Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Besser löslich, deshalb wirksamer als Monohydrat

    uneinheitlich

    Muskel & Leistung · gesund (junge Erwachsene mit Kraft- bzw. Sprinttraining) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Drei kleine RCTs mit Kopf-an-Kopf-Vergleich. Zwei mit Krafttraining aus derselben Arbeitsgruppe fanden keinen Vorteil gegenüber Monohydrat bei Kraft und Muskelmasse (n = 40 [4] und n = 36 [5], jeweils nur Abstract geprüft); eine mit Sprinttraining fand bessere Sprung-, Sprint- und Spitzenleistungswerte als Monohydrat (n = 40; gleiche Masse je Form, die Hydrochlorid-Gruppe erhielt also weniger Kreatin) [6]. Alle drei zeigen einen Vorteil gegenüber Placebo. Zwei von drei Vergleichen sprechen gegen einen Vorteil; der positive Befund stammt aus einem anderen Trainingsdesign und ist nicht widerlegt. Widersprechende Befunde gleicher Stufe ergeben deshalb „uneinheitlich“, nicht „kein Nutzen“. Das Versprechen ist nach K4 zerlegt; Aufnahme und Verträglichkeit stehen getrennt.

  • Wird besser aufgenommen als Monohydrat (nur Marker)

    uneinheitlich

    Muskel & Leistung · gesund · Labor

    Nur Marker, beim Menschen nicht gemessen. In vitro 38-mal besser löslich, aber bei anderem pH gemessen [1][2]; die Durchlässigkeit einer Darmzellschicht unterschied sich nicht von Monohydrat [1]; ein Computermodell auf Grundlage von Rattendaten sagte eine höhere Bioverfügbarkeit voraus (Autoren mit Patentinteressen) [3]. Laborbefunde widersprechen sich, Blut- oder Muskelkreatin wurde in keiner Humanstudie mit Hydrochlorid verglichen.[2]

  • Magenfreundlicher und ohne Wassereinlagerung

    nicht untersucht

    Muskel & Leistung · gesund · Keine Daten

    Keine Studie hat Magen-Darm-Beschwerden oder Körperwasser unter Hydrochlorid mit Monohydrat verglichen. In einer RCT ohne Monohydrat-Arm wurden alle Interventionen gut vertragen [7]; eine Übersicht sieht Behauptungen größerer Sicherheit als nicht gestützt [2]. Bereich Muskel & Leistung, weil die Form vor allem für das Training beworben wird.

  • Verbessert Reaktionszeit und geistige Leistung in den Wechseljahren

    Einzelbefund, unbestätigt

    Kognition & Fokus · gesund (Frauen in der Peri- oder Postmenopause) · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

    Eine kleine RCT (n = 36, vier Gruppen): Unter der mittleren Hydrochlorid-Menge bessere Reaktionszeit und mehr Hirnkreatin als unter Placebo, Stimmungsschwankungen nicht signifikant [7]. Registrierter Primärendpunkt war die Müdigkeit, das Abstract berichtet dazu nichts [8]. Der Arm mit Hydrochlorid plus Ethylester zählt nicht (Kombination). Nur Abstract geprüft; Finanzierung nicht bekannt.

