Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Testosteron-Booster per Tablette

    nicht untersucht

    Testosteron & Hormone · gesund (Männer mit normalem Testosteron) · Keine Daten

    Zu Männern mit normalem Testosteron gibt es keine kontrollierte Studie zu Muskeln, Libido oder Wohlbefinden. Nur der Hormonanstieg ist bei sechs gesunden Männern unkontrolliert gezeigt; er steht als eigenes Zweitversprechen „nur Marker“ [2]. Alle RCTs betreffen Männer mit Hypogonadismus [6][7]. Nur Abstract geprüft.[6][7]

  • Hebt bei gesunden Männern das eigene Testosteron (nur Marker)

    Einzelbefund, unbestätigt

    Testosteron & Hormone · gesund (Männer mit normalem Testosteron) · Mensch, nicht randomisiert

    Nur Marker: Bei sechs gesunden jungen Männern stiegen LH, FSH, Östradiol und Testosteron nach fünf Tagen Clomifen an [2]. Die Studie hatte keine Kontrollgruppe (Vorher-nachher-Vergleich) und prüfte keinen klinischen Endpunkt. Nur Abstract geprüft.

  • Hebt bei Hypogonadismus das eigene Testosteron (nur Marker)

    nur Marker belegt

    Testosteron & Hormone · Patienten: sekundärer bzw. funktioneller Hypogonadismus (Männer) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker: Testosteron, LH und FSH stiegen in zwei placebokontrollierten Clomifen-RCTs [6][7]. Die RCT-Metaanalyse [8] poolt Clomifen und Enclomifen und zählt deshalb nur eingeschränkt für dieses Profil; das systematische Review [5] beruht überwiegend auf Vorher-nachher-Studien. Ein höherer Testosteronwert belegt für sich keinen klinischen Nutzen. Ergebnis „nur Marker belegt“ (K3) statt „nur bei Kranken belegt“: Der Anstieg ist in beiden RCTs gegenüber Placebo gesichert; dass er nur Patienten betrifft, steht in der Population. Nur Abstract geprüft.[6][7]

  • Bessert die Beschwerden eines Testosteronmangels

    uneinheitlich

    Libido & Sexualfunktion · Patienten: sekundärer bzw. funktioneller Hypogonadismus (Männer) · Mensch, randomisiert

    In der RCT an adipösen Männern besserte sich eine von mehreren sexuellen Beschwerden und die fettfreie Masse stieg [6]; in der Überkreuzstudie an Männern mit Erektionsstörung besserte sich die Sexualfunktion trotz höherem Testosteron nicht [7]. Die Besserung im ADAM-Fragebogen im Review beruht überwiegend auf Beobachtungsstudien (Stufe 3) [5]; gegenüber Testosteron war die Libido schlechter [9]. Der Auftrag sah hier Stufe 3 vor; die beiden kleinen Clomifen-RCTs mit klinischen Endpunkten heben die Stufe auf 4, ihr Ergebnis ist aber widersprüchlich. Nur Abstract geprüft.

Wirkweise

Evidenzkarte: Clomifen

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Clomifen blockiert Östrogenrezeptoren und schwächt so die negative Rückkopplung des Östradiols auf Hypothalamus und Hypophyse; dadurch steigen die Gonadotropine, die eigene Testosteronbildung und, laut Übersicht, der Erhalt der Spermienbildung [1]. Bei sechs gesunden jungen Männern mit normalem Testosteron stiegen LH, FSH, Östradiol und Testosteron nach fünf Tagen Clomifen an; die Hypophysenantwort auf GnRH nahm dagegen ab (unkontrolliert) [2].

Clomifencitrat ist ein Gemisch zweier Isomere. Zuclomifen reicherte sich bei 14 Frauen über aufeinanderfolgende Behandlungszyklen im Blut an und erreichte dann ein Plateau, Enclomifen war zu Zyklusbeginn nicht nachweisbar [3]. Nach einer Einzelgabe bei neun Frauen mit PCOS war die Fläche unter der Kurve für Zuclomifen ein Vielfaches größer als für Enclomifen; wegen der sehr flachen Eliminationsphase ließ sich keine Halbwertszeit bestimmen [4]. Darauf beruht das Werbeargument für reines Enclomifen (eigenes Profil geplant); dass Zuclomifen die Nebenwirkungen von Clomifen verursacht, zeigen diese Studien nicht.

