Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Bioverfügbares Silicium für kräftigere Haare (Kollagen)
Einzelbefund, unbestätigtEine kleine herstellernahe RCT mit 48 Frauen: Reißfestigkeit und Elastizität nahmen nach neun Monaten weniger ab als unter Placebo, die Haare wurden dicker [7]. In der Hautstudie besserte sich die Haar- und Nagelbrüchigkeit nur nach Selbsteinschätzung gegenüber dem Ausgangswert, nicht gegenüber Placebo [6]. Keine unabhängige Bestätigung. Zerlegt aus „Bioverfügbares Silicium: Kollagen für Haut, Haare und Knochen“; Haut und Knochen sind eigene Versprechen. Beleg für „kleine Studien“: 48 [7] und 50 Teilnehmende [6].
Glattere, festere Haut
Einzelbefund, unbestätigtEine kleine herstellernahe RCT mit 50 Frauen: Hautrauigkeit nach 20 Wochen −16 % unter ch-OSA gegenüber +8 % unter Placebo [6]. Keine unabhängige Bestätigung.
Stärkt die Knochen
nicht untersuchtBrüche wurden mit ch-OSA nie gemessen; die einzige RCT erfasste nur Knochenmarker und Knochendichte, die nach K3 kein klinisches Versprechen belegen (siehe das folgende Marker-Versprechen) [8]. Tierdaten (Ratte) zählen nicht für die Stufe [11].
Erhöht Knochenaufbaumarker
Einzelbefund, unbestätigtNur Marker: In einer RCT stieg der Kollagenbildungsmarker PINP stärker als unter Placebo, ohne klare Dosisabhängigkeit; der Abbaumarker CTX-I zeigte einen dosisabhängigen Trend nach oben, die Knochendichte der Lendenwirbelsäule blieb unverändert, ein Effekt am Schenkelhals zeigte sich nur in einer nachträglichen Untergruppe. ch-OSA wurde nur als Zusatz zu Calcium und Vitamin D3 geprüft. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: laut Danksagung im Volltext von Bio Minerals bezahlt, dem Hersteller von ch-OSA, dazu ein kleiner Zuschuss der National Osteoporosis Society [8]. Keine unabhängige Bestätigung.
Lindert Kniearthrose
kein NutzenHauptendpunkt Schmerz nach 12 Wochen insgesamt ohne Unterschied; positive Befunde nur in einer Untergruppe (Männer) [9]. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: eine Autorin bzw. ein Autor laut Affiliation in Forschung und Entwicklung bei Bio Minerals NV, dem Hersteller von ch-OSA [9].
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.
Wirkweise
Evidenzkarte: Cholinstabilisierte Orthokieselsäure (ch-OSA)
Silicium wird als Orthokieselsäure aufgenommen. In menschlichen knochenbildenden Zellen steigerte Orthokieselsäure in physiologischen Konzentrationen die Kollagen-Typ-I-Synthese und die Differenzierung (Zellkultur); der Effekt verschwand, wenn die Prolylhydroxylase gehemmt wurde; dass Orthokieselsäure das Enzym aktiviert, ist damit nicht gezeigt [1]. Gelöste Orthokieselsäure wird beim Menschen zu etwa der Hälfte aufgenommen und rasch über die Niere ausgeschieden (8 Gesunde) [2]. In ch-OSA ist die Kieselsäure mit Cholinchlorid stabilisiert. ch-OSA steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [3], und die EFSA hat es 2009 als Siliciumquelle bewertet [4].
Das Hauptversprechen ist „bioverfügbares Silicium“. In einer Vergleichsstudie mit nüchternen Gesunden, die je zwei Quellen in zufälliger Reihenfolge erhielten, wurden aus Monomethylsilantriol und alkoholfreiem Bier etwa 64 % des Siliciums aufgenommen, aus gelöster Orthokieselsäure 43 %, aus ch-OSA 17 % und aus kolloidaler Kieselsäure 1 % (Urinausscheidung als Maß). ch-OSA wurde dabei in denselben Personen nur mit einem Magnesiumtrisilikat-Antazidum verglichen; die Werte für Monomethylsilantriol und Orthokieselsäure stammen aus anderen Kleingruppen (je mindestens fünf, bei kolloidaler Kieselsäure drei Personen), ein Kopf-an-Kopf-Vergleich fehlt [5]. Die Autoren halten ch-OSA chemisch eher für cholinstabilisierte kolloidale bzw. nanopartikuläre Kieselsäure als für echte Orthokieselsäure; ein Autor hatte zu Siliciumpräparaten beraten [5].
