Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Hebt die Stimmung und senkt Stress bei Gesunden

    uneinheitlich

    Stimmung & Stress · gesund · Mensch, randomisiert

    Tragend für die Population „gesund“ ist die Studie an 135 gesunden Erwachsenen: kein Effekt auf Wohlbefinden, Angst oder Emotionsregulation in der Gesamtgruppe, positiv nur eine Untergruppe mit günstigem Lebensstil [2]. Die Erstpublikation fand bessere Werte auf mehreren Belastungsskalen und ein niedrigeres freies Cortisol im Urin [10]. Die zweite Nullstudie an 79 Erwachsenen (Effektstärken 0,07–0,16) wurde ausdrücklich in einer Population mit gedrückter Stimmung durchgeführt (Auswahl nach mindestens mittelgradigen Stimmungswerten) und zählt deshalb eher zum Versprechen für Patienten [1]. Alle drei Studien wurden mit Produkten des Herstellers durchgeführt.

  • Lindert Depression als Zusatz zur üblichen Behandlung

    uneinheitlich

    Stimmung & Stress · Patienten: Depression · Mensch, randomisiert

    Positiv: Beck-Score stärker gesenkt als unter Placebo und Präbiotikum (p = 0,042) [11], dazu ein Anstieg des Serum-BDNF in der Post-hoc-Analyse derselben Kohorte [12]; in einer offenen Pilotstudie an zehn Personen besserten sich die Depressionswerte, allerdings ohne Kontrollgruppe [15]. Negativ: In PRO-DEMET (n = 116) gab es keinen Vorteil im Depressionsscore (p = 0,45), nur bei einem sekundären Maß [3]; in einer Studie an 79 Menschen mit gedrückter Stimmung unterschied sich kein einziges Maß von Placebo [1]. Die indische Pilotstudie an älteren Menschen zählt hier nicht mit, weil sie keine Stammbezeichnungen nennt; ihr Ergebnis steht im Text [13].

  • Verbessert den Schlaf bei stressbedingten Schlafstörungen

    kein Nutzen

    Schlaf · Patienten: Insomniesymptome bei Arbeitsstress · Mensch, randomisiert kleine StudienJede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.vom Hersteller finanziertAlle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

    Der primäre Endpunkt, die Insomnieschwere nach zwölf Wochen, unterschied sich nicht von Placebo (p = 0,82); beide Gruppen verbesserten sich gleich stark. Besser war nur der sekundäre Endpunkt PHQ-9 für depressive Symptome. Vier Autorinnen und Autoren sind beim Hersteller angestellt [14]. Beleg für „kleine Studien“: 70 Teilnehmende [14].

  • Lindert stressbedingte Magen-Darm-Beschwerden

    Einzelbefund, unbestätigt

    Verdauung & Darm · gesund · Mensch, randomisiert Studien widersprechen sichDie Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

    In einer randomisierten Studie an Freiwilligen mit Stresssymptomen gingen Bauchschmerzen und Übelkeit zurück, andere körperliche und psychische Symptome nicht [4]. Eine Replikation an Tänzerinnen fand nach zwölf Wochen keine Besserung der Magen-Darm-Symptome nach Rom-IV-Fragebogen, allerdings bei sehr kleiner Gruppengröße [16].

kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.

Studien widersprechen sich: Die Studien, auf denen das Ergebnis beruht, zeigen in verschiedene Richtungen: Mindestens eine fand einen Effekt, mindestens eine keinen oder den gegenteiligen.

vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.

Wirkweise

Evidenzkarte: Bifidobacterium longum R0175 + Lactobacillus helveticus R0052

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Die Zubereitung enthält zwei Stämme des Herstellers Lallemand Health Solutions bzw. des Institut Rosell (Montreal): Lactobacillus helveticus R0052, bei der französischen Sammlung CNCM als I-1722 hinterlegt, und Bifidobacterium longum R0175, dort I-3470 [1]. Verkauft wird sie unter Handelsnamen wie Cerebiome [2], Probio'Stick und Sanprobi Stress; letzteres nennt die Stämme „Rosell-52“ und „Rosell-175“ [3]. In der ersten Stressstudie von 2008 wurde R0052 noch als „Lactobacillus acidophilus Rosell-52“ geführt [4]; die Artbestimmung wurde später zu Lactobacillus helveticus korrigiert, einem Namen, den die Neuordnung der Gattung Lactobacillus unverändert gelassen hat [5]. Die Studien prüfen immer beide Stämme gemeinsam, deshalb ist dies ein Kombinationsprofil: Für keinen der beiden Stämme allein gibt es eine Humanstudie.

