Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Mehr Lust auf Sex bei Frauen

    kleiner Nutzen

    Libido & Sexualfunktion · Patienten: prämenopausale Frauen mit verminderter sexueller Appetenz (HSDD) · Mensch, randomisiert

    Zwei RCTs mit 1267 Frauen: Lustwert +0,35, Belastung −0,33 Punkte gegenüber Placebo; befriedigende sexuelle Erlebnisse unverändert [5]. Reanalysen: viele Endpunkte unberichtet, Fragebögen kaum validiert, deutlich mehr Abbrüche wegen Nebenwirkungen [6][7].[6][7]

  • Natürliches Aphrodisiakum für alle

    nicht untersucht

    Libido & Sexualfunktion · gesund · Tierversuch

    Bei gesunden Menschen gibt es keine Studie zur sexuellen Lust. Mehr Werbeverhalten zeigten nur weibliche Ratten [4].

  • Stärkere Erektionen

    Einzelbefund, unbestätigt

    Libido & Sexualfunktion · Patienten: Männer mit Erektionsstörung · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Als Nasenspray zusammen mit Sildenafil stärkere Erektion im Labor als Sildenafil allein (19 Männer, Überkreuzstudie des Herstellers) [11]. Eine weitere Studie trägt eine Expression of Concern [12].

  • Hilft beim Abnehmen

    Einzelbefund, unbestätigt

    Energie & Stoffwechsel · Patienten: prämenopausale Frauen mit Adipositas · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Zwei Phase-1-RCTs über 4 bis 16 Tage: −1,3 kg gegenüber Placebo und etwa 400 kcal weniger pro Tag; alle Autoren beim Hersteller [13]. Beleg für „kleine Studien“: in Studie A 30 Frauen unter Bremelanotid bei 1:1-Zuteilung zu Placebo, in Studie B 27 Frauen [13].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Bremelanotid

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Bremelanotid ist ein zyklisches Peptid-Analogon des Neuropeptids α-MSH mit hoher Affinität zum Melanocortin-Rezeptor MC4 [1]. Es aktiviert auch MC3 und weitere Subtypen, bei Ratten und Affen löst es Erektionen aus und aktiviert Neurone im Hypothalamus [2]. Nach einer Übersicht der Entwicklergruppe ist bei therapeutischen Spiegeln MC4 im medialen präoptischen Areal des Hypothalamus der wichtigste Angriffspunkt; Tierversuche deuten darauf hin, dass dort vermehrt Dopamin freigesetzt wird [3]. Bei weiblichen Ratten steigerte Bremelanotid gezielt das Werbeverhalten gegenüber Männchen, ohne Lordose oder allgemeine Bewegungsaktivität zu verändern [4].

In den beiden Zulassungsstudien RECONNECT mit 1267 prämenopausalen Frauen mit verminderter sexueller Appetenz stieg der Lustwert des Fragebogens FSFI gegenüber Placebo um 0,35 Punkte, und die Belastung durch geringe Lust sank um 0,33 Punkte; die Zahl befriedigender sexueller Erlebnisse, der wichtigste sekundäre Endpunkt, änderte sich nicht [5]. Eine unabhängige Reanalyse fand, dass rund 73 % der im Protokoll genannten Endpunkte nicht berichtet wurden, Teilnehmende unter Bremelanotid deutlich häufiger wegen Nebenwirkungen abbrachen (Odds Ratio 11,98) und insgesamt eher Placebo bevorzugten [6]. Die genutzten Fragebögen sind für diese Diagnose kaum validiert, die bis dahin unveröffentlichten Endpunkte zeigten keine bis kleine Effekte [7]. Kritische Fachleute sehen in der Zulassung eine Folge des Präzedenzfalls Flibanserin [8]. Die Studien hat der Hersteller Palatin Technologies mitfinanziert und mitgestaltet [5].

