arbeitsgruppe, kein Effekt in zwei anderen RCTs; Zytokinbefunde uneinheitlich[6][7][9][10]
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Acetat bei niedrigem und hohem Magen-pH
AUC bei hohem pH etwa 72 % des Werts bei niedrigem pHÜberkreuzstudie an zehn Gesunden: höchste Plasmawerte mit Acetat bei niedrigem pH; unter Famotidin deutlich besser als Oxid [4].
Mensch, nicht randomisiert
Bukkal (Wangenschleimhaut) · Lutschtablette
Wirkung in RCTs widersprüchlich [6][7][9][10]; Freisetzung freier Zinkionen nur berechnet [5].[6][7][9][10]
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Magen-pH und Zinksalz
Gemessen: Plasmazink-AUC, Urinzink
Ergebnis: Acetat bei niedrigem pH am höchsten; bei hohem pH Acetat deutlich besser als Oxid.[4]
Mensch, nicht randomisiert
Acetat-Lutschtabletten (Detroit 2000)
Gemessen: Symptomdauer, Zytokine
Ergebnis: 4,5 vs. 8,1 Tage; Zytokinunterschied nicht signifikant.[6]
Mensch, randomisiert
Acetat-Lutschtabletten (Detroit 2008)
Gemessen: Erkältungsdauer, Entzündungsmarker
Ergebnis: 4,0 vs. 7,1 Tage; Nebenwirkungen vergleichbar.[7]
Mensch, randomisiert
Experimentelle und natürliche Erkältung
Gemessen: Dauer und Schwere
Ergebnis: Acetat ohne Effekt auf Dauer und Schwere.[9]
Mensch, randomisiert
Handelsübliche Acetat-Lutschtablette (Finnland)
Gemessen: Genesungsrate (Cox-Regression)
Ergebnis: Rate Ratio 0,68 (KI 0,42–1,08); nach Absetzen langsamere Genesung.[10]
Mensch, randomisiert
Gepoolte Patientendaten, drei Acetat-RCTs
Gemessen: Genesungsrate
Ergebnis: Genesung 3,1-mal schneller; am 5. Tag 70 vs. 27 % genesen. Enthält die beiden Detroit-RCTs (48 und 50 Personen) und eine RCT von 1998 (101 Personen) mit kleinerem Effekt.[8]
Mensch, randomisiert
Kupferaufnahme in die Leber
Gemessen: Leberaufnahme von 64Cu (PET/CT)
Ergebnis: Standardtherapie mit Acetat etwa Halbierung; 14 % ohne Ansprechen auf Zink.[18]
Mensch, randomisiert
Zink-Erhaltungstherapie bei Morbus Wilson
Gemessen: Kupferausscheidung im Urin, ALT
Ergebnis: Zielbereich: Acetat 81 %, Gluconat 73 %; ALT ohne Unterschied zwischen Salzen.[16]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Nebenwirkungen von Lutschtabletten
In der finnischen RCT hatten nur 37 % der Zinkgruppe keine Nebenwirkungen, unter Placebo 69 % [10]; der Cochrane-Review fand bei Behandlung mehr nicht schwerwiegende Nebenwirkungen [12].
Mensch, randomisiert
Magen-Darm-Beschwerden bei Dauertherapie
Bei Morbus Wilson waren Magen-Darm-Beschwerden der häufigste Grund, das Zinksalz zu wechseln [16].
Mensch, nicht randomisiert
Kupfermangel bei anhaltend hoher Zufuhr
Die bei Morbus Wilson erwünschte Hemmung der Kupferaufnahme [18] kann bei Gesunden mit anhaltend hoher Zufuhr einen Kupfermangel mit Anämie und Neutropenie auslösen; die EFSA hat eine tolerierbare Obergrenze festgelegt [14].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- Kupfer: Zinkacetat senkte bei Gesunden die Kupferaufnahme in die Leber etwa auf die Hälfte [18].
