Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Basenpulver schützt die Knochen
nicht untersuchtBrüche wurden mit Kaliumbicarbonat nie gemessen. Die Metaanalyse ohne Effekt auf die Knochendichte fasst Kaliumbicarbonat und Kaliumcitrat zusammen und zählt nicht für die Stufe [8]; ein systematischer Review stützt die Säure-Basen-Hypothese der Osteoporose nicht [9]. Knochenmarker und Muskeln sind als eigene Versprechen geführt (zerlegt aus „Basenpulver für Knochen und Muskeln“).
Senkt Calciumverlust und Knochenabbau
nur Marker belegtNur Marker: In drei RCTs mit Kaliumbicarbonat sanken Urincalcium und Knochenumbaumarker (CTX [4]; NTX und P1NP, dort unter der niedrigeren Menge [6]), die Calciumausscheidung blieb bis 36 Monate niedriger [7]. Ob das Brüche verhindert, ist nicht untersucht. Die RCT mit 171 Älteren [3] wertete Kalium- und Natriumbicarbonat gemeinsam aus und zählt nicht für die Stufe. Ergebnis „nur Marker belegt“ (K3): Urincalcium und Knochenumbaumarker sanken in den drei RCTs gesichert. Studien [4][7] nur Abstract geprüft, [6] im Volltext.
Erhält im Alter Muskelkraft und Muskelmasse
kein NutzenDie beiden RCTs mit Kaliumbicarbonat allein fanden keinen Effekt auf Kraft, Funktion oder Muskelmasse [6][12]. Der positive Befund bei Frauen [11] stammt aus der gemeinsamen Auswertung von Kalium- und Natriumbicarbonat und zählt nicht für die Stufe. Weniger Stickstoffausscheidung ist ein Marker aus einer unkontrollierten Studie [10].[6][12]
Besser als Natriumbicarbonat, weil ohne Natrium
kein NutzenEin Vorteil wurde nicht gefunden, geprüft ist er nur in einer Studie: Kalium hatte keinen zusätzlichen Effekt auf Knochenmarker und Urincalcium; beide Bicarbonatgruppen wurden gemeinsam ausgewertet, ein getrennter Vergleich ist nicht berichtet [3]. In der Folgeauswertung derselben Studie unterschieden sich Natrium- und Kaliumbicarbonat bei den primären Muskelendpunkten nicht signifikant [11]. Für einen solchen Vergleich war die Studie nicht ausgelegt.
Gut für Herz und Gefäße
Einzelbefund, unbestätigtEine Überkreuzstudie mit 42 Personen: Endothelfunktion und Gefäßsteifigkeit besser, gleich wie Kaliumchlorid; Praxisblutdruck unverändert [4].
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
Wirkweise
Evidenzkarte: Kaliumbicarbonat
Kaliumbicarbonat neutralisiert die Säure, die beim Abbau einer eiweißreichen Kost entsteht. In einer frühen Stoffwechselstudie ohne Kontrollgruppe mit 18 Frauen nach der Menopause sank die Nettosäureausscheidung fast auf null, Calcium- und Phosphorbilanz wurden besser und der Knochenabbaumarker Hydroxyprolin sank leicht [1]. Kaliumbicarbonat steht in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [2]. Rechnerisch enthält es etwa 39 % Kalium (aus der Summenformel in PubChem).
Welcher Teil des Salzes wirkt, haben zwei Vergleichsstudien untersucht. In einer RCT mit 171 Älteren über drei Monate senkten Kalium- und Natriumbicarbonat die Knochenabbaumarker und die Calciumausscheidung, Kaliumchlorid nicht; die Wirkung kam vom Bicarbonat, nicht vom Kalium, und beide Bicarbonate wurden zusammen ausgewertet [3]. In einer Überkreuzstudie mit 42 leicht Hypertonen senkte Kaliumbicarbonat Urincalcium und den Abbaumarker CTX (für Kaliumchlorid berichtet das Abstract das nicht), während Endothelfunktion, Gefäßsteifigkeit und linksventrikuläre Masse unter Kaliumbicarbonat und Kaliumchlorid gleich besser wurden; der Praxisblutdruck änderte sich nicht [4]. In einem Mausmodell der Azidose (Tierversuch) verhinderte dagegen Natrium-, nicht aber Kaliumbicarbonat die weitere Auflösung von Knochen; die beiden Gruppen unterschieden sich allerdings schon vor der Behandlung (Natriumgruppe in Azidose, Kaliumgruppe in Azidämie), was den Vergleich einschränkt [5].
