Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Calciumascorbat (etwa als Ester-C) wirkt durch längeres Verbleiben im Körper besser als Ascorbinsäure

    nicht untersucht

    Immunsystem & Infekte · gesund · Keine Daten

    Klinisches Hauptversprechen, getrennt vom Leukozytenbefund (zweites Versprechen, nur Marker) und von der Magenverträglichkeit (drittes Versprechen). Klinische Endpunkte im direkten Vergleich mit Ascorbinsäure wurden nicht gefunden; die Erkältungsstudie prüfte nur gegen Placebo (viertes Versprechen) [10]. Bereich nach dem Werbeschwerpunkt Abwehr gewählt.

  • Calciumascorbat (etwa als Ester-C) bleibt länger in den Immunzellen als Ascorbinsäure (nur Marker)

    uneinheitlich

    Immunsystem & Infekte · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Marker (Vitamin C in Plasma und Leukozyten). Fast alle Daten stammen von Ester-C bzw. Rohstoff des Markeninhabers; für Calciumascorbat ohne Markenbezug gibt es nur eine kleine Kinetikstudie [7]. Mehr Vitamin C in Leukozyten nach 24 Stunden [3][5], im Plasma kein beständiger Unterschied [3][5], bei der niedrigeren geprüften Menge gar kein Unterschied [6]. Die Studien sind überwiegend vom Markeninhaber finanziert. Bereich wie beim Hauptversprechen.[3][5]

  • Calciumascorbat (etwa als Ester-C) ist magenfreundlicher als Ascorbinsäure

    Einzelbefund, unbestätigt

    Immunsystem & Infekte · gesund (säureempfindlich) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Eine doppelblinde Überkreuz-RCT mit 50 säureempfindlichen Personen: 37,5 % der Magenbeschwerden entfielen auf Ester-C, 62,5 % auf Ascorbinsäure; 72 gegenüber 54 % bewerteten die Verträglichkeit als sehr gut [9]. Nur eine Studie, mit Ester-C; die Finanzierung nennt der Abstract nicht. Bereich nach dem Hauptwerbefeld (Abwehr) gewählt, weil es nur um Verträglichkeit geht.

  • Ester-C schützt vor Erkältungen

    Einzelbefund, unbestätigt

    Immunsystem & Infekte · gesund · Mensch, randomisiert

    Eine RCT gegen Placebo (168 Personen): 37 vs. 50 Erkältungen [10]; das Präparat ordnet erst der Review Ester-C zu [4]. Ob es besser schützt als Ascorbinsäure, wurde nicht untersucht. Für Vitamin C allgemein kein Erkältungsschutz in der Allgemeinbevölkerung [11].

  • Stärkt die Immunzellen

    Einzelbefund, unbestätigt

    Immunsystem & Infekte · gesund · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Nur Marker (Neutrophilenfunktion, Zahl der NK-Zellen). Bei der höheren von zwei Mengen bessere Neutrophilenfunktion und mehr NK-Zellen als nach Ascorbinsäure, bei der niedrigeren kein Unterschied; vom Hersteller finanziert [6]. Beleg für „kleine Studien“: zwei Überkreuzstudien mit 46 und 47 Teilnehmenden [6]. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: laut Förderangabe von The Bountiful Co. bezahlt, die auch den Rohstoff lieferte [6].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Calcium-L-ascorbat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Calcium-L-ascorbat steht in Anhang II der Richtlinie über Nahrungsergänzungsmittel als Vitamin-C-Verbindung mit der Fußnote, dass es bis zu 2 % Threonat enthalten darf, und zusätzlich als Calciumverbindung im Mineralstoffteil [1]. Der Vitamin-C-Anteil wird wie bei allen Ascorbaten über den Natrium-abhängigen Transporter SVCT1 aufgenommen [2]. Beworben wird die Form vor allem über das Markenprodukt Ester-C, eine Zubereitung aus Calciumascorbat und Vitamin-C-Metaboliten (siehe Formulierungen und Herkunft); fast alle Vergleichsstudien mit Ascorbinsäure verwendeten Ester-C oder Rohstoff des Markeninhabers [3][4].