- Säurehemmer: Unter Famotidin sank die Aufnahme aus Acetat weniger stark als aus Oxid [4]. Protonenpumpenhemmer wurden nicht geprüft.
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Zinkacetat-Lutschtabletten halbieren die Erkältungsdauer“
So in zwei kleinen RCTs einer Arbeitsgruppe [6][7]; zwei unabhängige RCTs fanden keinen Effekt [9][10].
- nicht belegt
„Acetat wirkt bei Erkältung besser als Gluconat“
In der Metaanalyse war der Unterschied zwischen den Salzen nicht signifikant [11]; in einer direkten Vergleichsstudie war Acetat ohne Effekt [9].
- nicht belegt
„Acetat setzt die meisten freien Zinkionen frei und ist deshalb am wirksamsten“
Die Freisetzung wurde berechnet, nicht gemessen, und die Hypothese wurde nicht prospektiv geprüft [5].
- teilweise belegt
„Zinkacetat ist ein zugelassenes Arzneimittel“
Laut einer Übersicht von 1998 [15] und einer Fallserie von 2019 [16] in den USA zur Erhaltungstherapie bei Morbus Wilson zugelassen, laut einem Kommentar von 2013 in der EU als Orphan-Arzneimittel Wilzin eingeführt [17]. Der aktuelle Status in den Arzneimittelregistern wurde nicht geprüft. Für Erkältungen gilt die Zulassung nicht.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Im Dünndarm über ZIP4 [1]; auch bei hohem Magen-pH noch gut aufgenommen [4].
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Zink wird als Element nicht abgebaut; die Darmzelle reguliert Aufnahme und Abgabe über Transporter und Metallothionein [1]. Verbleib des Acetat-Anteils nicht geprüft.
- Weg ins Gehirn
- Nicht verifiziert.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- In AMIce als verkehrsfähiges, zentral zugelassenes Arzneimittel (Wilzin) verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [21]; einzelne Nahrungsergänzungsmittel nicht geprüft.
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Zinkacetat“); damit als Zinkquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Zinkacetat ist zugleich Wirkstoff eines zentral zugelassenen Arzneimittels zur Behandlung des Morbus Wilson (Wilzin, EMEA/H/C/000535; Status laut EMA „zugelassen“; im EMA-Datensatz nicht als Orphan-Arzneimittel geführt) [20]. Ein Kommentar von 2013 beschreibt Wilzin als Orphan-Arzneimittel [17].
- USA
- Laut einer Übersicht von 1998 von der FDA zur Erhaltungstherapie des Morbus Wilson zugelassen [15]; eine Fallserie von 2019 bezeichnet Zinkacetat als FDA-zugelassen [16]. FDA-Register (Drugs@FDA, Orange Book) nicht geprüft.
Zugelassene EU-Angaben
„Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“
- Nährstoff
- Zink
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[19]
- Einordnung
- rechtlich zulässig; mit dieser Form nur zur Behandlung von Erkältungen und Durchfall geprüft, siehe Versprechen
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Warum unterscheiden sich die Lutschtabletten-Studien so stark, und lässt sich die Ionenfreisetzung einer Rezeptur messen statt berechnen?
- Bestätigt eine unabhängige, ausreichend große RCT die positiven Detroit-Ergebnisse?
- Ist Acetat bei Morbus Wilson in einer randomisierten Studie wirksamer als Gluconat oder Sulfat?
Referenzen
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- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
- European Medicines Agency. Wilzin (zinc): EPAR [Internet]. EMEA/H/C/000535 [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/wilzin
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Zinkacetat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online).
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Zinkacetat“.
- Im Volltext (Europe PMC): ZIP4, ZnT-1, Phytat [1]; Metallothionein bindet Kupfer fester als Zink, Einsatz bei Morbus Wilson, Kupfermangel, Existenz einer EFSA-Obergrenze [14]; Cochrane-Durchfall-Untergruppe Acetat: 3 Studien, 875 Kinder, MD −30,55 Stunden (KI −49,29 bis −11,82) [13].
