Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Für kräftige Haare
Einzelbefund, unbestätigtEine herstellernahe RCT mit Bambus-Silica nur in Kombination mit Biotin: Biotin allein wirkte fast ebenso; gegenüber Biotin war nur die Haardicke besser, die Haarzahl nicht [7]. Dazu eine offene Studie mit kolloidaler Kieselsäure ohne Kontrollgruppe [6]. Der Kollagen-Mechanismus stammt aus Zellversuchen mit gelöster Orthokieselsäure [5]. Zerlegt aus „Für kräftige Haare, Haut und Nägel“ (K4).
Für festere Nägel
kein NutzenIn der einzigen RCT war Bambus-Silica mit Biotin bei Nagelrauigkeit, Schichtspaltung und Rillen nicht signifikant besser als Biotin allein (Volltext, Tabelle 4); beide Präparate verbesserten die Nägel gegenüber dem Ausgangswert, herstellernah [7]. Die offene Studie mit kolloidaler Kieselsäure hatte keine Kontrollgruppe [6].
Für straffere Haut
Einzelbefund, unbestätigtNur eine offene Studie ohne Kontrollgruppe mit 50 Teilnehmenden und kolloidaler Kieselsäure, eingenommen und zugleich aufgetragen: Hautdicke und Falten besser, Epidermisdicke und Elastizität unverändert [6]. In der RCT mit Bambus-Silica und Biotin [7] wurde die Haut zwischen den beiden Präparaten nicht verglichen; ein Beitrag des Silicas ist daraus nicht ableitbar.
Siliciumdioxid liefert gut verfügbares Silicium
Einzelbefund, unbestätigtEin Einzelbefund gegen das Versprechen: Gemessen wurde nur partikuläre kolloidale Kieselsäure bei 3 Personen, aus der etwa 1 % des Siliciums aufgenommen wurde, aus Lebensmitteln wie grünen Bohnen dagegen 44 % (Statusmarker Urinausscheidung) [1]. Ob dieses Material dem Anhang-II-Eintrag „Siliciumdioxid“ oder „Kieselsäure (in Gelform)“ entspricht, ist ungeklärt; Kieselerde (Diatomeenerde) selbst wurde nicht gemessen, Schachtelhalm- und Silica-Komplex-Präparate lösten sich in vitro kaum [1]. Bereich wie beim Hauptversprechen, weil die Form vor allem für Haut und Haare beworben wird.
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Siliciumdioxid
Silicium wird aus dem Darm als gelöste Orthokieselsäure aufgenommen. In einer Vergleichsstudie wurden einfache, gelöste Siliciumverbindungen gut aufgenommen, partikuläre umso schlechter, je stärker sie polymerisiert waren: aus kolloidaler Kieselsäure etwa 1 %, aus Monomethylsilantriol etwa 64 % und aus cholinstabilisierter Orthokieselsäure etwa 17 % des Siliciums (Urinausscheidung als Maß) [1]. Siliciumdioxid steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG; „Kieselsäure (in Gelform, Silicagel)“ ist ein eigener Eintrag [2]. Die EFSA bewertete beide 2009 als Siliciumquelle für Nahrungsergänzungsmittel [3]. Als Zusatzstoff E 551 (synthetisches amorphes Siliciumdioxid) wird Siliciumdioxid nach der Neubewertung der EFSA 2018 kaum aufgenommen; die Spezifikationen schließen Nanopartikel nicht aus, und die bisherige, nicht zahlenmäßig festgelegte zulässige Tagesaufnahme („not specified“) konnte die EFSA mangels Langzeitdaten zu Nanopartikeln nicht bestätigen [4]. Rechnerisch enthält Siliciumdioxid etwa 47 % Silicium (aus der Summenformel in PubChem).