Der Mechanismus stammt aus Nagerversuchen und ist entsprechend Stufe 2. Bei Mäusen unter chronischem Vermeidungsstress dämpfte eine Vorbehandlung die Antwort der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und des autonomen Nervensystems, verringerte die cFos-Expression in mehreren Hirnregionen, erhielt die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus und stellte die Dichtigkeit der Tight Junctions wieder her; ein Kontrollstamm wirkte nicht [6]. In einem Vergleich an gestressten Mäusen senkte nur die Kombination die viszerale Überempfindlichkeit, während die Einzelstämme uneinheitlich blieben; parallel stieg die mRNA des Glucocorticoid-Rezeptors in Hypothalamus, Hippocampus und präfrontalem Cortex, was als verbesserte negative Rückkopplung der Stressachse gedeutet wird [7]. Bei Ratten nach Herzinfarkt verringerte die Kombination depressionsartiges Verhalten und normalisierte die erhöhte Darmdurchlässigkeit [8]; bei Ratten nach Lipopolysaccharid-Gabe senkte sie Apoptosemarker im Hippocampus (Bax/Bcl-2-Verhältnis, gespaltene Caspase-3) [9]. Eine Übertragung dieser Befunde auf den Menschen wird hier nicht unterstellt.

Bei Gesunden ist die Datenlage widersprüchlich. In der Erstpublikation besserten sich nach 30 Tagen mehrere Skalen psychischer Belastung (HSCL-90, HADS) und das freie Cortisol im Urin sank gegenüber Placebo [10]; die Teilnehmerzahl steht nicht im Abstract. Zwei spätere, größere Studien fanden nichts: In einer doppelblinden Studie an 79 Erwachsenen mit gedrückter Stimmung unterschieden sich weder Stimmungsmaße noch Entzündungsmarker oder BDNF von Placebo (Effektstärken 0,07–0,16), und die Erstautorin erhielt Forschungsmittel des Herstellers [1]. In einer Studie an 135 gesunden Erwachsenen gab es über die Gesamtgruppe keinen Effekt auf Wohlbefinden, Angst oder Emotionsregulation; positiv war nur eine Wechselwirkung mit einem Lebensstil-Score, also eine Untergruppenanalyse [2]. Das Studienprodukt stammte vom Hersteller.

Bei Patienten mit Depression ist das Bild ebenfalls gemischt. In einer iranischen Studie mit drei Armen (Probiotikum, Galacto-Oligosaccharid, Placebo) sank der Beck-Depressions-Score unter dem Probiotikum stärker als unter Placebo und Präbiotikum (p = 0,042), und das Kynurenin-Tryptophan-Verhältnis nahm nach Adjustierung ab [11]; die Stammbezeichnungen stehen nicht in dieser Primärpublikation, sondern erst in der späteren Post-hoc-Analyse derselben Kohorte, in der auch das Serum-BDNF in der Probiotikumgruppe stieg [12]. In der polnischen PRO-DEMET-Studie an 116 Personen mit Depression war der Depressionsscore insgesamt nicht besser als unter Placebo (p = 0,45); häufiger war lediglich das Erreichen einer klinisch bedeutsamen Veränderung, ein sekundäres Maß [3]. Eine Pilotstudie an 58 älteren Menschen mit Depression berichtete insgesamt niedrigere Werte in der Probiotikumgruppe, sowohl auf der Montgomery-Åsberg-Depressionsskala (F = 12,7; p = 0,001) als auch im Angstfragebogen GAD-7 (F = 10,7; p = 0,002), während die Gruppe-Zeit-Wechselwirkungen nicht signifikant waren und über 24 Wochen mehr als die Hälfte der Teilnehmenden ausfiel; die Autoren sprechen von „modest overall advantages“. Die Arbeit nennt nur „Lactobacillus helveticus“ und „Bifidobacterium longum“ ohne Stammbezeichnung und ist deshalb nach der Stammregel kein Beleg für diese Kombination, sondern nur Zusammenhang [13]. Eine Studie an 70 Erwachsenen mit Schlafstörungen und Arbeitsstress verfehlte den primären Endpunkt Insomnieschwere (p = 0,82); der PHQ-9 verbesserte sich gegenüber Placebo [14]. Dazu kommt eine offene Pilotstudie ohne Kontrollgruppe an zehn unbehandelten Menschen mit Major Depression, in der sich die Depressionswerte nach vier und acht Wochen verbesserten und die subjektive Schlafqualität nach acht Wochen; ohne Vergleichsgruppe ist das Stufe 3, und der Seniorautor erhielt unter anderem Forschungsmittel des Herstellers [15]. Zu Magen-Darm-Beschwerden unter Alltagsstress gibt es den älteren Befund, dass Bauchschmerzen und Übelkeit zurückgingen, während psychische Symptome und Schlafprobleme unverändert blieben [4]. Eine randomisierte Studie an Tänzerinnen fand nach zwölf Wochen eine Verschiebung des Stuhlmetaboloms, aber keine Besserung der Magen-Darm-Symptome nach Rom-IV-Fragebogen; ausgewertet wurden nur 16 Personen (5 gegenüber 11) [16]. Eine explorative Auswertung derselben Studienreihe an 15 Tänzerinnen fand nach zwölf Wochen keine Unterschiede bei Anandamid, Lipopolysaccharid, Zytokinen und Stressbewältigung [17]. An beiden Arbeiten sind ein Anteilseigner und Beschäftigte eines Probiotikaanbieters beteiligt.

