Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Schützt Herz und Gefäße (über die Homocysteinsenkung)

    nicht untersucht

    Herz & Gefäße · gesund · Keine Daten

    Keine Studie mit Herz-Kreislauf-Endpunkten bei Gesunden gefunden. Das Werbeversprechen „Senkt Homocystein, unterstützt die Methylierung und schützt so Herz und Gefäße“ ist nach K4 zerlegt: Homocystein und Methylierung sind Marker, die leichte Homocysteinsenkung steht als eigenes Zweitversprechen „nur Marker“ [3]. Gegen einen Gefäßnutzen spricht, dass Betain in RCTs Gesamt- und LDL-Cholesterin erhöhte [4][5]. Die zugelassene EU-Angabe ist keine Evidenzstufe [7].[4][5]

  • Senkt den Homocysteinspiegel (nur Marker)

    nur Marker belegt

    Herz & Gefäße · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Marker. Metaanalyse von fünf placebokontrollierten RCTs mit gesunden Erwachsenen über sechs bis 24 Wochen: Homocystein −1,23 µmol/l (95-%-KI −1,61 bis −0,85) [3]. Ein klinischer Vorteil folgt daraus nicht.

  • Mehr Kraft und Leistung im Training

    kleiner Nutzen

    Muskel & Leistung · gesund · Mensch, randomisiert

    Metaanalyse von 17 Studien mit 317 Gesunden: Maximalkraft SMD 0,47 (95-%-KI 0,04–0,89), vor allem Beinkraft; kein Effekt auf Oberkörperkraft, Sprint, Wurfkraft und Kraftausdauer; Sprunghöhe nur nach Ausschluss einer Studie geringer Qualität [6].

Wirkweise

Evidenzkarte: Betain (Trimethylglycin)

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Betain ist in Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verbreitet; reiche Quellen sind Meeresfrüchte, Weizenkeime und -kleie sowie Spinat. Physiologisch wirkt es als Osmolyt, der Zellen und Proteine vor osmotischem Stress schützt, und als Methylgruppendonor im Methioninzyklus, vor allem in Leber und Niere [1]. Diese Übersicht stammt von einem Mitarbeiter des Betain-Herstellers Danisco [1]. Laut Fachinformation des Arzneimittels Cystadane dient Betain bei Homocystinurie als Methylgruppendonor für die Remethylierung von Homocystein zu Methionin; es senkt Homocystein bei den drei behandelbaren Formen (CBS-Mangel, MTHFR-Mangel, Cobalamin-Defekte) und erhöht bei MTHFR- und Cobalamin-Defekten Methionin und S-Adenosylmethionin [2]. Klinische Besserungen in Beobachtungsstudien sind schwer zuzuordnen, weil die Patienten zugleich Vitamin B6, B12, Folsäure und eine Diät erhielten [2].

Bei Gesunden senkte Betain Homocystein in einer Metaanalyse aus fünf placebokontrollierten RCTs um 1,23 µmol/l (95-%-KI −1,61 bis −0,85) [3]. Homocystein ist ein Marker; eine Studie mit Herz-Kreislauf-Endpunkten wurde nicht gefunden. Dagegen verschlechterte Betain die Blutfette: In gepoolten Daten dreier RCTs mit Gesunden stieg LDL-Cholesterin nach sechs Wochen um 0,36 mmol/l und die Triglyceride um 0,14 mmol/l, schon nach zwei Wochen sichtbar [4]; eine Metaanalyse von sechs RCTs fand einen Anstieg des Gesamtcholesterins um 0,34 mmol/l, bei LDL, HDL und Triglyceriden keinen signifikanten Effekt [5]. Für sportliche Leistung ergab eine Metaanalyse von 17 Studien (317 Gesunde) einen kleinen Effekt auf die Maximalkraft (SMD 0,47), vor allem der Beine, aber keinen auf Oberkörperkraft, Sprintleistung, Wurfkraft oder Kraftausdauer [6].

Die EU hat die Angabe „Betain trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei“ zugelassen; die Verwendungsbedingungen verlangen zugleich einen Hinweis, dass hohe tägliche Aufnahmen den Blut-Cholesterinspiegel erheblich erhöhen können [7]. Eine solche Angabe ist eine rechtliche Zulassung, kein Wirksamkeitsnachweis für Herz und Gefäße.

