Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Lindert starke Tumorschmerzen zuverlässig
Nutzen belegtCochrane-Übersicht mit 62 RCTs und 4241 Teilnehmenden: In 17 Studien mit Einzeldaten hatten 96 % (362/377) höchstens noch leichte Schmerzen, etwa 6 % brachen wegen Nebenwirkungen ab. Die Studien sind alt, meist klein und vor allem als Vergleich von Darreichungsformen angelegt, daher geringe Evidenzqualität und keine Metaanalyse möglich [9].
Opioide helfen dauerhaft gegen chronische Rücken- und Gelenkschmerzen
kleiner NutzenMetaanalyse von 96 RCTs (26 169 Teilnehmende): Schmerz −0,69 cm auf der 10-cm-Skala gegenüber Placebo, unter der klinisch relevanten Schwelle von 1 cm, und kein klarer Vorteil gegenüber nichtsteroidalen Antirheumatika [10]. In der SPACE-RCT (240 Teilnehmende, 12 Monate) war die Funktion unter Opioiden nicht besser und die Schmerzstärke etwas schlechter als unter Nicht-Opioiden [11].
Retardiertes Morphin lindert besser als schnell freisetzendes
kein Nutzen15 Studien verglichen Retard- mit schnell freisetzendem Morphin; die Schmerzlinderung unterschied sich nicht [9].
Wirkweise
Evidenzkarte: Morphin
Morphin wirkt über den μ-Opioidrezeptor (MOR): Bei Mäusen ohne das MOR-Gen fielen Schmerzlinderung, Platzpräferenz (ein Belohnungsmodell) und körperliche Abhängigkeit durch Morphin vollständig weg; Effekte über δ- oder κ-Rezeptoren waren nicht nachweisbar, obwohl diese Rezeptoren vorhanden waren [1]. In einem einheitlichen Bindungstest am rekombinanten menschlichen MOR lag Morphin in der mittleren Affinitätsgruppe (Ki 1–100 nM), zusammen mit Fentanyl; Buprenorphin und Sufentanil banden stärker (Ki unter 1 nM) [2]. Kryo-EM-Strukturen des menschlichen MOR mit G-Protein zeigen, dass Morphin und Fentanyl gleichzeitig mit zwei Bereichen der Bindungstasche interagieren (Transmembranhelix 3 und 6/7); Mutationen an TM6/7 hoben die Arrestin-Rekrutierung durch beide Stoffe auf [3]. Bei wiederholter Gabe begrenzt Toleranz den Nutzen; die zugrunde liegenden Mechanismen (Desensibilisierung, Phosphorylierung, Internalisierung des Rezeptors) sind laut Übersicht nur teilweise verstanden [4].
Nach dem Schlucken erreicht nur ein Teil des Morphins den Blutkreislauf: In einer Studie mit sechs Gesunden lag die absolute Bioverfügbarkeit bei 23,9 % (Lösung), 22,4 % (Retardtablette) und 18,7 % (Buccaltablette) [5], in einer zweiten Studie bei 32 % [6]. Die Leber wandelt Morphin vor allem in Morphin-3-Glucuronid (M3G) und Morphin-6-Glucuronid (M6G) um; nach oraler Gabe ist das Verhältnis der Plasmaflächen M6G zu Morphin 11 : 1, nach intravenöser Gabe 2 : 1 [5]. M6G ist selbst ein starker μ-Agonist; eine Modellrechnung aus veröffentlichten Daten schreibt ihm 85–97 % der Schmerzlinderung zu, was Morphin praktisch zu einer Vorstufe machen würde [7]. M3G war im PK/PD-Modell unwirksam oder gegenläufig [6]. Weil M6G fast nur über die Niere ausgeschieden wird, kann es bei Nierenschwäche anreichern und verzögert starke Nebenwirkungen auslösen [8].
Gegen Tumorschmerzen ist orales Morphin seit Jahrzehnten Standard: Die Cochrane-Übersicht (62 Studien, 4241 Teilnehmende) fand, dass 96 % der Teilnehmenden mit Einzeldaten höchstens noch leichte Schmerzen hatten; die Studien sind aber alt, klein und mit hohem Verzerrungsrisiko [9]. Bei chronischen nicht tumorbedingten Schmerzen ist der Effekt von Opioiden klein (96 RCTs, Schmerz −0,69 cm auf einer 10-cm-Skala, klinisch relevante Schwelle 1 cm) und nicht größer als der von nichtsteroidalen Antirheumatika [10]; in der SPACE-Studie waren Opioide über zwölf Monate bei Rücken- und Arthroseschmerzen nicht besser als Nicht-Opioide [11].