Zur Besiedlung dieser Kombination gibt es keine eigenen Daten. Die häufig zitierte offene Studie an 30 Gesunden prüfte ein Präparat mit fünf Stämmen (R0052 und R0175 zusammen mit Lacticaseibacillus paracasei HA-108, Bifidobacterium breve HA-129 und Streptococcus thermophilus HA-110) und ist damit kein Beleg für die Zweierkombination, sondern Zusammenhang: Die Stämme erschienen ein bis zwei Tage nach Beginn im Stuhl; R0052 und zwei weitere Stämme waren nach dem Absetzen etwa drei bis sechs Tage nachweisbar, R0175 in der Untergruppe mit mittlerer Transitzeit im Mittel rund 8,5 Tage und bei 6 von 13 Personen mindestens 15 Tage. Alle Autorinnen und Autoren des Herstellers sind dort angestellt [18]. Das passt zu dem allgemeinen Befund, dass die Besiedlung der Darmschleimhaut individuell ist und Stuhlnachweise nichts über die Schleimhaut sagen [19]. Rechtlich sind die Stämme nicht in der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel geführt [20], und die einzige zugelassene EU-Angabe zu lebenden Kulturen betrifft Joghurtkulturen und die Lactoseverdauung [21]. Fallberichte zu Bakteriämien mit Laktobazillen betreffen fast ausschließlich Menschen mit schweren Grunderkrankungen; die EFSA sah 2026 keinen Anlass, den QPS-Status der Laktobazillen-Arten zu ändern [22].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (Corticosteron, CRF im Nucleus paraventricularis)Hormonachsenegativer Modulator Tierversuch[6][7]
Glucocorticoid-Rezeptor (Hypothalamus, Hippocampus, präfrontaler Cortex)RezeptorExpression ↑ Tierversuch[7]
Tight-Junction-Komplex der DarmbarriereStrukturExpression ↑ Tierversuch[6][8]
Kynurenin-Weg (Kynurenin-Tryptophan-Verhältnis im Serum)SignalwegHemmer Mensch, randomisiert[11]
BDNF im SerumSonstigesSpiegel ↑ Mensch, randomisiert[12]
Bax/Bcl-2 und Caspase-3 im HippocampusSignalwegHemmer Tierversuch[9]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophine↑ · Serum-BDNF in einer Post-hoc-Analyse einer randomisierten Studie gestiegen; in einer anderen randomisierten Studie unverändert[1][12]
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativunklar · Interleukin-6, TNF-α und Interleukin-1β bei Menschen mit gedrückter Stimmung unverändert; Entzündungs- und Apoptosemarker nur im Nagermodell gesenkt[1][9]
  • Stressachse↓ · Nager: gedämpfte Corticosteron- und CRF-Antwort; Mensch: freies Cortisol im Urin in einer randomisierten Studie gesenkt, in späteren Studien nicht erneut geprüft[6][7][10]
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Darmbarrieremoduliert · Tight-Junction-Proteine und Darmdurchlässigkeit bei gestressten Mäusen und Ratten nach Herzinfarkt normalisiert; beim Menschen nicht belegt[6][8]
  • Mikrobiomkeine Daten
  • Kurzkettige Fettsäurenkeine Daten
  • Gallensäurenkeine Daten
  • Darmhormonekeine Daten
  • Darm-Hirn-Achsemoduliert · Kynurenin-Tryptophan-Verhältnis bei Depression gesenkt (adjustiert); Vagus- und Verhaltensbefunde nur Nager[7][11]
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselkeine Daten
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · gefriergetrocknete Stämme in Sachet oder Kapsel

    Zur Zweierkombination selbst gibt es keine Nachweisdaten. In einer offenen Studie mit einem Präparat aus fünf Stämmen waren die zugeführten Stämme ein bis zwei Tage nach Beginn im Stuhl nachweisbar und nach dem Absetzen je nach Stamm wenige Tage bis mehr als zwei Wochen [18]. Ein Nachweis im Stuhl sagt nichts über die Schleimhautbesiedlung [19].