Zum Kollagen-Versprechen gibt es drei kleine RCTs. Bei 50 Frauen mit lichtgeschädigter Haut wurde die Hautrauigkeit unter ch-OSA nach 20 Wochen geringer, unter Placebo größer; Brüchigkeit von Haaren und Nägeln besserte sich nach Selbsteinschätzung gegenüber dem Ausgangswert [6]. Bei 48 Frauen mit feinem Haar nahmen Reißfestigkeit und Elastizität nach neun Monaten weniger ab als unter Placebo, und die Haare wurden dicker [7]. Bei 136 auswertbaren Frauen mit Osteopenie, die alle Calcium und Vitamin D3 erhielten, stieg nach zwölf Monaten nur der Kollagenbildungsmarker PINP stärker, ohne klare Dosisabhängigkeit; der Knochenabbaumarker CTX-I zeigte dagegen einen dosisabhängigen Trend nach oben, und die Knochendichte der Lendenwirbelsäule änderte sich nicht, ein Effekt am Schenkelhals zeigte sich nur in einer nachträglichen Untergruppe [8]. Bei 211 Menschen mit Kniearthrose fand eine zwölfwöchige RCT insgesamt keinen Effekt auf Schmerz und Funktion, nur bei Männern in einer Untergruppe [9]; eine explorative RCT mit 21 Patienten nach Periimplantitis-Operation fand weniger Knochenabbau am Implantat [10]. Die Studien zu Knochen, Knie und Implantaten wurden vom Hersteller Bio Minerals finanziert, mit Angestellten oder Geldempfängern des Herstellers als Mitautoren [8][9][10]; an den Haut- und Haarstudien waren dieselben Mitautoren beteiligt [6][7]. Bei Ratten ohne Eierstöcke verringerte ch-OSA den Knochenverlust am Oberschenkel teilweise (Tierversuch) [11]. Dass mehr Silicium aus der Nahrung mit höherer Knochendichte einhergeht, beruht auf Querschnittsdaten der Framingham-Kohorte, und dort nur bei Männern und Frauen vor der Menopause, nicht bei Frauen nach der Menopause und nicht an der Lendenwirbelsäule [12].
Formulierungen und Herkunft: ch-OSA wird als zähe Flüssigkeit (Tropfen) und als Kügelchen in Kapseln angeboten; die Studien verwendeten beide Formen [6][7][8]. Vergleichende Humandaten zwischen Tropfen und Kügelchen wurden nicht gefunden.
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Kollagen-Typ-I-Synthese (Osteoblasten) | Signalweg | Aktivator | 1,45- bis 1,8-fach bei 10–20 µM Orthokieselsäure (Zellkultur); durch einen Prolylhydroxylase-Hemmer aufgehoben (Abhängigkeit, keine Aktivierung gezeigt) | Labor[1] |
| Kollagenbildungsmarker PINP | Sonstiges | Expression ↑ | nach 12 Monaten höher als unter Placebo (zusätzlich zu Calcium und Vitamin D3) | Mensch, randomisiert[8] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · ch-OSA (Flüssigkeit, verdünnt)
≈ 17 % (Urinausscheidung, nüchtern)Serumgipfel nach etwa 2 Stunden; weniger als gelöste Orthokieselsäure (43 %) und Monomethylsilantriol (64 %), mehr als kolloidale Kieselsäure (1 %) [5].
