Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Sanfteres Eisen für den Magen

    nicht untersucht

    Energie & Stoffwechsel · gesund (Erwachsene) · Keine Daten

    Bei Erwachsenen wurde Gluconat nie randomisiert mit Sulfat auf Verträglichkeit verglichen. Die einzige randomisierte Vergleichsstudie betraf 120 Kleinkinder und fand keinen signifikanten Unterschied bei den Nebenwirkungen [3]; sie ist klein, die Verblindung ist widersprüchlich berichtet, es ist unklar, ob beide Gruppen gleich viel elementares Eisen erhielten, und die Nebenwirkungszahlen sind intern widersprüchlich. Eine so schwache Studie in einer anderen Population trägt kein „kein Nutzen“ für Erwachsene. Über Studien hinweg gleiche Nebenwirkungsrate wie Sulfat [5]; in Spontanmeldungen das stärkste Magen-Darm-Signal [6]; beides sind keine randomisierten Vergleiche. Bereich gewählt, weil Eisen vor allem gegen Müdigkeit beworben wird.

  • Beugt Eisenmangel mindestens so gut vor wie Sulfat

    uneinheitlich

    Energie & Stoffwechsel · gesund (Kleinkinder) · Mensch, randomisiert

    Nur Marker (Statusmarker). In einer RCT höheres Hämoglobin und Ferritin als unter Sulfat, mit ungewöhnlich großem Unterschied und ohne Placebogruppe [3]; als Anreicherung von Beikost vergleichbar mit Sulfat, ohne signifikante Hämoglobinänderung [4].

Wirkweise

Evidenzkarte: Eisen(II)-gluconat

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Eisen(II)-gluconat zählt mit Sulfat und Fumarat zu den häufigsten oralen Eisen(II)-Salzen; die britische Gastroenterologie-Leitlinie nennt alle drei gleichrangig für die Behandlung der Eisenmangelanämie [1]. Das Eisen wird als Fe2+ über DMT1 im Zwölffingerdarm aufgenommen und über Ferroportin ans Blut abgegeben, gesteuert durch Hepcidin [1]. Eisengluconat steht als „Eisengluconat“ in Anhang II Teil B der Richtlinie 2002/46/EG [2]. Weil das Gluconat-Anion groß ist, enthält wasserfreies Eisen(II)-gluconat nur etwa 12,5 % Eisen (aus der Summenformel in PubChem), deutlich weniger als Fumarat oder Sulfat.

Das typische Versprechen ist eine bessere Verträglichkeit. In der einzigen gefundenen randomisierten Vergleichsstudie erhielten 120 gesunde Kleinkinder sechs Monate lang Gluconat oder Sulfat in derselben Menge pro Kilogramm Körpergewicht. Ob damit gleiche Mengen elementaren Eisens oder gleiche Salzmengen gemeint sind, geht aus dem Volltext nicht hervor; bei gleicher Salzmenge hätte die Gluconat-Gruppe wegen des geringeren Eisenanteils deutlich weniger Eisen erhalten. Die Verblindung ist widersprüchlich beschrieben (einmal „einfach verblindet“, einmal „nicht verblindet“). Nebenwirkungen, vor allem Verstopfung und Erbrechen, unterschieden sich nicht signifikant, wobei die Zahlenangaben im Volltext teils widersprüchlich sind [3]. In derselben Studie lagen Hämoglobin (124,5 vs. 104,6 g/l) und Ferritin am Ende unter Gluconat höher; die Unterschiede sind für eine Vorbeugungsstudie ungewöhnlich groß und wurden nicht bestätigt [3]. In einem mexikanischen Ernährungsprogramm wirkten mit Gluconat oder Sulfat angereicherte Beikostprodukte bei Kleinkindern vergleichbar auf den Eisenstatus, das Hämoglobin änderte sich in keiner Gruppe signifikant [4].

Über Studien hinweg verglich eine systematische Übersicht (111 Studien) die Nebenwirkungsraten: Gluconat lag mit 30,9 % (Magen-Darm 29,9 %) praktisch gleichauf mit nicht retardiertem Sulfat (32,3 %) [5]. In einer Auswertung des US-Meldesystems FAERS hatte Gluconat sogar das stärkste Meldesignal für Magen-Darm-Ereignisse unter den oralen Eisenpräparaten; solche Spontanmeldungen eignen sich aber nicht für Häufigkeitsvergleiche [6]. Für Sulfat selbst belegt eine Metaanalyse von RCTs deutlich mehr Magen-Darm-Beschwerden als unter Placebo [7]; ob Gluconat bei gleicher Eisenmenge besser abschneidet, wurde in Erwachsenen nicht randomisiert geprüft. In der Schwangerschaft reichten die Daten nicht aus, um andere orale Eisenformen mit Sulfat zu vergleichen [8].