Das Hauptversprechen sind kräftige Haare, Haut und Nägel über mehr Kollagen. Die Begründung stammt aus Zellversuchen, in denen gelöste Orthokieselsäure die Kollagen-Typ-I-Synthese in knochenbildenden Zellen steigerte [5]. Ob aus Siliciumdioxid genug Orthokieselsäure entsteht, ist offen. In einer offenen Studie ohne Kontrollgruppe mit 50 Frauen besserten sich unter kolloidaler Kieselsäure (eingenommen und zugleich auf das Gesicht aufgetragen) Hautdicke, Falten und der Zustand von Haaren und Nägeln; drei Frauen brachen wegen trockener Gesichtshaut ab [6]. In einer RCT mit 105 Personen verbesserte ein Bambus-Extrakt mit Silica und Biotin Haarausfall, Haarwachstum, Hautelastizität und Nägel gegenüber Placebo, Biotin allein aber fast ebenso; im Vergleich der beiden Präparate war nur die Haardicke signifikant besser, die Haarzahl nicht. Ein Autor ist beim Hersteller der Extrakte angestellt, die anderen beim durchführenden Auftragsforschungsinstitut [7]. Dass mehr Silicium aus der Nahrung mit höherer Knochendichte einhergeht, beruht auf Querschnittsdaten der Framingham-Kohorte und betrifft vor allem Lebensmittel und Bier, nicht Siliciumdioxid [8].
Formulierungen und Herkunft: Als „Kieselerde“ wird häufig Diatomeenerde angeboten (Einschätzung, nicht an einer Primärquelle geprüft). In einer unkontrollierten Studie mit 19 Personen mit mäßig erhöhtem Cholesterin sank unter Diatomeenerde das Serumcholesterin nach sechs Wochen um 13,2 %; die Autoren forderten placebokontrollierte Studien [9]. Die Zusammensetzung von Diatomeenerde schwankt stark mit Herkunft und Verarbeitung. Wegen des hohen Anteils an kristallinem Siliciumdioxid in verarbeiteter Ware halten die Autoren einer In-vitro-Studie sie am Arbeitsplatz für ein mögliches Atemwegsrisiko; in ihren 19 Proben hing die Reaktivität aber nicht vom kristallinen Anteil ab, die kristallinreichen flux-kalzinierten Proben waren alle unreaktiv, und eine Bestätigung am lebenden Organismus fehlt [10]. Schachtelhalm-Kapseln lösten sich unter simulierten Verdauungsbedingungen nur wenig, „Silica-Komplex“-Tabletten gar nicht [1]. Zu Bambus-Silica gibt es nur die herstellernahe Kombinationsstudie mit Biotin [7].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Nährstoff aus der Nahrung gewählter Wirkstoff (bzw. seine Spaltprodukte) Hemmstoff gebunden Kreuz = gehemmt · gestrichelter Kreis = Weg ohne gezeigtes Protein
Normalzustand
Aufnahme in dieser Zelle (Modell): Ausgangslage
Siliciumdioxid
Aufnahme in dieser Zelle (Modell): kaum verändert
Beide Felder zeigen dieselbe Zelle, links ohne, rechts mit dem gewählten Wirkstoff. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung (z. B. weniger Glucose bei gehemmten Enzymen, mehr Aufnahmen, wenn der Wirkstoff selbst aufgenommen wird). Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Silicium wird als gelöste Orthokieselsäure aufgenommen; je stärker eine Siliciumverbindung polymerisiert ist, desto schlechter. Aus kolloidaler Kieselsäure erschien nur etwa 1 % des Siliciums im Urin [45]. Der Aufnahmeweg ist im Profil nicht benannt (gestrichelter Kreis); die Häufigkeit in der Abbildung ist nicht maßstäblich.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Magnesiumglycinat: Aufnahme über den Dipeptidweg im Profil nur vermutet
- Nicotinamidmononukleotid (NMN): vorgeschlagener Transporter Slc12a8 umstritten
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Kollagen-Typ-I-Synthese (Osteoblasten) | Signalweg | Aktivator | durch gelöste Orthokieselsäure, nicht durch Siliciumdioxid geprüft (Zellkultur) | Labor[5] |
| Siliciumaufnahme im Darm | Sonstiges | Bindung | ≈ 1 % aus kolloidaler Kieselsäure (Urinausscheidung) | Mensch, nicht randomisiert[1] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · kolloidale Kieselsäure (Suspension)
≈ 1 % (Urinausscheidung, 3 Personen)Serumgipfel nach etwa 2 Stunden; deutlich weniger als aus Monomethylsilantriol (≈ 64 %) oder cholinstabilisierter Orthokieselsäure (≈ 17 %) [1].
Mensch, nicht randomisiert
Oral (geschluckt) · Schachtelhalm-Kapseln, Silica-Komplex-Tabletten
Nur In-vitro-Lösungstest: Schachtelhalm löste sich wenig, die Tabletten gar nicht; deshalb nicht am Menschen getestet [1].
Labor
Oral (geschluckt) · E 551 (synthetisches amorphes Siliciumdioxid)
Laut EFSA kaum aufgenommen; siliciumhaltiges Material wurde aber in einigen Geweben gefunden (Tierdaten) [4].