Ein systematisches Review fasste 19 Studien mit 1642 Männern mit Hypogonadismus zusammen, davon nur 4 RCTs und 15 Beobachtungsstudien mit Vorher-nachher-Vergleich: Testosteron, freies Testosteron, LH, FSH, SHBG und Östradiol stiegen, Werte im ADAM-Fragebogen besserten sich, Nebenwirkungen bei unter 10 % [5]. In einer placebokontrollierten RCT mit 78 adipösen Männern mit Hypogonadismus stiegen über zwölf Wochen die Hormonwerte und die fettfreie Masse, eine von mehreren sexuellen Beschwerden (schwächere Erektionen) besserte sich, HDL sank [6]. In einer älteren Überkreuzstudie mit 17 Männern mit Erektionsstörung und sekundärem Hypogonadismus stiegen LH, FSH und Testosteron, die Sexualfunktion besserte sich aber nicht, außer in einzelnen Parametern bei jüngeren, gesünderen Männern [7]. Eine Metaanalyse von RCTs zu Clomifen und Enclomifen gemeinsam fand gegenüber Placebo im Mittel 274 ng/dl mehr Gesamttestosteron sowie höhere LH- und FSH-Werte [8]. Im Vergleich mit Testosteronersatz unterschied sich der Testosteronwert nicht von Gel (Metaanalyse von elf Studien, hohe Heterogenität); die Libido war unter Testosteron besser, gestützt auf drei Studien mit 199 Patienten [9].

In einer retrospektiven Auswertung von 400 Männern erreichten 88 % der über drei Jahre Behandelten normale Testosteronwerte; berichtet wurden Stimmungsänderungen, verschwommenes Sehen und Brustspannen, keine schweren Ereignisse [10]. Sehstörungen sind bei Frauen beschrieben; bei acht betroffenen Frauen war nur die Flimmerwahrnehmung messbar verändert und bildete sich zurück [11]. Die US-Fachinformation (Anwendung bei Frauen) beschreibt Sehstörungen, die mit Gesamtmenge und Behandlungsdauer häufiger werden und nur laut US-Fachinformation in Einzelfällen anhalten, sowie ein ovarielles Überstimulationssyndrom [12]. Bei Frauen mit PCOS führte Letrozol in einer großen RCT häufiger zur Lebendgeburt als Clomifen (27,5 gegenüber 19,1 %); Zwillingsschwangerschaften traten unter Clomifen bei 7,4 % auf [13]. Als „Post-Cycle-Therapie“ (PCT) nach Anabolikakuren wird Clomifen verbreitet ohne ärztliche Begleitung genommen. Eine Übersicht nennt klinische Wirksamkeit, Sicherheit und Überwachung dafür unzureichend definiert; klinische Studien zeigten in verschiedenen Gruppen durchweg einen Anstieg der Hormonwerte, die Besserung der Beschwerden sei aber unterschiedlich [1]. Die einzige gefundene Vergleichsstudie in dieser Population ist eine retrospektive Kohorte aus zwei Zentren mit 79 Männern nach höchstens sechs Monaten Anabolikagebrauch und normalen Ausgangswerten vor der Kur, ohne zufällige Gruppenzuteilung: Unter Clomifen allein oder zusammen mit hCG erholten sich die Hormonwerte schneller als ohne Behandlung, nach sechs Monaten waren sie aber in allen Gruppen normal; die Spermienwerte erholten sich in den behandelten Gruppen früher (normale Spermienwerte nach zwölf Monaten bei 69,2 % unter Clomifen allein und 58,6 % ohne Behandlung) [14]. Eine zweite Übersicht beschreibt die Datenlage als überwiegend beobachtend: Die PCT könne die kurzfristige Erholung von Hormonen und Spermienwerten beschleunigen, bei den meisten erhole sich die Hormonachse aber innerhalb von Monaten von selbst [15].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Östrogenrezeptoren in Hypothalamus und HypophyseRezeptorAntagonistAufhebung der Östrogen-Rückkopplung; LH, FSH und Testosteron ↑ in RCTs Mensch, randomisiert[1][2][6][7]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achse↑ · LH, FSH, Gesamt- und freies Testosteron, SHBG und Östradiol ↑ (RCTs an Männern mit Hypogonadismus; unkontrolliert auch bei 6 gesunden Männern)[2][5][6][7][8]
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselmoduliert · HDL ↓ in einer RCT an adipösen Männern[6]
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Tablette (Clomifencitrat)

    Zuclomifen mit sehr langer Verweildauer und Anreicherung über aufeinanderfolgende Zyklen, Enclomifen rasch abfallend [3][4].[3][4]