    Mensch, nicht randomisiert

Studien am Menschen

  • Psychische Belastung bei Gesunden (Erstpublikation)

    doppelblind, placebokontrolliert, randomisiert, parallel · gesund · 30 Tage

    Gemessen: HSCL-90, HADS, Perceived Stress Scale, freies Cortisol im Urin

    Ergebnis: Mehrere Skalen und das freie Cortisol im Urin besser als Placebo; Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt.[10]

    Mensch, randomisiert

  • Gedrückte Stimmung

    doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert · Patienten: gedrückte Stimmung ohne Psychopharmaka · n = 79 · 8 Wochen

    Gemessen: Stimmung, Stress, Angst, Entzündungsmarker, BDNF

    Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo auf irgendeinem Maß (Effektstärken 0,07–0,16); Herstellerfinanzierung.[1]

    Mensch, randomisiert

  • Wohlbefinden und Angst bei Gesunden

    randomisiert, placebokontrolliert · gesund · n = 135 · 4 Wochen

    Gemessen: Wohlbefinden, Lebensqualität, Emotionsregulation, Angst, Achtsamkeit

    Ergebnis: Kein Effekt in der Gesamtgruppe; positiv nur in der Untergruppe mit hohem Lebensstil-Score.[2]

    Mensch, randomisiert

  • Depression, drei Arme mit Präbiotikum

    doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert · Patienten: Major Depression · n = 110 · 8 Wochen

    Gemessen: Beck-Depressions-Inventar (primär), Kynurenin-Tryptophan-Verhältnis

    Ergebnis: Beck-Score stärker gesenkt als Placebo und Präbiotikum (p = 0,042); 81 Personen beendeten die Studie. Stammbezeichnungen erst in der Post-hoc-Publikation.[11]

    Mensch, randomisiert

  • PRO-DEMET, Depression mit und ohne metabolisches Syndrom

    doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert, zwei Arme · Patienten: depressive Störung · n = 116 · 60 Tage

    Gemessen: Depressionsscore im Verlauf (fünf Messzeitpunkte)

    Ergebnis: Kein Vorteil gegenüber Placebo (p = 0,45); häufiger eine klinisch bedeutsame Veränderung als sekundäres Maß. Ausgeprägte Stoffwechselstörungen gingen mit geringerer Besserung einher.[3]

    Mensch, randomisiert

  • Schlafstörungen bei Arbeitsstress

    doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert, parallel · Patienten: leichte bis mittlere Insomniesymptome · n = 70 · 12 Wochen

    Gemessen: Insomnia Severity Index (primär), psychische Symptome, Schlafqualität

    Ergebnis: Primärer Endpunkt verfehlt (p = 0,82); PHQ-9 besser als Placebo (p = 0,05). Autorinnen und Autoren beim Hersteller.[14]

    Mensch, randomisiert

  • Stressbedingte Magen-Darm-Symptome

    doppelblind, randomisiert, placebokontrolliert · gesund (mit Stresssymptomen) · 3 Wochen

    Gemessen: stressbedingte körperliche und psychische Symptome

    Ergebnis: Bauchschmerzen und Übelkeit gingen zurück, andere Symptome und Schlafprobleme nicht. Stamm damals als „L. acidophilus Rosell-52“ bezeichnet.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Magen-Darm-Symptome und Stuhlmetabolom bei Tänzerinnen

    randomisiert, placebokontrolliert · gesund (Tänzerinnen) · n = 16 · 12 Wochen

    Gemessen: Stuhlmetabolom, Magen-Darm-Symptome (Rom IV)

    Ergebnis: Verschiebung des Stuhlmetaboloms, keine Besserung der Symptome; sehr kleine Gruppen (5 gegen 11).[16]