Tierversuch
Studien am Menschen
Siliciumaufnahme aus Lebensmitteln und Präparaten
Gemessen: Siliciumausscheidung im Urin
Ergebnis: Kolloidale Kieselsäure 1 % (n = 3), ch-OSA 17 %, MMST 64 %, grüne Bohnen 44 %.[1]
Mensch, nicht randomisiert
Kolloidale Kieselsäure bei Haut, Haaren, Nägeln
Gemessen: Haut, Haare, Nägel (klinische Bewertung, Ultraschall)
Ergebnis: Besserung von Hautdicke, Falten, Haaren und Nägeln; Epidermisdicke und Elastizität unverändert; 3 Abbrüche wegen trockener Haut.[6]
Mensch, nicht randomisiert
Bambus-Silica mit Biotin
Gemessen: Haarausfall, Haarwachstum, Haut, Nägel
Ergebnis: Biotin und Biotin mit Silica besser als Placebo; zwischen beiden nur die Haardicke signifikant verschieden; Autoren bei Hersteller und Auftragsforschungsinstitut angestellt.[7]
Mensch, randomisiert
Diatomeenerde und Cholesterin
Gemessen: Serumlipide
Ergebnis: Cholesterin −13,2 % in Woche 6; LDL und Triglyceride gesunken.[9]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Nanopartikel in E 551
Die Spezifikationen für E 551 schließen Nanopartikel nicht aus; mangels Langzeitstudie mit Nano-Siliciumdioxid konnte die EFSA die zulässige Tagesaufnahme nicht bestätigen, fand bei den gemeldeten Verwendungen aber keinen Hinweis auf Toxizität (überwiegend Tierdaten) [4].
Tierversuch
Diatomeenerde-Staub (Bedeutung des kristallinen Anteils unklar)
Die Autoren einer In-vitro-Studie mit 19 Diatomeenerde-Proben nennen den hohen Anteil an kristallinem Siliciumdioxid in verarbeiteter Ware als möglichen Grund zur Sorge beim Einatmen am Arbeitsplatz. Ihre Zellversuche zeigten aber keinen Zusammenhang zwischen kristallinem Anteil und Reaktivität: Die kristallinreichen flux-kalzinierten Proben waren alle unreaktiv, unverarbeitete und kalzinierte Proben reichten von unreaktiv bis so zellschädigend und hämolytisch wie die kristalline Positivkontrolle DQ12; eine In-vivo-Bestätigung fehlt [10]. Für die Einnahme als Nahrungsergänzung wurden keine Daten gefunden.
Labor
Hautreizung bei äußerlicher Anwendung
In der offenen Studie mit kolloidaler Kieselsäure brachen drei von 50 Frauen wegen trockener Gesichtshaut durch das Auftragen ab [6].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- Biotin: In der einzigen RCT war Bambus-Silica mit Biotin kombiniert; Biotin allein wirkte fast ebenso, sodass der Beitrag des Siliciums unklar bleibt [7].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Kieselerde liefert gut verfügbares Silicium“
Kieselerde selbst wurde nicht gemessen. Aus partikulärer, kolloidaler Kieselsäure wurde nur etwa 1 % aufgenommen, aus Lebensmitteln und gelösten Formen ein Vielfaches; Schachtelhalm- und Silica-Komplex-Präparate lösten sich in vitro kaum [1].
- nicht belegt
„Silicium aus Kieselerde stärkt Haare, Haut und Nägel“
Keine RCT mit Siliciumdioxid allein; offene Studie mit kolloidaler Kieselsäure [6], herstellernahe Kombinationsstudie mit Biotin [7].
- nicht belegt
„Silicium ist wichtig für die Knochen, deshalb hilft Kieselerde gegen Osteoporose“
Querschnittsdaten verbinden Silicium aus der Nahrung mit höherer Knochendichte [8]; Daten zu Siliciumdioxid-Präparaten und Knochen wurden nicht gefunden.
- nicht belegt
„Kieselerde senkt das Cholesterin“
Nur eine unkontrollierte Studie mit 19 Personen und Diatomeenerde: Cholesterin −13,2 % nach sechs Wochen; die Autoren forderten selbst placebokontrollierte Studien [9]. Eine Bestätigung wurde nicht gefunden, und Diatomeenerde ist eine Herkunft mit wechselnder Zusammensetzung, nicht Siliciumdioxid als definierte Form.
