Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten. Herstellung, Besitz, Handel oder Anwendung können verboten sein; Einzelheiten unter „Rechtlicher Status“.

Versprechen im Check

  • Myostatin-Blocker: Muskelwachstum ohne natürliche Grenze

    nicht untersucht

    Muskel & Leistung · gesund · Labor

    Grundlage ist ein einziger Zellversuch an Mausmyoblasten: YK-11 erhöhte myogene Regulationsfaktoren und die Follistatin-Expression, und ein Follistatin-Antikörper hob den Effekt auf [3]. Myostatin selbst wurde nicht gemessen. Es gibt keine Tierstudie zur Muskelmasse und keine Humanstudie (eigene Suche, siehe `pruefung`); nur Abstract geprüft.

  • Stärkt Knochen und Gelenke

    nicht untersucht

    Knochen & Gelenke · gesund · Labor

    Nur Zellversuch: In Mausosteoblasten förderte YK-11 Vermehrung und Mineralisierung und erhöhte Osteoprotegerin und Osteocalcin [4]. Knochendichte oder Brüche sind weder im Tier noch beim Menschen untersucht.

  • Unterdrückt die eigene Hormonachse nicht, weil es nur ein partieller Agonist ist

    nicht untersucht

    Testosteron & Hormone · gesund · Keine Daten

    Der partielle Agonismus ist ein Befund aus einem Reportersystem [1][2]. Zu LH, FSH oder Testosteron unter YK-11 gibt es keine Messung – weder im Tier noch beim Menschen. Die Behauptung ist damit nicht geprüft, nicht bestätigt.[1][2]

Wirkweise

Evidenzkarte: YK-11

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

YK-11 ist chemisch kein Arylpropionamid wie die meisten SARMs, sondern ein Steroid: ein 19-Norpregnadien-Derivat mit einem Dioxolan-Ring und einem Carbonsäuremethylester. In einem Reportersystem mit androgenabhängigem Promotor wirkte es als partieller Agonist des Androgenrezeptors, beschleunigte die Verlagerung des Rezeptors in den Zellkern, löste aber die sonst typische Wechselwirkung zwischen Amino- und Carboxylende des Rezeptors nicht aus und verhinderte sie auch für Dihydrotestosteron. In Brustkrebszellen der Linie MDA-MB 453 veränderte YK-11 die Genexpression gen-selektiv, also je nach Zielgen anders als ein klassisches Androgen [1]. Eine Folgearbeit derselben Gruppe führt dieses Muster auf unterschiedliche DNA-Bindung und eine andere Rekrutierung von Kofaktoren zurück [2].

Das Versprechen „Myostatin-Blocker“ geht auf einen einzigen Zellversuch zurück. In Mausmyoblasten der Linie C2C12 löste YK-11 eine Muskeldifferenzierung aus und erhöhte die myogenen Regulationsfaktoren MyoD, Myf5 und Myogenin stärker als Dihydrotestosteron. Anders als Dihydrotestosteron steigerte YK-11 die Expression von Follistatin, und ein Antikörper gegen Follistatin hob den Effekt auf [3]. Follistatin bindet Myostatin, einen körpereigenen Bremsfaktor des Muskelwachstums – gemessen wurde Myostatin in dieser Arbeit jedoch nicht. „YK-11 hemmt Myostatin“ ist damit eine Schlussfolgerung aus einem Zellmodell, keine Messung. In Mausosteoblasten der Linie MC3T3-E1 förderte YK-11 Vermehrung und Mineralisierung, erhöhte Osteoprotegerin und Osteocalcin und ließ die Phosphorylierung von Akt ansteigen; ein Rezeptorantagonist hob die Effekte auf, was die Wirkung dem Androgenrezeptor zuordnet [4].