Zum Hauptversprechen „bleibt länger im Körper“: In einer herstellerfinanzierten Überkreuz-RCT mit 36 Personen war die maximale Plasmakonzentration nach Ester-C etwas höher als nach Ascorbinsäure, die Plasmaspiegel insgesamt aber nicht verschieden; Vitamin C in Leukozyten nahm nur unter Ester-C nach 24 Stunden signifikant zu [3]. Eine Überkreuzstudie mit 15 Männern fand ebenfalls nach 24 Stunden mehr Vitamin C in Leukozyten bei gleichem Plasmaspiegel [5]. Der Review sieht über sieben Ester-C-Studien bessere Verträglichkeit und teils höhere Leukozytenwerte [4]. Eine weitere vom Markeninhaber bezahlte Überkreuzstudie mit 93 Personen verglich Calciumascorbat, dessen Rohstoff der Markeninhaber lieferte und das der Review als Ester-C einordnet (die Studie selbst nennt keine Metaboliten), mit Ascorbinsäure: bei der niedrigeren von zwei geprüften Mengen kein Unterschied, bei der höheren mehr Dehydroascorbinsäure im Plasma, bessere Neutrophilenfunktion in den ersten acht Stunden und mehr NK-Zellen [6]. Die einzige gefundene Studie mit Calciumascorbat ohne die Ester-C-Metaboliten ist eine Kinetikstudie, in der Ester-C im Serum nur zu zwei Zeitpunkten leicht über einfachem Calciumascorbat lag und eine Vitamin-C-Lipidmetaboliten-Mischung höher [7]. Wie bedeutsam höhere Leukozytenwerte sind, bleibt offen, denn Immunzellen sind schon bei moderater Zufuhr gesättigt [8].

Zur Verträglichkeit: Bei 50 säureempfindlichen Personen entfielen 37,5 % der Magenbeschwerden auf Ester-C und 62,5 % auf Ascorbinsäure; 72 gegenüber 54 % bewerteten die Verträglichkeit als sehr gut [9]. In einer placebokontrollierten Studie mit 168 Personen gab es unter einem Vitamin-C-Präparat, das der Review als Ester-C zuordnet, weniger Erkältungen (37 vs. 50) und kürzere schwere Symptome [10][4]; ein Vergleich mit Ascorbinsäure fehlt, und für Vitamin C allgemein zeigt ein Cochrane-Review keinen Schutz vor Erkältungen in der Allgemeinbevölkerung [11].

Formulierungen und Herkunft: Calciumascorbat ist im Gegensatz zu Ascorbinsäure nahezu pH-neutral und liefert zusätzlich Calcium. Ester-C ist keine eigene chemische Verbindung, sondern laut Hersteller Calciumascorbat mit Vitamin-C-Metaboliten, darunter Dehydroascorbinsäure, Calciumthreonat und 4-Hydroxy-5-methyl-3(2H)-furanon [3]. Ein von Nestlé Health Science finanzierter systematischer Review führt zwei in einer Studie geprüfte Ester-C-Varianten mit 3 % bzw. 1 % Calciumthreonat auf [4]; Anhang II legt für Calcium-L-ascorbat fest, dass es bis zu 2 % Threonat enthalten kann (Fußnote, gleichlautend seit VO (EG) Nr. 1170/2009) [1]; die Variante mit 3 % Calciumthreonat liegt rechnerisch darüber, weil Calciumthreonat überwiegend aus Threonat besteht. Ob solche Varianten im EU-Handel vertrieben werden, wurde nicht geprüft. Die Ester-C-Studien wurden überwiegend vom Markeninhaber finanziert oder von dessen Angestellten verfasst [3][6].

Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.