In der offenen Verlängerung über 52 Wochen hatten 40,4 % Übelkeit, 20,6 % Hitzegefühl und 12,0 % Kopfschmerzen [9]. Über das gesamte Entwicklungsprogramm hinweg traten kleine, vorübergehende Blutdruckanstiege und, bei täglicher Anwendung über bis zu 16 Tage, bei mehr als einem Drittel fleckige Hyperpigmentierungen auf [10]. Bei Männern mit Erektionsstörungen verstärkte Bremelanotid als Nasenspray die Wirkung von Sildenafil in einer kleinen Überkreuzstudie [11]; eine weitere Studie zu Männern, bei denen Sildenafil versagt hatte, trägt inzwischen einen Bedenkenshinweis der Zeitschrift (Expression of Concern) [12]. Bei Frauen mit Adipositas senkte es in zwei kurzen Phase-1-Studien des Herstellers die Kalorienaufnahme und das Gewicht [13]. Auf dem Schwarzmarkt für Bodybuilder wird Bremelanotid zusammen mit Melanotan II angeboten und wurde in beschlagnahmten Proben nachgewiesen [14].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Melanocortin-Rezeptor MC4RezeptorAgonisthohe Affinität; bei therapeutischen Spiegeln wichtigster Subtyp Tierversuch[1][3]
Melanocortin-Rezeptor MC3RezeptorAgonist Labor[2]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopamin↑ · Dopaminfreisetzung im medialen präoptischen Areal vermutet (Tierversuche)[3]
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechsel↓ · Kalorienaufnahme um etwa 400 kcal pro Tag gesenkt (zwei kurze RCTs, Frauen mit Adipositas, Hersteller)[13]
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Subkutan (unter die Haut) · Autoinjektor bei Bedarf (zugelassene Form)

    Selbst angewendete Spritze bei Bedarf [1]. Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit hier nicht verifiziert.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Intranasal (Nase) · Nasenspray (frühe Entwicklung)

    In frühen Studien bei Männern als Nasenspray geprüft [2][11]; die zugelassene Form ist die Spritze.[2][11]

    Mensch, randomisiert

  • Subkutan (unter die Haut) · Pulverampullen vom Schwarzmarkt

    In beschlagnahmten Proben aus dem Bodybuilding-Schwarzmarkt nachgewiesen, oft zusammen mit Melanotan II; Reinheit nicht quantifiziert [14].

    Labor

Studien am Menschen

  • RECONNECT: zwei Zulassungsstudien

    zwei RCTs, doppelblind, placebokontrolliert · Patienten: prämenopausale Frauen mit HSDD · n = 1267 · 24 Wochen

    Gemessen: FSFI-Lustwert, Belastung (FSDS-DAO Frage 13), befriedigende sexuelle Erlebnisse

    Ergebnis: Lust +0,35, Belastung −0,33 gegenüber Placebo; befriedigende Erlebnisse unverändert.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Reanalyse auf Basis der FDA-Unterlagen

    Metaanalyse der beiden Phase-3-Studien · Patienten: prämenopausale Frauen mit HSDD

    Gemessen: Abbrüche, Präferenz, Berichtsvollständigkeit

    Ergebnis: Abbruch wegen Nebenwirkungen OR 11,98; 72,7 % der Protokoll-Endpunkte nicht berichtet.[6]

    Mensch, randomisiert

  • Offene Verlängerung

    offen, unkontrolliert · Patienten: prämenopausale Frauen mit HSDD · n = 684 · 52 Wochen

    Gemessen: Sicherheit, Lust- und Belastungswerte

    Ergebnis: Übelkeit 40,4 %, Hitzegefühl 20,6 %; nur 272 schlossen ab.[9]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Kombination mit Sildenafil

    randomisiert, Überkreuz, placebokontrolliert · Patienten: Männer mit Erektionsstörung · n = 19 · Einzelgaben

    Gemessen: Erektion im Labor (RigiScan)

    Ergebnis: Stärkere Erektion als mit Sildenafil allein.[11]

    Mensch, randomisiert

  • Körpergewicht bei Adipositas

    zwei RCTs, doppelblind, Phase 1 · Patienten: prämenopausale Frauen mit Adipositas · 4 bis 16 Tage

    Gemessen: Gewicht, Kalorienaufnahme

    Ergebnis: −1,3 kg gegenüber Placebo nach 16 Tagen; etwa 400 kcal weniger pro Tag.[13]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Übelkeit und Therapieabbrüche

    Übelkeit bei 40 % gegenüber 1,3 % mit Placebo, häufigster Abbruchgrund [10]; Abbrüche wegen Nebenwirkungen deutlich häufiger als unter Placebo (Odds Ratio 11,98) [6].

    Mensch, randomisiert

  • Blutdruckanstieg

    Kleine, vorübergehende, aber signifikante Anstiege in der 24-Stunden-Messung; Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Risiko [10].

    Mensch, randomisiert

  • Fleckige Hyperpigmentierung

    Selten bei Anwendung wie vorgesehen, aber bei mehr als einem Drittel nach bis zu 16 täglichen Gaben in Folge [10].

    Mensch, randomisiert

  • Schwarzmarktprodukte

    Wird ohne Zulassung im Bodybuilding-Schwarzmarkt gehandelt, häufig zusammen mit Melanotan II [14].