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Wirkweise

Evidenzkarte: Kreatin-Hydrochlorid

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Kreatin ist ein Zwitterion und kann an der N-Methylguanidinium-Gruppe Salze bilden. In einer physikochemischen Untersuchung war Kreatin-Hydrochlorid 38-mal besser in Wasser löslich als Monohydrat; durch eine Darmzellschicht (Caco-2) trat es aber nicht besser hindurch als Monohydrat [1]. Eine kritische Übersicht weist darauf hin, dass die Löslichkeit des Hydrochlorids bei einem Sättigungs-pH von 0,3 gemessen wurde, die des Monohydrats bei pH 8,6, und dass Hydrochlorid nach Masse 78,2 % Kreatin enthält, Monohydrat 87,9 %. Die Werbeaussage einer 38-fach höheren Bioverfügbarkeit leite sich aus diesem Löslichkeitswert ab; dass Hydrochlorid beim Menschen besser aufgenommen oder im Muskel stärker gespeichert wird, sei nicht belegt [2]. Die Autoren dieser Übersicht haben Verbindungen zu einem Hersteller von Kreatin-Monohydrat [2]. Eine Rattenstudie bestimmte nur für Monohydrat eine absolute orale Bioverfügbarkeit (53 % in der niedrigeren, 16 % in der höheren Dosisgruppe); für Hydrochlorid sagte ein Computermodell auf Grundlage dieser Daten höhere Werte voraus, gemessen wurde es nicht [3]. Zwei Autoren dieser Rattenstudie, die auch an der Löslichkeitsuntersuchung [1] beteiligt waren, sind laut Erklärung Erfinder von Patenten zu Kreatin-Hydrochlorid, die an ein Unternehmen lizenziert sind [3].

Am Menschen gibt es nur kleine RCTs. Bei 40 jungen Erwachsenen mit acht Wochen Krafttraining (vier Gruppen zu je zehn) steigerten Hydrochlorid und Monohydrat Kraft, Muskelquerschnitt und Skelettmuskelmasse stärker als Placebo; Hydrochlorid zeigte keinen Vorteil gegenüber Monohydrat, auch nicht gegenüber der Monohydrat-Gruppe, die dieselbe körpergewichtsbezogene Menge erhielt [4]. Eine zweite RCT derselben Arbeitsgruppe mit 36 Soldaten und acht Wochen Krafttraining (drei Gruppen zu je zwölf) fand unter Hydrochlorid und Monohydrat gegenüber Placebo mehr Kraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Skelettmuskelmasse und weniger Körperfett, aber keinen zusätzlichen Vorteil von Hydrochlorid; laut Erklärung der Autoren ohne Finanzierung und ohne Interessenkonflikte (nur Abstract geprüft) [5]. Bei 40 Fußballspielern mit vier Wochen Sprinttraining (doppelblind, vier Gruppen zu je zehn) verbesserten alle Kreatingruppen Sprung, Sprint, Richtungswechsel und Spitzenleistung stärker als Placebo; Hydrochlorid und Ethylester schnitten dabei besser ab als Monohydrat [6]. In dieser Studie erhielten alle Gruppen dieselbe Masse der jeweiligen Form, die Hydrochlorid-Gruppe also weniger Kreatin als die Monohydrat-Gruppe; Muskelkreatin wurde nicht gemessen, eine Finanzierung oder Interessenkonflikte wurden nicht angegeben [6].

Bei 36 gesunden Frauen in der Peri- oder Postmenopause verbesserte die mittlere von zwei Hydrochlorid-Mengen über acht Wochen die Reaktionszeit und erhöhte das Kreatin im Frontalhirn (MRS) stärker als Placebo; ein Vorteil bei Stimmungsschwankungen verfehlte die Signifikanz (p = 0,06) [7]. Als primären Endpunkt nennt der Registereintrag die Müdigkeit (Multidimensional Fatigue Inventory), zu der das Abstract kein Ergebnis berichtet [8]. Den dritten Arm beschreibt das Abstract als Hydrochlorid plus Ethylester, der Registereintrag dagegen als reinen Ethylester [7][8]; er zählt in keiner der beiden Lesarten für das Hydrochlorid-Profil. Alle Interventionen wurden laut Abstract gut vertragen [7]; einen Vergleich der Verträglichkeit mit Monohydrat gibt es nicht.

Rechtlich ist Kreatin-Hydrochlorid weniger klar eingeordnet als Monohydrat: Im Novel-Food-Katalog fehlt ein Eintrag, während andere Kreatinsalze (Malat, alpha-Ketoglutarat) als neuartig eingestuft wurden [9]. Die EU-Angaben zu Kreatin [10] sind eine rechtliche Zulassung für den Stoff, keine Evidenz für diese Form.