Nur Wirkmechanismus. Schematischer Schnitt durch fünf Enterozyten des Dünndarms, nicht maßstabsgetreu: Mikrovilli und Proteine stark vergrößert, Zellen gekürzt. Jede Zelle trägt hier eine Gruppe von Angriffspunkten; tatsächlich trägt ein Enterozyt viele davon zugleich, und den B12-Rezeptor Cubam gibt es nur im Ileum. Teilchenzahlen, Geschwindigkeiten, Wartezeiten an den Transportern und Anteile abgewiesener Teilchen sind Ausgaben eines einfachen Modells und illustrativ, keine Messungen; die Abbildung nennt sie nicht als Zahl.
Wirkstoff
Ansicht

Nährstoff aus der Nahrung  gewählter Wirkstoff (bzw. seine Spaltprodukte)  Hemmstoff gebunden  Kreuz = gehemmt · gestrichelter Kreis = Weg ohne gezeigtes Protein

Auch der Vitamin-C-Anteil von Calcium-L-ascorbat wird über den Natrium-abhängigen Transporter SVCT1 aufgenommen [25]. Die gezeigte Sättigung stammt aus Messungen mit Ascorbinsäure [26]; das Calcium ist in der Abbildung nicht dargestellt.

Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.

Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
SVCT1 (SLC23A1) im DarmepithelTransporterBindungNatrium-abhängige Ascorbataufnahme (Übersicht) Labor[2]
Vitamin-C-Gehalt der LeukozytenSonstigesExpression ↑höher als nach Ascorbinsäure nach 24 Stunden (zwei herstellernahe RCTs) Mensch, randomisiert[3][5]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativunklar · Mehr Vitamin C in Leukozyten, teils bessere Neutrophilenfunktion (herstellerfinanzierte RCTs); klinische Bedeutung nicht untersucht[3][5][6]
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Ester-C (Calciumascorbat mit Metaboliten) vs. Ascorbinsäure

    Plasma: Cmax leicht höher, sonst kein Unterschied; Leukozyten: höherer Anstieg nach 8 und 24 Stunden (36 Personen, herstellerfinanziert) [3]; bei 15 Männern gleicher Plasmaspiegel, mehr in Leukozyten nach 24 Stunden [5].

    Mensch, randomisiert

  • Oral (geschluckt) · Calciumascorbat (Rohstoff des Ester-C-Inhabers, laut Review Ester-C) vs. Ascorbinsäure; Ester-C vs. einfaches Calciumascorbat

    Bei der niedrigeren von zwei Mengen kein Unterschied zu Ascorbinsäure, bei der höheren veränderte Kinetik mit Hinweis auf größeres Verteilungsvolumen (93 Personen, herstellerfinanziert; Zusammensetzung nicht angegeben, laut Review [4] Ester-C) [6]; Ester-C im Serum nur zu zwei Zeitpunkten leicht höher als einfaches Calciumascorbat [7].

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Ester-C vs. Ascorbinsäure, Plasma und Leukozyten

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Überkreuz · gesund · n = 36 · Einzelgaben, 24 h

    Gemessen: Vitamin C in Plasma und Leukozyten

    Ergebnis: Plasma-Cmax höher (p = 0,039), sonst kein Plasmaunterschied; Leukozyten-Anstieg nach 8 und 24 h höher; Hersteller NBTY finanzierte und stellte Autoren.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Vitamin-C-Metaboliten und Leukozyten

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Vier-Wege-Überkreuz · gesund (Männer, Raucher und Nichtraucher) · n = 15 · Einzelgaben, 24 h

    Gemessen: Vitamin C in Plasma und Leukozyten

    Ergebnis: Plasma gleich, Leukozyten nach 24 h höher (p < 0,0001).[5]

    Mensch, randomisiert

  • Calciumascorbat (Rohstoff des Ester-C-Inhabers) vs. Ascorbinsäure, Kinetik und Immunmarker

    zwei RCTs, doppelblind, Überkreuz · gesund · n = 93 · Einzelgaben, 32 h

    Gemessen: Leukozyten-Vitamin C, Neutrophilenfunktion, Lymphozyten

    Ergebnis: Niedrigere Menge ohne Unterschied; höhere Menge mit mehr DHA, besserer Neutrophilenfunktion und mehr NK-Zellen; Rohstoff und Finanzierung von The Bountiful Co., Zusammensetzung nicht angegeben, im Review als Ester-C eingeordnet.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Magenverträglichkeit