    Mensch, randomisiert

  • Nachweis und Persistenz im Stuhl (Präparat mit fünf Stämmen)

    offen, einarmig; geprüft wurde ein Präparat mit fünf Stämmen, nicht die Zweierkombination · gesund · n = 30 · 2 Wochen Einnahme, davor und danach je 4 Wochen Auswaschen

    Gemessen: Nachweis der Stämme im Stuhl, Gesamttransitzeit

    Ergebnis: Nachweis ein bis zwei Tage nach Beginn; R0052 und zwei weitere Stämme etwa drei bis sechs Tage nach dem Absetzen nachweisbar, R0175 in der Untergruppe mit mittlerer Transitzeit im Mittel rund 8,5 Tage und bei 6 von 13 Personen mindestens 15 Tage. Kein Beleg für die Zweierkombination; Autorinnen und Autoren beim Hersteller angestellt.[18]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Offene Pilotstudie bei Major Depression

    offen, einarmig, ohne Kontrollgruppe · Patienten: unbehandelte Major Depression · n = 10 · 8 Wochen

    Gemessen: klinische Depressionsskalen, Schlafqualität, Verträglichkeit

    Ergebnis: Depressionswerte nach 4 und 8 Wochen besser als zu Beginn, subjektive Schlafqualität nach 8 Wochen; keine Nebenwirkungen. Ohne Kontrollgruppe keine Aussage zur Wirksamkeit; Forschungsmittel unter anderem vom Hersteller.[15]

    Mensch, nicht randomisiert

  • Endocannabinoide und Entzündungsmarker bei Tänzerinnen

    randomisiert, placebokontrolliert, explorativ · gesund (Tänzerinnen) · n = 15 · 12 Wochen

    Gemessen: Anandamid (primär), Lipopolysaccharid, TNF-α, Interleukin-1β, Interleukin-10, Stressbewältigung

    Ergebnis: Keine signifikanten Gruppenunterschiede in irgendeinem Maß; sehr kleine Gruppen (5 gegenüber 10). Anteilseigner und Beschäftigte eines Probiotikaanbieters unter den Autorinnen und Autoren.[17]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Bakteriämie bei schwerer Grunderkrankung

    Die EFSA fasste 2026 Fallberichte zu Bakteriämien mit Laktobazillen zusammen: Sie betrafen fast ausschließlich Menschen mit schweren systemischen Erkrankungen oder Frühgeborene; der QPS-Status der betroffenen Arten blieb unverändert. Ein Bezug zum jeweils eingenommenen Probiotikum war meist nicht gesichert [22].

    Mensch, nicht randomisiert

  • Herstellernahe Datenlage

    Fast alle Humanstudien wurden mit Produkten des Herstellers durchgeführt; Beschäftigte des Herstellers sind in der Schlafstudie Mitautorinnen und Mitautoren [14], in der Nullstudie zu gedrückter Stimmung bestand eine Forschungsförderung [1], und in den beiden Arbeiten zu Tänzerinnen ist ein Autor Anteilseigner eines Probiotikaanbieters, zwei weitere sind dort angestellt [16][17]. In PRO-DEMET erklären die Autorinnen und Autoren dagegen keine Interessenkonflikte; finanziert wurde die Studie von der Medizinischen Universität Lodz, Verum und Placebo stellte der Anbieter [3]. Das ist bei der Bewertung aller Befunde zu berücksichtigen.

    Keine Daten

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • nicht belegt

    „Die Stämme siedeln sich dauerhaft im Darm an“

    Zu dieser Zweierkombination gibt es keine Persistenzdaten. Die oft zitierte offene Studie prüfte ein Präparat mit fünf Stämmen; dort war R0175 bei 6 von 13 Personen einer Untergruppe mindestens 15 Tage nach dem Absetzen nachweisbar, bei anderen Stämmen waren es wenige Tage [18]. Die Besiedlung der Darmschleimhaut ist individuell und meist vorübergehend, und Stuhlnachweise sagen nichts über die Schleimhaut [19].

  • nicht belegt

    „Was für Bifidobacterium longum oder Lactobacillus helveticus allgemein gilt, gilt auch für diese Stämme“

    Wirkungen von Darmbakterien sind stammspezifisch. Im direkten Vergleich an gestressten Mäusen wirkte nur die Kombination zuverlässig, die Einzelstämme nicht [7]. Studien mit anderen Stämmen derselben Arten sind kein Beleg für diese Zubereitung.