Formulierungen und Herkunft: Vergleichende Humandaten zu Darreichungsformen von Kreatin-Hydrochlorid (Kapseln, Pulver) wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Kreatinkinase / Phosphokreatin-Speicher im GehirnEnzymBindungKreatin im Frontalhirn stieg stärker als unter Placebo (MRS, RCT an Frauen in den Wechseljahren) Mensch, randomisiert[7]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechsel↑ · Hirnkreatin ↑ in einer kleinen RCT (MRS); Muskelkreatin unter Hydrochlorid nicht gemessen[7]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Kreatin-Hydrochlorid (Kapseln oder Pulver)

    beim Menschen nicht gemessen

    Höhere Wasserlöslichkeit in vitro, gleiche Darmzell-Durchlässigkeit wie Monohydrat [1]; höhere Bioverfügbarkeit nur im Computermodell vorhergesagt [3].

    Labor

Studien am Menschen

  • Krafttraining: Hydrochlorid gegen Monohydrat und Placebo

    RCT, vier Arme (Hydrochlorid, zwei Monohydrat-Arme, Placebo) · gesund (18–25 Jahre) · n = 40 · 8 Wochen

    Gemessen: Maximalkraft, Muskelquerschnitt, Skelettmuskelmasse, Körperfett, Hormone

    Ergebnis: Alle Kreatingruppen besser als Placebo; Hydrochlorid ohne Vorteil gegenüber Monohydrat.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Krafttraining bei Soldaten: Hydrochlorid gegen Monohydrat und Placebo

    RCT, drei Arme (Hydrochlorid, Monohydrat, Placebo) · gesund (männliche Soldaten, 18–28 Jahre) · n = 36 · 8 Wochen

    Gemessen: Kraft, Kraftausdauer, Schnellkraft, Skelettmuskelmasse, Körperfett, oxidativer Stress, Muskelschadensmarker

    Ergebnis: Beide Kreatingruppen besser als Placebo bei Kraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Skelettmuskelmasse, Körperfett gesunken; MDA ↓, SOD ↑, LDH und CK ohne Gruppenunterschied; Hydrochlorid ohne Vorteil gegenüber Monohydrat.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Sprinttraining im Fußball: drei Formen gegen Placebo

    RCT, doppelblind, vier Arme (Monohydrat, Ethylester, Hydrochlorid, Placebo) · gesund (Fußballspieler, Studierende) · n = 40 · 4 Wochen

    Gemessen: Sprunghöhe, 20-m-Sprint, Richtungswechsel, Wingate, VO2max

    Ergebnis: Kreatingruppen besser als Placebo bei Leistung und Spitzenleistung; Hydrochlorid und Ethylester besser als Monohydrat; mittlere Leistung und VO2max ohne Gruppenunterschied.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Wechseljahre: Kognition und Hirnkreatin

    RCT, doppelblind, vier Arme (zwei Hydrochlorid-Mengen, Hydrochlorid plus Ethylester, Placebo), registriert · gesund (Frauen in der Peri- oder Postmenopause) · n = 36 · 8 Wochen

    Gemessen: Kognition, Hirnkreatin (MRS), klinische und biochemische Marker; registriert: Müdigkeit

    Ergebnis: Mittlere Hydrochlorid-Menge: Reaktionszeit und Frontalhirn-Kreatin besser als Placebo; Stimmungsschwankungen p = 0,06; gut vertragen.[7]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Fehlende formspezifische Sicherheitsdaten

    Sicherheitsdaten zu Kreatin-Hydrochlorid über die Dauer kleiner Studien hinaus wurden nicht gefunden; in einer achtwöchigen RCT wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet [7]. Eine Übersicht hält Aussagen, Hydrochlorid sei sicherer als Monohydrat, für nicht gestützt [2]. Daten zu Monohydrat (Gewichtszunahme, Kreatininanstieg) gelten nicht automatisch für diese Form.