    RCT, doppelblind, Überkreuz · gesund (säureempfindlich) · n = 50 · 2 × 3 Tage

    Gemessen: Magenbeschwerden, Verträglichkeitsurteil

    Ergebnis: 37,5 vs. 62,5 % der Beschwerden; „sehr gut“ 72 vs. 54 % (p < 0,05).[9]

    Mensch, randomisiert

  • Erkältungen im Winter

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert · gesund · n = 168 · 60 Tage

    Gemessen: Erkältungen, Symptomdauer

    Ergebnis: 37 vs. 50 Erkältungen (p < 0,05), schwere Symptome 1,8 vs. 3,1 Tage.[10]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Herstellerabhängige Datenlage

    Die Vorteilsbefunde stammen überwiegend aus Studien, die der Markeninhaber finanzierte oder deren Autoren dort angestellt waren; der Review wurde von Nestlé Health Science finanziert [3][4][6].

    Mensch, randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Ester-C bleibt 24 Stunden in den Immunzellen“

    Höhere Leukozytenwerte nach 24 Stunden in zwei herstellernahen RCTs [3][5]; bei niedrigerer Menge kein Unterschied [6]; klinische Bedeutung offen, da Immunzellen schon bei moderater Zufuhr gesättigt sind [8].

  • nicht belegt

    „Ester-C wird besser aufgenommen als normales Vitamin C“

    Plasmaspiegel insgesamt nicht verschieden [3][5].

  • teilweise belegt

    „Calciumascorbat ist magenfreundlicher als Ascorbinsäure“

    Eine RCT bei säureempfindlichen Personen mit Ester-C [9]; für reines Calciumascorbat keine eigene Studie gefunden.

Pharmakokinetik

Aufnahme
Über SVCT1 wie andere Ascorbate [2]; Plasmaverlauf ähnlich wie bei Ascorbinsäure [3][5].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Länger erhöhte Leukozytenspiegel nach Ester-C in herstellernahen Studien [3][5]; Mechanismus (etwa Rolle des Threonats) beim Menschen nicht geklärt.
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
In AMIce kein verkehrsfähiges Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Calciumascorbat gefunden (Suche nach Stoffname, Abruf 24.10.2026) [13]; als Vitaminverbindung nach Anhang II in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [1].
EU
Anhang II Teil A, Nr. 13 c der RL 2002/46/EG (Vitamin C) mit Fußnote „Kann bis zu 2 % Threonat enthalten“; zusätzlich in Teil B als Calciumverbindung aufgeführt [1].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“

    Nährstoff
    Vitamin C
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[12]
    Einordnung
    rechtlich zulässig; zu Erkältungen und Immunzellen siehe Versprechen „Ester-C schützt vor Erkältungen“ und „Stärkt die Immunzellen“

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Senkt Ester-C Infekte stärker als die gleiche Menge Ascorbinsäure in einer unabhängigen RCT?
  • Welche Rolle spielt Threonat für die Aufnahme in Leukozyten beim Menschen?
  • Halten Ester-C-Produkte im EU-Handel die Threonat-Grenze von Anhang II ein?