Formulierungen und Herkunft: Das in der Unionsliste zugelassene neuartige Lebensmittel „Betain“ (Antragsteller DuPont) wird bei der Verarbeitung von Zuckerrüben gewonnen (Melassen, Vinassen oder Betain-Glycerin) und ist in wasserfreier Form und als Monohydrat spezifiziert [9]; Angaben zur Herkunft von Betain in Nahrungsergänzungsmitteln insgesamt wurden nicht gefunden. Betainhydrochlorid, das als „Magensäure-Ergänzung“ verkauft wird, ist ein anderes Salz mit eigener Fragestellung und gehört nicht in dieses Profil. Vergleichende Humandaten zu Formulierungen wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Homocystein-Remethylierung zu Methionin (betainabhängig, Leber und Niere)EnzymAktivatorMethylgruppendonor; Homocystein bei Gesunden −1,23 µmol/l (Metaanalyse) Mensch, randomisiert[1][2][3]
Zelluläres Osmolyt-SystemSonstigesBindungschützt Zellen, Proteine und Enzyme vor osmotischem Stress (Übersicht) Labor[1]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechsel↑ · Gesamtcholesterin ↑ (Metaanalyse); LDL und Triglyceride ↑ in gepoolten RCTs mit Gesunden[4][5]
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungmoduliert · Homocystein ↓ bei Gesunden (nur Marker); bei MTHFR- und Cobalamin-Defekten Methionin und SAM ↑ (Fachinformation)[2][3]

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Pulver (wasserfrei)

    absolute Bioverfügbarkeit nicht ermittelt

    Bei gesunden Erwachsenen rasch aufgenommen (Maximum nach etwa einer Stunde); Ausscheidung über die Niere vernachlässigbar [2].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Metaanalyse Homocystein

    Metaanalyse von 5 RCTs, placebokontrolliert · gesund · 6–24 Wochen

    Gemessen: Plasma-Homocystein

    Ergebnis: −1,23 µmol/l (KI −1,61 bis −0,85).[3]

    Mensch, randomisiert

  • Gepoolte RCTs zu Blutfetten

    gepoolte Auswertung von 3 RCTs mit Betain · gesund · n = 151 · 6 Wochen

    Gemessen: LDL, HDL, Triglyceride

    Ergebnis: LDL +0,36 mmol/l, Triglyceride +0,14 mmol/l; HDL unverändert.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse Blutfette

    Metaanalyse von 6 RCTs · Erwachsene · 6–24 Wochen

    Gemessen: Gesamt-, LDL-, HDL-Cholesterin, Triglyceride

    Ergebnis: Gesamtcholesterin +0,34 mmol/l; übrige nicht signifikant.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Metaanalyse Leistung

    Metaanalyse von 17 placebokontrollierten Studien · gesund (15–60 Jahre) · n = 317 · mindestens 7 Tage

    Gemessen: Kraft, Sprint, Sprung, Kraftausdauer

    Ergebnis: Maximalkraft SMD 0,47; übrige Endpunkte ohne Effekt.[6]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden

    In RCTs mit Gesunden stiegen LDL-Cholesterin und Triglyceride [4], in einer Metaanalyse das Gesamtcholesterin [5]; die EU-Angabe muss deshalb mit einem Hinweis auf mögliche Cholesterinerhöhung bei hoher Aufnahme versehen werden [7].

    Mensch, randomisiert

  • Hirnödem bei stark erhöhtem Methionin

    Laut Fachinformation gelegentlich Hirnödeme in Verbindung mit stark erhöhtem Methionin bei Patienten mit CBS-Mangel unter Betain-Therapie, mit vollständiger Erholung nach Absetzen; erhöhter Methioninspiegel ist die häufigste Nebenwirkung [2].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Magen-Darm-Beschwerden und weitere Nebenwirkungen

    Laut Fachinformation gelegentlich Durchfall, Glossitis, Übelkeit, Magenbeschwerden, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Haarausfall, Nesselsucht, ungewöhnlicher Hautgeruch und Harninkontinenz [2].

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Aminosäuremischungen, Vigabatrin und GABA-Analoga: Laut Fachinformation auf Basis von In-vitro-Daten mögliche Wechselwirkungen; Wechselwirkungsstudien wurden nicht durchgeführt [2].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Betain schützt das Herz, weil es Homocystein senkt“

    Die Homocysteinsenkung ist ein Marker [3]; Herz-Kreislauf-Endpunkte wurden nicht untersucht, und Betain erhöhte in RCTs LDL- und Gesamtcholesterin [4][5].