Das Hauptrisiko ist die Atemdepression: Bei 42 Gesunden sank die Atemfrequenz nach einer Morphin-Infusion auf im Mittel 9 Atemzüge pro Minute, und die Atemdämpfung hielt länger an als bei Hydromorphon [12]. Tödlich wird sie vor allem bei Überdosis oder zusammen mit Schlafmitteln oder Alkohol [13]; gleichzeitige Benzodiazepin-Verordnung war mit doppelt so vielen Notfällen wegen Opioid-Überdosis verbunden [14], und Alkohol verstärkte in einer Studie die Atemdämpfung durch das verwandte Opioid Oxycodon [15]. Bei chronischen Schmerzen lag die Abhängigkeitsrate unter Opioidtherapie im Mittel bei 8–12 % [16]. Gegen chronische Atemnot bei COPD half Morphin in einer RCT nicht [17].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| μ-Opioidrezeptor (MOR) | Rezeptor | Agonist | Ki 1–100 nM (rekombinanter menschlicher MOR, Zellmembranen); μ-Knockout-Mäuse ohne Analgesie, Belohnung und Entzug | Tierversuch[1][2][3] |
| δ- und κ-Opioidrezeptor | Rezeptor | Bindung | keine δ- oder κ-vermittelten Verhaltenseffekte bei μ-Knockout-Mäusen | Tierversuch[1] |
| UGT-Glucuronidierung zu M6G (aktiver Metabolit) und M3G | Enzym | Bindung | Plasmaflächen M6G : Morphin 11 : 1 oral, 2 : 1 intravenös (Mensch, n = 6) | Mensch, nicht randomisiert[5][7] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioideμ-Agonist (Labor, Knockout-Maus); beim Menschen Schmerzlinderung in RCTs, Miosis und Atemdämpfung in randomisierten Überkreuzstudien[1][2][9][12]
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Lösung bzw. Retardtablette
≈ 22–32 % (Mensch)23,9 % als Lösung und 22,4 % als Retardtablette bei sechs Gesunden, Höchstspiegel nach 45 Minuten bzw. 2,5 Stunden [5]; 32 % in einer zweiten Studie [6]. Hoher Anteil an M6G durch Verstoffwechselung in der Leber [5].
Mensch, nicht randomisiert
Bukkal (Wangenschleimhaut) · Retard-Buccaltablette (Studie)
18,7 % (Mensch)Höchstspiegel erst nach etwa 6 Stunden [5].
Mensch, nicht randomisiert
Intravenös · Infusion
Bezugsgröße der Bioverfügbarkeit; M6G : Morphin 2 : 1 [5]. Bei Gesunden Miosis und Atemdämpfung mit verzögertem Maximum [12].
Mensch, randomisiert
Studien am Menschen
Bioverfügbarkeit oral, bukkal, intravenös
Gemessen: absolute Bioverfügbarkeit, M6G
Ergebnis: 23,9 % (Lösung), 22,4 % (Retard), 18,7 % (bukkal); M6G : Morphin 11 : 1 oral, 2 : 1 intravenös.[5]
Mensch, nicht randomisiert
Orales Morphin bei Tumorschmerzen (Cochrane)
Gemessen: höchstens leichte Schmerzen
Ergebnis: 96 % höchstens leichte Schmerzen (17 Studien mit Einzeldaten); Retard und schnell freisetzend gleich; Evidenzqualität gering.[9]
Mensch, randomisiert
Opioide bei chronischen nicht tumorbedingten Schmerzen
Gemessen: Schmerz (VAS), körperliche Funktion (SF-36), Erbrechen
Ergebnis: Schmerz −0,69 cm, Funktion +2,04 Punkte (beides unter der Relevanzschwelle); Erbrechen 5,9 % gegenüber 2,3 %.[10]
Mensch, randomisiert
SPACE: Opioide gegen Nicht-Opioide
Gemessen: schmerzbedingte Funktion (BPI)
Ergebnis: Kein Unterschied in der Funktion; Schmerzstärke unter Nicht-Opioiden etwas besser (0,5 Punkte); mehr Nebenwirkungen unter Opioiden.[11]
Mensch, randomisiert
Atmung und Schmerz: Morphin gegen Hydromorphon
Gemessen: Hitzeschmerz, Miosis, Atemfrequenz, endexspiratorisches CO2
Ergebnis: Atemfrequenz-Tiefpunkt 9 ± 1 pro Minute; unter Morphin weniger Analgesie und länger anhaltende Atemdämpfung als unter Hydromorphon.[12]
Mensch, randomisiert
BEAMS: Morphin gegen chronische Atemnot
Gemessen: stärkste Atemnot (0–10)
Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo (−0,3 Punkte, 95-%-KI −0,9 bis 0,4).[17]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Atemdepression und Überdosis
Bei Gesunden sank die Atemfrequenz nach Morphin-Infusion auf 9 ± 1 pro Minute, mit späterem Maximum und längerer Dauer als bei Hydromorphon [12]. Atemdepression ist laut Übersicht bei Überdosis oder Kombination mit Schlafmitteln oder Alkohol potenziell tödlich [13].