- Am Abstract: wasserlösliche Salze [3]; 10 Personen, AUC 524/378 (Acetat) und 364/66 µg·h/dl (Oxid) bei niedrigem/hohem pH, daraus 72 % berechnet [4]; ZIA berechnet aus Lösungschemie, Nachauswertung 1984–1992 [5]; 50 bzw. 48 auswertbare Personen, 4,5 vs. 8,1 Tage [6]; 50 Personen, 4,0 vs. 7,1 Tage, Nebenwirkungen vergleichbar [7]; 3 RCTs, 199 Personen, Rate Ratio 3,1, 70 vs. 27 % am 5. Tag, Autorinnen und Autoren der Einzelstudien beteiligt [8]; 273 und 281 Personen, Acetat ohne Effekt [9]; 253 randomisiert, 87 ausgewertet, Rate Ratio 0,68, langsamere Genesung nach Absetzen, 37 vs. 69 % ohne Nebenwirkungen [10]; Acetat 40 %, Gluconat 28 %, Unterschied nicht signifikant [11]; FDA-Zulassung zur Erhaltungstherapie [15][16]; 59 Patientinnen und Patienten, 81/73 %, Magen-Darm-Beschwerden häufigster Wechselgrund [16]; Wilzin als Orphan-Arzneimittel genannt [17]; 40 Gesunde, Leber-64Cu von 26,9 auf 13,3 %, 14 % ohne Effekt [18].
- PubChem: CID 11192, C4H6O4Zn, Molmasse 183,5; Zinkanteil daraus berechnet.
- Gegenprüfung (24.10.2026): Volltext von [8] (Europe PMC, PMC5410113): drei RCTs, Petrus et al. 1998 (Curr Ther Res, n = 101) sowie die beiden Prasad-Studien [6][7] (n = 48 und 50); Effekt in den Prasad-Studien deutlich größer als bei Petrus; Petrus ist Mitautor von [8] (Applied Medical Research, Austin); laut Erklärung keine Interessenkonflikte und keine Förderung. [15]: Übersicht von Multum Information Services, „Recently, zinc acetate was approved in the US“ (1998); [16]: „zinc acetate (U.S. Food and Drug Administration approved)“; [17]: Kommentar, nennt Wilzin nur als Fallbeispiel ohne Zulassungsdaten. Endpunkt in [18] nur Leber-64Cu, Metallothionein nicht gemessen.
- VO (EU) Nr. 432/2012: Wortlaut der eingetragenen Angaben in der Basisfassung (CELEX 32012R0432, Cellar, XHTML) und unverändert in der konsolidierten Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820, Cellar, XHTML) geprüft am 24.10.2026. Angabe zum Immunsystem [19].
- Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: EMA-Datensatz (medicines JSON) Wilzin: Wirkstoff zinc, EMEA/H/C/000535, Status „Authorised“, Zulassung 12.10.2004, Anwendungsgebiet „Treatment of Wilson’s disease“, orphan_medicine „No“ [20]. AMIce (Stoffname „Zinkacetat“, ein Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig): 4 Einträge Wilzin (EU/1/04/286/001 und /002, auch Parallelvertrieb); die übrigen Treffer mit Zinkacetat sind Kombinationen [21].
Nicht verifiziert
- Ob das in Metallothionein gebundene Kupfer mit den abschilfernden Darmzellen ausgeschieden wird, wurde nicht an einer Primärquelle geprüft und steht deshalb nicht im Text.
- Finanzierung und Herstellerbezug der Detroit-Studien [6][7] und der dritten Studie in [8] (Petrus 1998, nicht in PubMed geprüft); welche Lutschtabletten-Rezepturen verwendet wurden.
- Aktueller FDA-Status von Zinkacetat (Drugs@FDA bzw. Orange Book nicht abgefragt; Belege nur Übersicht 1998 und Fallserie 2019 [15][16]).
- Rechtsstatus in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel.
- Die Obergrenze und die Studienmengen werden gemäß Leitfaden nicht als Zahlen genannt.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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