Damit endet die Wirksamkeitsforschung. Eine Tierstudie zur Muskelmasse, zur Körperzusammensetzung oder zur Hormonachse wurde nicht gefunden, ebenso keine Humanstudie (eigene PubMed-Suche, siehe `pruefung`). Was es zu YK-11 am lebenden Organismus gibt, ist Analytik: 2017 wurde die massenspektrometrische Charakterisierung für Dopingkontrollen veröffentlicht [5], 2024 der Nachweis in einer Dopingkontrollprobe beim Menschen beschrieben [6]. Zum Stoffwechsel liegen nur Pferdedaten vor: Nach Gabe über den Mund fanden sich im Plasma die Ausgangssubstanz und sieben Phase-I-Metabolite, im Urin elf, am häufigsten mono- und di-O-demethylierte Abbauprodukte [7]. Für die Risiken gilt dasselbe wie für die anderen nicht zugelassenen SARMs: Es gibt kein behördlich bewertetes Nebenwirkungsprofil, sondern nur Daten zur Stoffgruppe – eine systematische Übersicht zur Sicherheit von SARMs bei gesunden Erwachsenen mit 33 Arbeiten, 2136 Personen und 1447 Exponierten berichtet 15 Fallberichte zu arzneimittelbedingtem Leberschaden sowie je einen Fall Achillessehnenriss und Rhabdomyolyse [8].

Eine Besonderheit von YK-11 ist seine chemische Unbeständigkeit. In einer Untersuchung der koreanischen Arzneimittelbehörde an 60 Nahrungsergänzungsmitteln war YK-11 – neben MK-677 – in mehreren Produkten enthalten, ohne auf dem Etikett zu stehen; zugleich hydrolysiert die Substanz innerhalb weniger Stunden, sodass sie im Produkt und in der Analytik teilweise nur als Abbauprodukt nachweisbar ist [9]. Bei einem solchen Produkt ist damit doppelt unklar, ob der Stoff enthalten ist und wie viel davon bis zum Verkauf unverändert bleibt. Rechtlich ist YK-11 in Deutschland kein zugelassenes Arzneimittel, steht aber namentlich in der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz [10][11]; in der EU gibt es kein zentral bewertetes Präparat [12], in den USA keine Zulassung in Drugs@FDA [13].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
AndrogenrezeptorRezeptorpartieller AgonistAktivierung eines androgenabhängigen Reportergens ohne Amino-Carboxyl-Wechselwirkung; gen-selektive Wirkung in MDA-MB 453-Zellen Labor[1][2]
Follistatin-Expression in MuskelzellenSignalwegExpression ↑In C2C12-Myoblasten erhöht, anders als unter Dihydrotestosteron; Antikörper gegen Follistatin hob die Differenzierung auf Labor[3]
Akt-Signalweg in OsteoblastenSignalwegAktivatorPhosphoryliertes Akt in MC3T3-E1-Zellen erhöht; durch Rezeptorantagonisten aufhebbar Labor[4]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achseunklar · Partieller Agonismus am Androgenrezeptor im Zellversuch; Hormonmessungen (LH, FSH, Testosteron) fehlen für YK-11 völlig[1][2]
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Kapsel oder Flüssigkeit aus dem Graumarkt

    beim Menschen nicht bestimmt

    Humandaten zur Aufnahme fehlen. Nach Gabe über den Mund ist YK-11 beim Pferd im Plasma und im Urin samt Metaboliten nachweisbar, es wird also aufgenommen [7]. Die Substanz hydrolysiert innerhalb von Stunden, sodass unklar ist, wie viel unverändertes YK-11 ein Produkt überhaupt enthält [9].

    Tierversuch

Studien am Menschen

  • Keine Studien am Menschen gefunden.

Risiken und Warnhinweise

  • Keine Sicherheitsdaten – weder am Menschen noch im Tierversuch

    YK-11 ist nirgends zugelassen, es gibt keine Fachinformation. Anders als bei Ostarin oder LGD-4033 fehlt zusätzlich jede klinische Studie und jede toxikologische Tierstudie, die ein Nebenwirkungsprofil liefern könnte. Das ist die Kernaussage: Die Risiken sind nicht klein, sondern unbekannt.

    Keine Daten

  • Leberschäden (Stoffgruppe)

    Die systematische Übersicht zur Sicherheit von SARMs bei gesunden Erwachsenen führt 15 Fallberichte zu arzneimittelbedingtem Leberschaden auf; in klinischen Studien war die Alanin-Aminotransferase im Mittel bei 7,1 % der Exponierten erhöht [8]. Eine australische Fallserie beschreibt 23 Fälle mit 40 beteiligten Substanzen (18 anabol-androgene Steroide, 14 SARMs, 8 Bodybuilding-Supplemente), 17 Klinikaufnahmen und eine Lebertransplantation; nach dem aktualisierten RUCAM-Verfahren war der Zusammenhang in 17 von 23 Fällen möglich und in 2 wahrscheinlich [14]. Ein Fall, der YK-11 allein zugeordnet wäre, ist darin nicht beschrieben. Als steroidale Substanz mit Ester- und Acetalgruppen liegt YK-11 strukturell näher an den anabol-androgenen Steroiden als die nichtsteroidalen SARMs; eine eigene Lebertoxizitätsprüfung gibt es trotzdem nicht.

