Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten. Herstellung, Besitz, Handel oder Anwendung können verboten sein; Einzelheiten unter „Rechtlicher Status“.
Wirkweise
Evidenzkarte: Bromantan
Bromantan wurde in der Sowjetunion als „Aktoprotektor“ entwickelt, als Mittel, das die körperliche Belastbarkeit unter extremen Bedingungen erhalten soll; es wurde im Sport und im Militär eingesetzt und ist heute in Russland unter dem Namen Ladasten registriert [1]. Der am besten untersuchte Mechanismus betrifft die Dopaminsynthese: Nach einer Einzelgabe stiegen im Rattenhirn die Expression der Gene für Tyrosinhydroxylase und DOPA-Decarboxylase sowie L-DOPA und Dopamin; in den ersten Stunden überwog eine vermehrte Dopaminfreisetzung [2]. Eine deutsch-russische Arbeit bestätigte die regionsabhängige Regulation der Tyrosinhydroxylase und zeigte an Hippocampus-Schnitten, dass Bromantan eine kurzfristige synaptische Verstärkung in eine dauerhafte überführt; das ließ sich durch Hemmung der Proteinsynthese blockieren und durch einen D1/D5-Antagonisten abschwächen [3].
An Dopamin-D1-, D2- und D3- sowie an Serotonin-5-HT1A- und 5-HT2A-Rezeptoren bindet Bromantan im Labor nicht direkt; die Dopaminaufnahme in Rattensynaptosomen hemmt es mit einer IC50 von 3,56 µM, die Serotoninaufnahme nicht [4]. Zu Serotonin sind die Befunde uneinheitlich: Eine ältere Studie fand mehr Serotonin und 5-HIAA in der Stirnhirnrinde [5], die neuere keine Wirkung auf die Serotoninbildung [4]. Bei stressanfälligen Ratten wirkte Bromantan angstlösend und verhinderte stressbedingte Veränderungen an der Benzodiazepin-Bindungsstelle des GABA-A-Rezeptors [6]. In einer neurotoxikologischen Untersuchung bei Ratten wurden die Verhaltenseffekte mit einer Aktivierung zentraler Dopaminsysteme und einer Hemmung cholinerger Strukturen in Verbindung gebracht [7].
Synaptik dient ausschließlich der biochemischen und pharmakologischen Aufklärung und ist keine medizinische Beratung oder Einnahmeempfehlung.
Synthese → VMAT2 → Freisetzung · DAT holt Dopamin zurück · D1: cAMP ↑, D2: cAMP ↓
- DAT
- Wiederaufnahme
- NET
- Wiederaufnahme
- SERT
- WiederaufnahmeNebenfeld
- Synthese (TH, AADC)
- läuft
- Dopamin im Spalt (Modell)
- Ausgangslageillustrativ
DAT: 5 von 10 von Modafinil gesperrt · NET schwächer · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtIC50 6,4 µM; PET ≈ 54 % (n = 10)
- NET
- schwächer gehemmtIC50 35,6 µM
- SERT
- praktisch nichtIC50 über 500 µM
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: 6 von 10 von Methylphenidat gesperrt · NET gesperrt · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmtPET ≈ 60 % (n = 10)
- NET
- gehemmtPET am NET; ED50 unter DAT-Literaturwert
- SERT
- unverändert
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrRichtung laut PET-Studie
DAT: von Armodafinil gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin bleibt länger
- DAT
- gehemmt≈ 3-fach affiner als S-Modafinil (Zellen)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- mehrMikrodialyse, Maus
DAT: von Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · nur Labor- und Tierdaten
- DAT
- gehemmtScreening, Zellen und Tier
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrabgeleitet, nicht gemessen
DAT: von R-Phenylpiracetam gesperrt (Anteil illustrativ) · Dopamin etwas mehr
- DAT
- gehemmtselektiv (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gezeigt
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehr„mäßig“, Mikrodialyse, Ratte
DAT: von Bromantan gesperrt (Anteil illustrativ) · TH und AADC: Expression ↑
- DAT
- gehemmtIC50 3,56 µM (Ratte)
- NET
- nicht gezeigt
- SERT
- nicht gehemmtRatte
- Synthese (TH, AADC)
- Expression ↑Ratte
- Dopamin im Spalt (Modell)
- etwas mehrex vivo, Ratte
