Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Verhindert Gynäkomastie unter Anabolika
nicht untersuchtKeine Studie zur Vorbeugung bei Männern, die Anabolika nehmen, gefunden; Fallberichte schildern nur die Selbstbehandlung einer bereits bestehenden Gynäkomastie [13]. Die Vorbeugung unter Bicalutamid (RCTs) [6][7] betrifft eine andere Ursache und zählt nicht für diese Population. Aus dem gebündelten Werbeversprechen „Verhindert und bildet Gynäkomastie zurück“ nach K4 abgetrennt.[6][7]
Bildet eine Gynäkomastie durch Anabolika zurück
Einzelbefund, unbestätigtNur Einzelfallberichte, keine RCT, Kohorte oder Fallserie: eine teilweise Rückbildung nach Absetzen der Anabolika und Gabe von Tamoxifen [12] und vier Fälle von Selbstbehandlung ohne Wirksamkeitsdaten [13]; daher Stufe 3 „nur Fallberichte“. Im berichteten Fall lässt sich die Wirkung nicht von der Rückbildung nach dem Absetzen trennen. Bei idiopathischer Gynäkomastie gibt es unkontrollierte Kohortendaten [8], die wegen der anderen Ursache nicht für diese Population zählen. Nur Abstract geprüft.
Verhindert Brustvergrößerung unter Antiandrogenen
Nutzen belegtSystematisches Review: Gynäkomastie RR 0,10, Brustschmerz RR 0,06 gegenüber unbehandelten Kontrollen [6]; Metaanalyse von neun RCTs: Senkung um 82 % [7]. Langzeitfolgen für Krankheitsverlauf und Überleben sind laut Review unklar [6].
Bildet bestehende Gynäkomastie zurück
Einzelbefund, unbestätigtNur unkontrollierte Daten: vollständige Rückbildung bei 90,1 % von 81 Männern in einer Kohorte [8]; für die Pubertät keine RCT, methodisch schwache, aber positive Studien [9][10]. Ohne Kontrollgruppe lässt sich der Effekt nicht von einer spontanen Rückbildung trennen; Gynäkomastie in der Pubertät bildet sich laut Review oft von selbst zurück [10].[9]
Hebt bei Männern das eigene Testosteron (nur Marker)
Einzelbefund, unbestätigtNur Marker: Bei zehn gesunden Männern stiegen LH, FSH und Testosteron (+40 %), IGF-1 sank [2]. Die Studie verglich zwei SERMs in randomisierter Reihenfolge ohne Placebo; der Anstieg ist ein Vorher-nachher-Befund. Ein klinischer Nutzen wurde nicht untersucht.
3 · nur Fallberichte: Stufe 3, aber nur aus Einzelfallberichten: Beobachtungen an einzelnen Menschen ohne Vergleichsgruppe. Sie zeigen, dass etwas vorkommen kann, nicht, wie oft oder ob der Wirkstoff die Ursache war.
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Tamoxifen
Tamoxifen wird durch CYP3A4 zu N-Desmethyltamoxifen und durch CYP2D6 weiter zu Endoxifen umgewandelt; Endoxifen und 4-Hydroxytamoxifen hemmen das östrogenabhängige Wachstum von Brustkrebszellen gleich stark (Zellkultur) [1]. Am Hypothalamus wirkt Tamoxifen östrogenantagonistisch, in der Leber dagegen östrogenartig: Bei zehn gesunden Männern stiegen in einer randomisierten, offenen Überkreuzstudie LH, FSH und Testosteron (Testosteron im Mittel um 40 %), während IGF-1 um 25 % sank [2].