    Mensch, nicht randomisiert

  • Unbekannte Wirkung auf die eigene Hormonachse

    Für YK-11 existiert keine Messung von LH, FSH oder Testosteron. Für andere SARMs ist die dosisabhängige Suppression belegt, und eine sportmedizinische Übersicht nennt Testosteronsuppression als wiederkehrenden Befund der Stoffgruppe [15].

    Keine Daten

  • Produktqualität und Zerfall der Substanz

    In 60 untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln war YK-11 teils enthalten, ohne deklariert zu sein; die Substanz hydrolysiert innerhalb weniger Stunden, sodass Gehalt und Identität im Produkt unsicher sind [9]. Für als SARM verkaufte Internetprodukte allgemein gilt: 39 % enthielten einen anderen nicht zugelassenen Wirkstoff, 9 % keinen, und nur bei 41 % stimmte der Gehalt mit dem Etikett überein [16].

    Labor

  • Doping und Rechtsfolgen

    YK-11 steht namentlich in der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz; § 2 Absatz 3 AntiDopG verbietet Erwerb, Besitz und Verbringen in nicht geringer Menge zum Zweck des Dopings im Sport [10]. Das ist die Wiedergabe der Norm, keine Rechtsberatung. YK-11 ist in Dopingkontrollen nachweisbar [5], ein Nachweis in einer Kontrollprobe ist veröffentlicht [6].

    Keine Daten

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „YK-11 hemmt Myostatin“

    Gemessen wurde in Mausmyoblasten eine erhöhte Follistatin-Expression, und ein Follistatin-Antikörper hob die Differenzierung auf [3]. Myostatin selbst, Myostatinspiegel oder Muskelmasse wurden nicht untersucht – weder in dieser Arbeit noch in einer Tier- oder Humanstudie.

  • teilweise belegt

    „YK-11 ist ein SARM wie Ostarin oder Andarin“

    Als partieller Agonist am Androgenrezeptor wird YK-11 in der Primärliteratur ausdrücklich als SARM bezeichnet [1]. Chemisch ist es aber ein Steroid (19-Norpregnadien-Derivat) und kein nichtsteroidales Arylpropionamid; die Rechtsquellen fassen es trotzdem unter dieselbe Gruppe [10].

  • nicht belegt

    „YK-11 ist ein Nahrungsergänzungsmittel“

    Kein AMVV-Eintrag [11], kein zentral bewertetes EU-Arzneimittel [12], keine Zulassung in Drugs@FDA [13]; die Übersichtsarbeit hält fest, dass SARMs nicht von der FDA zugelassen sind [8]. Ein lebensmittelrechtlicher Beleg für eine Verkehrsfähigkeit in der EU fehlt; nachgewiesen ist lediglich, dass YK-11 in als Nahrungsergänzungsmittel verkauften Produkten vorkam – und zwar ohne Deklaration [9].

  • nicht belegt

    „YK-11 ist sicher, weil es nur in sehr kleinen Mengen wirkt“

    Zur Sicherheit von YK-11 gibt es keine einzige Studie – keine Humanstudie, keine toxikologische Tierstudie und kein behördlich bewertetes Nebenwirkungsprofil [8]. Aus der Wirkstärke im Zellversuch folgt keine Aussage über Verträglichkeit.