Formulierungen und Herkunft: Gluconat wird auch als Flüssigpräparat angeboten; in Lösungen muss das Eisen durch Hilfsstoffe zweiwertig gehalten werden, weil Fe2+ leicht zu schwer löslichem Fe3+ oxidiert [1]. In einem Zellmodell (Caco-2) lösten sich herkömmliche Eisen(II)-Tabletten innerhalb von etwa einer Stunde, Präparate mit veränderter Freisetzung erst nach über vier Stunden und lieferten dann wenig Eisen in die Zellen [9]. Vergleichende Humandaten zu Darreichungsformen von Gluconat wurden nicht gefunden.

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
DMT1 (divalenter Metalltransporter 1), ZwölffingerdarmTransporterBindungAufnahmeweg für Fe2+ (Übersichtsarbeit) Labor[1]
Ferroportin (Eisenexport ins Blut)TransporterBindungdurch Hepcidin gehemmt (Übersichtsarbeit) Labor[1]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Tablette (Zellmodell)

    Herkömmliche Eisen(II)-Tabletten lösten sich in etwa einer Stunde, retardierte Präparate erst nach über vier Stunden und lieferten wenig Eisen in Caco-2-Zellen [9]. Isotopenstudien beim Menschen, die Gluconat direkt mit Sulfat vergleichen, wurden nicht gefunden.

    Labor

Studien am Menschen

  • Gluconat vs. Sulfat zur Vorbeugung bei Kleinkindern (Iran)

    RCT (Verblindung widersprüchlich berichtet) · gesund (Kleinkinder, 6–24 Monate) · n = 120 · 6 Monate

    Gemessen: Hämoglobin, Ferritin, Nebenwirkungen

    Ergebnis: Hämoglobin 124,5 vs. 104,6 g/l, Ferritin 59,6 vs. 28,1 (jeweils p = 0,001) zugunsten Gluconat; Nebenwirkungen nicht signifikant verschieden.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Angereicherte Beikost mit Gluconat oder Sulfat (Mexiko)

    RCT, drei Arme (Gluconat, Sulfat, nicht angereichert) · gesund (Kleinkinder, 12–30 Monate) · 6 Monate

    Gemessen: Hämoglobin, Ferritin, löslicher Transferrinrezeptor

    Ergebnis: Hämoglobin in keiner Gruppe signifikant verändert; Eisenstatus unter Gluconat und Sulfat vergleichbar.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Verträglichkeit oraler Eisenpräparate

    systematische Übersicht (klinische und Beobachtungsstudien, Vergleich über Studien) · Patienten und Gesunde, gemischt · n = 10695 · verschieden

    Gemessen: Nebenwirkungsrate

    Ergebnis: Gluconat 30,9 %, Sulfat ohne Retardierung 32,3 %, Fumarat 47,0 %, Retard-Sulfat mit Mucoproteose 4,1 %.[5]

    Mensch, nicht randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Magen-Darm-Beschwerden

    Über Studien hinweg ähnlich häufig wie unter Sulfat (30,9 vs. 32,3 %) [5]; stärkstes Magen-Darm-Meldesignal in FAERS [6]. Bei Kleinkindern vor allem Verstopfung und Erbrechen [3].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Eisenüberladung

    Eine Überladung schädigt Organe; die EFSA konnte keine tolerierbare Obergrenze ableiten [10]. Der Körper scheidet Eisen nicht geregelt aus [1].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Vergiftung kleiner Kinder

    Eisenpräparate waren in den USA eine Hauptursache tödlicher unbeabsichtigter Vergiftungen bei Kleinkindern; Einzeldosis-Verpackungen senkten die Todesfälle stark [11]. Daten für alle Eisenpräparate.

    Mensch, nicht randomisiert

Wechselwirkungen

  • Levothyroxin: Für Eisensulfat gezeigt: gleichzeitige Einnahme senkte die Wirkung von Thyroxin (14 Patienten, unkontrolliert) [12]. Für Gluconat nicht eigens untersucht; der Mechanismus (Bindung von Eisen an Thyroxin) spricht für eine ähnliche Wechselwirkung.

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Eisengluconat ist magenfreundlicher als Eisensulfat“

    Kein signifikanter Unterschied in der einzigen RCT [3]; über Studien hinweg gleiche Nebenwirkungsrate [5]; in Spontanmeldungen eher mehr Magen-Darm-Meldungen [6].

