Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Basisch: schützt die Knochen vor Brüchen

    nicht untersucht

    Knochen & Gelenke · gesund (ältere Erwachsene, Frauen nach der Menopause) · Keine Daten

    Brüche wurden in keiner Studie mit Kaliumcitrat gemessen; der gesenkte FRAX-Wert [4] ist ein berechnetes Risiko, kein beobachteter Bruch. Ein systematischer Review stützt die Annahme nicht, dass die Säurelast der Ernährung Osteoporose verursacht [8]. Knochendichte und Säureausscheidung sind als eigene Versprechen geführt (zerlegt aus „Basisch: gegen Übersäuerung und für die Knochen“).

  • Erhöht die Knochendichte

    uneinheitlich

    Knochen & Gelenke · gesund (ältere Erwachsene, Frauen nach der Menopause) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker. Mit Kaliumcitrat in zwei RCTs einer Basler Gruppe +1,7 % gegenüber Placebo bei Über-65-Jährigen [4] und +1,87 % gegenüber Kaliumchlorid bei Osteopenie [3], in einer britischen RCT mit 276 Frauen kein Effekt [5]. Die Metaanalyse ohne Effekt auf die Knochendichte fasst Kaliumcitrat und Kaliumbicarbonat zusammen und zählt deshalb nicht für die Stufe [7].

  • Neutralisiert die Säurelast („gegen Übersäuerung“)

    nur Marker belegt

    Energie & Stoffwechsel · gesund (ältere Erwachsene) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Nur Marker (Urin): In einer RCT mit 52 Älteren sank die Nettosäureausscheidung unter Kaliumcitrat (in beiden Gruppen bis in den negativen Bereich), die Calciumbilanz besserte sich nur in der Gruppe mit der höheren Menge signifikant, und C-Telopeptid sank [6]. Dass eine so gesenkte Säureausscheidung Gesunden klinisch nützt, ist nicht belegt (siehe Bruchversprechen). Die Metaanalyse [7] fasst Kaliumcitrat und -bicarbonat zusammen und zählt nicht. Bereich gewählt, weil „Übersäuerung“ als allgemeines Stoffwechselproblem beworben wird. Ergebnis „nur Marker belegt“ (K3). Bewertung: nur Abstract geprüft.

  • Erhöht die Knochendichte stärker als Kaliumchlorid

    Einzelbefund, unbestätigt

    Knochen & Gelenke · Patienten: niedrige Knochenmasse nach der Menopause (T-Score −1 bis −4) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker: Eine RCT mit Kaliumchlorid als Vergleich, Knochendichte der Lendenwirbelsäule +1,87 % [3]. Die Metaanalyse mit stärkerer Senkung des Urincalciums gegenüber Kaliumchlorid fasst Kaliumcitrat und -bicarbonat zusammen und zählt nicht für die Stufe [7].

  • Senkt den Blutdruck

    kleiner Nutzen

    Herz & Gefäße · gesund (überwiegend normoton) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    RCT: mittlerer arterieller Druck −5,2 mmHg gegenüber Placebo, kein Unterschied zu Kaliumchlorid [9]. Harte Endpunkte nicht untersucht.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: Kaliumcitrat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Kaliumcitrat wirkt alkalisierend: Im Urin steigen pH-Wert und Citratausscheidung. In einer kleinen Vergleichsstudie (laut PubMed-Indexierung randomisiert, im Abstract nicht beschrieben) mit fünf Patienten mit Harnsäuresteinen hoben Kalium- und Natriumcitrat den Urin-pH gleich stark an; nur Kaliumcitrat senkte das Urincalcium, während Natriumcitrat den Urin mit Calciumphosphat und Natriumurat übersättigte [1]. Kaliumcitrat steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [2]. Rechnerisch enthält wasserfreies Trikaliumcitrat etwa 38 % Kalium (aus der Summenformel in PubChem).