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Clomifen bei gesunden Männern

    unkontrollierte Studie (vorher-nachher) · gesund (Männer 20–28 Jahre, normales Testosteron) · n = 6 · 5 Tage

    Gemessen: LH, FSH, Östradiol, Testosteron, GnRH-Test

    Ergebnis: LH, FSH, Östradiol und Testosteron ↑; Hypophysenantwort auf GnRH ↓.[2]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Isomere über mehrere Zyklen

    prospektive Kohorte · Patienten: Frauen mit Anovulation · n = 14 · 3–6 Zyklen

    Gemessen: Serumspiegel von Enclomifen und Zuclomifen

    Ergebnis: Zuclomifen reichert sich über drei Zyklen an, dann Plateau; Enclomifen zu Zyklusbeginn nicht nachweisbar.[3]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Systematisches Review bei männlichem Hypogonadismus

    systematisches Review und Metaanalyse (4 RCTs, 15 Beobachtungsstudien) · Patienten: Männer mit Hypogonadismus · n = 1642 · 1,5–52 Monate

    Gemessen: Hormone, Symptome, Nebenwirkungen

    Ergebnis: Testosteron, LH, FSH, SHBG, Östradiol ↑; ADAM-Werte besser; Nebenwirkungen < 10 %, keine schweren.[5]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Adipöse Männer mit Hypogonadismus

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: adipöse Männer mit niedrigem Testosteron und Beschwerden · n = 78 · 12 Wochen

    Gemessen: Fragebögen, Hormone, Körperzusammensetzung, Stoffwechsel

    Ergebnis: Hormone ↑, fettfreie Masse ↑, eine sexuelle Beschwerde besser, HDL ↓; Endothelfunktion unverändert.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Erektionsstörung mit sekundärem Hypogonadismus

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · Patienten: Männer mit Erektionsstörung und sekundärem Hypogonadismus · n = 17 · je 2 Monate

    Gemessen: Hormone, Sexualfunktion (Fragebögen, nächtliche Erektionsmessung)

    Ergebnis: LH, FSH und Testosteron ↑; Sexualfunktion nicht besser, außer einzelnen Parametern bei Jüngeren.[7]

    Mensch, randomisiert

  • Clomifen über mehr als drei Jahre

    retrospektive Auswertung, zwei Zentren · Patienten: Männer mit Hypogonadismus · n = 400 · im Mittel 25,5 Monate

    Gemessen: Testosteron, Symptome, Nebenwirkungen

    Ergebnis: Nach über 3 Jahren 88 % mit normalem Testosteron, 77 % mit besseren Beschwerden, 8 % Nebenwirkungen; Östradiol ↑.[10]

    Mensch, nicht randomisiert

  • „PCT“ nach kurzen Anabolikakuren

    retrospektive Kohorte, zwei Zentren, drei Gruppen (ohne Behandlung, Clomifen, Clomifen + hCG) · Männer nach höchstens 6 Monaten Anabolikagebrauch, vor der Kur normale Hormon- und Spermienwerte · n = 79 · 12 Monate

    Gemessen: Erholung von Hormonen, Spermienwerten, Hodenvolumen, Sexualfunktion

    Ergebnis: Hormone unter Behandlung schneller normal, nach 6 Monaten in allen Gruppen normal; normale Spermienwerte nach 12 Monaten 69,2 % (Clomifen) gegenüber 58,6 % (ohne Behandlung), unter Clomifen + hCG 87,5 %.[14]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Letrozol gegen Clomifen bei PCOS

    RCT, doppelblind, multizentrisch · Patienten: Frauen mit Unfruchtbarkeit bei PCOS · n = 750 · bis 5 Zyklen

    Gemessen: Lebendgeburt

    Ergebnis: Lebendgeburten 19,1 % unter Clomifen gegenüber 27,5 % unter Letrozol; Zwillinge 7,4 % gegenüber 3,4 % (nicht signifikant); Hitzewallungen häufiger unter Clomifen.[13]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Östradiolanstieg

    Östradiol stieg in der RCT, im systematischen Review und in der Langzeitauswertung [5][6][10]; Brustspannen wurde berichtet [10].