- teilweise belegt
„Siliciumdioxid als Zusatzstoff (E 551) ist bedenklich“
Die EFSA fand bei den gemeldeten Verwendungen keinen Hinweis auf Toxizität, konnte die zulässige Tagesaufnahme wegen fehlender Langzeitdaten zu Nanopartikeln aber nicht bestätigen und forderte genauere Spezifikationen [4].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Gering: aus kolloidaler Kieselsäure etwa 1 % des Siliciums [1]; E 551 laut EFSA kaum aufgenommen [4].
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Aufgenommenes Silicium liegt als Orthokieselsäure vor und wird über den Urin ausgeschieden [1].
- Weg ins Gehirn
- Keine Daten.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Nicht verifiziert.
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Siliciumdioxid“; daneben eigener Eintrag „Kieselsäure (in Gelform, Silicagel)“); damit als Siliciumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Die EFSA hat Siliciumdioxid und Kieselsäuregel 2009 als Siliciumquelle bewertet [3]. Als Lebensmittelzusatzstoff E 551 wurde es 2018 neu bewertet [4]. Ob „Kieselerde“ (Diatomeenerde) unter den Anhang-II-Eintrag fällt, wurde nicht geprüft. Nicht in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel als Siliciumquelle (CELEX 02017R2470-20260810, Suche 24.10.2026).
- USA
- Nicht verifiziert.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Wie viel Silicium nehmen Menschen aus handelsüblicher Kieselerde (Diatomeenerde) tatsächlich auf?
- Gibt es placebokontrollierte Studien mit Siliciumdioxid allein zu Haut, Haaren oder Nägeln?
- Wie hoch ist der Anteil kristalliner Phasen und Nanopartikel in Kieselerde-Nahrungsergänzungsmitteln?
Referenzen
- Sripanyakorn S, Jugdaohsingh R, Dissayabutr W, Anderson SH, Thompson RP, Powell JJ. The comparative absorption of silicon from different foods and food supplements. Br J Nutr. 2009;102(6):825–34. doi:10.1017/S0007114509311757 · PubMed
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- European Food Safety Authority (EFSA). Calcium silicate and silicon dioxide/silicic acid gel added for nutritional purposes to food supplements. EFSA J. 2009;7(6):1132. doi:10.2903/j.efsa.2009.1132
- EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS), Younes M, Aggett P, Aguilar F, Crebelli R, Dusemund B, et al. Re-evaluation of silicon dioxide (E 551) as a food additive. EFSA J. 2018;16(1):e05088. doi:10.2903/j.efsa.2018.5088 · PubMed
- Reffitt DM, Ogston N, Jugdaohsingh R, Cheung HF, Evans BA, Thompson RP, et al. Orthosilicic acid stimulates collagen type 1 synthesis and osteoblastic differentiation in human osteoblast-like cells in vitro. Bone. 2003;32(2):127–35. doi:10.1016/s8756-3282(02)00950-x · PubMed
- Lassus A. Colloidal silicic acid for oral and topical treatment of aged skin, fragile hair and brittle nails in females. J Int Med Res. 1993;21(4):209–15. doi:10.1177/030006059302100406 · PubMed
- Patel MN, Maheshvari J, Patel N. The role of Sesbania grandiflora-derived biotin and Bambusa arundinacea-derived silica extracts in promoting hair, skin, and nail health: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical study. Cureus. 2025;17(7):e89118. doi:10.7759/cureus.89118 · PubMed
- Jugdaohsingh R, Tucker KL, Qiao N, Cupples LA, Kiel DP, Powell JJ. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring cohort. J Bone Miner Res. 2004;19(2):297–307. doi:10.1359/JBMR.0301225 · PubMed
- Wachter H, Lechleitner M, Artner-Dworzak E, Hausen A, Jarosch E, Widner B, et al. Diatomaceous earth lowers blood cholesterol concentrations. Eur J Med Res. 1998;3(4):211–5. PubMed
- Nattrass C, Horwell CJ, Damby DE, Kermanizadeh A, Brown DM, Stone V. The global variability of diatomaceous earth toxicity: a physicochemical and in vitro investigation. J Occup Med Toxicol. 2015;10:23. doi:10.1186/s12995-015-0064-7 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): VO (EU) Nr. 432/2012 (Basisfassung CELEX 32012R0432 und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025, CELEX 02012R0432-20250820) enthält keine Angabe für Silicium; deshalb kein Feld health_claims. PubChem führt „colloidal silica“, „silica gel“ und „diatomaceous silica“ als Synonyme von Siliciumdioxid (CID 24261); chemisch sind die Studien mit kolloidaler Kieselsäure und Bambus-Silica deshalb Siliciumdioxid, offen bleibt nur die Zuordnung zu den Anhang-II-Einträgen. Hauptversprechen nach K4 in Haare, Nägel und Haut zerlegt. Volltext [7] (PMC12397994), Tabelle 4: Vergleich Biotin mit Biotin plus Silica nur für Haarzahl (p = 0,61), Haardicke (p < 0,0001), Haardichte, Nagelrauigkeit, Schichtspaltung und Rillen (alle p > 0,05); Haut nicht zwischen den Präparaten verglichen. Autorenerklärung: ein Autor bei Orgenetics, zwei bei NovoBliss angestellt.