Referenzen

  1. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  2. Bürzle M, Suzuki Y, Ackermann D, Miyazaki H, Maeda N, Clémençon B, et al. The sodium-dependent ascorbic acid transporter family SLC23. Mol Aspects Med. 2013;34(2-3):436–54. doi:10.1016/j.mam.2012.12.002 · PubMed
  3. Mitmesser SH, Ye Q, Evans M, Combs M. Determination of plasma and leukocyte vitamin C concentrations in a randomized, double-blind, placebo-controlled trial with Ester-C®. Springerplus. 2016;5(1):1161. doi:10.1186/s40064-016-2605-7 · PubMed
  4. Calder PC, Kreider RB, McKay DL. Enhanced vitamin C delivery: a systematic literature review assessing the efficacy and safety of alternative supplement forms in healthy adults. Nutrients. 2025;17(2):279. doi:10.3390/nu17020279 · PubMed
  5. Moyad MA, Combs MA, Vrablic AS, Velasquez J, Turner B, Bernal S. Vitamin C metabolites, independent of smoking status, significantly enhance leukocyte, but not plasma ascorbate concentrations. Adv Ther. 2008;25(10):995–1009. doi:10.1007/s12325-008-0106-y · PubMed
  6. Dickerson B, Gonzalez DE, Sowinski R, Xing D, Leonard M, Kendra J, et al. Comparative effectiveness of ascorbic acid vs. calcium ascorbate ingestion on pharmacokinetic profiles and immune biomarkers in healthy adults: a preliminary study. Nutrients. 2024;16(19):3358. doi:10.3390/nu16193358 · PubMed
  7. Pancorbo D, Vazquez C, Fletcher MA. Vitamin C-lipid metabolites: uptake and retention and effect on plasma C-reactive protein and oxidized LDL levels in healthy volunteers. Med Sci Monit. 2008;14(11):CR547–51. PubMed
  8. Levine M, Conry-Cantilena C, Wang Y, Welch RW, Washko PW, Dhariwal KR, et al. Vitamin C pharmacokinetics in healthy volunteers: evidence for a recommended dietary allowance. Proc Natl Acad Sci U S A. 1996;93(8):3704–9. doi:10.1073/pnas.93.8.3704 · PubMed
  9. Gruenwald J, Graubaum HJ, Busch R, Bentley C. Safety and tolerance of ester-C compared with regular ascorbic acid. Adv Ther. 2006;23(1):171–8. doi:10.1007/BF02850358 · PubMed
  10. Van Straten M, Josling P. Preventing the common cold with a vitamin C supplement: a double-blind, placebo-controlled survey. Adv Ther. 2002;19(3):151–9. doi:10.1007/BF02850271 · PubMed
  11. Hemilä H, Chalker E. Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2013;(1):CD000980. doi:10.1002/14651858.CD000980.pub4 · PubMed
  12. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
  13. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Calciumascorbat“, „Calcium-L-ascorbat“ und „Calciumthreonat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Rechtsstatus am konsolidierten Text der RL 2002/46/EG (CELEX 02002L0046-20251126): Anhang II Teil A, Nr. 13 c „Calcium-L-ascorbat“ mit Fußnote 9 „Kann bis zu 2 % Threonat enthalten“; Calcium-L-ascorbat außerdem in Teil B.
  • Im Volltext (PMC4960105) von [3]: Ester-C-Zusammensetzung (Calciumascorbat, Dehydroascorbinsäure, Calciumthreonat, 4-Hydroxy-5-methyl-3(2H)-furanon); NBTY besitzt Ester-C, finanzierte die Studie, drei Autorinnen und Autoren bei NBTY angestellt.
  • Im Volltext (PMC11767823) von [4]: Finanzierung Nestlé Health Science; Moyad-Varianten mit 3 % bzw. 1 % Calciumthreonat; Erkältungsstudie [10] als Ester-C zugeordnet; eine Autorin früher im wissenschaftlichen Beirat von Nature's Bounty.
  • Im Volltext (PMC11479081) von [6]: Finanzierung durch The Bountiful Co. als Auftragsforschung.
  • Am Abstract: 36 Personen, Cmax p = 0,039, Leukozyten nach 8/24 h [3]; 15 Männer, Plasma gleich, Leukozyten p < 0,0001 [5]; 13 Studien, 7 zu Ester-C [4]; 93 Personen, zwei Mengen [6]; Serumvergleich PureWay-C/Ester-C/Calciumascorbat [7]; Leukozyten-Sättigung [8]; 50 Personen, 37,5 vs. 62,5 %, 72 vs. 54 % [9]; 168 Personen, 37 vs. 50, 1,8 vs. 3,1 Tage [10]; RR 0,97 [11].