    Labor

Wechselwirkungen

  • Indometacin und Naltrexon: Bremelanotid senkte die Plasmaspiegel beider Wirkstoffe; weitere geprüfte Wechselwirkungen waren klinisch nicht bedeutsam [10].
  • Sildenafil: Verstärkte Erektion bei gemeinsamer Gabe, ohne neue Nebenwirkungen in einer kleinen Studie [11].

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • widerlegt

    „Bremelanotid ist das „Viagra für Frauen““

    Es wirkt nicht auf die Durchblutung, sondern über Melanocortin-Rezeptoren im Gehirn [1][3], und es erhöhte die Zahl befriedigender sexueller Erlebnisse nicht [5].

  • teilweise belegt

    „Bremelanotid steigert die Lust deutlich“

    Statistisch signifikant, aber klein (+0,35 Punkte) und mit kaum validierten Fragebögen gemessen [5][7].

  • nicht belegt

    „Bremelanotid wirkt auch bei gesunden Menschen als Aphrodisiakum“

    Keine Studie bei Gesunden; nur Tierdaten [4].

  • teilweise belegt

    „Bremelanotid ist gut verträglich“

    Meist leichte bis mittlere Beschwerden [10], aber Übelkeit bei 40 % und deutlich mehr Abbrüche [6][9].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Subkutan bei Bedarf (zugelassene Form) [1]; in frühen Studien auch intranasal [11].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Nicht verifiziert.
Weg ins Gehirn
Nach subkutaner Gabe aktiviert es Hirnregionen im Hypothalamus (Ratte) [2][4].

Rechtlicher Status

Deutschland
Keine Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
EU
Keine EU-Zulassung bekannt; nicht in Registern geprüft.
USA
2019 von der FDA zugelassen für prämenopausale Frauen mit erworbener, generalisierter Störung mit verminderter sexueller Appetenz (HSDD), als Spritze bei Bedarf [1].

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Bringt Bremelanotid einen Nutzen, den Betroffene im Alltag spüren, etwa mehr befriedigende sexuelle Erlebnisse?
  • Welcher Melanocortin-Subtyp vermittelt die Hyperpigmentierung und den Blutdruckanstieg?
  • Wie sicher ist die Anwendung außerhalb der Zulassung, etwa bei Männern oder nach den Wechseljahren?