  • teilweise belegt

    „Dies ist das am besten untersuchte Psychobiotikum“

    Zu dieser Kombination gibt es mehr randomisierte Studien mit psychischen Endpunkten als zu anderen Zubereitungen. „Am besten untersucht“ heißt aber nicht „wirksam“: Die größeren Studien an Gesunden und PRO-DEMET bei Depression blieben ohne Gruppenunterschied [1][2][3].

  • nicht belegt

    „Magensäurestabil, also wirksamer“

    Überlebensfähigkeit im Magen ist kein klinischer Endpunkt. Der Stuhlnachweis stammt aus einer offenen Studie mit einem Präparat aus fünf Stämmen [18] und sagt nichts über Stimmung oder Stress; in PRO-DEMET war die Zunahme der zugeführten Stämme im Stuhl messbar, ohne dass der Depressionsscore besser war [3].

Rechtlicher Status

Deutschland
nicht verifiziert (AMIce/PharmNet und Marktstatus nicht geprüft); eine Einordnung als Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel wird hier nicht getroffen.
EU
Kein Eintrag zu Lactobacillus, Lacticaseibacillus, Lactiplantibacillus oder Bifidobacterium-Stämmen in der konsolidierten Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, Stand 10.08.2026 [20]; die Art Bifidobacterium bifidum erscheint dort nur als Enzymquelle bei der Herstellung von Galacto-Oligosacchariden. Die einzige nach VO (EU) Nr. 432/2012 zugelassene Angabe zu lebenden Mikroorganismen betrifft Joghurtkulturen und die Lactoseverdauung, nicht diese Stämme [21]. Ob „probiotisch“ als gesundheitsbezogene Angabe zulässig ist, wurde nicht geprüft. Bifidobacterium longum (Synonym B. infantis) gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission als nicht neuartig (POL-NF-09426, Abruf 26.10.2026) [23]; Lactobacillus helveticus gilt laut Novel-Food-Katalog der Kommission als nicht neuartig (POL-NF-09444, Abruf 26.10.2026) [24]. Die Einträge gelten auf Artebene, nicht für den Stamm; der Katalog ist eine Orientierungshilfe der Kommission, kein Rechtsakt. In der QPS-Liste der EFSA (Fassung vom 17.09.2026) steht Bifidobacterium longum mit der Qualifikation, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen; ebenso Lactobacillus helveticus mit der Qualifikation, dass die Stämme keine erworbenen Resistenzgene gegen klinisch relevante antimikrobielle Wirkstoffe tragen sollen [25]. QPS bewertet die Art, nicht den Stamm.
USA
nicht verifiziert
Andere Länder
nicht verifiziert

Verwandte Substanzen

Bestandteil
im Präparat enthaltener Einzelstamm bzw. im Synbiotikum enthaltenes Präbiotikum

Offene Fragen

  • Wirkt einer der beiden Stämme allein beim Menschen? Bisher ist nur die Kombination geprüft.
  • Warum fand die Erstpublikation einen Effekt auf Stimmung und Cortisol, die beiden größeren Nachfolgestudien an Gesunden aber nicht?
  • Gibt es eine unabhängige, nicht vom Hersteller finanzierte Studie mit ausreichender Teilnehmerzahl und einem psychischen Hauptendpunkt?
  • Ist der Kynurenin-Befund bei Depression reproduzierbar, und hat er klinische Folgen?