Mensch, nicht randomisiert
Oral (geschluckt) · Kügelchen in Kapseln
Serum- bzw. Urinsilicium stiegen gegenüber Placebo [6][7]; keine direkte Messung der Aufnahmerate gefunden.[6][7]
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Siliciumaufnahme aus Lebensmitteln und Präparaten
Gemessen: Siliciumausscheidung im Urin
Ergebnis: MMST 64 %, Orthokieselsäure 43 %, ch-OSA 17 %, kolloidale Kieselsäure 1 %; je Quelle mindestens 5, kolloidale Kieselsäure 3 Personen.[5]
Mensch, nicht randomisiert
Haut, Nägel, Haare
Gemessen: Hautrauigkeit, Mechanik; Brüchigkeit (Selbsteinschätzung)
Ergebnis: Rauigkeit −16 % vs. +8 % (Rt); Haar- und Nagelbrüchigkeit nur gegenüber Ausgangswert gebessert.[6]
Mensch, randomisiert
Feines Haar
Gemessen: Reißfestigkeit, Elastizität, Querschnitt
Ergebnis: Elastizitätsgradient −4,5 vs. −11,9 %; Bruchlast −2,2 vs. −10,8 %; Querschnitt größer.[7]
Mensch, randomisiert
Osteopenie mit Calcium und Vitamin D3
Gemessen: Knochenmarker, Knochendichte
Ergebnis: PINP höher in zwei Dosisgruppen, CTX-I mit dosisabhängigem Trend nach oben; Lendenwirbelsäule unverändert; 136 beendeten die Studie. ch-OSA nur als Zusatz zu Calcium und Vitamin D3 geprüft (alle Gruppen erhielten beides).[8]
Mensch, randomisiert
Kniearthrose
Gemessen: WOMAC-Schmerz
Ergebnis: Kein Unterschied insgesamt; Besserung nur bei Männern (Untergruppe).[9]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Sicherheitsdaten nur aus Herstellerstudien
In der zwölfmonatigen Osteopenie-Studie traten keine ch-OSA-bedingten unerwünschten Ereignisse auf, die Laborwerte blieben normal [8]. Unabhängige Langzeitdaten wurden nicht gefunden.
Mensch, randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„ch-OSA ist die am besten bioverfügbare Siliciumform“
Nur Statusmarker (Urinausscheidung): In der einzigen Vergleichsstudie wurden aus ch-OSA 17 % aufgenommen, aus Monomethylsilantriol 64 % und aus gelöster Orthokieselsäure 43 %; nur gegenüber kolloidaler Kieselsäure (1 %) schnitt ch-OSA besser ab [5]. Die Vergleiche liefen zwischen verschiedenen Kleingruppen; innerhalb derselben Personen wurde ch-OSA nur mit Magnesiumtrisilikat verglichen, ein Kopf-an-Kopf-Vergleich mit den besser aufgenommenen Formen fehlt [5]. Deshalb „nicht belegt“ statt „widerlegt“.
- teilweise belegt
„ch-OSA macht Haare und Nägel kräftiger“
Eine RCT mit Haarfestigkeit und -dicke [7]; Nägel nur per Selbsteinschätzung gegenüber dem Ausgangswert [6]; beide Studien herstellernah und nicht unabhängig bestätigt.
- nicht belegt
„ch-OSA baut Knochen auf“
Kollagenmarker stieg, der Abbaumarker CTX-I tendenziell ebenfalls, die Knochendichte der Wirbelsäule nicht; Schenkelhals nur in nachträglicher Untergruppe [8]. Tierdaten [11] und Querschnittsdaten zur Nahrung [12] belegen keinen Nutzen von ch-OSA beim Menschen; der Zusammenhang in [12] galt nicht für Frauen nach der Menopause.
- teilweise belegt
„Orthokieselsäure regt die Kollagenbildung an“
In Zellkultur ja [1]; beim Menschen nur ein Marker (PINP) in einer RCT [8].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Etwa 17 % des Siliciums aus ch-OSA, gemessen an der Urinausscheidung; Serumgipfel nach etwa 2 Stunden [5].
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Aufgenommene Orthokieselsäure wird unverändert und rasch renal ausgeschieden; die renale Clearance korreliert mit der Kreatinin-Clearance [2].
- Weg ins Gehirn
- Keine Daten.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- In AMIce kein verkehrsfähiges Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Orthokieselsäure gefunden (Suche nach Stoffname, Abruf 24.10.2026) [13]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [3].
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („cholinstabilisierte Orthokieselsäure“); damit als Siliciumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [3]. Die EFSA hat ch-OSA 2009 als Siliciumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln bewertet [4]. Nicht in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel (CELEX 02017R2470-20260810, Suche 24.10.2026).