Das Hauptversprechen sind Knochen und Muskeln. In einer RCT mit 244 Älteren über drei Monate sanken unter der niedrigeren Menge NTX, P1NP und Urincalcium, Muskelkraft und körperliche Funktion änderten sich nicht [6]. In einer RCT mit 170 Frauen nach der Menopause blieb die Calciumausscheidung bis zu 36 Monate niedriger [7]. Eine Metaanalyse von 14 Studien mit Kaliumbicarbonat und Kaliumcitrat bestätigt weniger Calcium- und Säureausscheidung und weniger NTX, aber keinen Effekt auf die Knochendichte [8]; Bruchdaten gibt es nicht, und ein systematischer Review stützt die Säure-Basen-Hypothese der Osteoporose nicht [9]. Für die Muskeln sank in einer unkontrollierten Studie mit 14 Frauen die Stickstoffausscheidung [10]. In der RCT mit 171 Älteren verbesserte Bicarbonat die Beinkraft nur bei Frauen; Natrium- und Kaliumbicarbonat unterschieden sich dort bei den primären Muskelendpunkten nicht signifikant und wurden deshalb gemeinsam ausgewertet [11]. In der Dosisfindungsstudie verbesserte sich die Kraft gar nicht [6], und in einer faktoriellen RCT mit 128 Über-65-Jährigen über 24 Wochen änderte Kaliumbicarbonat weder Muskelkraft noch Muskelmasse, nur IGF-1 stieg [12].
Formulierungen und Herkunft: „Basenpulver“ enthalten Kaliumbicarbonat meist in Mischungen mit Citraten; vergleichende Humandaten zu solchen Mischungen wurden nicht gefunden. Eine Retardform aus Kaliumcitrat und Kaliumbicarbonat zur Behandlung der distalen renal-tubulären Azidose ist nur durch einen Einzelfallbericht mit Beteiligung des Herstellers belegt [13].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Renale Nettosäureausscheidung | Sonstiges | Hemmer | fast auf null gesenkt (Stoffwechselstudie, 18 Frauen) | Mensch, nicht randomisiert[1] |
| Renale Calciumausscheidung | Sonstiges | Hemmer | gesenkt, anhaltend bis 36 Monate (RCT) | Mensch, randomisiert[6][7][8] |
| Knochenresorption (Osteoklasten) | Sonstiges | Hemmer | NTX bzw. CTX gesenkt (Statusmarker) | Mensch, randomisiert[3][4][6] |
| IGF-1 im Serum | Hormonachse | Expression ↑ | nach 24 Wochen höher als unter Placebo, ohne Muskeleffekt | Mensch, randomisiert[12] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- DurchblutungEndothelfunktion und Gefäßsteifigkeit besser wie unter Kaliumchlorid, Praxisblutdruck unverändert.[4]
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Kaliumbicarbonat (Kapseln)
Nettosäureausscheidung und Urincalcium sinken [1][6]; formspezifische Messungen der Kaliumaufnahme wurden nicht gefunden.[1][6]
Mensch, randomisiert
Oral (geschluckt) · Retardform (mit Kaliumcitrat)
Nur ein Einzelfallbericht bei einem Kind mit distaler renal-tubulärer Azidose, Mitautoren beim Hersteller angestellt [13].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
Kalium-, Natriumbicarbonat und Kaliumchlorid
Gemessen: NTX und Calcium im Urin
Ergebnis: Beide Bicarbonate senkten die Marker, Kaliumchlorid nicht; Bicarbonatgruppen gemeinsam ausgewertet.[3]
Mensch, randomisiert
Kaliumbicarbonat vs. Kaliumchlorid
Gemessen: Endothelfunktion, Blutdruck, Knochenumbau
Ergebnis: Kaliumbicarbonat senkte Urincalcium und CTX (für Kaliumchlorid nicht berichtet); Gefäßmarker unter beiden Salzen gleich besser.[4]
Mensch, randomisiert
Dosisfindungsstudie
Gemessen: NTX, Stickstoffausscheidung, Muskelkraft
Ergebnis: NTX, P1NP und Urincalcium gesunken; Stickstoff, Kraft und Funktion unverändert; Hyperkaliämie vor allem in der höheren Dosisgruppe.[6]
Mensch, randomisiert
Langzeitwirkung auf Urincalcium
Gemessen: Calciumausscheidung
Ergebnis: Anhaltend gesenkt, am stärksten bei hoher Ausgangsausscheidung; Knochendichte im Abstract nicht berichtet.[7]
Mensch, randomisiert
Molkenprotein und Kaliumbicarbonat (faktoriell)
Gemessen: Beinkraft (primär), Funktion, Muskelmasse
Ergebnis: Kaliumbicarbonat: −13,6 W (−39,6 bis 12,4) gegenüber Placebo, kein Effekt auf Masse; IGF-1 +7,2 ng/ml.[12]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Hyperkaliämie
In der Dosisfindungsstudie (Teilnehmende mit ausreichender Nierenfunktion, Kaliumkontrollen) brachen sieben die Einnahme wegen bestätigter Hyperkaliämie ab, fünf davon in der höheren Dosisgruppe, einer unter Placebo [6].