In der Brust blockiert es die Östrogenwirkung: In der NSABP-P-1-Studie mit 13 388 Frauen mit erhöhtem Risiko sank invasiver Brustkrebs um 49 %, vor allem östrogenrezeptor-positive Tumoren [3], und in IBIS-I hielt der Schutz über 16 Jahre an (HR 0,71) [4]. Diese onkologische Anwendung ist hier nur Hintergrund. Dieselbe Studie zeigt die Kehrseite: Endometriumkarzinome waren unter Tamoxifen häufiger (Risikoverhältnis 2,53), ebenso Schlaganfälle, Lungenembolien und tiefe Venenthrombosen, vor allem bei Frauen ab 50; die Rate ischämischer Herzerkrankungen änderte sich nicht [3]. In der britischen Teilstichprobe von IBIS-I (3823 ausgewertete Frauen) nahmen weniger Frauen Tamoxifen über die volle Zeit als Placebo (65,2 gegenüber 74,0 %) [5].
Bei Männern mit Prostatakrebs unter dem Antiandrogen Bicalutamid senkte Tamoxifen in einem systematischen Review von vier Studien das Risiko für Gynäkomastie (RR 0,10) und Brustschmerzen (RR 0,06) gegenüber unbehandelten Kontrollen [6]; eine Metaanalyse von neun RCTs bestätigt eine Senkung um 82 % [7]. Für die Rückbildung einer idiopathischen Gynäkomastie gibt es nur unkontrollierte Daten: In einer prospektiven Kohorte mit 81 Männern bildete sie sich bei 90,1 % vollständig zurück [8]; zur Gynäkomastie in der Pubertät fanden zwei systematische Reviews keine RCT, nur methodisch schwache, aber positive Studien [9][10]. Eine Übersicht zu Nebenwirkungen bei Männern fand je nach Gruppe vor allem Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Beschwerden (Prostatakrebs) oder psychische Beschwerden (Brustkrebs); unter 5 % brachen wegen Nebenwirkungen ab, Langzeitdaten fehlen [11].
In der Bodybuilding-Szene wird Tamoxifen gegen eine durch Anabolika ausgelöste Gynäkomastie und als „Post-Cycle-Therapie“ (PCT) genommen. Eine gezielte Suche fand dazu weder RCTs noch Kohorten, nur Fallberichte: In einem spanischen Fallbericht bildete sich eine Anabolika-bedingte Gynäkomastie teilweise zurück, nachdem die Anabolika abgesetzt und Tamoxifen gegeben wurde [12]; vier ältere Fallberichte schildern Bodybuilder, die eine Gynäkomastie unter anderem mit Tamoxifen selbst behandelten, und nennen als empfohlene Behandlung das vollständige Absetzen der Mittel [13]. Ohne Kontrolle lässt sich ein Effekt dort nicht von der Rückbildung nach dem Absetzen trennen. Eine Übersicht zur PCT beschreibt, dass SERMs dafür häufig ohne ärztliche Begleitung eingesetzt werden und Wirksamkeit und Sicherheit ungeklärt sind [14]. Die Befunde bei Bicalutamid und idiopathischer Gynäkomastie lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen, weil die Ursache der Brustvergrößerung eine andere ist. Die US-Fachinformation nennt neben den Risiken aus NSABP P-1 Katarakte und andere Augenveränderungen sowie veränderte Leberwerte und seltene schwere Leberschäden [15].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Östrogenrezeptor (Brustgewebe, Hypothalamus) | Rezeptor | Antagonist | weniger östrogenrezeptor-positive Brusttumoren (RCTs); LH, FSH und Testosteron ↑ bei gesunden Männern | Mensch, randomisiert[2][3][4] |
| Östrogenrezeptor (Endometrium, Leber) | Rezeptor | partieller Agonist | Endometriumkarzinom RR 2,53 (Frauen); IGF-1 −25 % (Männer) | Mensch, randomisiert[2][3] |
| CYP2D6 und CYP3A4 | Enzym | Substrat (Aktivierung zu Endoxifen) | Endoxifen −64 % unter dem CYP2D6-Hemmer Paroxetin (Wildtyp) | Mensch, nicht randomisiert[1] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-AchseLH, FSH und Testosteron ↑ bei 10 gesunden Männern (Vorher-nachher innerhalb einer randomisierten Überkreuzstudie)[2]