    Mensch, randomisiert

  • Sehstörungen

    Verschwommenes Sehen bei 3 von 120 Langzeitbehandelten [10]; bei acht Frauen mit Sehbeschwerden nur eine reversible Abnahme der Flimmerwahrnehmung [11]. Die US-Fachinformation nennt verschwommenes Sehen und Flimmerskotome, die mit Gesamtmenge und Behandlungsdauer häufiger werden und meist reversibel sind [12]. Die deutsche Fachinformation (Clomifen-ratiopharm, Stand August 2016) nennt Sehstörungen häufig, beschreibt sie nach bisherigen Beobachtungen als vorübergehend und verlangt bei Auftreten das Absetzen, eine augenärztliche Untersuchung und keine weiteren Behandlungszyklen; in einem Einzelfall verschwanden Skotome erst am 32. Tag nach Therapieende [20]. Nur US-Fachinformation: anhaltende Sehstörungen, auch nach dem Absetzen [12].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Stimmungsänderungen

    Häufigste berichtete Nebenwirkung unter Langzeitbehandlung (5 von 120) [10].

    Mensch, nicht randomisiert

  • HDL-Senkung

    HDL-Cholesterin sank in der RCT an adipösen Männern [6].

    Mensch, randomisiert

  • Mehrlingsschwangerschaften und Hitzewallungen (Frauen)

    Zwillinge bei 7,4 % der Schwangerschaften unter Clomifen, Hitzewallungen häufiger als unter Letrozol [13].

    Mensch, randomisiert

  • Ovarielles Überstimulationssyndrom (Frauen)

    Laut US-Fachinformation unter Clomifen zur Eisprungauslösung berichtet; es kann rasch fortschreiten [12]. Die deutsche Fachinformation nennt eine Überstimulation der Ovarien sehr selten und eine erhöhte Gefahr thromboembolischer Ereignisse bei schwerer Überstimulation [20]. Nur US-Fachinformation: Todesfälle durch hypovolämischen Schock, Hämokonzentration oder Thromboembolie [12].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Unkontrollierte Einnahme als „PCT“

    Laut Übersicht wird Clomifen nach Anabolikakuren häufig ohne ärztliche Begleitung genommen; klinische Wirksamkeit, Sicherheit und Überwachung sind dafür unzureichend definiert, Immunoassays erfassen die Erholung der Hormonachse nur eingeschränkt [1].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Gegenanzeigen laut Fachinformation

    Die deutsche Fachinformation (Clomifen-ratiopharm) nennt als Gegenanzeigen Überempfindlichkeit, Hypophysen- und ovarielle Tumoren, Lebererkrankungen oder Leberfunktionsstörungen (auch in der Vorgeschichte), ungeklärte Uterusblutungen, Blutgerinnungsstörungen, ovarielle Funktionsstörungen, Ovarialzysten (ausgenommen polyzystische Ovarien) und Sehstörungen bei vorangegangener Clomifen-Behandlung (4.3); die Anwendung in der Schwangerschaft ist unbedingt zu vermeiden (4.6) [20]. Die US-Fachinformation (Anwendung bei Frauen) nennt als Gegenanzeigen Schwangerschaft, Lebererkrankung oder Leberfunktionsstörung in der Vorgeschichte, ungeklärte Gebärmutterblutungen, Ovarialzysten außerhalb eines PCOS, unkontrollierte Schilddrüsen- oder Nebennierenfunktionsstörungen und organische Hirnläsionen wie Hypophysentumoren [12]. Nur US-Fachinformation als Gegenanzeige: Schwangerschaft (deutsche Fachinformation: in 4.6 statt 4.3), unkontrollierte Schilddrüsen- oder Nebennierenfunktionsstörungen (deutsche Fachinformation: Clomifen bei solchen Ursachen nur nicht wirksam, 4.4) und organische Hirnläsionen über Hypophysentumoren hinaus [12][20]. Eine Fachinformation für die Anwendung bei Männern gibt es nicht; auch die einzige deutsche Fachinformation gilt nur für die Auslösung des Eisprungs bei Frauen [20].

    Mensch, nicht randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Clomifen stellt nach einer Steroidkur die Hormonachse wieder her (PCT)“

    In einer retrospektiven Kohorte mit 79 Männern nach kurzen Anabolikakuren (Stufe 3, keine zufällige Gruppenzuteilung) normalisierten sich die Hormonwerte unter Clomifen schneller als ohne Behandlung, nach sechs Monaten aber in allen Gruppen; die Spermienwerte erholten sich unter Behandlung früher [14]. Belegt ist damit höchstens eine schnellere Erholung von Markern, nicht eine Erholung, die ohne Clomifen ausbliebe. Eine RCT fehlt; Übersichten nennen die Datenlage überwiegend beobachtend und die klinische Wirksamkeit unzureichend definiert [1][15]. Der Mechanismus (Aufhebung der Östrogen-Rückkopplung) ist bei Hypogonadismus belegt [6][7].