Mensch, randomisiert
Abfall der Nierenfunktion
In derselben Studie setzten fünf Personen in den Kaliumbicarbonat-Gruppen wegen eines Abfalls der GFR ab, keine unter Placebo [6].
Mensch, randomisiert
Magen-Darm-Beschwerden
Abbrüche wegen Magen-Darm-Beschwerden waren selten und unter Placebo ähnlich häufig (2, 1 und 2 Personen) [6].
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen
- Molkenprotein: Kombiniert mit Molkenprotein verbesserte Kaliumbicarbonat Muskelkraft und Muskelmasse bei Über-65-Jährigen nicht; beide erhöhten IGF-1 [12].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- nicht belegt
„Kaliumbicarbonat verhindert Osteoporose, weil es die Säure neutralisiert“
Calciumausscheidung und Abbaumarker sinken [6][7][8], die Knochendichte nicht [8]; Bruchdaten fehlen, die Säure-Basen-Hypothese ist nicht kausal belegt [9].
- nicht belegt
„Basisches Kalium schützt im Alter vor Muskelabbau“
Weniger Stickstoffausscheidung [10] und ein Kraftgewinn nur bei Frauen [11] stehen zwei RCTs ohne Effekt auf Kraft oder Masse gegenüber [6][12].
- teilweise belegt
„Der Nutzen alkalisierender Salze kommt vom Bicarbonat, nicht vom Kalium“
Für Knochenmarker zeigte die Vierarmstudie das [3]. In der Überkreuzstudie mit Kaliumchlorid ist die Senkung von Urincalcium und CTX nur für Kaliumbicarbonat berichtet; einen Vergleich der beiden Salze für Knochenmarker nennt das Abstract nicht [4]. Für Gefäßmarker wirkten Kaliumbicarbonat und Kaliumchlorid gleich, dort zählt das Kalium [4].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Formspezifische Messungen wurden nicht gefunden; die Wirkung auf die Säureausscheidung zeigt eine rasche systemische Verfügbarkeit [1].
- Halbwertszeit
- Für ein körpereigenes Mineral nicht sinnvoll angebbar; nicht verifiziert.
- Abbau
- Liefert K+ und HCO3−; Nettosäureausscheidung sinkt, Calcium- und Phosphorausscheidung sinken [1].
- Weg ins Gehirn
- Nicht relevant; keine formspezifischen Daten.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Kaliumhydrogencarbonat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [15]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
- EU
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Kaliumbicarbonat“); damit als Kaliumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Nicht in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel (CELEX 02017R2470-20260810, Suche 24.10.2026).
- USA
- Nicht verifiziert.
Zugelassene EU-Angaben
„trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei“
- Nährstoff
- Kalium
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[14]
- Einordnung
- rechtlich zulässig für Kalium allgemein; zu Muskelkraft und -masse Älterer mit Kaliumbicarbonat siehe Versprechen (kein Nutzen)
„trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei“
- Nährstoff
- Kalium
- Rechtsgrundlage
- VO (EU) Nr. 432/2012[14]
- Einordnung
- rechtlich zulässig für Kalium allgemein; in der einzigen Kaliumbicarbonat-Studie dazu änderte sich der Praxisblutdruck nicht (siehe Versprechen „Gut für Herz und Gefäße“)
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Senkt eine langfristige Gabe von Kaliumbicarbonat Knochenverlust oder Brüche, nicht nur Marker?