NET: von Atomoxetin gesperrt, Noradrenalin bleibt länger · SERT gebunden · DAT kaum · Dopamin hier unverändert
- DAT
- kaumKi 1451 nM
- NET
- gehemmtKi 5 nM; Noradrenalin ↑ (präfrontaler Kortex, Ratte)
- SERT
- gebundenKi 77 nM; Serotonin unverändert (Ratte)
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertStriatum, Ratte
SERT: DMT gebunden (Nebenfeld) · dopaminerge Synapse unverändert
- DAT
- nicht gezeigt
- NET
- nicht gezeichnetlaut Studie teilweise; nicht im Profil
- SERT
- WechselwirkungZellsystem; Art offen
- Synthese (TH, AADC)
- unverändert
- Dopamin im Spalt (Modell)
- unverändertkeine Wirkung gezeichnet
Dopamin Noradrenalin Serotonin cAMP Wirkstoff Kreuz = Transporter gesperrt
Normalzustand
Dopamin im Spalt (Modell): Ausgangslage
Bromantan
Dopamin im Spalt (Modell): etwas mehr
Das Feld „Normalzustand“ läuft ohne Wirkstoff, das zweite mit dem gewählten Wirkstoff; beide mit derselben Freisetzung. Wort und Balken unter den Feldern zeigen ohne Zahl nur die Richtung: laut Studienlage, bei Phenylpiracetam (Racemat) aus der DAT-Hemmung abgeleitet, weil die Quellen des Profils dort kein Dopamin gemessen haben. Das Teilchenmodell ist illustrativ, keine Messung, und sagt nichts über das Ausmaß beim Menschen.
Bromantan hemmte die Dopaminaufnahme in Synaptosomen aus dem Rattenstriatum (IC50 3,56 µM), aber nicht die Serotoninaufnahme, und wirkte nicht direkt an D1-, D2- und D3-Rezeptoren; ex vivo stiegen Dopaminsynthese und -freisetzung im Striatum [25]. Nach einer Einzelgabe stieg bei Ratten die Expression der Gene für Tyrosinhydroxylase und DOPA-Decarboxylase, in den ersten Stunden überwog eine vermehrte Freisetzung [26]. Nur Tierdaten; Anteil gesperrter Transporter illustrativ.
Einen beschrifteten Teil antippen oder fokussieren, um eine kurze Erklärung zu sehen.
Ebenfalls an diesem Wirkort, nicht gezeichnet
- Flmodafinil: DAT-Hemmung nur aus unveröffentlichten Auftragsdaten (Evidenzstufe 0)
- Safran: am SERT nur eine Computersimulation (Docking), keine gemessene Bindung oder Hemmung
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Tyrosinhydroxylase | Enzym | Expression ↑ | mRNA und Protein regionsabhängig erhöht (Ratte) | Tierversuch[2][3] |
| DOPA-Decarboxylase | Enzym | Expression ↑ | Genexpression erhöht (Ratte) | Tierversuch[2] |
| Dopamintransporter (DAT) | Transporter | Hemmer | IC50 3,56 µM (Rattensynaptosomen) | Labor[4] |
Wirkprofil
- DopaminMehr Dopaminsynthese und -freisetzung im Striatum durch Hochregulation von TH und DDC (Ratte); schwache DAT-Hemmung[2][3][4]
- Noradrenalin
- SerotoninMehr Serotonin in der Stirnhirnrinde in einer älteren, keine Wirkung auf die Serotoninbildung in einer neueren Rattenstudie[4][5]
- AcetylcholinHemmung cholinerger Strukturen aus Verhaltensbeobachtung erschlossen (Ratte)[7]
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABAVerhinderte stressbedingte Veränderungen an der Benzodiazepin-Bindungsstelle (Ratte)[6]
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Studien am Menschen
EEG und Leistung bei ausgeruhten Gesunden
Gemessen: EEG, psychophysiologische Parameter, Operator-Leistung
Ergebnis: EEG-Zeichen leicht erhöhter Wachheit, weniger Tremor; subjektiver Zustand und Hauptkomponenten der Leistung unverändert.[8]
Mensch, randomisiert
Neurasthenie
Gemessen: Asthenie-Symptome, Absetzeffekte
Ergebnis: Schnellerer und stärkerer Rückgang der Asthenie-Symptome als mit Placebo; kein Absetzsyndrom.[9]
Mensch, randomisiert
Multizentrische Anwendungsstudie
Gemessen: CGI, Lebensqualität, Nebenwirkungen
Ergebnis: 76 % Responder (CGI-S); Nebenwirkungen bei 3 %, Abbruch bei 0,8 %.[10]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Kaum unabhängige Sicherheitsdaten
In einer offenen russischen Studie mit 728 Patienten Nebenwirkungen bei 3 % [10]; unabhängige, westliche Sicherheitsdaten fehlen.