    Mensch, randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Kreatin-HCl ist 38-mal besser bioverfügbar als Monohydrat“

    Die Zahl 38 stammt aus einer Löslichkeitsmessung in Wasser, bei der Hydrochlorid und Monohydrat bei sehr unterschiedlichem pH gemessen wurden [1][2]. Löslichkeit ist keine Bioverfügbarkeit; die Darmzell-Durchlässigkeit war gleich [1], und beim Menschen wurde die Aufnahme nicht gemessen [2][3].

  • widerlegt

    „Kreatin-HCl liefert pro Gramm genauso viel Kreatin wie Monohydrat“

    Nach Masse enthält Hydrochlorid 78,2 % Kreatin, Monohydrat 87,9 % [2].

  • nicht belegt

    „Weil es besser löslich ist, reicht von Kreatin-HCl weniger als von Monohydrat“

    In der Krafttrainings-RCT wirkte Monohydrat in derselben körpergewichtsbezogenen Menge wie Hydrochlorid gleich gut [4]; eine Übersicht fand keinen Beleg, dass geringere Mengen Hydrochlorid so wirksam sind wie übliche Monohydrat-Anwendungen [2].

  • nicht belegt

    „Kreatin-HCl verursacht keine Wassereinlagerung und keine Magenprobleme“

    Kein Vergleich mit Monohydrat zu Körperwasser oder Magen-Darm-Beschwerden gefunden; in einer RCT ohne Monohydrat-Arm gut vertragen [7].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Beim Menschen nicht untersucht. Als einfaches Salz sollte es laut Übersicht rasch in Kreatin und Salzsäure zerfallen [2]; in vitro gleiche Darmzell-Durchlässigkeit wie Monohydrat [1].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Formspezifisch nicht untersucht; das freigesetzte Kreatin folgt dem Stoffwechsel von Kreatin (siehe Kreatin-Monohydrat).
Weg ins Gehirn
Hirnkreatin stieg in einer kleinen RCT (MRS) [7].

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert. Die Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung enthält keinen Eintrag für Kreatin (Abruf 25.10.2026) [11]; Arzneimittelzulassungen (AMIce) und die lebensmittelrechtliche Einstufung in DE wurden nicht geprüft.
EU
Rechtlich unklar. Der Novel-Food-Katalog der Kommission enthält keinen Eintrag für Kreatin-Hydrochlorid (Abruf 25.10.2026); dort gilt Kreatin-Monohydrat als nicht neuartig, Kreatinmalat und Kreatin-alpha-Ketoglutarat dagegen stufte die tschechische Behörde als neuartig ein [9]. Der Katalog ist eine Orientierungshilfe, kein Rechtsakt. Ob die für „Kreatin“ zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben [10] für diese Form verwendet werden dürfen, ist eine Rechtsfrage und wurde nicht geprüft. Laut einer kritischen Übersicht ist Kreatin-Monohydrat die einzige Kreatinquelle, die in der EU zum Verkauf zugelassen ist; die Autoren haben Verbindungen zu einem Hersteller von Kreatin-Monohydrat, und eine rechtliche Festlegung für Hydrochlorid ist diese Aussage nicht [2].
USA
Nicht verifiziert.

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Wie viel Kreatin erreicht nach Hydrochlorid im Vergleich zu Monohydrat Blut und Muskel, bei gleicher Kreatinmenge?
  • Bestätigt sich der Sprintvorteil aus einer einzigen kleinen RCT, der zwei Krafttrainings-RCTs ohne Vorteil gegenüberstehen, wenn die Kreatinmenge zwischen den Formen angeglichen wird?
  • Ist Hydrochlorid tatsächlich magenfreundlicher als Monohydrat (direkter, verblindeter Vergleich)?
  • Wie ist Kreatin-Hydrochlorid lebensmittelrechtlich in DE und der EU eingestuft?