  • nicht belegt

    „Gluconat wird besser aufgenommen als Sulfat“

    Kein Isotopenvergleich gefunden; der Vorteil beim Hämoglobin in einer RCT ist ein Einzelbefund ohne Bestätigung [3][4].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Als Fe2+ über DMT1 im Zwölffingerdarm [1]; direkte Isotopenvergleiche mit Sulfat nicht gefunden.
Halbwertszeit
Für ein körpereigenes Spurenelement nicht sinnvoll angebbar.
Abbau
Wie andere Eisen(II)-Salze: Ferroportin, Transferrin, Ferritin; kein geregelter Ausscheidungsweg [1].
Weg ins Gehirn
Nicht untersucht für diese Form.

Rechtlicher Status

Deutschland
Zugleich Arzneistoff: In AMIce sind verkehrsfähige Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Eisen(II)-gluconat verzeichnet (Abruf 24.10.2026) [14]; als Mineralstoffverbindung nach Anhang II der RL 2002/46/EG in Nahrungsergänzungsmitteln zulässig [2].
EU
Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG („Eisengluconat“; die Oxidationsstufe ist dort nicht angegeben); damit als Eisenquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen [2]. Kein eigener Eintrag in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel (CELEX 02017R2470-20260810, Suche am 24.10.2026).
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei“

    Nährstoff
    Eisen
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[13]
    Einordnung
    rechtlich zulässig; mit dieser Form nur Blutmarker bei Kleinkindern geprüft, siehe Versprechen
  • „Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei“

    Nährstoff
    Eisen
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[13]
    Einordnung
    rechtlich zulässig, bei Gesunden nicht untersucht

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Ist Gluconat bei gleicher Eisenmenge bei Erwachsenen besser verträglich als Sulfat? Eine doppelblinde RCT fehlt.
  • Wie hoch ist die Aufnahme aus Gluconat im Vergleich zu Sulfat in einer Isotopenstudie?