  • widerlegt

    „Im Produkt ist das enthalten, was auf dem Etikett steht“

    In einer Behördenanalyse war YK-11 in Produkten enthalten, ohne deklariert zu sein, und zerfällt zudem schnell [9]; in 44 als SARM verkauften Internetprodukten stimmte der Gehalt nur bei 41 % mit dem Etikett überein [16].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Beim Pferd nach Gabe über den Mund in Plasma und Urin nachweisbar [7]; beim Menschen nicht untersucht.
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Pferd: im Plasma die Ausgangssubstanz und sieben Phase-I-Metabolite, im Urin elf, überwiegend unkonjugiert; am häufigsten mono-O-demethylierte Abbauprodukte und di-O-demethyliertes YK-11 [7]. Menschliche Daten fehlen; in vitro hydrolysiert YK-11 leicht [9].
Weg ins Gehirn
Nicht verifiziert.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht als Arzneimittel zugelassen, soweit geprüft. In Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung gibt es keinen Eintrag für YK-11 (Normtext am 25.10.2026 im Volltext durchsucht) [11]; eine nationale Arzneimittelzulassung (AMIce/PharmNet) wurde nicht abgefragt. Die Anlage zum Anti-Doping-Gesetz (zu § 2 Absatz 3) nennt YK-11 unter I. „Anabole Stoffe“, 2. „Andere anabole Stoffe“ in der Gruppe „Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs)“ mit dem Zusatz „Zum Beispiel“ namentlich; der Schlusssatz der Anlage schließt „die verschiedenen Salze, Ester, Ether, Isomere, Mischungen von Isomeren, Komplexe oder Derivate“ ein [10]. Normwiedergabe: Nach § 2 Absatz 3 AntiDopG ist es verboten, Dopingmittel mit einem Stoff dieser Anlage in nicht geringer Menge zum Zweck des Dopings beim Menschen im Sport zu erwerben, zu besitzen oder zu verbringen. Ob YK-11 als Lebensmittel verkehrsfähig ist, ist nicht verifiziert.
EU
Kein zentral zugelassenes oder bewertetes Arzneimittel mit YK-11 im EMA-Datenexport (Zeitstempel 24.10.2026, abgerufen am 25.10.2026; Suche nach „YK-11“ und „YK11“ ohne Treffer) [12]. Lebensmittelrechtlicher Status nicht verifiziert.
USA
Keine Zulassung in Drugs@FDA: Die openFDA-Abfrage nach „YK-11“ und „YK11“ als Wirkstoffname blieb am 25.10.2026 ohne Treffer [13], während die Kontrollabfrage nach Testosteron Datensätze lieferte. Eine Übersichtsarbeit hält fest, dass SARMs nicht von der FDA zugelassen sind [8].
Andere Länder
Sport: YK-11 ist über die Anlage zum Anti-Doping-Gesetz namentlich erfasst [10] und wird in Dopingkontrollen gezielt gesucht; die analytischen Verfahren wurden 2017 veröffentlicht [5], und 2024 ist ein Nachweis in einer Dopingkontrollprobe beschrieben [6]. Die WADA-Verbotsliste selbst und ihre deutsche Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt Teil II wurden für dieses Profil nicht abgerufen.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Erhöht YK-11 beim lebenden Organismus Follistatin, und verändert sich dadurch die Muskelmasse?
  • Wie wirkt YK-11 auf LH, FSH und Testosteron?
  • Wie leberverträglich ist eine steroidale Substanz mit Ester- und Acetalgruppen – gibt es ein 17α-alkyliertes Risiko-Analogon?
  • Welche Abbauprodukte entstehen im Produkt und im Körper des Menschen, und wirken sie selbst am Androgenrezeptor?