Referenzen

  1. Gufford BT, Sriraghavan K, Miller NJ, Miller DW, Gu X, Vennerstrom JL, et al. Physicochemical characterization of creatine N-methylguanidinium salts. J Diet Suppl. 2010;7(3):240–52. doi:10.3109/19390211.2010.491507 · PubMed
  2. Kreider RB, Jäger R, Purpura M. Bioavailability, efficacy, safety, and regulatory status of creatine and related compounds: a critical review. Nutrients. 2022;14(5):1035. doi:10.3390/nu14051035 · PubMed
  3. Alraddadi EA, Lillico R, Vennerstrom JL, Lakowski TM, Miller DW. Absolute oral bioavailability of creatine monohydrate in rats: debunking a myth. Pharmaceutics. 2018;10(1):31. doi:10.3390/pharmaceutics10010031 · PubMed
  4. Eghbali E, Arazi H, Suzuki K. Supplementing with which form of creatine (hydrochloride or monohydrate) alongside resistance training can have more impacts on anabolic/catabolic hormones, strength and body composition? Physiol Res. 2024;73(5):739–53. doi:10.33549/physiolres.935323 · PubMed
  5. Eghbali E, Riahy S, Arazi H. Creatine hydrochloride or creatine monohydrate plus resistance training: which combination has a greater effect on oxidative stress, muscle damage, performance, and body composition in soldiers? Sport Sci Health. 2025;21(1):225–38. doi:10.1007/s11332-024-01250-4
  6. Duan C, Wang Z, Wang Q. Creatine formulations and repeated sprint training: effects on physical and physiological adaptations in soccer players during the short-term preparation phase. J Int Soc Sports Nutr. 2026;23(sup1):2721147. doi:10.1080/15502783.2026.2721147 · PubMed
  7. Korovljev D, Ostojic J, Panic J, Ranisavljev M, Todorovic N, Nedeljkovic D, et al. The effects of 8-week creatine hydrochloride and creatine ethyl ester supplementation on cognition, clinical outcomes, and brain creatine levels in perimenopausal and menopausal women (CONCRET-MENOPA): a randomized controlled trial. J Am Nutr Assoc. 2026;45(3):199–210. doi:10.1080/27697061.2025.2551184 · PubMed
  8. University of Novi Sad, Faculty of Sport and Physical Education. The effects of 8-week creatine HCl and creatine ethyl ester supplementation on cognitive performance, multidimensional fatigue, brain metabolism, and biochemical indices in perimenopausal and menopausal women. ClinicalTrials.gov: NCT06660004 [zitiert 25.10.2026]. NCT06660004
  9. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Creatine monohydrate (POL-NF-08683), Creatine malate (POL-NF-13681), Creatine alpha-ketoglutarate (POL-NF-13682); kein Eintrag für Creatine hydrochloride [Datenbank, zitiert 25.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
  10. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820), Einträge „Kreatin“.
  11. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html [zitiert 25.10.2026]; kein Eintrag für Kreatin.
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle PMIDs per PubMed efetch aufgelöst; DOIs aus den PubMed-Datensätzen übernommen und mit tools/pruefe_profile.py über Crossref geprüft; NCT06660004 über die ClinicalTrials.gov-API (Sponsor Universität Novi Sad, Primärendpunkt Müdigkeit nach MFI, 36 Teilnehmende).
  • Abstracts: [1] Löslichkeit 38-fach (Hydrochlorid) gegenüber Monohydrat, Caco-2-Permeabilität ohne Unterschied (nur Citrat geringer); [3] Ratte, absolute Bioverfügbarkeit Monohydrat 53 % bzw. 16 %, Hydrochlorid nur im PBPK-Modell, COI: zwei Autoren Erfinder von Hydrochlorid-Patenten, lizenziert; [4] n = 40, vier Gruppen zu zehn, acht Wochen, kein Vorteil von Hydrochlorid, COI „keine“; [7] n = 36, vier Arme, Reaktionszeit und Frontalhirn-Kreatin unter der mittleren Hydrochlorid-Menge besser als Placebo, Stimmung p = 0,06, gut vertragen.