Referenzen

  1. Pantopoulos K. Oral iron supplementation: new formulations, old questions. Haematologica. 2024;109(9):2790–801. doi:10.3324/haematol.2024.284967 · PubMed
  2. Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51. Konsolidierte Fassung vom 26.11.2025 (CELEX 02002L0046-20251126).
  3. Falahati V, Ghasemi A, Ghaffari K, Eghbali A, Khodabakhshi S, Almasi-Hashiani A, et al. Comparison of the effect of ferrous sulfate and ferrous gluconate on prophylaxis of iron deficiency in toddlers 6-24 months old: a randomized clinical trial. J Educ Health Promot. 2022;11:368. doi:10.4103/jehp.jehp_1764_21 · PubMed
  4. Shamah-Levy T, Villalpando S, Rivera-Dommarco JA, Mundo-Rosas V, Cuevas-Nasu L, Jiménez-Aguilar A. Ferrous gluconate and ferrous sulfate added to a complementary food distributed by the Mexican nutrition program Oportunidades have a comparable efficacy to reduce iron deficiency in toddlers. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2008;47(5):660–6. doi:10.1097/mpg.0b013e318167b03b · PubMed
  5. Cancelo-Hidalgo MJ, Castelo-Branco C, Palacios S, Haya-Palazuelos J, Ciria-Recasens M, Manasanch J, et al. Tolerability of different oral iron supplements: a systematic review. Curr Med Res Opin. 2013;29(4):291–303. doi:10.1185/03007995.2012.761599 · PubMed
  6. Tan X, Tian Y, Zhang T, Yao Q, Zhu T, Wang W, et al. Oral iron preparations: gastrointestinal adverse events and medication adherence in female patients with iron deficiency anemia. Front Pharmacol. 2026;17:1727566. doi:10.3389/fphar.2026.1727566 · PubMed
  7. Tolkien Z, Stecher L, Mander AP, Pereira DI, Powell JJ. Ferrous sulfate supplementation causes significant gastrointestinal side-effects in adults: a systematic review and meta-analysis. PLoS One. 2015;10(2):e0117383. doi:10.1371/journal.pone.0117383 · PubMed
  8. Rogozińska E, Daru J, Nicolaides M, Amezcua-Prieto C, Robinson S, Wang R, et al. Iron preparations for women of reproductive age with iron deficiency anaemia in pregnancy (FRIDA): a systematic review and network meta-analysis. Lancet Haematol. 2021;8(7):e503–12. doi:10.1016/S2352-3026(21)00137-X · PubMed
  9. Zariwala MG, Somavarapu S, Farnaud S, Renshaw D. Comparison study of oral iron preparations using a human intestinal model. Sci Pharm. 2013;81(4):1123–39. doi:10.3797/scipharm.1304-03 · PubMed
  10. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA); Turck D, Bohn T, Castenmiller J, de Henauw S, Hirsch-Ernst KI, Knutsen HK, et al. Scientific opinion on the tolerable upper intake level for iron. EFSA J. 2024;22(6):e8819. doi:10.2903/j.efsa.2024.8819 · PubMed
  11. Tenenbein M. Unit-dose packaging of iron supplements and reduction of iron poisoning in young children. Arch Pediatr Adolesc Med. 2005;159(6):557–60. doi:10.1001/archpedi.159.6.557 · PubMed
  12. Campbell NR, Hasinoff BB, Stalts H, Rao B, Wong NC. Ferrous sulfate reduces thyroxine efficacy in patients with hypothyroidism. Ann Intern Med. 1992;117(12):1010–3. doi:10.7326/0003-4819-117-12-1010 · PubMed
  13. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
  14. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Eisen(II)-gluconat“ [zitiert 24.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-24. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
  • Anhang II Teil B der RL 2002/46/EG (CELEX 02002L0046-20251126, Cellar-XHTML): Eintrag „Eisengluconat“. Unionsliste CELEX 02017R2470-20260810: kein Eintrag.
  • Im Open-Access-Volltext von [3]: randomisiert; als „single-blind“ bezeichnet, an anderer Stelle „The study was not blinded“; in beiden Gruppen dieselbe Menge „FS“ bzw. „FG“ pro kg Körpergewicht ohne Angabe, ob Salz oder elementares Eisen gemeint ist; 9 Ausfälle, Nebenwirkungen nicht signifikant verschieden (p > 0,05), Hämoglobin 12,45 vs. 10,46 g/dl, Ferritin 59,63 vs. 28,08; keine Finanzierung, keine Interessenkonflikte.
  • Am Abstract: kein signifikanter Hämoglobinunterschied, sTfR-Veränderungen nicht signifikant [4]; 111 Studien, 10 695 Patienten, Raten 30,9/32,3/47,0/4,1 % [5]; FAERS ROR 2,62 für Gluconat [6]; OR 2,32 für Sulfat vs. Placebo [7]; FRIDA: unzureichende Daten für andere orale Formen [8]; Auflösungszeiten 48–64 vs. 256–274 Minuten [9]; keine Obergrenze ableitbar [10]; Todesfälle 29 → 1 [11]; TSH-Anstieg unter Sulfat [12].
  • Im Open-Access-Volltext von [1]: Leitlinienempfehlung Sulfat, Fumarat oder Gluconat; Stabilisierung von Fe2+ in Flüssigpräparaten.
  • Eisenanteil aus der PubChem-Summenformel berechnet (wasserfrei).
  • ClinicalTrials.gov: 38 Treffer für „ferrous gluconate“ (24.10.2026).
  • VO (EU) Nr. 432/2012: Wortlaut der eingetragenen Angaben in der Basisfassung (CELEX 32012R0432, Cellar, XHTML) und unverändert in der konsolidierten Fassung vom 20.08.2025 (CELEX 02012R0432-20250820, Cellar, XHTML) geprüft am 24.10.2026. Angaben zu roten Blutkörperchen und Hämoglobin sowie Müdigkeit [13].
  • Rechtsstatus (G6) am 24.10.2026: AMIce (öffentlicher Teil, BfArM; Stoffname „Eisen(II)-gluconat“, nur Wirkstoff, Humanarzneimittel, verkehrsfähig, Endmaskierung): 5 Treffer, einschließlich Kombinationen, Homöopathika, Apothekenrezepturen und Parallelimporten [14]. Fach- und Gebrauchsinformationen nicht gelesen.

Nicht verifiziert

  • Rechtlicher Status in den USA.
  • Teilnehmerzahl der mexikanischen Anreicherungsstudie [4] (im Abstract nicht genannt).
  • Ob die beiden Gruppen in [3] gleich viel elementares Eisen erhielten (der Volltext nennt nur die Menge „FS“ bzw. „FG“ pro kg) und ob die Studie verblindet war (widersprüchliche Angaben im Volltext).
  • Einheit der Ferritinwerte in [3] (im Volltext uneinheitlich angegeben); die Nebenwirkungszahlen in [3] sind im Volltext widersprüchlich (Anteile ohne und mit Nebenwirkungen ergeben nicht 100 %).
  • Isotopenstudien zu Gluconat aus den 1960er-Jahren (z. B. Brise und Hallberg 1962) haben keinen Abstract in PubMed und wurden nicht ausgewertet.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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