Mensch, nicht randomisiert
Fortpflanzung (Tierdaten)
Bei Ratten veränderte eine Gabe vor der Paarung die Wurfgröße uneinheitlich; in einer Gruppe starben in den ersten drei Monaten 40 % der Jungtiere gegenüber 20 % in der Kontrollgruppe [11].
Tierversuch
Dopingverstoß
Seit 1997 im Sport verboten; Metabolite sind bis zu zwei Wochen im Urin nachweisbar [1][12].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen
- Thiopental und andere über Cytochrom P450 abgebaute Stoffe: Laut Übersichtsarbeit regt Bromantan die Bildung von Cytochrom P450 an und schwächt die Schlafwirkung von Thiopental ab [1]; die Primärstudie wurde nicht geprüft.
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„Bromantan erhöht Dopamin über die Synthese statt über eine Hemmung der Wiederaufnahme“
Bei Ratten steigt die Expression von Tyrosinhydroxylase und DOPA-Decarboxylase [2][3]; zusätzlich hemmt es den Dopamintransporter schwach [4]. Beim Menschen nicht untersucht.
- nicht belegt
„Bromantan verbessert Konzentration und Leistung bei Gesunden“
In der einzigen placebokontrollierten Studie mit ausgeruhten Männern änderte sich die Leistung nicht [8].
- nicht belegt
„Bromantan ist ein Stimulans ohne Abhängigkeitspotenzial“
Eine russische Studie fand nach 28 Tagen kein Absetzsyndrom [9]; Studien zum Missbrauchspotenzial wurden nicht gefunden.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Rasch, aber unvollständig resorbiert (Bioverfügbarkeit 42 %); höchste Blutspiegel bei Frauen nach 2,75, bei Männern nach 4 Stunden [1].
- Halbwertszeit
- Laut Übersichtsarbeit langsame Ausscheidung, bei Frauen kürzer als bei Männern; kein Zahlenwert angegeben [1].
- Abbau
- Hauptsächlich Hydroxylierung am Adamantan-Ring (Position 6); Metabolite noch zwei Wochen nach Einnahme im Urin [1].
- Weg ins Gehirn
- Stark lipophil, reichert sich in Hirn- und Fettgewebe an [1].
Rechtlicher Status
- Deutschland
- In AMIce kein Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Bromantan gefunden, weder unter den verkehrsfähigen noch unter allen, auch erloschenen Einträgen (Suche nach Stoffname „Bromantan“, Abruf 26.10.2026; Versagungen und Rücknahmen sind im öffentlichen Teil nicht enthalten) [14]; kein Eintrag in AMVV Anlage 1 [15]. Doping: Die im Bundesgesetzblatt bekannt gemachte Verbotsliste 2026 nennt Bromantan unter S6.A (nichtspezifische Stimulanzien, innerhalb des Wettkampfes verboten) [17]. Damit gilt § 2 Absatz 1 und 2 AntiDopG: Verboten ist, Dopingmittel mit diesem Stoff zum Zweck des Dopings beim Menschen im Sport herzustellen, mit ihnen Handel zu treiben, sie abzugeben oder sonst in den Verkehr zu bringen, zu verschreiben oder bei einer anderen Person anzuwenden. In der Anlage zum AntiDopG, an die das Verbot von Erwerb und Besitz in nicht geringer Menge anknüpft (§ 2 Absatz 3), ist Bromantan nicht aufgeführt [18]. Der lebensmittelrechtliche Status ist nicht verifiziert.