  • teilweise belegt

    „Betain ist ein zugelassener Wirkstoff gegen hohes Homocystein“

    Als Arzneimittel zugelassen ist Betain nur zur Zusatzbehandlung der seltenen Homocystinurie [2][10]; für leicht erhöhtes Homocystein bei Gesunden gibt es nur die lebensmittelrechtliche Angabe zum Homocystein-Stoffwechsel [7].

  • teilweise belegt

    „Betain steigert die Kraft im Training“

    Kleiner Effekt auf die Maximalkraft, vor allem der Beine; kein Effekt auf andere Leistungsmaße [6].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Rasch, Maximum nach etwa 0,9 Stunden bei gesunden Erwachsenen; absolute Bioverfügbarkeit nicht ermittelt [2].
Halbwertszeit
Mittlere Eliminationshalbwertszeit etwa 14 Stunden [2].
Abbau
Methylgruppendonor; renale Clearance vernachlässigbar (etwa 5 % der Gesamtclearance) [2].

Rechtlicher Status

Deutschland
Betain zur adjuvanten Therapie der Homocystinurie ist verschreibungspflichtig (AMVV Anlage 1) [8]. Der Eintrag betrifft Arzneimittel; zu Nahrungsergänzungsmitteln siehe EU (Novel-Food-Katalog), eine nationale Einstufung wurde nicht geprüft.
EU
Arzneimittel: Cystadane (Betain, wasserfrei; EMEA/H/C/000678; laut EMA-Datenexport zugelassen am 14.02.2007, die Fachinformation nennt den 15.02.2007) [2] und Amversio (EMEA/H/C/005637, zugelassen am 05.05.2022) [10], beide zur Zusatzbehandlung der Homocystinurie. Lebensmittel: Eintrag „Betain“ (aus Zuckerrüben, zugelassen am 22.08.2019, DVO (EU) 2019/1294) in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel für bestimmte Lebensmittel für Sportler, Tagesrationen zur Gewichtskontrolle und Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke für Erwachsene, mit einem vorgeschriebenen Kennzeichnungshinweis zur gleichzeitigen Aufnahme aus betainhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln [9]. Nahrungsergänzungsmittel sind keine der dort genannten Kategorien; laut Novel-Food-Katalog gilt Betain in Nahrungsergänzungsmitteln aber als nicht neuartig (Eintrag POL-NF-09241 „Betaine“, Synonym N,N,N-Trimethylglycin, letzte Änderung 15.11.2024; derselbe Eintrag führt Betain zusätzlich als zugelassenes neuartiges Lebensmittel) [11]. Der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. Gesundheitsbezogene Angabe zugelassen (siehe health_claims) [7].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei“

    Nährstoff
    Betain
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[7]
    Einordnung
    rechtlich zulässig; bei Gesunden nur als Marker belegt (siehe Versprechen „Senkt den Homocysteinspiegel (nur Marker)“). Die Bedingungen verlangen einen Hinweis, dass hohe tägliche Aufnahmen den Cholesterinspiegel erheblich erhöhen können.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Überwiegt die Homocysteinsenkung den Cholesterinanstieg, oder umgekehrt? Endpunktstudien fehlen.
  • Ist der kleine Krafteffekt in größeren, gut verblindeten Studien stabil?
  • Wie sind betainhaltige Nahrungsergänzungsmittel in DE und der EU rechtlich eingestuft?