Referenzen

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  2. Morales-Torres R, Carrasco-Gubernatis C, Grasso-Cladera A, Cosmelli D, Parada FJ, Palacios-García I. Psychobiotic effects on anxiety are modulated by lifestyle behaviors: a randomized placebo-controlled trial on healthy adults. Nutrients. 2023;15(7):1706. doi:10.3390/nu15071706 · PubMed
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  15. Wallace CJK, Milev RV. The efficacy, safety, and tolerability of probiotics on depression: clinical results from an open-label pilot study. Front Psychiatry. 2021;12:618279. doi:10.3389/fpsyt.2021.618279 · PubMed
  16. Wiącek J, Skonieczna-Żydecka K, Łoniewski I, Styburski D, Kaczmarczyk M, Karolkiewicz J. A randomized controlled trial evaluating the effects of a probiotic containing Lactobacillus helveticus R0052 and Bifidobacterium longum R0175 on gastrointestinal symptoms and metabolomic profiles in female dancers. Int J Mol Sci. 2025;26(12):5823. doi:10.3390/ijms26125823 · PubMed
  17. Wiącek J, Skonieczna-Żydecka K, Łoniewski I, Deli CK, Fatouros IG, Jamurtas AZ, et al. Lactobacillus helveticus R0052 and Bifidobacterium longum R0175 supplementation: an exploratory, randomized, placebo-controlled trial of endocannabinoid and inflammatory responses in female dancers. Microorganisms. 2025;13(6):1284. doi:10.3390/microorganisms13061284 · PubMed
  18. Tremblay A, Auger J, Alyousif Z, Calero SEC, Mathieu O, Rivero-Mendoza D, et al. Total transit time and probiotic persistence in healthy adults: a pilot study. J Neurogastroenterol Motil. 2023;29(2):218–28. doi:10.5056/jnm22031 · PubMed
  19. Zmora N, Zilberman-Schapira G, Suez J, Mor U, Dori-Bachash M, Bashiardes S, et al. Personalized gut mucosal colonization resistance to empiric probiotics is associated with unique host and microbiome features. Cell. 2018;174(6):1388–1405.e21. doi:10.1016/j.cell.2018.08.041 · PubMed
  20. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810); abgerufen am 24.10.2026.
  21. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. Konsolidierte Fassung vom 17.05.2021 (CELEX 02012R0432-20210517); abgerufen am 24.10.2026.
  22. EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ), Allende A, Alvarez-Ordóñez A, Bortolaia V, Bover-Cid S, De Cesare A, et al. Update of the list of qualified presumption of safety (QPS) recommended microbiological agents intentionally added to food or feed as notified to EFSA 23: suitability of taxonomic units notified to EFSA until September 2025. EFSA J. 2026;24(1):e9824. doi:10.2903/j.efsa.2026.9824 · PubMed
  23. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Bifidobacterium longum [Datenbank]. POL-NF-09426, letzte Änderung 26.01.2024 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
  24. Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Lactobacillus helveticus [Datenbank]. POL-NF-09444, letzte Änderung 26.01.2024 [zitiert 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
  25. EFSA Panel on Biological Hazards (BIOHAZ). Updated list of QPS-recommended microorganisms for safety risk assessments carried out by EFSA. Appendix E – Updated list of QPS recommended biological agents (Panel Statement 24, Juni 2026), Blätter „QPS List“ und „Excluded from QPS“ [Datensatz]. Zenodo; Version vom 17.09.2026 [zitiert 26.10.2026]. doi:10.5281/zenodo.22812707 doi:10.5281/zenodo.22812707
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Stand: 2026-10-26. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Stammidentität: R0052 = CNCM I-1722, R0175 = CNCM I-3470 im Volltext der Studie von Romijn 2017 (PMC5518919) [1]; Handelsname Cerebiome im Volltext von Morales-Torres 2023 (PMC10096963) [2] und in der Post-hoc-Analyse [12]; „Rosell-52/-175“ und Sanprobi Stress im Volltext von PRO-DEMET (PMC11085729) [3]; frühere Bezeichnung „Lactobacillus acidophilus Rosell-52“ im Abstract von Diop 2008 [4].
  • Zahlen an Abstracts geprüft: Effektstärken 0,07–0,16 und n = 79 [1]; n = 135 [2]; p = 0,45 und n = 116 [3]; p = 0,042, n = 110 und 81 Beendende [11]; p = 0,82 und n = 70 [14]; n = 30 und Persistenz wenige Tage [18]; n = 16 (5 gegen 11) [16].
  • Interessenkonflikte im Volltext bzw. in der COI-Angabe gelesen: Forschungsförderung durch Lallemand Health Solutions [1], Produkte von Rosell-Lallemand [2], Anstellung beim Hersteller [14][18]; in den Tänzerinnenstudien ist ein Autor Anteilseigner des Anbieters Sanprobi und zwei weitere sind dort angestellt [16][17].
  • PRO-DEMET [3] am Volltext geprüft (PMC11085729): „The authors have no competing interests to declare“, Finanzierung durch die Medizinische Universität Lodz, Verum und Placebo von Sanprobi, und ausdrücklich „we decided to perform a two-arm study“. Die früheren Angaben „Zuwendungen von Sanprobi“ und „vier Arme“ waren falsch und sind korrigiert.
  • Persistenzstudie [18] am Abstract geprüft: Das Präparat enthielt fünf Stämme (R0052, HA-108, HA-129, R0175, HA-110); R0175 hielt sich in der Untergruppe mit mittlerer Transitzeit im Mittel rund 8,5 Tage, bei 6 von 13 Personen mindestens 15 Tage. Die Studie zählt deshalb nicht für Stufe und Systeme dieser Kombination.
  • PRODG [13] am Abstract geprüft: Gesamtwerte in der Probiotikumgruppe niedriger (MADRS F = 12,7, p = 0,001; GAD-7 F = 10,7, p = 0,002), Gruppe-Zeit-Wechselwirkungen nicht signifikant, Abbruchrate über 50 %, keine Stammbezeichnungen. Die Darstellung als rein negative Studie ist korrigiert; die Referenz ist aus den refs des Versprechens entfernt.
  • Population der Nullstudie [1]: Der Abstract nennt ausdrücklich eine nach gedrückter Stimmung ausgewählte Stichprobe („sample selected for low mood“, mindestens mittelgradige Werte). Sie ist deshalb dem Patientenversprechen zugeordnet.
  • Rechtsstatus: konsolidierte Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810) über Cellar abgerufen und durchsucht – 0 Treffer für Lactobacillus, Lacticaseibacillus, Lactiplantibacillus und für Bifidobacterium-Stämme [20]. Konsolidierte Fassung der VO (EU) Nr. 432/2012 durchsucht: 0 Treffer für „probiotisch“, einzige Angabe zu lebenden Kulturen betrifft Joghurtkulturen und Lactoseverdauung [21].
  • Nomenklatur: Lactobacillus helveticus und Bifidobacterium longum sind laut LPSN (abgerufen am 24.10.2026) gültige, korrekte Namen; die Neuordnung der Gattung Lactobacillus hat L. helveticus nicht umbenannt [5].
  • Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Verbessert den Schlaf bei stressbedingten Schlafstörungen“: kleine_studien – [14] 70; herstellerfinanziert – COI: vier Autorinnen/Autoren bei Lallemand Health Solutions beschäftigt, Lallemand an Design, Durchführung und Auswertung beteiligt. „Lindert stressbedingte Magen-Darm-Beschwerden“: inkonsistent – [4] weniger Bauchschmerz und Übelkeit, [16] „No improvement in gastrointestinal symptoms“. kleine_studien nicht gesetzt: Fallzahl von [4] im Abstract nicht genannt.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Schlaf“: [14] „Seventy participants“.
  • 26.10.2026, Folgearbeit Bogen 2 (Prüfbericht E-20, Block E; eigener Abruf): Novel-Food-Katalog über die Backend-Schnittstelle der Kommission (979 Einträge) abgerufen, Statustexte auf der öffentlichen Katalogseite gegengelesen: POL-NF-09426 „Bifidobacterium longum“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD, letzte Änderung 26.01.2024); POL-NF-09444 „Lactobacillus helveticus“ (Teil „Whole“, NOT_NOVEL_IN_FOOD, letzte Änderung 26.01.2024). EFSA-QPS-Liste (Zenodo, doi:10.5281/zenodo.22812707, Version 17.09.2026, Panel Statement 24) heruntergeladen und im aktuellen Blatt „QPS List“ bzw. „Excluded from QPS“ gelesen, nicht im ausgeblendeten alten Blatt „QPS_list“. Slug, name und Artnamen nicht geändert, deshalb keine LPSN-Abfrage.