- EU
- Kein zentral zugelassenes oder bewertetes Arzneimittel, kein Referral und keine Orphan-Ausweisung mit Bromantan in den EMA-Datenexporten (Zeitstempel 25.10.2026) [16]; nationale Zulassungen anderer Mitgliedstaaten erfasst der Export nicht. In einer Marktüberwachung amtlicher Arzneimittel-Kontrolllabore aus Europa und Australien wurde Bromantan zweimal in zwei Laboren gefunden; die Studie ordnet es ein als Forschungschemikalie in der EU und Australien, in Russland verschreibungspflichtiges Arzneimittel (Einschätzung der Studie, keine Rechtsquelle) [13].
- USA
- Keine Zulassung bekannt; nicht verifiziert.
- Andere Länder
- Russland: als Arzneimittel Ladasten registriert [1]. Sport: seit 1997 verboten [1]; die im Bundesgesetzblatt bekannt gemachte Verbotsliste 2026 nennt Bromantan unter S6.A [12][17].
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Über welches Molekül steuert Bromantan die Expression der Dopamin-Synthesegene?
- Lassen sich die russischen Befunde von unabhängigen Gruppen wiederholen?
- Hat Bromantan bei ermüdeten Gesunden einen messbaren Effekt auf Leistung oder Kognition?
Referenzen
- Oliynyk S, Oh S. The pharmacology of actoprotectors: practical application for improvement of mental and physical performance. Biomol Ther (Seoul). 2012;20(5):446–56. doi:10.4062/biomolther.2012.20.5.446 · PubMed
- Vakhitova IuV, Iamidanov RS, Seredinin SB. [Ladasten induces the expression of genes regulating dopamine biosynthesis in various structures of rat brain]. Eksp Klin Farmakol. 2004;67(4):7–11. PubMed
- Mikhaylova M, Vakhitova JV, Yamidanov RS, Salimgareeva MKh, Seredenin SB, Behnisch T. The effects of ladasten on dopaminergic neurotransmission and hippocampal synaptic plasticity in rats. Neuropharmacology. 2007;53(5):601–8. doi:10.1016/j.neuropharm.2007.07.001 · PubMed
- Zimin IA, Abaimov DA, Budygin EA, Zolotarev IuA, Kovalev GI. [Role of the brain dopaminergic and serotoninergic systems in psychopharmacological effects of ladasten and sydnocarb]. Eksp Klin Farmakol. 2010;73(2):2–5. PubMed
- Kudrin VS, Sergeeva SA, Krasnykh LM, Miroshnichenko II, Grekhova TV, Gaĭnetdinov RR. [The effect of bromantane on the dopamin- and serotoninergic systems of the rat brain]. Eksp Klin Farmakol. 1995;58(4):8–11. PubMed
- Iarkova MA, Voronin MV, Seredenin SB. [Studying the mechanisms of ladasten action]. Eksp Klin Farmakol. 2005;68(3):3–6. PubMed
- Iezhitsa IN, Spasov AA, Bugaeva LI, Morozov IS. Toxic effect of single treatment with bromantane on neurological status of experimental animals. Bull Exp Biol Med. 2002;133(4):380–3. doi:10.1023/a:1016206306875 · PubMed
- Viatleva OA, Barchukov VG, Morozov IS, Salenko IuA, Zhirnov EN. [The neuro- and psychophysiological effects of bromantane]. Voen Med Zh. 2000;321(8):61–5, 96. PubMed
- Neznamov GG, Siuniakov SA, Teleshova SE, Chumakov DV, Reutova MA, Siuniakov TS, et al. [Ladasten, the new drug with psychostimulant and anxiolytic actions in treatment of neurasthenia (results of the comparative clinical study with placebo)]. Zh Nevrol Psikhiatr Im S S Korsakova. 2009;109(5):20–6. PubMed
- Voznesenskaia TG, Fokina NM, Iakhno NN. [Treatment of asthenic disorders in patients with psychoautonomic syndrome: results of a multicenter study on efficacy and safety of ladasten]. Zh Nevrol Psikhiatr Im S S Korsakova. 2010;110(5 Pt 1):17–26. PubMed
- Iezhitsa IN, Spasov AA, Bugaeva LI. Effects of bromantan on offspring maturation and development of reflexes. Neurotoxicol Teratol. 2001;23(2):213–22. doi:10.1016/s0892-0362(01)00119-2 · PubMed