Das Hauptversprechen sind Knochen, die durch „Neutralisieren“ der Säurelast geschützt werden. In einer doppelblinden RCT mit 161 Frauen nach der Menopause mit niedriger Knochenmasse (T-Score −1 bis −4, also teils schon im Osteoporosebereich) stieg die Knochendichte der Lendenwirbelsäule unter Kaliumcitrat nach zwölf Monaten um 1,87 % stärker als unter Kaliumchlorid; der Vergleich mit Kaliumchlorid sollte den Effekt des Citrats vom Kalium trennen [3]. Dieselbe Basler Gruppe fand bei 201 gesunden Über-65-Jährigen nach 24 Monaten 1,7 % mehr Knochendichte als unter Placebo und einen niedrigeren FRAX-Wert [4]. Eine britische RCT mit 276 Frauen nach der Menopause fand dagegen nach zwei Jahren weder weniger Knochenumbau noch mehr Knochendichte [5]. Eine RCT mit 52 Älteren zeigte eine bessere Calciumbilanz und weniger C-Telopeptid [6]. Eine Metaanalyse von 14 Studien bestätigt, dass Kaliumcitrat und Kaliumbicarbonat Calcium- und Säureausscheidung sowie den Abbaumarker NTX senken, die Calciumausscheidung stärker als Kaliumchlorid, fand aber keinen Effekt auf die Knochendichte [7]. Brüche wurden in keiner dieser Studien gemessen, und ein systematischer Review stützt die Annahme nicht, dass die Säurelast der Ernährung Osteoporose verursacht [8]. Für den Blutdruck macht das Anion offenbar keinen Unterschied: In einer RCT mit überwiegend normotonen jungen Erwachsenen senkten Kaliumcitrat und Kaliumchlorid den mittleren arteriellen Druck gegenüber Placebo gleich stark (−5,2 bzw. −4,7 mmHg) [9].

Abgrenzung: Als Arzneimittel ist Kaliumcitrat bei Calcium-Nierensteinen etabliert; diese Anwendung ist kein Versprechen eines Nahrungsergänzungsmittels. Ein Cochrane-Review von sieben RCTs mit 477 Patienten fand unter Citratsalzen (gepoolt über Kaliumcitrat, Kalium-Natrium-Citrat und Kalium-Magnesium-Citrat) deutlich weniger neue Steine (RR 0,26), bei mäßiger bis schlechter Berichtsqualität [10]. Bei 18 gesunden Frauen nach der Menopause senkte Kaliumcitrat die Übersättigung des Urins mit Calciumoxalat und Harnsäure [11].

Formulierungen und Herkunft: Im Cochrane-Review stammen die Daten neben Kaliumcitrat auch aus Kalium-Natrium-Citrat und Kalium-Magnesium-Citrat [10]. Vergleichende Humandaten zu Darreichungsformen von Kaliumcitrat (Retardtablette, Brausetablette, Pulver) wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Säure-Basen-Haushalt (Nettosäureausscheidung)SonstigesHemmerNettosäureausscheidung gesenkt, bei höherer Menge negativ (RCT, 52 Ältere) Mensch, randomisiert[6][7]
Renale CalciumausscheidungSonstigesHemmerUrincalcium gesenkt, stärker als unter Kaliumchlorid (Metaanalyse) Mensch, randomisiert[3][7]
Knochenresorption (Osteoklasten)SonstigesHemmerNTX und C-Telopeptid gesenkt (Statusmarker) Mensch, randomisiert[6][7]
Kristallisation im Urin (Calciumoxalat)SonstigesHemmerÜbersättigung gesenkt; Urin-pH und -citrat steigen Mensch, randomisiert[1][11]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutung↓ · Blutdruck gegenüber Placebo gesenkt, gleich stark wie mit Kaliumchlorid.[9]
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Kaliumcitrat

    Urin-pH und -citrat steigen, Urincalcium sinkt [1][11]. Für Kaliumgluconat wurde eine Aufnahme von über 94 % gemessen; formspezifische Daten für Kaliumcitrat wurden nicht gefunden [12].[1][11]

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Kaliumcitrat vs. Kaliumchlorid bei niedriger Knochenmasse

    RCT, doppelblind, aktive Kontrolle · Patienten: niedrige Knochenmasse nach der Menopause (T-Score −1 bis −4) · n = 161 · 12 Monate

    Gemessen: Knochendichte Lendenwirbelsäule

    Ergebnis: +1,87 ± 0,50 % gegenüber Kaliumchlorid; Hüfte +1,98 %; Blutdruck in beiden Gruppen gesunken.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Kaliumcitrat bei Älteren ohne Osteoporose

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (über 65 Jahre) · n = 201 · 24 Monate

    Gemessen: Knochendichte, Mikroarchitektur, FRAX

    Ergebnis: Lendenwirbelsäule +1,7 % gegenüber Placebo; FRAX gesenkt; Brüche nicht gemessen.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Kaliumcitrat oder Obst und Gemüse

    RCT, vier Arme, placebokontrolliert · gesund (Frauen nach der Menopause, 55–65 Jahre) · n = 276 · 2 Jahre