  • teilweise belegt

    „Clomifen ist so gut wie eine Testosterontherapie, ohne die Fruchtbarkeit zu opfern“

    Die Testosteronwerte unterschieden sich insgesamt nicht von Testosteronersatz, bei hoher Heterogenität (I² = 80,6 %); die Libido war unter Testosteron besser, bei geringer Heterogenität (I² = 18,8 %), aber nur aus drei Studien mit 199 Patienten; die Autoren werten die Ergebnisse als vorläufig [9]. Dass die Spermienbildung erhalten bleibt, beschreibt eine Übersicht als Ziel und Mechanismus [1]; in den hier geprüften Studien wurde sie nicht gemessen.

  • nicht belegt

    „Das Zuclomifen in Clomifen verursacht die Nebenwirkungen“

    Belegt ist nur, dass sich Zuclomifen über Zyklen anreichert und länger verweilt [3][4]; ein Zusammenhang mit Nebenwirkungen wurde in diesen Studien nicht untersucht.

  • nicht belegt

    „Mehr Testosteron durch Clomifen bedeutet bessere Erektionen und mehr Lust“

    In einer Überkreuz-RCT stieg Testosteron, die Sexualfunktion besserte sich aber nicht [7]; in einer zweiten RCT besserte sich nur eine von mehreren sexuellen Beschwerden [6].

Pharmakokinetik

Halbwertszeit
Wegen sehr flacher Eliminationsphase in der Einzeldosisstudie nicht bestimmbar; Zuclomifen reichert sich über Zyklen an [3][4].
Weg ins Gehirn
Wirkt am Hypothalamus und an der Hypophyse (Rückkopplung, GnRH-Test) [2].

Rechtlicher Status

Deutschland
Verschreibungspflichtig als Arzneimittel (AMVV Anlage 1, Eintrag „Clomifen“) [16]. Bei Frauen zur Auslösung des Eisprungs eingesetzt [13]; bei Männern off label [1][5]. In AMIce ist mit Clomifen nur das Präparat Clomifen-ratiopharm (Tabletten) verzeichnet, mit Fachinformation (Stand August 2016) und dem Anwendungsgebiet Auslösung des Eisprungs bei Frauen (Abruf 25.10.2026) [20]; der Zulassungsstatus in der AMIce-Dokumentanzeige wurde nicht geprüft. Doping: In der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz unter III. „Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren“, 2. „Antiestrogene Stoffe“ namentlich aufgeführt; die Aufzählung schließt laut Schlusssatz Isomere und Isomerengemische ein [17].
EU
Keine zentrale EU-Zulassung (kein Clomifen-Präparat im EMA-Arzneimittelexport, Stand 24.10.2026).
USA
Von der FDA zugelassen: Laut Drugs@FDA sind die Tabletten Clomid unter der ursprünglichen NDA 016131 (Erstzulassung 01.02.1967) eingestellt und unter ANDA 075528 (Zulassung 30.08.1999) verschreibungspflichtig im Verkehr [19]. Weitere Generika nicht ausgewertet.
Andere Länder
Sport: Auf der WADA-Verbotsliste 2026 im Abschnitt S4.2 („Anti-estrogenic substances [anti-estrogens and selective estrogen receptor modulators (SERMs)]“) namentlich als „Clomifene“ aufgeführt; S4 gilt jederzeit, also auch außerhalb von Wettkämpfen, S4.2 zählt zu den „Specified Substances“ [18]. Die deutsche Bekanntmachung der Liste im BGBl. Teil II wurde nicht geprüft.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Erholt sich die Hormonachse nach Anabolikakuren mit Clomifen auch in randomisierten Studien schneller als ohne, und hat das klinische Folgen?
  • Welche Langzeitfolgen hat ein dauerhaft erhöhter Östradiolspiegel bei Männern unter Clomifen?
  • Trägt die Anreicherung von Zuclomifen zu Nebenwirkungen bei?