- USA
- Nicht verifiziert.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Bestätigen herstellerunabhängige RCTs die Effekte auf Haut, Haare und Knochen?
- Liegt das Silicium in ch-OSA als Orthokieselsäure oder als kolloidale Kieselsäure vor, und wie groß ist der Anteil der Nanopartikel?
- Senkt ch-OSA Brüche oder nur Kollagenmarker?
Referenzen
- Reffitt DM, Ogston N, Jugdaohsingh R, Cheung HF, Evans BA, Thompson RP, et al. Orthosilicic acid stimulates collagen type 1 synthesis and osteoblastic differentiation in human osteoblast-like cells in vitro. Bone. 2003;32(2):127–35. doi:10.1016/s8756-3282(02)00950-x · PubMed
- Reffitt DM, Jugdaohsingh R, Thompson RP, Powell JJ. Silicic acid: its gastrointestinal uptake and urinary excretion in man and effects on aluminium excretion. J Inorg Biochem. 1999;76(2):141–7. doi:10.1016/s0162-0134(99)00126-9 · PubMed
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- European Food Safety Authority (EFSA). Choline-stabilised orthosilicic acid added for nutritional purposes to food supplements. EFSA J. 2009;7(2):948. doi:10.2903/j.efsa.2009.948
- Sripanyakorn S, Jugdaohsingh R, Dissayabutr W, Anderson SH, Thompson RP, Powell JJ. The comparative absorption of silicon from different foods and food supplements. Br J Nutr. 2009;102(6):825–34. doi:10.1017/S0007114509311757 · PubMed
- Barel A, Calomme M, Timchenko A, De Paepe K, Demeester N, Rogiers V, et al. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilicic acid on skin, nails and hair in women with photodamaged skin. Arch Dermatol Res. 2005;297(4):147–53. doi:10.1007/s00403-005-0584-6 · PubMed
- Wickett RR, Kossmann E, Barel A, Demeester N, Clarys P, Vanden Berghe D, et al. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilicic acid on hair tensile strength and morphology in women with fine hair. Arch Dermatol Res. 2007;299(10):499–505. doi:10.1007/s00403-007-0796-z · PubMed
- Spector TD, Calomme MR, Anderson SH, Clement G, Bevan L, Demeester N, et al. Choline-stabilized orthosilicic acid supplementation as an adjunct to calcium/vitamin D3 stimulates markers of bone formation in osteopenic females: a randomized, placebo-controlled trial. BMC Musculoskelet Disord. 2008;9:85. doi:10.1186/1471-2474-9-85 · PubMed
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- Teughels W, Celik GU, Tarce M, De Cock I, Persyn SM, Haytac MC. The effect of choline-stabilized orthosilicic acid in patients with peri-implantitis: an exploratory randomized, double-blind, placebo controlled study. BMC Oral Health. 2021;21(1):485. doi:10.1186/s12903-021-01817-4 · PubMed
- Calomme M, Geusens P, Demeester N, Behets GJ, D'Haese P, Sindambiwe JB, et al. Partial prevention of long-term femoral bone loss in aged ovariectomized rats supplemented with choline-stabilized orthosilicic acid. Calcif Tissue Int. 2006;78(4):227–32. doi:10.1007/s00223-005-0288-0 · PubMed
- Jugdaohsingh R, Tucker KL, Qiao N, Cupples LA, Kiel DP, Powell JJ. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring cohort. J Bone Miner Res. 2004;19(2):297–307. doi:10.1359/JBMR.0301225 · PubMed
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Orthokieselsäure“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): VO (EU) Nr. 432/2012 (Basisfassung CELEX 32012R0432 und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025, CELEX 02012R0432-20250820) enthält keine Angabe für Silicium; deshalb kein Feld health_claims. Hauptversprechen nach K4 in Haare, Haut und Knochen zerlegt; alle Zahlen aus den bereits geprüften Angaben [6][7][8]. Interessenkonflikte nach G9 (Frage 91) nicht mehr als eigenes Risiko, sondern nur im Text: Finanzierung durch Bio Minerals und Mitautoren mit Herstellerbezug laut Volltext von [8] und [9].