Referenzen

  1. Craig SA. Betaine in human nutrition. Am J Clin Nutr. 2004;80(3):539–49. doi:10.1093/ajcn/80.3.539 · PubMed
  2. Recordati Rare Diseases. Cystadane 1 g Pulver zum Einnehmen: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (EPAR, Anhang I). Europäische Arzneimittel-Agentur, EMEA/H/C/000678 [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/cystadane-epar-product-information_de.pdf
  3. McRae MP. Betaine supplementation decreases plasma homocysteine in healthy adult participants: a meta-analysis. J Chiropr Med. 2013;12(1):20–5. doi:10.1016/j.jcm.2012.11.001 · PubMed
  4. Olthof MR, van Vliet T, Verhoef P, Zock PL, Katan MB. Effect of homocysteine-lowering nutrients on blood lipids: results from four randomised, placebo-controlled studies in healthy humans. PLoS Med. 2005;2(5):e135. doi:10.1371/journal.pmed.0020135 · PubMed
  5. Zawieja EE, Zawieja B, Chmurzynska A. Betaine supplementation moderately increases total cholesterol levels: a systematic review and meta-analysis. J Diet Suppl. 2021;18(1):105–17. doi:10.1080/19390211.2019.1699223 · PubMed
  6. Zawieja E, Machek S, Zanchi NE, Cholewa J, Woźniewicz M. Effects of chronic betaine supplementation on exercise performance: systematic review and meta-analysis. J Sports Sci. 2024;42(22):2131–44. doi:10.1080/02640414.2024.2423578 · PubMed
  7. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
  8. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5): Stoffe und Zubereitungen nach § 1 Nr. 1, Eintrag „Betain“. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
  9. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810), Eintrag „Betain“.
  10. Europäische Arzneimittel-Agentur. Amversio (Betain, wasserfrei): EPAR, EMEA/H/C/005637, zugelassen am 05.05.2022, Inhaber SERB SA [Internet]. Datenexport „Medicines“ (JSON), Zeitstempel 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/amversio
  11. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Betaine [Datenbank]. POL-NF-09241, letzte Änderung 15.11.2024 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle PMIDs per PubMed efetch aufgelöst; DOIs aus dem PubMed-Datensatz übernommen und mit tools/pruefe_profile.py über Crossref geprüft.
  • Abstracts: [1] Osmolyt und Methylgruppendonor, Quellen in der Nahrung; Affiliation Danisco USA Inc.; [3] fünf RCTs, −1,23 µmol/l (KI −1,61 bis −0,85); [4] drei Betain-Studien, n = 151, LDL +0,36 mmol/l, Triglyceride +0,14 mmol/l, ab zwei Wochen; [5] sechs RCTs, Gesamtcholesterin +0,34 mmol/l, übrige nicht signifikant; [6] 17 Studien, 317 Personen, SMD 0,47 (KI 0,04–0,89).
  • Fachinformation Cystadane (EMA, deutsche Fassung, PDF abgerufen 24.10.2026): Abschnitte 4.4, 4.5, 4.8, 5.1, 5.2 (Hirnödem bei Hypermethioninämie, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Wirkmechanismus, tmax ≈ 0,9 h, t½ ≈ 14 h, renale Clearance ≈ 5 %). Risiken nur aus dieser Fachinformation und den RCT-Daten.
  • EMA-Datenexport (Zeitstempel 24.10.2026): Cystadane EMEA/H/C/000678 (14.02.2007, Recordati Rare Diseases), Amversio EMEA/H/C/005637 (05.05.2022, SERB SA), beide zugelassen.
  • VO (EU) Nr. 432/2012 (CELEX 32012R0432) und konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 über Cellar gelesen: Angabe „Betain trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei“ in beiden Fassungen; Bedingung mit Cholesterin-Hinweis.
  • Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810): Eintrag „Betain“ (▼M33 = DVO (EU) 2019/1294), zugelassen am 22.08.2019, Kategorien und Kennzeichnungshinweis gelesen; Höchstgehalte bewusst nicht übernommen.
  • Fix-Runde 24.10.2026: Unionsliste erneut (Cellar, XHTML): Beschreibung „wird bei der Verarbeitung von Zuckerrüben (d. h. Melassen, Vinassen oder Betain-Glycerin) gewonnen“, wasserfrei und Monohydrat, Antragsteller DuPont Nutrition Biosciences ApS; keine Aussage zur Marktlage.
  • AMVV Anlage 1 (24.10.2026), Wortlaut: „Betain – zur adjuvanten Therapie der Homocystinurie –“.
  • PubChem: CID 247.
  • 26.10.2026, Sachkorrektur nach Prüfbericht E-20 (Block D, Entscheidung n021): Novel-Food-Katalog selbst abgerufen (Backend-Schnittstelle der Katalogseite, Einzeleintrag): POL-NF-09241 „Betaine“, Synonym „N,N,N-trimethylglycine“, Beschreibung „The entry concerns the use of betaine in food and food supplements“, zwei Teilangaben „Substance“ mit NOT_NOVEL_IN_FOOD_SUPPLEMENTS bzw. AUTHORISED_NOVEL_FOOD, letzte Änderung 15.11.2024 [11]. Vorher stand, der Status in Nahrungsergänzungsmitteln sei nicht geprüft.

Nicht verifiziert

  • Zulassungsdatum Cystadane: EMA-Export 14.02.2007, Fachinformation 15.02.2007; nicht aufgelöst.
  • Nationale Einstufung von Betain in Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland und US-Status.
  • Interessenkonflikte in [6] (Volltext nicht gelesen).
  • Fachinformation Amversio nicht gelesen.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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