Nicht verifiziert

  • Teilnehmerzahl der Erstpublikation [10] und der Studie von 2008 [4]: in den Abstracts nicht genannt, Volltexte nicht frei zugänglich.
  • Die Begleitpublikation Messaoudi et al., Gut Microbes 2011 (PMID 21983070), hat in PubMed und Europe PMC keinen Abstract; sie wurde deshalb nicht verwendet.
  • PRODG [13] nennt nur „L. helveticus“ und „B. longum“ ohne Stammbezeichnung (Produkt von Genprotic Biopharma, Indien). Die Studie ist deshalb kein stammgenauer Beleg und zählt nicht für die Evidenzstufe.
  • Arzneimittelstatus in Deutschland (AMIce/PharmNet) nicht geprüft.
  • Ob „probiotisch“ in der EU eine zulassungspflichtige gesundheitsbezogene Angabe ist, wurde nicht geprüft.
  • Zum deutschen Rechts- und Marktstatus wurde kein Beleg gefunden; status.deutschland steht deshalb auf „nicht verifiziert“.
  • Teilnehmerzahl der offenen Pilotstudie [15] ist dem Abstract entnommen (zehn Personen); die vollständige Förderliste steht nur in der COI-Angabe, die Herstellerbeteiligung ist dort als Forschungsmittel an den Seniorautor beschrieben.
  • 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Fallzahl von [4] nicht ermittelbar (siehe oben). kleine_studien für „Lindert stressbedingte Magen-Darm-Beschwerden“ deshalb nicht gesetzt.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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