- Pokrywka A, Surała O, Grabowska K, Przybyła M, Granda D, Małecki A, et al. "Brain doping" substances: prohibited or not in sports? Biol Sport. 2025;42(4):189–201. doi:10.5114/biolsport.2025.150047 · PubMed
- Vanhee C, Deconinck E, George M, Hansen A, Hackl A, Wollein U, et al. The occurrence of illicit smart drugs or nootropics in Europe and Australia and their associated dangers: results from a market surveillance study by 12 official medicines control laboratories. J Xenobiot. 2025;15(3):88. doi:10.3390/jox15030088 · PubMed
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. AMIce – Arzneimittel-Informationssystem, öffentlicher Teil [Datenbank]. Suche Stoffname „Bromantan“, Humanarzneimittel, nur verkehrsfähige sowie ohne Einschränkung (alle Einträge, auch erloschene), jeweils ohne Treffer [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://portal.bfarm.de/amguifree/
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.5.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html (kein Eintrag zu „Bromantan“).
- European Medicines Agency. Datenexporte (JSON) Medicines, Referrals und Orphan designations, Zeitstempel 25.10.2026. Amsterdam: EMA; abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json, https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/referrals-output-json-report_en.json und https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-orphan_designations-json-report_en.json (Suche nach „bromantan“ ohne Treffer).
- Bekanntmachung der Neufassung der Anlage I zu dem Internationalen Übereinkommen vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport/des Anhangs zu dem Übereinkommen vom 16. November 1989 gegen Doping vom 18. Dezember 2025 (Verbotsliste 2026, gültig ab 1. Januar 2026, mit amtlicher deutscher Übersetzung), Abschnitt S6 „Stimulanzien“. BGBl. 2025 II Nr. 312, ausgegeben am 23.12.2025. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.recht.bund.de/bgbl/2/2025/312/regelungstext.pdf
- Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG), § 2 und Anlage (zu § 2 Absatz 3). Stand: zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 10.3.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 67). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 26.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/__2.html und https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html (kein Eintrag „Bromantan“ in der Anlage).
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- 26.10.2026 (Entscheidung n017, Prüfbericht E-20 Frage 12, erster Schritt, Primärbeleg WADA-Liste): `kategorie` von Nootropikum auf „Nicht zugelassener Wirkstoff“ umgestellt, Versprechen, Stufen und Ergebnisse unverändert. F1 (in DE/EU kein Arzneimittel): AMIce, Stoffname „Bromantan“, Humanarzneimittel, nur verkehrsfähige und ohne Einschränkung jeweils 0 Treffer (Abruf 26.10.2026 im Browser; Kontrolle „Modafinil“ 21 bzw. 32 Treffer) [14]; AMVV Anlage 1 im Volltext ohne Eintrag (Stand Art. 1 V v. 19.5.2026, BGBl. 2026 I Nr. 149) [15]; EMA-Exporte Medicines, Referrals und Orphan designations (Zeitstempel 25.10.2026) ohne Treffer für „bromantan“ [16]. F2 (Lebensmittel): kein lebensmittelrechtlicher Beleg, bleibt „nicht verifiziert“. F3 (Umlauf): Verbotsliste 2026 in der deutschen Bekanntmachung BGBl. 2025 II Nr. 312 am PDF gelesen, S6.A nennt „Bromantan“ [17]; § 2 AntiDopG und Anlage gelesen, Bromantan nicht in der Anlage [18]. Marktüberwachung der amtlichen Kontrolllabore im Volltext, Tabelle A1: zwei Funde in zwei Laboren [13]. Grundlage: Prüfbericht docs/pruefberichte/rechtsstatus-e20.md, Blöcke C und F; alle Abfragen am 26.10.2026 selbst wiederholt.