  • Volltext [2] (PMC8912867), Abschnitt 9.4: Sättigungs-pH 0,3 (Hydrochlorid) gegenüber 8,6 (Monohydrat), Kreatingehalt 78,2 % gegenüber 87,9 %, keine Humandaten zu Aufnahme oder Muskelspeicher, Bewertung „some evidence“ gegenüber Placebo, kein belegter Vorteil gegenüber Monohydrat; COI siehe Profil kreatin-monohydrat.
  • Gegenprüfung 25.10.2026, [5]: DOI über Crossref aufgelöst (Sport Sci Health 21(1):225–238, online 27.08.2024); Abstract auf der Verlagsseite: 36 männliche Soldaten, drei Gruppen zu zwölf, acht Wochen Krafttraining, Hydrochlorid und Monohydrat besser als Placebo, „Cr-HCl does not cause more effects than CrM“; Erklärungen auf der Verlagsseite: keine Finanzierung, keine Interessenkonflikte. Weder in PubMed noch in Europe PMC indexiert (Suche nach DOI und Titelwörtern, 25.10.2026). Die Studie steht auch in Tabelle 1 der Metaanalyse Ashtary-Larky 2025 (PMC12777911).
  • Gegenprüfung 25.10.2026, NCT06660004 [8] (ClinicalTrials.gov-API, armGroups): dritter Arm „Creatine ethyl ester“ als eigener experimenteller Arm; das Abstract [7] nennt „creatine hydrochloride plus creatine ethyl ester“. Für das Hydrochlorid-Profil ohne Folgen, weil dieser Arm in keiner Lesart zählt.
  • Volltext [6] (PMC13564169): doppelblind, Kapseln, gleiche Masse aller Formen (in den Limitationen benannt), a-priori-Fallzahlplanung, keine Finanzierung, keine Interessenkonflikte.
  • Novel-Food-Katalog (Backend-API, 979 Einträge, Abruf 25.10.2026): Einträge für Monohydrat (nicht neuartig), Malat und alpha-Ketoglutarat (neuartig, nicht zugelassen), Citrat und Pyruvat (nicht neuartig in Nahrungsergänzungsmitteln); kein Eintrag für Hydrochlorid. Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810): kein Treffer für „Kreatin“/„Creatin“. AMVV Anlage 1 (gesetze-im-internet.de, erneut abgerufen am 25.10.2026): kein Eintrag für „Kreatin“ oder „Creatin“ [11].
  • PubChem: CID 134732, C4H10ClN3O2.
  • Präzisions-Flags (m004, Regeln vorläufig, zur Bestätigung durch Tilman), am 26.10.2026 an den Quellen geprüft (PubMed efetch, Volltexte wie angegeben): „Besser löslich, deshalb wirksamer als Monohydrat“ → kleine_studien: [4] 40, [5] 36 (Verlagsabstract), [6] 40 (Abstracts); „Verbessert Reaktionszeit und geistige Leistung in den Wechseljahren“ → kleine_studien: [7] 36 (Abstract).

Nicht verifiziert

  • Volltext [4] nicht abrufbar (Europe PMC lieferte einen Serverfehler): Verblindung, Nebenwirkungen und Herkunft der Präparate unbekannt; nur Abstract geprüft.
  • Volltext [5] nicht frei zugänglich: Verblindung, Mengen je Form und eine mögliche Überschneidung mit der Stichprobe von [4] (gleiche Arbeitsgruppe) unbekannt; nur Abstract und die Erklärungen auf der Verlagsseite geprüft.
  • Volltext [7] nicht frei zugänglich: Zuordnung der Prozentwerte im Abstract (Reaktionszeit, Hirnkreatin) zu den Gruppen nicht eindeutig, deshalb ohne Zahlen wiedergegeben; Finanzierung und Interessenkonflikte unbekannt; Ergebnis zum registrierten Primärendpunkt nicht berichtet.
  • Studien in nicht indexierten Zeitschriften, die laut [2] in der Werbung zitiert werden, wurden nicht gelesen.
  • Lebensmittelrechtliche Einstufung in DE und der EU und Rechtsstatus in den USA.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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