Referenzen

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  3. Young SL, Opsahl MS, Fritz MA. Serum concentrations of enclomiphene and zuclomiphene across consecutive cycles of clomiphene citrate therapy in anovulatory infertile women. Fertil Steril. 1999;71(4):639-44. doi:10.1016/s0015-0282(98)00537-8 · PubMed
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  17. Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), Anlage (zu § 2 Absatz 3). Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 67, S. 1–5. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html
  18. World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List (International Standard), Abschnitt S4 „Hormone and metabolic modulators“, S4.2 „Anti-estrogenic substances [anti-estrogens and selective estrogen receptor modulators (SERMs)]“ [Internet]. Montreal: WADA; 2025. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
  19. U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage): Clomifencitrat, Clomid (Tabletten): NDA 016131 „Discontinued“, Originalzulassung (ORIG, AP) 01.02.1967; ANDA 075528 „Prescription“, Zulassung (ORIG, AP) 30.08.1999 [Internet]. Silver Spring (MD): FDA; Datenstand 23.10.2026, abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=application_number:NDA016131
  20. ratiopharm GmbH. Fachinformation Clomifen-ratiopharm 50 mg Tabletten (Zul.-Nr. 22255.00.00). Stand der Information: August 2016. AMIce, öffentlicher Teil (BfArM), Eingangsnummer 2122255, in AMIce übertragen am 11.10.2016 [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
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Geprüft

  • Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py online aufgelöst.
  • Am Abstract: Östrogenrezeptor-Antagonismus, Rückkopplung, Gonadotropine, Spermienerhalt, PCT ohne Standard, Wirksamkeit und Sicherheit ungeklärt, Immunoassays eingeschränkt [1]; 6 eugonadale Männer, 5 Tage, LH/FSH/E2/T ↑, GnRH-Antwort ↓ [2]; 14 Frauen, Zuclomifen-Anreicherung über 3 Zyklen, Enclomifen an Tag 3 nicht nachweisbar [3]; 9 Patientinnen, AUC Zuclomifen 1289 vs. Enclomifen 65 ng/ml·h (verschiedene Zeitfenster), Halbwertszeit nicht bestimmbar [4]; 19 Studien (4 RCTs, 15 Beobachtungsstudien), 1642 Patienten, ADAM besser, Nebenwirkungen < 10 % [5]; 78 Männer, 12 Wochen, Hormone ↑, Magermasse ↑, eine sexuelle Beschwerde besser, HDL ↓ [6]; 17 Männer, Überkreuz je 2 Monate, Sexualfunktion nicht besser [7]; RCT-MA, TT +273,76 ng/dl (191,87–355,66; I² = 89 %), LH +4,66, FSH +4,59 IU/l, Clomifen und Enclomifen gepoolt [8]; 11 Studien, 1512 Patienten, TT kein Unterschied zu TRT, Libido schlechter (MD −0,54), keine Interessenkonflikte [9]; 400 Männer, 88 % eugonad, 77 % Symptome besser, 8 % Nebenwirkungen [10]; 8 Frauen, Flimmersensitivität [11]; 750 Frauen, 19,1 vs. 27,5 % Lebendgeburt, Zwillinge 7,4 vs. 3,4 % [13].
  • Gegenprüfung 24.10.2026 (Abstracts über PubMed efetch gelesen): retrospektive Kohorte an zwei Zentren, 79 Männer nach höchstens 6 Monaten Anabolika mit normalen Werten vor der Kur, Gruppen ohne Behandlung, Clomifen, Clomifen + hCG; „Both pharmacological regimens accelerated hormonal recovery vs NT, with normalisation across groups by Month 6“; Normozoospermie nach 12 Monaten 87,5/69,2/58,6 %; Autoren fordern prospektive randomisierte Studien [14]. Übersicht: „most data derived from observational studies“, „some studies suggest that PCT may accelerate short-term hormonal and seminal recovery“, spontane Erholung bei den meisten innerhalb von Monaten, keine Interessenkonflikte erklärt [15]. Abstract [1] erneut gelesen: „clinical efficacy, safety and optimal monitoring strategies remain poorly defined“, „Clinical studies consistently show improvements in hormonal parameters“; die frühere Formulierung „kontrollierte Studien fehlen“ stand dort nicht und ist gestrichen. [9]: Testosteron I² = 80,6 %, Libido 3 Studien, 199 Patienten, MD −0,54, I² = 18,8 %; ob die Libido-Studien RCTs sind, nennt der Abstract nicht.
  • WADA-Verbotsliste 2026 am 24.10.2026 auf wada-ama.org gelesen (HTML-Fassung; PDF „2026list_en_final_clean_september_2025.pdf“): S4.2 nennt „Clomifene“; S4 „All times“; S4.1 und S4.2 „Specified Substances“ [18].
  • US-Fachinformation CLOMID (DailyMed, SPL-Version 3 vom 31.01.2025) am 24.10.2026 gelesen: Gegenanzeigen, Sehstörungen (teils anhaltend), OHSS mit Todesfällen durch Schock, Hämokonzentration oder Thromboembolie [12].
  • AMVV Anlage 1 am 24.10.2026 gelesen: Eintrag „Clomifen“ [16]. AntiDopG-Anlage am 24.10.2026 gelesen: III. Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren, 2. Antiestrogene Stoffe: Clomifen, Cyclofenil, Fulvestrant, Raloxifen, Tamoxifen, Toremifen; Schlusssatz zu Salzen, Estern, Ethern, Isomeren, Isomerengemischen, Komplexen und Derivaten [17].
  • EMA-Arzneimittelexport (Zeitstempel 24.10.2026): kein Clomifen-Präparat; Clomifen nur in Indikationstexten anderer Arzneimittel erwähnt; EnCyzix (Enclomifen) abgelehnt (EMEA/H/C/004198, 06.04.2018) – gehört in das geplante Profil enclomifen.
  • PubChem CID 2800 (Gemisch ohne Stereodeskriptor).
  • 25.10.2026, Entscheidung q012: Alle Bewertungen in versprechen und behauptungen beruhen nur auf Abstracts (kein Volltext gelesen, auch nicht von [14]); in den Begründungen der Versprechen als „nur Abstract geprüft“ gekennzeichnet, für die Behauptungen gilt dasselbe.
  • 25.10.2026, Entscheidung q009 (K3): „Hebt bei Hypogonadismus das eigene Testosteron (nur Marker)“ von „nur bei Kranken belegt“ auf „nur Marker belegt“ umgestellt. Abstracts über PubMed efetch erneut gelesen: Gesamt- und freies Testosteron, Östradiol, LH, FSH und SHBG ↑ (p < 0,001) [6]; LH, FSH, Gesamt- und freies Testosteron gegenüber Placebo signifikant ↑, Sexualfunktion bis auf einzelne Parameter nicht besser [7].
  • 25.10.2026, Entscheidung q098: verwandt „Bestandteil“ → enclomifen entfernt; der Link folgt erst, wenn das Profil enclomifen existiert (Leitfaden, „Familien und Übersichtsprofile“).
  • 25.10.2026, Entscheidung q018: Handelsname „Clomid“ in synonyme ergänzt. Belege: Drugs@FDA (über openFDA am 25.10.2026 abgefragt): CLOMID: NDA 016131 (Sanofi) eingestellt, unter ANDA 075528 (Cosette) verschreibungspflichtig im Verkehr; US-Fachinformation von CLOMID [12]; ergänzend EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Clomid“ in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg und Nordirland; in Deutschland nur ein Präparat aus Wirkstoff- und Firmenname (nicht aufgenommen).