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online). EFSA-Gutachten [4]: Titel, Heft und Nummer über Crossref.
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „cholinstabilisierte Orthokieselsäure“ (neben „Siliciumdioxid“, „Kieselsäure (in Gelform)“ und „organisches Silicium (Monomethylsilantriol)“). Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810: kein Eintrag für ch-OSA oder Orthokieselsäure (nur Monomethylsilantriol).
- Am Abstract: Kollagen 1,45- bis 1,8-fach, Prolylhydroxylase-Abhängigkeit [1]; Aufnahme median 50,3 %, n = 8 [2]; 64/43/17/4/1 %, Gruppengrößen [5]; 50 Frauen, 20 Wochen, Rauigkeit, VAS gegenüber Ausgangswert [6]; 48 Frauen, 9 Monate, −4,52 vs. −11,9 %, −2,20 vs. −10,8 % [7]; 184 randomisiert, 136 beendet, nur PINP signifikant, Trend zu dosisabhängig höherem CTX-I, Lendenwirbelsäule unverändert, Schenkelhals post hoc [8]; 211 randomisiert, 166 ausgewertet, kein Gesamteffekt [9]; 21 Patienten, Interessenkonflikte [10]; 58 Ratten [11]; Querschnitt, 2847 Personen, Zusammenhang an der Hüfte nur bei Männern und Frauen vor der Menopause, nicht an der Lendenwirbelsäule [12].
- Volltexte (NCBI PMC): [5] Reihenfolge randomisiert, ch-OSA innerhalb derselben Personen nur mit Magnesiumtrisilikat gepaart (MMST mit kolloidaler Kieselsäure, Orthokieselsäure mit alkoholfreiem Bier), ch-OSA von BioMinerals, Einschätzung „choline-stabilised colloidal or nanoparticulate silica“, Beratertätigkeit eines Autors (J. J. P.) zu Siliciumpräparaten; [8] Finanzierung durch Bio Minerals, Forschungsgeld für Calomme und Demeester, „ch-OSA was developed by Dirk Vanden Berghe for Bio Minerals“; [9] Finanzierung durch Bio Minerals, Demeester und Calomme dort angestellt.
- PubChem: Orthokieselsäure CID 14942, Cholinchlorid CID 6209; kein Eintrag für ch-OSA.
- Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Orthokieselsäure“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig): keine Treffer [13]. Ohne Frontmaskierung und bei abweichenden Stoffnamen ist das kein Beweis, dass es kein Arzneimittel gibt.
- Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Kräftigere Haare“: kleine_studien – [7] 48, [6] 50. „Glattere, festere Haut“: kleine_studien – [6] 50. „Lindert Kniearthrose“: herstellerfinanziert – [9] Affiliation Research & Development, Bio Minerals NV (Hersteller von ch-OSA).
- 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Kräftigere Haare“: [6] „Fifty women“; „Kniearthrose“: [9] Affiliation „Research & Development, Bio Minerals NV“. Neu gesetzt: „Erhöht Knochenaufbaumarker“ herstellerfinanziert; einzige tragende Studie [8], Volltext PMC2442067, Danksagung: „This study was supported by a grant of Bio Minerals n.v and also a small grant from the National Osteoporosis Society UK“, „ch-OSA was developed by Dirk Vanden Berghe for Bio Minerals n.v.“; Interessenangabe: Calomme und Demeester „received a research grant of Bio Minerals n.v.“ Im PubMed-Datensatz steht das nicht. kleine_studien nicht gesetzt: 184 Randomisierte.
Nicht verifiziert
- Inhalt und Schlussfolgerungen des EFSA-Gutachtens 2009 [4] (Volltext nicht über die erlaubten Schnittstellen abrufbar); zitiert ist nur, dass es existiert.
- Rechtsstatus in den USA.
- Finanzierung von [6] und [7]; die Mitautoren Calomme, Demeester und Vanden Berghe sind nach [8][9] mit dem Hersteller verbunden, die Abstracts nennen keine Finanzierung.
- Ob ch-OSA Nanopartikel enthält und in welchem Anteil.
- Gruppengröße für ch-OSA in [5] (laut Abstract mindestens fünf Personen je Quelle).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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