Mensch, randomisiert
Abhängigkeit, Toleranz und Entzug
Bei chronischen Schmerzen unter Opioidtherapie im Mittel 21–29 % Fehlgebrauch und 8–12 % Abhängigkeit (38 Studien, Spannweite sehr groß) [16]. Toleranz begrenzt den Langzeitnutzen [4]; Belohnung und körperliche Abhängigkeit setzen bei Mäusen den μ-Rezeptor voraus [1]. Bei Problemen sind Hausarztpraxis oder Suchtberatung erste Anlaufstellen.
Mensch, nicht randomisiert
Kombination mit Benzodiazepinen
Gleichzeitige Benzodiazepin-Verordnung war bei 315 428 Versicherten mit mehr Notfällen und Klinikaufnahmen wegen Opioid-Überdosis verbunden (adjustierte Odds Ratio 2,14) [14]. Beobachtungsdaten, keine Kausalität bewiesen.
Mensch, nicht randomisiert
Nierenschwäche
M6G wird fast nur über die Niere ausgeschieden, kann sich anreichern und verzögert schwere, lang anhaltende Opioidwirkungen auslösen [8]; laut Modellrechnung stammen dann rund 98 % der Wirkung von M6G [7].
Mensch, nicht randomisiert
Häufige Nebenwirkungen
Erbrechen unter Opioiden 5,9 % gegenüber 2,3 % unter Placebo [10]; in den Tumorschmerz-Studien brachen etwa 6 % wegen unerträglicher Nebenwirkungen ab [9]; in SPACE mehr medikamentenbedingte Beschwerden als unter Nicht-Opioiden [11].
Mensch, randomisiert
Wechselwirkungen
- Benzodiazepine: Mehr Opioid-Überdosen bei gleichzeitiger Verordnung (aOR 2,14, Registerdaten) [14].
- Alkohol: Alkohol verstärkte die Atemdämpfung durch Oxycodon um weitere 19 % und erhöhte Atempausen, bei Älteren stärker (Studie an 24 Gesunden mit Oxycodon, nicht mit Morphin) [15].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- widerlegt
„Wer Morphin gegen Schmerzen bekommt, wird nicht süchtig“
Bei chronischen Schmerzen unter Opioidtherapie im Mittel 8–12 % Abhängigkeit und 21–29 % Fehlgebrauch [16].
- teilweise belegt
„Der Schmerz wird vom Morphin selbst gelindert“
Morphin bindet selbst am μ-Rezeptor [2], aber eine Modellrechnung schreibt 85–97 % der Analgesie dem Metaboliten M6G zu [7]; beim Menschen direkt gemessen ist diese Aufteilung nicht.
- nicht belegt
„Morphin lindert chronische Atemnot bei COPD“
In der BEAMS-RCT (160 Teilnehmende) kein Unterschied zu Placebo nach einer Woche [17].
- widerlegt
„Mit Beruhigungsmitteln oder Alkohol ist Morphin unbedenklich, solange man nicht überdosiert“
Benzodiazepine sind mit doppelt so vielen Überdosis-Notfällen verbunden [14]; Alkohol verstärkt die Opioid-Atemdämpfung [13][15].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Oral 22–32 % bioverfügbar, Höchstspiegel nach 45 Minuten (Lösung) bzw. 2,5 Stunden (Retard) [5][6].
- Abbau
- Glucuronidierung zu M3G und M6G; M6G : Morphin 11 : 1 oral, 2 : 1 intravenös [5]. M6G trägt laut Modellrechnung 85–97 % zur Schmerzlinderung bei [7]; M3G im Modell unwirksam oder gegenläufig [6]. M6G wird fast nur renal ausgeschieden [8].
- Weg ins Gehirn
- Zentrale Effekte (Miosis, Atemdämpfung) beim Menschen [12]; M6G passiert die Blut-Hirn-Schranke vermutlich schlecht, erreicht bei Dauergabe aber wirksame Spiegel [8].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel der Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes [18].