- Wirken Kalium- und Natriumbicarbonat beim Menschen getrennt ausgewertet gleich stark auf den Knochen?
- Bestätigt sich der Mausbefund (Natrium- schützte besser als Kaliumbicarbonat) mit Gruppen, die zu Beginn denselben Säure-Basen-Zustand haben?
- Wie sicher ist frei verkäufliches Kaliumbicarbonat bei unerkannter Nierenkrankheit?
Referenzen
- Sebastian A, Harris ST, Ottaway JH, Todd KM, Morris RC Jr. Improved mineral balance and skeletal metabolism in postmenopausal women treated with potassium bicarbonate. N Engl J Med. 1994;330(25):1776–81. doi:10.1056/NEJM199406233302502 · PubMed
- Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
- Dawson-Hughes B, Harris SS, Palermo NJ, Castaneda-Sceppa C, Rasmussen HM, Dallal GE. Treatment with potassium bicarbonate lowers calcium excretion and bone resorption in older men and women. J Clin Endocrinol Metab. 2009;94(1):96–102. doi:10.1210/jc.2008-1662 · PubMed
- He FJ, Marciniak M, Carney C, Markandu ND, Anand V, Fraser WD, et al. Effects of potassium chloride and potassium bicarbonate on endothelial function, cardiovascular risk factors, and bone turnover in mild hypertensives. Hypertension. 2010;55(3):681–8. doi:10.1161/HYPERTENSIONAHA.109.147488 · PubMed
- Moody M, Zainadine N, Doktorski T, Trivedi R, Schmidt TA, Deymier A. Potassium bicarbonate, not sodium bicarbonate, maintains acidosis-mediated bone dissolution. Bone. 2025;192:117369. doi:10.1016/j.bone.2024.117369 · PubMed
- Dawson-Hughes B, Harris SS, Palermo NJ, Gilhooly CH, Shea MK, Fielding RA, et al. Potassium bicarbonate supplementation lowers bone turnover and calcium excretion in older men and women: a randomized dose-finding trial. J Bone Miner Res. 2015;30(11):2103–11. doi:10.1002/jbmr.2554 · PubMed
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- Dawson-Hughes B, Castaneda-Sceppa C, Harris SS, Palermo NJ, Cloutier G, Ceglia L, et al. Impact of supplementation with bicarbonate on lower-extremity muscle performance in older men and women. Osteoporos Int. 2010;21(7):1171–9. doi:10.1007/s00198-009-1049-0 · PubMed
- Ceglia L, Konieczynski E, Danico E, Trinquart L, Koethe B, Xiang Q, et al. Independent effects of whey protein and alkali supplementation on muscle health in healthy older adults: factorial randomized controlled trial. Am J Clin Nutr. 2026;123(5):101257. doi:10.1016/j.ajcnut.2026.101257 · PubMed
- Boyer O, Manso-Silván MA, Joukoff S, Berthaud R, Guittet C. Improved growth of a child with primary distal renal tubular acidosis after switching from a conventional alkalizing treatment to a new prolonged-release formulation containing potassium citrate and potassium bicarbonate: lessons for the clinical nephrologist. J Nephrol. 2022;35(8):2119–22. doi:10.1007/s40620-022-01306-z · PubMed
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820).
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Kaliumhydrogencarbonat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript, online).
- 24.10.2026 (Regelentscheidungen K1–K8): Wortlaut der Kalium-Angaben zu Muskelfunktion und Blutdruck in VO (EU) Nr. 432/2012, Basisfassung (CELEX 32012R0432) und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820), unverändert gefunden. Abstract [3] erneut geprüft: Die beiden Bicarbonatgruppen (und die beiden Gruppen ohne Bicarbonat) wurden zusammen ausgewertet; [3] und [11] zählen deshalb nach K2 nicht für Stufen dieses Profils.
- Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG, konsolidierte Fassung CELEX 02002L0046-20251126 (Cellar, XHTML, 24.10.2026): Eintrag „Kaliumbicarbonat“. Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810: kein Eintrag.