Referenzen

  1. Kanno Y, Hikosaka R, Zhang SY, Inoue Y, Nakahama T, Kato K, Yamaguchi A, et al. (17α,20E)-17,20-[(1-methoxyethylidene)bis(oxy)]-3-oxo-19-norpregna-4,20-diene-21-carboxylic acid methyl ester (YK11) is a partial agonist of the androgen receptor. Biol Pharm Bull. 2011;34(3):318–23. doi:10.1248/bpb.34.318 · PubMed
  2. Kanno Y, Saito N, Saito R, Kosuge T, Shizu R, Yatsu T, Hosaka T, et al. Differential DNA-binding and cofactor recruitment are possible determinants of the synthetic steroid YK11-dependent gene expression by androgen receptor in breast cancer MDA-MB 453 cells. Exp Cell Res. 2022;419(2):113333. doi:10.1016/j.yexcr.2022.113333 · PubMed
  3. Kanno Y, Ota R, Someya K, Kusakabe T, Kato K, Inouye Y. Selective androgen receptor modulator, YK11, regulates myogenic differentiation of C2C12 myoblasts by follistatin expression. Biol Pharm Bull. 2013;36(9):1460–5. doi:10.1248/bpb.b13-00231 · PubMed
  4. Yatsu T, Kusakabe T, Kato K, Inouye Y, Nemoto K, Kanno Y. Selective androgen receptor modulator, YK11, up-regulates osteoblastic proliferation and differentiation in MC3T3-E1 cells. Biol Pharm Bull. 2018;41(3):394–8. doi:10.1248/bpb.b17-00748 · PubMed
  5. Thevis M, Piper T, Dib J, Lagojda A, Kühne D, Packschies L, Geyer H, et al. Mass spectrometric characterization of the selective androgen receptor modulator (SARM) YK-11 for doping control purposes. Rapid Commun Mass Spectrom. 2017;31(14):1175–83. doi:10.1002/rcm.7886 · PubMed
  6. Sobolevsky T, Kucherova Y, Ahrens B. Detection of selective androgen receptor modulator YK-11 in a doping control sample. Drug Test Anal. 2024;16(6):655–60. doi:10.1002/dta.3604 · PubMed
  7. Harding C, Viljanto M, Habershon-Butcher J, Taylor P, Scarth J. Equine metabolism of the selective androgen receptor modulator YK-11 in urine and plasma following oral administration. Drug Test Anal. 2023;15(4):388–407. doi:10.1002/dta.3425 · PubMed
  8. Vignali JD, Pak KC, Beverley HR, DeLuca JP, Downs JW, Kress AT, Sadowski BW, et al. Systematic review of safety of selective androgen receptor modulators in healthy adults: implications for recreational users. J Xenobiot. 2023;13(2):218–36. doi:10.3390/jox13020017 · PubMed
  9. Lee JH, Han JH, Jung EJ, Nallapaneni HK, Kim NS, Kim H, Lee J, et al. Development and validation of liquid chromatography-tandem mass spectrometry method for screening six selective androgen receptor modulators in dietary supplements. Food Addit Contam Part A Chem Anal Control Expo Risk Assess. 2021;38(7):1075–86. doi:10.1080/19440049.2021.1906954 · PubMed
  10. Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), § 2 Absatz 3 (https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/__2.html) und Anlage (zu § 2 Absatz 3), I.2 „Andere anabole Stoffe“, Gruppe „Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren (SARMs)“, Eintrag „YK-11“, mit Schlusssatz zu Salzen, Estern, Ethern, Isomeren, Isomerengemischen, Komplexen und Derivaten. Fundstelle der Anlage: BGBl. 2023 I Nr. 67, 1–5. https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html (abgerufen am 25.10.2026).
  11. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (abgerufen am 25.10.2026; Volltext durchsucht, kein Eintrag „YK-11“).
  12. European Medicines Agency. Medicines: Datenexport (JSON) der zentral bewerteten Arzneimittel, 2754 Datensätze, Zeitstempel 24.10.2026. Amsterdam: EMA. https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json (abgerufen am 25.10.2026; Suche nach „YK-11“ und „YK11“ ohne Treffer).
  13. U.S. Food and Drug Administration. Drugs@FDA (openFDA-Abfrage nach den Wirkstoffnamen „YK-11“ und „YK11“): kein Datensatz [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=products.active_ingredients.name:%22YK-11%22
  14. Nash E, Nicoll A, Batt N, George J, Perananthan V, Prince D, Wallace M, et al. Drug-induced liver injury from selective androgen receptor modulators, anabolic-androgenic steroids and bodybuilding supplements in Australia. Aliment Pharmacol Ther. 2024;59(8):953–61. doi:10.1111/apt.17906 · PubMed
  15. Vasireddi N, Hahamyan HA, Gould HP, Gregory AJM, Gausden EB, Dodson CC, Voos JE, et al. Athlete selective androgen receptor modulators abuse: a systematic review. Am J Sports Med. 2025;53(4):999–1009. doi:10.1177/03635465241252435 · PubMed