    Gemessen: Knochenumbaumarker, Knochendichte

    Ergebnis: Kein Unterschied bei Markern und Knochendichte.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Calciumbilanz unter Kaliumcitrat

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (ältere Erwachsene) · n = 52 · 6 Monate

    Gemessen: Calciumbilanz, Knochenmarker

    Ergebnis: Calciumbilanz in der höheren Gruppe besser, C-Telopeptid gesenkt, Calciumaufnahme im Darm unverändert.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Kaliumcitrat vs. Kaliumchlorid beim Blutdruck

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund (überwiegend normoton, jung) · n = 85 · 6 Wochen

    Gemessen: Mittlerer arterieller Druck

    Ergebnis: −5,22 mmHg (Citrat) bzw. −4,70 mmHg (Chlorid) gegenüber Placebo, kein Unterschied zwischen den Salzen.[9]

    Mensch, randomisiert

  • Cochrane: Citratsalze bei Nierensteinen (Abgrenzung, Arzneimittelanwendung)

    Systematischer Review von 7 RCTs, gepoolt über Citratsalze · Patienten: Calcium-Nierensteine · n = 477 · mindestens 6 Monate

    Gemessen: neue Steine, Steingröße

    Ergebnis: Neue Steine RR 0,26 (0,10–0,68); Abbrüche wegen Nebenwirkungen RR 4,45. Kein Versprechen dieses Profils.[10]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Hyperkaliämie

    In einer Kohortenstudie mit Veteranen mit Nierensteinen war Kaliumcitrat mit einem höheren Risiko für Hyperkaliämie verbunden (HR 1,44; Beobachtungsdaten) [13].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Magen-Darm-Beschwerden und Abbrüche

    Im Cochrane-Review vor allem Beschwerden im oberen Magen-Darm-Trakt; Abbrüche wegen Nebenwirkungen waren unter Citrat häufiger (RR 4,45) [10].

    Mensch, randomisiert

  • Calciumphosphat-Übersättigung bei sehr alkalischem Urin

    Zusammen mit Calciumcitrat stieg der Urin-pH so weit, dass die Übersättigung mit Brushit (Calciumphosphat) zunahm [11].

    Mensch, randomisiert

Wechselwirkungen

  • Calciumcitrat: Kombiniert blieb das Urincalcium hoch, Citrat stieg weiter; die Calciumoxalat-Übersättigung sank leicht, die Brushit-Übersättigung stieg (18 Frauen, randomisierte Phasen) [11].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • belegt

    „Kaliumcitrat neutralisiert die Säurelast der Ernährung“

    Nettosäureausscheidung sinkt bis in den negativen Bereich [6]; Metaanalyse bestätigt die Senkung [7]. Das ist ein Urinmarker, kein klinischer Nutzen.

  • nicht belegt

    „Basisches Kalium verhindert Osteoporose und Brüche“

    Knochendichte in zwei RCTs leicht höher [3][4], in einer großen RCT und der Metaanalyse nicht [5][7]; Brüche nie gemessen; der Säure-Basen-Hypothese der Osteoporose fehlt der kausale Beleg [8].

  • nicht belegt

    „Citrat ist dem Chlorid als Kaliumsalz für Blutdruck und Gefäße überlegen“

    Für den Blutdruck kein Unterschied zwischen Kaliumcitrat und Kaliumchlorid in einer RCT [9]; beide senkten auch in der Basler Studie den Blutdruck [3].

  • teilweise belegt

    „Kaliumcitrat ist besser als Natriumcitrat, wenn man Steine verhindern will“

    Kleine Vergleichsstudie mit fünf Patienten: gleiche Urin-pH-Wirkung, aber nur Kaliumcitrat senkte das Urincalcium [1]. Steinereignisse wurden nicht verglichen.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Kalium aus Salzen wird zu einem hohen Anteil aufgenommen (für Kaliumgluconat über 94 %) [12]; formspezifische Messungen für Kaliumcitrat wurden nicht gefunden.
Halbwertszeit
Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
Abbau
Liefert K+ und Citrat; Urin-pH und Citratausscheidung steigen, die Nettosäureausscheidung sinkt [1][6].
Weg ins Gehirn
Nicht relevant; keine formspezifischen Daten.