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · FibrinolyseMehr Lungenembolien und tiefe Venenthrombosen (RCT an Frauen)[3]
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Tablette (Tamoxifencitrat)
Aktivierung in der Leber über CYP3A4 und CYP2D6 zu Endoxifen [1].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
SERMs bei gesunden Männern
Gemessen: IGF-1, GH-Antwort, LH, FSH, Testosteron, SHBG
Ergebnis: Tamoxifen: IGF-1 −25 %, SHBG +20 %, Testosteron +40 %, LH +70 % (stärker als Raloxifen).[2]
Mensch, nicht randomisiert
NSABP P-1
Gemessen: invasiver Brustkrebs; Nebenwirkungen
Ergebnis: Invasiver Brustkrebs −49 %; Endometriumkarzinom RR 2,53; mehr Schlaganfälle, Lungenembolien, tiefe Venenthrombosen; weniger Frakturen; ischämische Herzerkrankung unverändert.[3]
Mensch, randomisiert
IBIS-I Langzeitnachbeobachtung
Gemessen: Brustkrebs
Ergebnis: 7,0 % gegenüber 9,8 % (HR 0,71); kein Effekt auf östrogenrezeptor-negative Tumoren.[4]
Mensch, randomisiert
Bicalutamid-Gynäkomastie
Gemessen: Gynäkomastie, Brustschmerz
Ergebnis: Gynäkomastie RR 0,18, Brustschmerz RR 0,18; Anastrozol ohne signifikanten Nutzen.[7]
Mensch, randomisiert
Idiopathische Gynäkomastie
Gemessen: vollständige Rückbildung
Ergebnis: 90,1 % vollständige Rückbildung; 2 von 8 Nichtansprechern später operiert.[8]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Thromboembolien und Schlaganfall
Lungenembolien, tiefe Venenthrombosen und Schlaganfälle waren in der NSABP-P-1-Studie unter Tamoxifen häufiger, vor allem bei Frauen ab 50 [3]. Die US-Fachinformation hebt Gebärmutterkrebs, Schlaganfall und Lungenembolie bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko in einem besonderen Warnhinweis hervor; für die Risikosenkung ist Tamoxifen dort bei Frauen mit tiefer Venenthrombose oder Lungenembolie in der Vorgeschichte und unter Cumarin-Antikoagulanzien kontraindiziert [15].
Mensch, randomisiert
Endometriumkarzinom (Frauen)
Risikoverhältnis 2,53, überwiegend bei Frauen ab 50; alle Fälle im Stadium I, keine Todesfälle in der Tamoxifengruppe [3].
Mensch, randomisiert
Katarakt und Augenveränderungen
Laut US-Fachinformation in NSABP P-1 bei Frauen ohne Katarakt zu Beginn grenzwertig häufiger Katarakte (RR 1,13; 95-%-KI 1,00–1,28) und häufiger Kataraktoperationen (RR 1,62; 1,18–2,22); dazu Berichte über Hornhautveränderungen, gestörtes Farbsehen, Netzhautvenenthrombosen und Retinopathie [15].
Mensch, randomisiert
Leberschäden
Laut US-Fachinformation veränderte Leberenzyme, selten schwerere Leberschäden bis zu Fettleber, Cholestase, Hepatitis und Lebernekrose, einzelne tödlich; der Zusammenhang mit Tamoxifen ist in den meisten gemeldeten Fällen unsicher [15].
Mensch, nicht randomisiert
Schwangerschaft
Tamoxifen kann laut US-Fachinformation den Fetus schädigen [15].
Mensch, nicht randomisiert
Nebenwirkungen bei Männern
Je nach Gruppe vor allem Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Beschwerden oder psychische Beschwerden; unter 5 % Abbrüche wegen Nebenwirkungen, Langzeitdaten fehlen [11].
Mensch, nicht randomisiert
Abbruch wegen Beschwerden
In der britischen Teilstichprobe von IBIS-I (3823 von 7154 Teilnehmerinnen ausgewertet) nahmen 65,2 % unter Tamoxifen und 74,0 % unter Placebo die Behandlung mindestens 4,5 Jahre ein [5].
Mensch, randomisiert
IGF-1-Senkung
IGF-1 sank bei gesunden Männern um 25 % [2]; die klinische Bedeutung ist nicht untersucht.