  16. Van Wagoner RM, Eichner A, Bhasin S, Deuster PA, Eichner D. Chemical composition and labeling of substances marketed as selective androgen receptor modulators and sold via the internet. JAMA. 2017;318(20):2004–10. doi:10.1001/jama.2017.17069 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle Aussagen beruhen auf den Abstracts der zitierten Arbeiten (nur Abstract geprüft, q012).
  • Eigene PubMed-Suche am 25.10.2026 nach „YK-11“, „Kanno YK11 androgen receptor“ und „YK11 osteoblast“: keine Human- und keine Tierstudie zu einem Wirksamkeitsendpunkt; die Treffer sind Zellversuche, Analytik für Dopingkontrollen, Produktanalysen und Stoffwechseluntersuchungen beim Pferd. Hauptversprechen deshalb Stufe 1 „nicht untersucht“.
  • Kernaussagen an den Abstracts: partieller Agonismus, Kernverlagerung, keine Amino-Carboxyl-Wechselwirkung, gen-selektive Wirkung in MDA-MB 453-Zellen [1]; unterschiedliche DNA-Bindung und Kofaktor-Rekrutierung [2]; MyoD, Myf5 und Myogenin stärker als unter DHT, Follistatin nur unter YK-11, Aufhebung durch Follistatin-Antikörper [3]; Nachweismethode für Dopingkontrollen [5]; Nachweis in einer Dopingkontrollprobe [6]; 33 Arbeiten, 2136 Personen, 1447 exponiert, 15 DILI-Fallberichte, ALT-Erhöhung bei durchschnittlich 7,1 % [8]; Pferd: 7 Phase-I-Metabolite im Plasma, 11 im Urin, häufigste Analyten mono-O-demethyliertes Abbauprodukt und di-O-demethyliertes YK-11 [7]; MC3T3-E1: Proliferation, Mineralisierung, Osteoprotegerin und Osteocalcin erhöht, Akt phosphoryliert, durch AR-Antagonisten aufhebbar [4]; 60 Nahrungsergänzungsmittel, SARMs in 20 Produkten, nicht deklariertes YK-11 und MK-677, YK-11 hydrolysiert in wenigen Stunden [9]; 23 DILI-Fälle, 40 Substanzen, RUCAM möglich 17/23, wahrscheinlich 2/23 [14]; 72 Arbeiten, Testosteronsuppression als Gruppenbefund [15]; 44 Produkte, Gehalt nur bei 41 % wie deklariert [16].
  • Rechtsstatus am 25.10.2026 an den Normtexten geprüft: Anlage zum AntiDopG im Volltext, YK-11 namentlich unter I.2 in der SARM-Gruppe [10]; AMVV Anlage 1 im Volltext durchsucht, kein Eintrag [11]; EMA-Datenexport ohne Treffer [12]; openFDA/Drugs@FDA ohne Treffer bei funktionierender Kontrollabfrage [13].
  • Chemie aus PubChem (CID 119058028) am 25.10.2026 abgerufen; Summenformel C25H34O6, CAS 1370003-76-1.
  • DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py online gegen Crossref und PubMed geprüft.
  • Querlinks „gleiche Klasse“ (q099): Gemeinsamer Mechanismus mit `andarin` und `s-23` ist die Bindung an den Androgenrezeptor als nichtsteroidaler Modulator mit stärkerer Wirkung auf Muskelgewebe als auf die androgenen Organe; mit `testosteron` die Wirkung über denselben Rezeptor – YK-11 ist ein Steroidabkömmling mit partiellem Agonismus, Testosteron der natürliche vollständige Agonist.
  • Gegenprüfung 25.10.2026: Der Einstiegssatz von `status.deutschland` lautete „Kein Arzneimittel.“, obwohl AMIce/PharmNet nicht abgefragt ist; er lautet jetzt „Nicht als Arzneimittel zugelassen, soweit geprüft.“ Feldreihenfolge auf `referenzen` vor `pruefung` umgestellt (wie in den übrigen Profilen) und die Abschluss-Newline ergänzt.

Nicht verifiziert

  • Arzneimittelrechtlicher Status über AMIce/PharmNet und lebensmittelrechtliche Verkehrsfähigkeit: nicht abgefragt.
  • WADA-Verbotsliste 2026 im Original und die Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt Teil II: nicht abgerufen.
  • FDA-Verbraucherseiten (laut Planungsunterlage ein Befund zu einem als YK-11 gekennzeichneten Produkt mit nicht deklariertem Steroid): am 25.10.2026 nicht abrufbar (HTTP 404), deshalb nicht übernommen.
  • Kinetik beim Menschen (Aufnahme, Halbwertszeit, Gehirngängigkeit) und Wirkung auf LH, FSH und Testosteron: keine Quelle.
  • Ob die Abbauprodukte von YK-11 selbst am Androgenrezeptor wirken.
  • Die Arbeiten [1], [3] und [4] stammen überwiegend aus einer Arbeitsgruppe (Toho-Universität); eine unabhängige Wiederholung der Follistatin-Befunde wurde nicht gefunden.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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