Referenzen

  1. Dhillon S, Keam SJ. Bremelanotide: first approval. Drugs. 2019;79(14):1599–606. doi:10.1007/s40265-019-01187-w · PubMed
  2. Molinoff PB, Shadiack AM, Earle D, Diamond LE, Quon CY. PT-141: a melanocortin agonist for the treatment of sexual dysfunction. Ann N Y Acad Sci. 2003;994:96–102. doi:10.1111/j.1749-6632.2003.tb03167.x · PubMed
  3. Pfaus JG, Sadiq A, Spana C, Clayton AH. The neurobiology of bremelanotide for the treatment of hypoactive sexual desire disorder in premenopausal women. CNS Spectr. 2022;27(3):281–9. doi:10.1017/S109285292100002X · PubMed
  4. Pfaus JG, Shadiack A, Van Soest T, Tse M, Molinoff P. Selective facilitation of sexual solicitation in the female rat by a melanocortin receptor agonist. Proc Natl Acad Sci U S A. 2004;101(27):10201–4. doi:10.1073/pnas.0400491101 · PubMed
  5. Kingsberg SA, Clayton AH, Portman D, Williams LA, Krop J, Jordan R, et al. Bremelanotide for the treatment of hypoactive sexual desire disorder: two randomized phase 3 trials. Obstet Gynecol. 2019;134(5):899–908. doi:10.1097/AOG.0000000000003500 · PubMed
  6. Spielmans GI. Re-analyzing phase III bremelanotide trials for “hypoactive sexual desire disorder” in women. J Sex Res. 2021;58(9):1085–105. doi:10.1080/00224499.2021.1885601 · PubMed
  7. Spielmans GI, Ellefson EM. Small effects, questionable outcomes: bremelanotide for hypoactive sexual desire disorder. J Sex Res. 2024;61(4):540–61. doi:10.1080/00224499.2023.2175192 · PubMed
  8. Mintzes B, Tiefer L, Cosgrove L. Bremelanotide and flibanserin for low sexual desire in women: the fallacy of regulatory precedent. Drug Ther Bull. 2021;59(12):185–8. doi:10.1136/dtb.2021.000020 · PubMed
  9. Simon JA, Kingsberg SA, Portman D, Williams LA, Krop J, Jordan R, et al. Long-term safety and efficacy of bremelanotide for hypoactive sexual desire disorder. Obstet Gynecol. 2019;134(5):909–17. doi:10.1097/AOG.0000000000003514 · PubMed
  10. Clayton AH, Kingsberg SA, Portman D, Sadiq A, Krop J, Jordan R, et al. Safety profile of bremelanotide across the clinical development program. J Womens Health (Larchmt). 2022;31(2):171–82. doi:10.1089/jwh.2021.0191 · PubMed
  11. Diamond LE, Earle DC, Garcia WD, Spana C. Co-administration of low doses of intranasal PT-141, a melanocortin receptor agonist, and sildenafil to men with erectile dysfunction results in an enhanced erectile response. Urology. 2005;65(4):755–9. doi:10.1016/j.urology.2004.10.060 · PubMed
  12. Expression of concern: Safarinejad MR, Hosseini SY. Salvage of sildenafil failures with bremelanotide: a randomized, double-blind, placebo controlled study. J Urol. 2023. doi:10.1097/JU.0000000000003117 · PubMed
  13. Spana C, Jordan R, Fischkoff S. Effect of bremelanotide on body weight of obese women: data from two phase 1 randomized controlled trials. Diabetes Obes Metab. 2022;24(6):1084–93. doi:10.1111/dom.14672 · PubMed
  14. Mestria S, Odoardi S, Frison G, Strano Rossi S. LC-HRMS characterization of the skin pigmentation and sexual enhancers melanotan II and bremelanotide sold on the black market of performance and image enhancing drugs. Drug Test Anal. 2021;13(4):876–82. doi:10.1002/dta.2986 · PubMed
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-23. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Alle Abstracts über PubMed (XML) gelesen, DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py abgeglichen.
  • Kernzahlen an Abstracts: FDA-Zulassung, MC4-Affinität [1]; MC3/MC4, Erektionen bei Ratte und Affe, c-Fos [2]; MC4 im mPOA, Dopamin (Tier) [3]; Solicitation ohne Lordose-Effekt [4]; n = 1267, +0,35/−0,33 [5]; OR 11,98, 72,72 % unberichtet, Placebo-Präferenz OR 0,30 [6]; Validität, 8 von 11 Endpunkten unveröffentlicht [7]; „bremelanotide to none“ zusätzliche befriedigende Erlebnisse [8]; n = 684/272, Übelkeit 40,4 % [9]; 3500 Personen, Übelkeit 40,0 vs. 1,3 %, Hyperpigmentierung, Blutdruck, Indometacin/Naltrexon [10]; n = 19 [11]; −1,3 kg, ≈ 400 kcal [13]; Schwarzmarktproben [14].
  • Im Volltext (PMC6819021): befriedigende sexuelle Erlebnisse 0,0 vs. −0,1 (p = 0,63); Sponsor Palatin „had a role in the design, execution, analysis, reporting“ [5].
  • Interessenkonflikte: [5][9] von Palatin und AMAG finanziert; [3][13] mit Herstellermitarbeitenden; [8] keine Interessenkonflikte.
  • ClinicalTrials.gov: 10 Einträge zu „bremelanotide“ (23.10.2026), 6 von Palatin; kein Eintrag von „Hudson Biotech“.
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Stärkere Erektionen“: kleine_studien – [11] 19 (die Studie hinter [12] trägt wegen der Expression of Concern nicht); herstellerfinanziert – [11] Affiliation Palatin Technologies. „Hilft beim Abnehmen“: kleine_studien – [13] Studie A 30 unter Bremelanotid (1:1 gegen Placebo), Studie B 27; herstellerfinanziert – COI: Jordan und Spana bei Palatin beschäftigt, Fischkoff damals ebenfalls.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Hilft beim Abnehmen“: [13] Studie A „27 of 30 bremelanotide subjects“ bei 1:1-Zuteilung, Studie B „15 of 27 subjects“.

Nicht verifiziert

  • Status in Deutschland und der EU nicht in Registern geprüft.
  • Pharmakokinetik (Bioverfügbarkeit, Halbwertszeit): nur in der Fachinformation, keine Peer-Review-Quelle gefunden.
  • Inhalt der Expression of Concern [12] (kein Abstract); die zugehörige Originalstudie (J Urol 2008, PMID 18206919) wird deshalb nicht als Beleg verwendet.
  • Welcher Rezeptor die Hyperpigmentierung vermittelt (oft MC1 genannt), nicht mit Quelle belegt.
  • Dopingstatus nicht geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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