Mensch, nicht randomisiert
Unkontrollierte Einnahme als „PCT“
SERMs werden nach Anabolikakuren häufig ohne ärztliche Begleitung genommen; Wirksamkeit, Sicherheit und Überwachung sind ungeklärt (Übersicht) [14].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- CYP2D6-Hemmer (z. B. Paroxetin): Paroxetin senkte Endoxifen bei Frauen mit Wildtyp-CYP2D6 um 64 %; die Autoren empfehlen, Genotyp und Wechselwirkungen zu beachten [1].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Tamoxifen bringt nach einer Steroidkur die eigene Testosteronproduktion zurück (PCT)“
Bei gesunden Männern ohne Anabolika steigen LH und Testosteron unter Tamoxifen [2]; Studien an Männern nach Anabolikakuren fehlen, eine Übersicht nennt Wirksamkeit und Sicherheit der PCT ungeklärt [14].
- nicht belegt
„Tamoxifen schützt das Herz“
In der NSABP-P-1-Studie änderte sich die Rate ischämischer Herzerkrankungen nicht; Schlaganfälle und Thromboembolien waren häufiger [3].
- teilweise belegt
„Tamoxifen ist für Männer gut verträglich“
Unter 5 % der Männer brachen wegen Nebenwirkungen ab, das Nebenwirkungsprofil hängt aber stark von der Gruppe ab, und Langzeitstudien fehlen [11]. Thromboserisiken sind aus großen Studien an Frauen belegt [3].
- nicht belegt
„Was gegen Gynäkomastie bei Prostatakrebs wirkt, wirkt auch bei Anabolika-Gynäkomastie“
Belegt ist die Vorbeugung unter Bicalutamid [6][7]; zur Anabolika-bedingten Gynäkomastie wurde keine Studie gefunden.
Pharmakokinetik
- Abbau
- CYP3A4-vermittelte N-Demethylierung und CYP2D6-vermittelte Hydroxylierung zu Endoxifen; Endoxifen und 4-Hydroxytamoxifen sind gleich stark wirksam (Zellkultur) [1].
- Weg ins Gehirn
- Wirkt zentral auf die Gonadenachse (LH und FSH ↑) [2].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Tamoxifen“) [16]. Nationale Zulassungen (Behandlung von Brustkrebs) nicht an AMIce/PharmNet geprüft. Bei Männern mit Gynäkomastie wird es off label eingesetzt [11]. Doping: In der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz unter III. „Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren“, 2. „Antiestrogene Stoffe“ namentlich aufgeführt [17].
- EU
- Keine zentrale EU-Zulassung (kein Tamoxifen-Präparat im EMA-Arzneimittelexport, Stand 24.10.2026).
- USA
- Von der FDA zugelassen: Laut Drugs@FDA sind die Tabletten Nolvadex (NDA 017970, Erstzulassung 30.12.1977) eingestellt, die orale Lösung Soltamox (NDA 021807, Erstzulassung 29.10.2005) ist verschreibungspflichtig im Verkehr [19]. Anwendungsgebiete und Generika nicht an einer Primärquelle geprüft.
- Andere Länder
- Brustkrebsprävention bei Frauen mit erhöhtem Risiko in großen RCTs geprüft [3][4]; das ist eine arzneiliche Anwendung und kein Versprechen dieses Profils. Sport: Auf der WADA-Verbotsliste 2026 im Abschnitt S4.2 („Anti-estrogenic substances [anti-estrogens and selective estrogen receptor modulators (SERMs)]“) namentlich aufgeführt; S4 gilt jederzeit, also auch außerhalb von Wettkämpfen, S4.2 zählt zu den „Specified Substances“ [18]. Die deutsche Bekanntmachung der Liste im BGBl. Teil II wurde nicht geprüft.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Verhindert oder bessert Tamoxifen eine Anabolika-bedingte Gynäkomastie (nur Fallberichte gefunden)?
- Wie häufig sind Thromboembolien bei jungen Männern unter Tamoxifen?
- Hat die IGF-1-Senkung bei Männern klinische Folgen?