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Kaliumcitrat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [15]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
EU
Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Kaliumcitrat“); damit als Kaliumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Nicht in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel (CELEX 02017R2470-20260810, Suche 24.10.2026).
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei“

    Nährstoff
    Kalium
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[14]
    Einordnung
    rechtlich zulässig für Kalium allgemein; mit Kaliumcitrat in einer RCT an überwiegend normotonen Gesunden ein kleiner Blutdruckeffekt, gleich wie Kaliumchlorid (siehe Versprechen „Senkt den Blutdruck“)

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Senkt Kaliumcitrat bei Gesunden langfristig Brüche, und warum unterscheiden sich die Basler und die britische Studie?
  • Gibt es Unterschiede zwischen Kaliumcitrat und Kaliumbicarbonat in direkten Vergleichen am Menschen?
  • Wie hoch ist das Hyperkaliämierisiko bei frei verkäuflicher Einnahme ohne ärztliche Kontrolle?

Referenzen

  1. Sakhaee K, Nicar M, Hill K, Pak CY. Contrasting effects of potassium citrate and sodium citrate therapies on urinary chemistries and crystallization of stone-forming salts. Kidney Int. 1983;24(3):348–52. doi:10.1038/ki.1983.165 · PubMed
  2. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  3. Jehle S, Zanetti A, Muser J, Hulter HN, Krapf R. Partial neutralization of the acidogenic Western diet with potassium citrate increases bone mass in postmenopausal women with osteopenia. J Am Soc Nephrol. 2006;17(11):3213–22. doi:10.1681/ASN.2006030233 · PubMed
  4. Jehle S, Hulter HN, Krapf R. Effect of potassium citrate on bone density, microarchitecture, and fracture risk in healthy older adults without osteoporosis: a randomized controlled trial. J Clin Endocrinol Metab. 2013;98(1):207–17. doi:10.1210/jc.2012-3099 · PubMed
  5. Macdonald HM, Black AJ, Aucott L, Duthie G, Duthie S, Sandison R, et al. Effect of potassium citrate supplementation or increased fruit and vegetable intake on bone metabolism in healthy postmenopausal women: a randomized controlled trial. Am J Clin Nutr. 2008;88(2):465–74. doi:10.1093/ajcn/88.2.465 · PubMed
  6. Moseley KF, Weaver CM, Appel L, Sebastian A, Sellmeyer DE. Potassium citrate supplementation results in sustained improvement in calcium balance in older men and women. J Bone Miner Res. 2013;28(3):497–504. doi:10.1002/jbmr.1764 · PubMed
  7. Lambert H, Frassetto L, Moore JB, Torgerson D, Gannon R, Burckhardt P, et al. The effect of supplementation with alkaline potassium salts on bone metabolism: a meta-analysis. Osteoporos Int. 2015;26(4):1311–8. doi:10.1007/s00198-014-3006-9 · PubMed
  8. Fenton TR, Tough SC, Lyon AW, Eliasziw M, Hanley DA. Causal assessment of dietary acid load and bone disease: a systematic review & meta-analysis applying Hill's epidemiologic criteria for causality. Nutr J. 2011;10:41. doi:10.1186/1475-2891-10-41 · PubMed
  9. Braschi A, Naismith DJ. The effect of a dietary supplement of potassium chloride or potassium citrate on blood pressure in predominantly normotensive volunteers. Br J Nutr. 2008;99(6):1284–92. doi:10.1017/S0007114507864853 · PubMed
  10. Phillips R, Hanchanale VS, Myatt A, Somani B, Nabi G, Biyani CS. Citrate salts for preventing and treating calcium containing kidney stones in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2015;(10):CD010057. doi:10.1002/14651858.CD010057.pub2 · PubMed
  11. Sakhaee K, Poindexter JR, Griffith CS, Pak CY. Stone forming risk of calcium citrate supplementation in healthy postmenopausal women. J Urol. 2004;172(3):958–61. doi:10.1097/01.ju.0000136400.14728.cd · PubMed
  12. Macdonald-Clarke CJ, Martin BR, McCabe LD, McCabe GP, Lachcik PJ, Wastney M, et al. Bioavailability of potassium from potatoes and potassium gluconate: a randomized dose response trial. Am J Clin Nutr. 2016;104(2):346–53. doi:10.3945/ajcn.115.127225 · PubMed
  13. Lee MS, Maya RG, Valicevic A, Oerline MK, Patel S, Hollingsworth JM, et al. Laboratory abnormalities associated with the use of preventive pharmacological therapy for urinary stone disease. Urology. 2026;210:41–7. doi:10.1016/j.urology.2025.12.008 · PubMed