- Am Abstract: 18 Frauen, 18 Tage, ohne Kontrollgruppe, Nettosäureausscheidung 70,9 → 12,8 mmol/Tag [1]; 171 Randomisierte, Bicarbonat wirksam, Kalium nicht [3]; 42 Personen, Urincalcium und CTX unter KHCO3 gesenkt (für KCl nicht berichtet), Gefäßmarker gleich [4]; Mäuse, sieben Tage [5]; 244 Randomisierte, 233 beendet, NTX/P1NP nur niedrige Dosis, Urincalcium beide, kein Kraft- oder Stickstoffeffekt [6]; 170 Frauen, bis 36 Monate [7]; 14 Studien, keine Knochendichtewirkung [8]; 55 Studien [9]; 14 Frauen, Stickstoff −14,1 g kumulativ [10]; Beinkraft +13 % nur bei Frauen [11]; 128 Personen, −13,6 W, IGF-1 +7,2 ng/ml [12]; Einzelfall, Mitautoren bei Advicenne angestellt [13].
- Volltext [6] (PMC4817273, NCBI): Abbrüche wegen Hyperkaliämie 1/1/5 (Placebo/niedrig/hoch), wegen GFR-Abfall 0/3/2, wegen Magen-Darm-Beschwerden 2/1/2; Einschlusskriterium ausreichende Nierenfunktion, Kaliumkontrollen.
- Volltext [11] (Autorenmanuskript PMC2888724, NCBI): Bicarbonatgruppen gemeinsam ausgewertet, weil sich die primären Muskelendpunkte zwischen Natrium- und Kaliumbicarbonat nicht signifikant unterschieden; Abbrüche wegen Magen-Darm-Beschwerden 1 (Placebo), 1 (Kaliumbicarbonat), 3 (Natriumbicarbonat), 7 (Kaliumchlorid).
- Am Abstract [5]: Natriumgruppe vor der Behandlung in Azidose, Kaliumgruppe in Azidämie.
- PubChem: CID 516893, CHKO3, Molmasse 100,115; Kaliumanteil daraus berechnet.
- Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Kaliumhydrogencarbonat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 23 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [15]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.
- 25.10.2026, Entscheidung q009 (K3): „Senkt Calciumverlust und Knochenabbau“ (Begründung „Nur Marker“) von „Nutzen belegt“ auf „nur Marker belegt“ umgestellt, Stufe unverändert. Abstracts über PubMed efetch erneut gelesen: Urincalcium, Calcium-Kreatinin-Quotient und Plasma-CTX unter Kaliumbicarbonat signifikant gesenkt [4] (PMID 20083724); gegenüber Placebo NTX (p = 0,012) und P1NP (p = 0,004) in der niedrigeren Gruppe, Urincalcium in beiden Gruppen (p < 0,001) [6] (PMID 25990255); jede Kaliumbicarbonat-Gruppe senkte die Calciumausscheidung (P < 0,01), anhaltend bis 36 Monate [7] (PMID 15572425). [3] zählt weiter nicht (gemeinsame Auswertung der Bicarbonatgruppen). Marker gerichtet und gesichert verändert. [4][7] nur Abstract geprüft, [6] auch im Volltext.
- Präzisions-Flags (m004, Regeln vorläufig, zur Bestätigung durch Tilman), am 26.10.2026 an den Quellen geprüft (PubMed efetch, Volltexte wie angegeben): „Gut für Herz und Gefäße“ → kleine_studien: [4] 42 (Überkreuz, Abstract).
Nicht verifiziert
- Rechtsstatus in den USA.
- Getrennte Ergebnisse für Kalium- und Natriumbicarbonat in [3]: Volltext nicht abrufbar (PMC2630872 lieferte über efetch nur Metadaten); laut Abstract gemeinsame Auswertung. [11] ist als PMC-Manuskript geprüft (siehe oben); die Muskelendpunkte sind dort nur gepoolt dargestellt.
- Ob die Knochendichtedaten der Metaanalyse [8] aus Kaliumbicarbonat- oder Kaliumcitratstudien stammen: Volltext nicht frei zugänglich, das Abstract fasst beide Salze zusammen.
- Ob die Langzeitstudie [7] Knochendichtedaten erhoben und veröffentlicht hat; im Abstract nicht berichtet.
- Übertragbarkeit des Mausmodells [5] auf den Menschen; das Modell betrifft eine induzierte Azidose.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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