  • 25.10.2026, Korrekturrunde: „Clostilbegyt“ (Egis) aus synonyme entfernt. Es steht nur in der Art.-57-Datenbank (sieben mittel- und osteuropäische Länder), die der Leitfaden nicht als Beleg nennt (EPAR, Fachinformation, Drugs@FDA); openFDA: kein Treffer; kein EPAR (keine zentrale Zulassung). Im polnischen Arzneimittelregister (Rejestr Produktów Leczniczych, Abfrage 25.10.2026) ist Clostilbegyt national zugelassen, eine Fachinformation (ChPL) war dort nicht abrufbar. Wieder aufnehmen, wenn Tilman Art. 57 als Beleg freigibt oder eine Fachinformation vorliegt.
  • 25.10.2026 (Paket kat-w3-p9): Gegenlink zum neuen Profil `testosteron` ergänzt, Beziehung „gleiche Klasse“. Gemeinsamer Mechanismus: Beide wirken auf die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse und auf den Testosteronspiegel – Testosteron als zugeführtes Hormon mit Rückkopplungshemmung, Clomifen durch Blockade der Estrogen-Rückkopplung mit Anstieg von LH, FSH und eigenem Testosteron. Inhaltlich wurde nichts geändert.
  • 25.10.2026, Rechtsstatus (FDA-Kennungen): Drugs@FDA über openFDA (Datenstand 23.10.2026, Abfrage 25.10.2026) selbst abgefragt: NDA 016131 Clomid „Discontinued“, ORIG AP 01.02.1967; ANDA 075528 Clomid „Prescription“, ORIG AP 30.08.1999 [19]. status.usa von „nicht verifiziert“ auf diese Primärquelle umgestellt. EMA-Datenexport vom 25.10.2026 erneut durchsucht: kein Clomifen-Präparat, nur EnCyzix (Enclomifen, EMEA/H/C/004198, „Refused“).
  • 25.10.2026, Handelsnamen einheitlich (q018; Leitfaden „Handelsnamen“, Entscheidung 25.10.2026: Art.-57-Datenbank als Beleg gleichrangig mit EPAR, Fachinformation und Drugs@FDA; US-Namen nur ohne DE/EU-Namen; keine Kombinationspräparate): „Clostilbegyt“ wieder in synonyme aufgenommen; die Entfernung aus der Korrekturrunde ist damit aufgehoben. Beleg, in der Liste erneut nachgesehen: EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „Clostilbegyt“ (oral, Clomifencitrat) in sieben Ländern (Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn), nicht in Deutschland; „Clomid“ in sechs Ländern bzw. Gebieten (u. a. Belgien, Frankreich, Irland, Italien), ebenfalls nicht in Deutschland. In Deutschland ist nur ein Präparat aus Wirkstoff- und Firmenname gelistet (nicht aufgenommen).
  • 26.10.2026, Entscheidung n019 (Tilman, Bogen 2; Prüfbericht docs/pruefberichte/rechtsstatus-e20.md, Frage 18, Block B): US-Angaben ohne deutsche Entsprechung bleiben mit Kennzeichnung „nur US-Fachinformation“ (anhaltende Sehstörungen, OHSS-Todesfälle). Deutsche Fachinformation Clomifen-ratiopharm (Stand August 2016, neueste hinterlegte Fassung, übertragen 11.10.2016; PDF-Text aus dem AMIce-Rohabruf vom 25.10.2026) selbst gelesen: 4.1 nur Ovulationsauslösung bei Frauen; 4.4 Sehstörungen (absetzen, augenärztliche Untersuchung); 4.8 Sehstörungen häufig, vorübergehend, Überstimulation sehr selten, Thromboemboliegefahr bei schwerer Überstimulation, keine Todesfälle; Skotome bis zum 32. Tag nach Therapieende in einem Einzelfall [20].
  • 26.10.2026, Gegenprüfung zu n019: Deutsche Fachinformation Clomifen-ratiopharm (Stand August 2016) Abschnitt 4.3 im Wortlaut gelesen: Überempfindlichkeit, Hypophysen- und ovarielle Tumoren, Lebererkrankungen/Leberfunktionsstörungen (auch in der Anamnese), ungeklärte Uterusblutungen, Blutgerinnungsstörungen, ovarielle Funktionsstörungen, Ovarialzysten (ausgenommen polyzystische Ovarien), Sehstörungen bei vorangegangener Clomifen-Behandlung; Schilddrüsen- und Nebennierenerkrankungen nur in 4.4 („nicht wirksam“), Schwangerschaft nur in 4.6 („unbedingt vermieden“) [20]. Gegenanzeigen-Risiko danach in DE- und US-Angaben getrennt, US-only-Punkte gekennzeichnet. AMIce-Trefferliste (Stoff „Clomifen“, mit und ohne FI-Filter je 1 Treffer, ENR 2122255) aus dem Rohabruf vom 25.10.2026 ausgewertet; status.deutschland entsprechend angepasst, ohne die Formel „verkehrsfähig“, weil keine Dokumentanzeige mit Status vorliegt (Prüfbericht, Methodik 1).

Nicht verifiziert

  • Zulassungsstatus von Clomifen-ratiopharm in der AMIce-Dokumentanzeige nicht geprüft (ausgewertet: Trefferliste und Fachinformation aus dem Rohabruf vom 25.10.2026) [20]. US-Fachinformation [12] und WADA-Liste ohne DOI/PMID (Prüfskript-Warnung erwartet).
  • Die Maßeinheit des gepoolten Testosteronanstiegs in [5] (2,60) steht nicht im Abstract; die Zahl wird nicht verwendet.
  • Welche der Studien in [8] Clomifen und welche Enclomifen prüften, wurde nicht im Volltext aufgeschlüsselt.
  • Ob Zuclomifen östrogen-agonistisch wirkt, wurde nicht an einer Primärquelle geprüft und steht nicht im Profil.
  • Die deutsche Bekanntmachung der WADA-Verbotsliste 2026 im BGBl. Teil II wurde nicht geprüft.
  • Wie die Männer in [14] den Gruppen zugeordnet wurden und ob Störfaktoren (Dauer und Art der Anabolika) adjustiert wurden, steht nicht im Abstract; Volltext nicht gelesen.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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