  14. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820).
  15. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Kaliumcitrat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online).
  • Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Kaliumcitrat“. Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810: kein Eintrag für Kaliumcitrat.
  • Am Abstract: fünf Patienten, pH 6,68 vs. 6,73, Urincalcium nur unter Kaliumcitrat gesenkt [1]; 161 Frauen, +1,87/+1,39/+1,98 % gegenüber KCl, Blutdruck in beiden Armen gesunken [3]; 201 Ältere, +1,7 %, FRAX gesenkt [4]; 276 Frauen, kein Unterschied [5]; 52 Ältere, Calciumbilanz, C-Telopeptid, Nettosäureausscheidung negativ [6]; 14 Studien, NTX, kein Effekt auf Knochendichte, stärker als KCl [7]; 55 Studien, keine Kausalität [8]; 85 Personen (31/28/26), −5,22 bzw. −4,70 mmHg [9]; 7 RCTs, 477 Patienten, RR 0,26, Abbrüche RR 4,45 [10]; 18 Frauen, vier Phasen [11]; Aufnahme über 94 % (Kaliumgluconat) [12]; HR 1,44 Hyperkaliämie [13].
  • PubChem: CID 13344 (wasserfrei, C6H5K3O7, Molmasse 306,39) und CID 2735208 (Monohydrat); Kaliumanteil aus der wasserfreien Form berechnet.
  • ClinicalTrials.gov: 121 Treffer für „potassium citrate“ (query.term, 24.10.2026).
  • 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): Wortlaut „Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei“ in VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung (CELEX 32012R0432) und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820), unverändert gefunden. Versprechen nach K2–K4 und G5 neu geordnet; alle Zahlen stammen aus den bereits am Abstract geprüften Angaben oben.
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Kaliumcitrat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 18 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [15]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.
  • 25.10.2026, Entscheidung q009 (K3): „Neutralisiert die Säurelast („gegen Übersäuerung“)“ (Begründung „Nur Marker (Urin)“) von „Nutzen belegt“ auf „nur Marker belegt“ umgestellt, Stufe unverändert. Abstract [6] (PMID 22991267) über PubMed efetch erneut gelesen: Nettosäureausscheidung in beiden Kaliumcitrat-Gruppen gegenüber Placebo gesenkt und negativ (p < 0,001), Urincalcium gesenkt (p < 0,01), C-Telopeptid gesenkt. Marker gerichtet und gesichert verändert. [7] zählt weiter nicht (gepoolte Salze). Nur Abstract geprüft.
  • 25.10.2026, Korrekturrunde nach Gegenprüfung: Begründung des Säurelast-Versprechens an das Abstract [6] (PMID 22991267, PubMed efetch erneut abgerufen) angeglichen: Nettosäureausscheidung in beiden Kaliumcitrat-Gruppen negativ (p < 0,001); Calciumbilanz nur in der Gruppe mit der höheren Menge signifikant gebessert (p = 0,02), in der anderen nicht signifikant (p = 0,18); C-Telopeptid in beiden Gruppen gesenkt. Mengen bewusst nicht genannt.
  • Präzisions-Flags (m004, Regeln vorläufig, zur Bestätigung durch Tilman), am 26.10.2026 an den Quellen geprüft (PubMed efetch, Volltexte wie angegeben): „Neutralisiert die Säurelast („gegen Übersäuerung“)“ → kleine_studien: [6] 52 (Abstract); „Senkt den Blutdruck“ → kleine_studien: [9] 85 ausgewertet in drei Gruppen (31, 28, 26) (Abstract).

Nicht verifiziert

  • Rechtsstatus in den USA; Anwendungsgebiete der in AMIce verzeichneten Präparate (z. B. Steinprophylaxe) nicht einzeln gelesen.
  • Finanzierung und mögliche Herstellerbezüge der Basler Studien [3][4] und der Steinstudien der Arbeitsgruppe Pak/Sakhaee [1][11]; in den Abstracts nicht angegeben.
  • Ob [1] tatsächlich randomisiert war (PubMed führt den Typ RCT, das Abstract beschreibt nur den Vergleich bei fünf Patienten); im Text deshalb als „laut PubMed-Indexierung randomisiert“ gekennzeichnet.
  • Ein eigener Schätzer nur für Kaliumcitrat im Cochrane-Review [10]; das Abstract nennt nur den gepoolten Wert über alle Citratsalze.
  • Formspezifische Aufnahmedaten für Kaliumcitrat; die Zahl in [12] gilt für Kaliumgluconat.
  • Hydratform des handelsüblichen Kaliumcitrats; der berechnete Kaliumanteil gilt für die wasserfreie Form.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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