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online). EFSA-Gutachten [3]: Titel und Heft über Crossref; [4]: Abstract über Europe PMC.
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Einträge „Siliciumdioxid“ und „Kieselsäure“ mit Fußnote „In Gelform (Silicagel)“. Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810: Siliciumdioxid nur als technischer Hilfsstoff in Spezifikationen anderer neuartiger Lebensmittel, nicht als Siliciumquelle.
- Am Abstract: 64/44/43/17/4/1 %, kolloidale Kieselsäure n = 3, Serumgipfel 2 h, Polymerisierungsgrad [1]; E 551 kaum aufgenommen, Nanopartikel nicht ausgeschlossen, ADI nicht bestätigt, keine Toxizitätshinweise [4]; Kollagen I in Zellkultur [5]; 50 Frauen, offen, 3 Abbrüche, 47 ausgewertet [6]; 105 Personen, 97 beendet, Biotin vs. Biotin mit Silica, Interessenkonflikte [7]; 2847 Personen, Querschnitt [8]; 19 Personen, −13,2 % in Woche 6 [9]; 19 Proben, Variabilität, Reaktivität unabhängig vom kristallinen Anteil, flux-kalzinierte Proben unreaktiv, In-vivo-Bestätigung gefordert; Berufsrisiko nur als Hintergrund der Autoren [10].
- Volltexte (NCBI PMC): [1] In-vitro-Lösungstest mit Schachtelhalm-Kapseln und Silica-Komplex-Tabletten, Reihenfolge der Testprodukte randomisiert, Herkunft der kolloidalen Kieselsäure (Saguna, Deutschland); [7] Vergleichstabelle Biotin vs. Biotin mit Silica (Haardicke p < 0,0001, Haarzahl p = 0,61); [10] (PMC4509483) DQ12 als kristalline Positivkontrolle.
- PubChem: CID 24261, O2Si, Molmasse 60,084; Siliciumanteil daraus berechnet.
- ClinicalTrials.gov: 480 Treffer für „silicon dioxide“ (query.term, 24.10.2026).
- 26.10.2026, Präzisions-Flags (m004; Regeln im Leitfaden unter „Zahlenregel und Präzisions-Flags“, Umsetzung Claude zur Bestätigung durch Tilman): „Für straffere Haut“: kleine_studien – [6] 50 Frauen (Abstract); [7] trägt das Ergebnis laut begruendung nicht. „Siliciumdioxid liefert gut verfügbares Silicium“: kleine_studien – [1] kolloidale Kieselsäure bei 3 Personen (Abstract: „CS, n 3“). Gegenprüfung 26.10.2026: Belege der Flags (Teilnehmendenzahlen, Richtung, Finanzierung) in die begruendung übernommen und an Abstracts bzw. Volltexten erneut geprüft.
Nicht verifiziert
- Inhalt des EFSA-Gutachtens 2009 [3] (Volltext nicht über die erlaubten Schnittstellen abrufbar).
- Ob „Kieselerde“ (Diatomeenerde) rechtlich als „Siliciumdioxid“ nach Anhang II gilt; der Name kommt im Anhang nicht vor.
- Ob die „kolloidale Kieselsäure“ in [1] und [6] eher dem Anhang-II-Eintrag „Siliciumdioxid“ oder „Kieselsäure (in Gelform)“ entspricht.
- Gehalt an kristallinem Siliciumdioxid und Nanopartikeln in handelsüblichen Kieselerde-Präparaten.
- Rechtsstatus in Deutschland und den USA; für [9] gibt es keine DOI (geprüft über PubMed).
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