- EU
- nicht verifiziert
- USA
- nicht verifiziert
- Andere Länder
- Laut Cochrane-Übersicht weiterhin Analgetikum der Wahl bei mittelstarken bis starken Tumorschmerzen [9].
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Wie groß ist der Anteil von M6G an der Schmerzlinderung beim Menschen, gemessen statt modelliert?
- Welche zellulären Mechanismen erklären die Toleranz gegenüber Morphin?
- Lassen sich Analgesie und Atemdepression am μ-Rezeptor trennen (z. B. über G-Protein- gegen Arrestin-Signalwege)?
Referenzen
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- Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG), Anlage III (zu § 1 Abs. 1): verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel. Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 24.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_iii.html
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Alle Abstracts über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Am Abstract: μ-Knockout ohne Analgesie, Platzpräferenz, Abhängigkeit; keine δ/κ-Effekte [1]; Ki-Gruppe 1–100 nM für Morphin und Fentanyl, < 1 nM für Buprenorphin, Sufentanil 0,138 nM [2]; TM3- und TM6/7-Interaktion, Arrestin-Verlust durch TM6/7-Mutation [3]; Toleranzmechanismen teils unklar [4]; F 23,9/22,4/18,7 %, Tmax 45 min/2,5 h/6 h, M6G-Verhältnis 11 : 1 bzw. 2 : 1, n = 6 [5]; F 32 %, M3G unwirksam/gegenläufig im Modell [6]; 96,6/85,6/85,4/91,3 % und 97,6 % bei Niereninsuffizienz (Modellrechnung) [7]; renale Elimination, Anreicherung [8]; 62 Studien, 4241 Teilnehmende, 96 % (362/377), 6 % Abbrüche, Mm/r = MIR [9]; 96 RCTs, 26 169, WMD −0,69 cm, MID 1 cm, Erbrechen 5,9 vs. 2,3 % [10]; n = 240, Differenzen 0,1 und 0,5 [11]; n = 42, Atemfrequenz 9 ± 1 [12]; aOR 2,14, n = 315 428 [14]; −28 % und weitere −19 %, je 12 junge und ältere Personen [15]; 38 Studien, 21–29 % und 8–12 % [16]; n = 160, −0,3 (−0,9 bis 0,4) [17].
- BtMG Anlage III am 24.10.2026 bei gesetze-im-internet.de abgerufen: Morphin aufgeführt [18].
- Interessen: Leidener Arbeitsgruppe von [12] mit Förderung u. a. von Grünenthal und MSD, A. Dahan mit Beraterhonoraren (u. a. Trevena, Grünenthal); in [9] institutionelle Förderung eines Autors durch RB und Grünenthal, Review laut Cochrane-Audit 2019 nicht konform mit der neuen Sponsoring-Richtlinie; [10] von CIHR, [11] vom US-Veteranenministerium, [17] von der British Heart Foundation gefördert.
- ClinicalTrials.gov: 7376 Einträge zu „morphine“ (24.10.2026), keiner mit Sponsor „Hudson“.
- 25.10.2026, Entscheidung q012 (nur Abstract geprüft): Alle Bewertungen aus Zeitschriftenartikeln beruhen nur auf den Abstracts, soweit oben kein Volltext, keine Fachinformation und kein Gesetzestext als gelesen genannt ist.
- 25.10.2026, Entscheidung q018 (Handelsnamen): „Sevredol“, „Oramorph“ und „Capros“ in synonyme ergänzt; „MST“ stand schon dort. Belege: EMA-Datenbank nach Art. 57 (Article 57 product data, EMA/518502/2018 Rev. 90, Datenstand 09.10.2026, am 25.10.2026 abgerufen): „MST“ (oral) in Deutschland, „MST Continus“ in sieben weiteren Ländern; „Sevredol“ in 15 und „Oramorph“ in 13 Ländern, jeweils einschließlich Deutschland; „Capros“ in Deutschland. Präparate aus Wirkstoff- und Firmenname und weitere Markennamen nicht aufgenommen.
Nicht verifiziert
- Eliminationshalbwertszeit von Morphin in keinem der geprüften Abstracts angegeben, daher leer gelassen.
- Genauer Ki-Wert von Morphin aus [2] nur als Gruppe (1–100 nM) im Abstract; Volltext nicht frei zugänglich.
- Zulassungsstatus in der EU und Schedule-Stufe in den USA nicht an einer Primärquelle geprüft.
- Die oft zitierte Leserbrief-Geschichte (Porter und Jick 1980) wurde nicht ausgewertet; die Analyse von Leung et al. (NEJM 2017, PMID 28564561) hat kein Abstract.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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