- 26.10.2026 (Gegenprüfung n017): AMIce-Formel in `status.deutschland` umformuliert. Der AMIce-Filter „ohne Einschränkung“ der Verkehrsfähigkeit umfasst alle Einträge einschließlich erloschener (Kontrolle „Modafinil“: 21 Treffer unter „nur verkehrsfähige“, 32 ohne Einschränkung); der frühere Wortlaut „ohne Einschränkung der Verkehrsfähigkeit“ ließ sich als „uneingeschränkt verkehrsfähig“ missverstehen. Jetzt wie im Prüfbericht (Block A, Armodafinil): weder unter den verkehrsfähigen noch unter allen, auch erloschenen Einträgen.
- Alle DOIs über Crossref und alle PMIDs über PubMed mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst; sieben russische Arbeiten haben keine DOI.
- Abstracts: TH/DDC-Expression, frühe Dopaminfreisetzung [2]; TH, LTP, Anisomycin, SCH23390 [3]; keine direkte Bindung an D1–D3, 5-HT1A/2A, DAT-IC50 3,56 µM, keine SERT-Hemmung [4]; 5-HT/5-HIAA frontal [5]; Anxiolyse, Benzodiazepin-Bindung [6]; Dopamin-/cholinerge Deutung [7]; n = 10, Placebo, Leistung unverändert [8]; randomisiert, verblindet, kein Absetzsyndrom [9]; n = 728, 76 %, 3 %, 0,8 % [10]; Wurfgröße, 40 % vs. 20 % Jungtierverlust [11].
- Im Volltext [1]: Ladasten in Russland als Arzneimittel zertifiziert; Sportverbot seit 1997; Bioverfügbarkeit 42 %; Tmax 2,75 h (Frauen) bzw. 4,0 h (Männer); Hydroxylierung an Position 6; Metabolite bis zwei Wochen im Urin; P450-Induktion und Thiopental.
- Im Volltext [12], Tabelle 4: Bromantan S6.A.
- Im Volltext [13], Tabelle A1: Bromantan zweimal gefunden, Status „research chemical in the EU and Australia, used as a prescription drug in Russia“.
- PubMed: 74 Treffer zu Bromantan/Ladasten; ClinicalTrials.gov: 0 Einträge (23.10.2026).
- Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Bessere geistige Leistung bei Gesunden“: kleine_studien – [8] 10.
Nicht verifiziert
- Russischsprachige Studien nur als englisches Abstract gelesen; Teilnehmerzahl der Neurasthenie-RCT [9] im Abstract nicht angegeben.
- Die Aussagen der Übersichtsarbeit [1] zu Pharmakokinetik und P450 beruhen auf russischer Primärliteratur, die nicht geprüft wurde.
- Rechtlicher Status in den USA und lebensmittelrechtlicher Status nicht geprüft.
- Die bekannten Dopingfälle bei den Olympischen Spielen 1996 sind nur über einen Lancet-Brief ohne Abstract belegt und deshalb nicht aufgenommen.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
Fehler gefunden oder etwas vermisst?
Wünsch dir einen Wirkstoff, schlag eine Verbesserung vor oder melde einen Fehler. Jede Rückmeldung wird gelesen.
Die Website speichert nichts. Der Button öffnet dein E-Mail-Programm mit einer vorbereiteten Nachricht.