Referenzen
- Stearns V, Johnson MD, Rae JM, Morocho A, Novielli A, Bhargava P, et al. Active tamoxifen metabolite plasma concentrations after coadministration of tamoxifen and the selective serotonin reuptake inhibitor paroxetine. J Natl Cancer Inst. 2003;95(23):1758-64. doi:10.1093/jnci/djg108 · PubMed
- Birzniece V, Sata A, Sutanto S, Ho KK. Neuroendocrine regulation of growth hormone and androgen axes by selective estrogen receptor modulators in healthy men. J Clin Endocrinol Metab. 2010;95(12):5443-8. doi:10.1210/jc.2010-1477 · PubMed
- Fisher B, Costantino JP, Wickerham DL, Redmond CK, Kavanah M, Cronin WM, et al. Tamoxifen for prevention of breast cancer: report of the National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project P-1 Study. J Natl Cancer Inst. 1998;90(18):1371-88. doi:10.1093/jnci/90.18.1371 · PubMed
- Cuzick J, Sestak I, Cawthorn S, Hamed H, Holli K, Howell A, et al. Tamoxifen for prevention of breast cancer: extended long-term follow-up of the IBIS-I breast cancer prevention trial. Lancet Oncol. 2015;16(1):67-75. doi:10.1016/S1470-2045(14)71171-4 · PubMed
- Smith SG, Sestak I, Howell A, Forbes J, Cuzick J. Participant-Reported Symptoms and Their Effect on Long-Term Adherence in the International Breast Cancer Intervention Study I (IBIS I). J Clin Oncol. 2017;35(23):2666-2673. doi:10.1200/JCO.2016.71.7439 · PubMed
- Kunath F, Keck B, Antes G, Wullich B, Meerpohl JJ. Tamoxifen for the management of breast events induced by non-steroidal antiandrogens in patients with prostate cancer: a systematic review. BMC Med. 2012;10:96. doi:10.1186/1741-7015-10-96 · PubMed
- Spagnolo L, Tienforti D, Moretto C, Tonni C, Donatelli V, Ferranti A, et al. Prevention of bicalutamide-induced breast events in patients with prostate cancer: a meta-analysis of randomized controlled trials. J Endocrinol Invest. 2025;48(7):1659-1668. doi:10.1007/s40618-025-02583-8 · PubMed
- Mannu GS, Sudul M, Bettencourt-Silva JH, Tsoti SM, Cunnick G, Ahmed SF. Role of tamoxifen in idiopathic gynecomastia: A 10-year prospective cohort study. Breast J. 2018;24(6):1043-1045. doi:10.1111/tbj.13080 · PubMed
- Lapid O, van Wingerden JJ, Perlemuter L. Tamoxifen therapy for the management of pubertal gynecomastia: a systematic review. J Pediatr Endocrinol Metab. 2013;26(9-10):803-7. doi:10.1515/jpem-2013-0052 · PubMed
- Berger O, Landau Z, Talisman R. Gynecomastia: A systematic review of pharmacological treatments. Front Pediatr. 2022;10:978311. doi:10.3389/fped.2022.978311 · PubMed
- Wibowo E, Pollock PA, Hollis N, Wassersug RJ. Tamoxifen in men: a review of adverse events. Andrology. 2016;4(5):776-88. doi:10.1111/andr.12197 · PubMed
- de Luis DA, Aller R, Cuéllar LA, Terroba C, Romero E. Esteroides anabolizantes y ginecomastia. Revisión de la literatura [Anabolic steroids and gynecomastia. Review of the literature]. An Med Interna. 2001;18(9):489-91. PubMed
- Friedl KE, Yesalis CE. Self-Treatment of Gynecomastia in Bodybuilders Who Use Anabolic Steroids. Phys Sportsmed. 1989;17(3):67-79. doi:10.1080/00913847.1989.11709731 · PubMed
- Bandura A, Furka S, Hromníková D, Kalafutová I, Furka D, Böhmer D. Clomiphene Citrate in off-Label Post-Cycle Therapy: Mechanisms, Efficacy and Diagnostic Challenges in Endocrine Recovery Following Anabolic Steroid Use. Andrology. 2026. Online vor Druck. doi:10.1111/andr.70306 · PubMed
- U.S. National Library of Medicine. DailyMed: Tamoxifen citrate tablet (Mylan Pharmaceuticals). US-Fachinformation (FDA-Label), SPL-Version 14 vom 02.07.2021 [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/drugInfo.cfm?setid=7ee3d3d2-85d1-4018-8e70-5ed8a64ae1f0
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
- Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), Anlage (zu § 2 Absatz 3). Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 67, S. 1–5. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List (International Standard), Abschnitt S4 „Hormone and metabolic modulators“, S4.2 „Anti-estrogenic substances [anti-estrogens and selective estrogen receptor modulators (SERMs)]“ [Internet]. Montreal: WADA; 2025. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage): Tamoxifencitrat, NDA 017970 Nolvadex (Tabletten) „Discontinued“, Originalzulassung (ORIG, AP) 30.12.1977; NDA 021807 Soltamox (orale Lösung) „Prescription“, Originalzulassung (ORIG, AP) 29.10.2005 [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; Datenstand 23.10.2026, abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=application_number:NDA017970
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py online aufgelöst.