  • PubChem: Calcium Ascorbate CID 54740489 (wasserfrei).
  • Gegenprüfung im Volltext PMC11767823 von [4]: Tabelle ordnet Dickerson 2024 [6] unter „Calcium ascorbate EC (Ester C®)“ ein; im Volltext PMC11479081 von [6]: „Ascorbic acid (AA) and calcium ascorbate (CA) raw materials … were provided by The Bountiful Co.“, Finanzierung NBTY001, keine Angabe zu Metaboliten. Am Abstract von [7]: Vergleich von Calciumascorbat (CaA) mit „calcium ascorbate-calcium threonate-dehydroascorbate (Ester-C)“.
  • Regelrunde K1–K8/G1–G12 (24.10.2026): Abstract [9] erneut gelesen (randomisierte, doppelblinde Überkreuzstudie, 50 säureempfindliche Gesunde, 33 von 88 Beschwerden nach Ester-C, 55 nach Ascorbinsäure, „sehr gut“ 72 vs. 54 %). Abstract [10] nennt kein Präparat (Zuordnung zu Ester-C nur über den Review [4]).
  • Gesundheitsbezogene Angabe zu Vitamin C in der konsolidierten Fassung CELEX 02012R0432-20250820 (Cellar, XHTML) mit dem Basistext verglichen: gleicher Wortlaut [12]. Anhang II Teil A Nr. 13 c mit Fußnote 9 („Kann bis zu 2 % Threonat enthalten“) am konsolidierten Text erneut gelesen.
  • Rechtsstatus (G6, K7, Frage 30) am 24.10.2026: Fußnote zu Anhang II A 13 c im Basistext VO (EG) Nr. 1170/2009 wortgleich (DE „Kann bis zu 2 % Threonat enthalten“, EN „May contain up to 2 % of threonate“); Calcium-L-threonat steht als eigene Calciumverbindung in Teil B. Umrechnung 3 % Calciumthreonat auf Threonat: Anion etwa 87 % der wasserfreien Molmasse, also etwa 2,6 % Threonat (eigene Rechnung, Hydratform unbekannt; im Text nur qualitativ). AMIce (Stoffnamen „Calciumascorbat“, „Calcium-L-ascorbat“, „Calciumthreonat“): keine verkehrsfähigen Humanarzneimittel [13]. Novel-Food-Katalog: kein Eintrag zu Ester-C oder Calciumthreonat; Unionsliste: kein Calciumthreonat, nur Magnesium-L-threonat.
  • verwandt am 24.10.2026 nach K1 nachgezogen: calcium-l-threonat „Metabolit“ → „andere Form“ (Doppelsalz-Regel, zweite Familie calcium-formen), weil das Profil keine Umwandlung beim Menschen trägt; Threonat steht hier nur als Bestandteil (Anhang-II-Fußnote, Ester-C). Der Gegenlink im Profil calcium-carbonat ist gesetzt.
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Magenfreundlicher als Ascorbinsäure“: kleine_studien – [9] 50. „Stärkt die Immunzellen“: kleine_studien – [6] zwei Studien mit zusammen 93 (46 und 47); herstellerfinanziert – Förderung durch The Bountiful Co. (Lieferant des Rohstoffs, Inhaber von Ester-C).
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Stärkt die Immunzellen“: [6] „Ninety-three“ in zwei Überkreuzstudien (27 + 19 = 46 bei 250 mg, 24 + 23 = 47 bei 500 mg), Förderung „The Bountiful Co.“.

Nicht verifiziert

  • Ob handelsübliche Ester-C-Produkte in der EU die Threonat-Grenze von 2 % einhalten.
  • Finanzierung und Herstellerbezug von [7], [9] und [10] (nur Abstracts gelesen).
  • Dass das Präparat in [10] Ester-C war, beruht auf der Zuordnung im Review [4]; der Abstract nennt kein Produkt.
  • Ob Ester-C nach Anhang II als „Calcium-L-ascorbat“ gilt oder rechtlich anders eingeordnet wird.
  • E 302 als Zusatzstoffnummer nicht in der Zusatzstoffverordnung geprüft.
  • Zusammensetzung des Calciumascorbats in [6] (mit oder ohne Ester-C-Metaboliten): weder Studie noch Review machen dazu eine Angabe außer der Einordnung als Ester-C.
  • Finanzierung von [5] (Moyad 2008), deshalb in der Kurzfassung „überwiegend“ herstellerfinanziert.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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