- Am Abstract: Endoxifen über CYP3A4/CYP2D6, −64 % (Wildtyp) bzw. −24 % (Variante) unter Paroxetin, 12 Frauen, gleich starke Wirkung wie 4-Hydroxytamoxifen in MCF7-Zellen [1]; 10 gesunde Männer, randomisierte offene Überkreuzstudie, IGF-1 −25 %, SHBG +20 %, Testosteron +40 %, LH +70 %, zentral antagonistisch, hepatisch agonistisch [2]; 13 388 Frauen, −49 % invasiver Brustkrebs, Endometrium RR 2,53 (1,35–4,97), mehr Schlaganfall, Lungenembolie, TVT, KHK unverändert [3]; 7154 Frauen, 16 Jahre, HR 0,71, ER-negative ohne Effekt, Förderung Cancer Research UK und NHMRC [4]; Adhärenz 65,2 vs. 74,0 % in der UK-Teilstichprobe (4279 Frauen, 3823 nach Ausschlüssen ausgewertet) [5]; 4 Studien, RR 0,10/0,06 gegenüber unbehandelt [6]; 9 RCTs, RR 0,18/0,18, keine finanziellen Interessen [7]; 81 Männer, 90,1 % Rückbildung [8]; keine RCT bei Pubertätsgynäkomastie [9][10]; Nebenwirkungen bei Männern, < 5 % Abbrüche [11]; PCT-Übersicht zu SERMs [14].
- Gezielte PubMed-Suchen am 24.10.2026 nach Studien zu Tamoxifen bei Anabolika-bedingter Gynäkomastie bzw. bei Anabolika-Nutzern („anabolic steroid gynecomastia tamoxifen“, 5 Treffer; „(tamoxifen) AND (anabolic) AND (gynecomastia OR gynaecomastia) AND (cohort OR survey OR prevalence)“, 7 Treffer; „anabolic steroid users ancillary drugs tamoxifen survey“, 0 Treffer): keine RCT, Kohorte oder Fallserie zu dieser Population gefunden. Gegenprüfung 24.10.2026 („tamoxifen AND anabolic AND gynecomastia“, 50 Treffer, Titel gesichtet): nur Fallberichte; aufgenommen de Luis 2001 (Fallbericht mit Literaturübersicht, „partial response to tamoxifen“ nach Absetzen der Anabolika) [12] und Friedl 1989 (vier Fallberichte zur Selbstbehandlung) [13]. Nicht ausgewertet, weil ohne Abstract: Spano 1984 (Leserbrief, PMID 6472395) und Rossi 2015 (Pharmakovigilanz-Fallbericht, PMID 25534459).
- WADA-Verbotsliste 2026 am 24.10.2026 auf wada-ama.org gelesen (HTML-Fassung): S4.2 nennt „Tamoxifen“; S4 „All times“; S4.1 und S4.2 „Specified Substances“ [18].
- US-Fachinformation Tamoxifen (DailyMed, Mylan, SPL-Version 14) am 24.10.2026 gelesen: Warnhinweis Gebärmutterkrebs, Schlaganfall, Lungenembolie; Kontraindikationen in der Risikosenkung (Cumarine, TVT/LE in der Vorgeschichte); Katarakt RR 1,13 (1,00–1,28), Kataraktoperation RR 1,62 (1,18–2,22); Leberenzyme, seltene schwere Leberschäden; Schwangerschaft [15].
- AMVV Anlage 1 am 24.10.2026 gelesen: Eintrag „Tamoxifen“ [16]. AntiDopG-Anlage: III.2 „Antiestrogene Stoffe“ mit Tamoxifen [17].
- EMA-Arzneimittelexport (Zeitstempel 24.10.2026): kein Tamoxifen-Präparat.
- PubChem CID 2733526 (Z-Isomer).
- 25.10.2026, Entscheidung q015: „Bildet eine Gynäkomastie durch Anabolika zurück“ von Stufe 0 „nicht untersucht“ auf Stufe 3 mit nur_fallberichte (Anzeige „3 · nur Fallberichte“) und „Einzelbefund, unbestätigt“ umgestellt. Abstracts erneut über PubMed efetch gelesen: [12] PubMed-Publikationstyp „Case Reports“, ein Fall mit „partial response to tamoxifen“ nach Absetzen der Anabolika; [13] vier Fallberichte zu Selbstbehandlungsstrategien, ohne Wirksamkeitsdaten. Nur Abstracts geprüft. Das Hauptversprechen (Vorbeugung) bleibt Stufe 0, weil kein Fallbericht eine Vorbeugung untersucht.
- 25.10.2026, Entscheidung q018: Handelsname „Nolvadex“ in synonyme ergänzt. Belege: EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Nolvadex“ in 11 Ländern bzw. Gebieten gelistet, darunter Deutschland; Drugs@FDA (über openFDA am 25.10.2026 abgefragt): NOLVADEX, NDA 017970, in den USA eingestellt („Discontinued“). Präparate aus Wirkstoff- und Firmenname nicht aufgenommen.
- 25.10.2026, Rechtsstatus (FDA-Kennungen): Drugs@FDA über openFDA (Datenstand 23.10.2026, Abfrage 25.10.2026) selbst abgefragt: NDA 017970 Nolvadex „Discontinued“, ORIG AP 30.12.1977; NDA 021807 Soltamox (orale Lösung) „Prescription“, ORIG AP 29.10.2005 [19]. status.usa von „nicht verifiziert“ auf diese Primärquelle umgestellt. EMA-Datenexport vom 25.10.2026 erneut nach „tamoxifen“ durchsucht: weiterhin kein Präparat.
- 26.10.2026, Präzisions-Flags (m004; Regeln im Leitfaden unter „Zahlenregel und Präzisions-Flags“, Umsetzung Claude zur Bestätigung durch Tilman): „Hebt bei Männern das eigene Testosteron (nur Marker)“: kleine_studien – [2] 10 Männer (Abstract).
Nicht verifiziert
- Nationale Zulassungen und die deutsche Fachinformation wurden nicht geprüft; Fachinformationsrisiken stammen aus der US-Fachinformation [15] (ohne DOI/PMID, Prüfskript-Warnung erwartet).
- Ob Tamoxifen bei Männern das Thromboserisiko im selben Maß erhöht wie bei Frauen, wurde nicht an einer Primärquelle geprüft.
- Halbwertszeit nicht an einer Primärquelle geprüft.
- US-Anwendungsgebiete und US-Generika nicht geprüft.
- Die deutsche Bekanntmachung der WADA-Verbotsliste 2026 im BGBl. Teil II wurde nicht geprüft.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
Fehler gefunden oder etwas vermisst?
Wünsch dir einen Wirkstoff, schlag eine Verbesserung vor oder melde einen Fehler. Jede Rückmeldung wird gelesen.
Die Website speichert nichts. Der Button öffnet dein E-Mail-Programm mit einer vorbereiteten Nachricht.