Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.
Versprechen im Check
Verlängert das Überleben nach einer Darmkrebsoperation
kleiner NutzenMetaanalyse von drei japanischen RCTs (1094 Personen): Gesamtüberleben Risikoverhältnis 0,71, Fünfjahresüberleben 79,0 % gegenüber 72,2 %; einzeln war nur eine Studie signifikant (Volltext) [6]. Cochrane 2022: kleiner Effekt nach fünf Jahren mit geringer Vertrauenswürdigkeit (RR 1,08); dieser Wert beruht auf drei Studien mit 1094 Personen wie in [6] und ist keine unabhängige Bestätigung (Volltexte) [8]. Netzwerk-Metaanalyse positiv; ob sie dieselben Darmkrebsstudien enthält, wurde nicht geprüft [9]. Die Vergleichstherapien sind veraltet; eine neuere Phase-2-Studie fand keinen signifikanten Unterschied [11]. Bereich nach dem betroffenen Organ (K6).
Verlängert das Überleben nach einer Magenkrebsoperation
kleiner NutzenMetaanalyse von acht japanischen RCTs (8009 Personen): Hazard Ratio 0,88 (0,79–0,98), in den drei Studien mit der besten Qualität 0,78 (Volltext) [7]. Kombiniert wurde mit damals üblicher Chemotherapie; Studien mit heutigem Standard wurden für Magenkrebs nicht gefunden. Bereich nach dem betroffenen Organ (K6).
Lindert Nebenwirkungen der Chemotherapie
uneinheitlichCochrane 2022: kein Effekt auf Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen (RR 1,03; 703 Personen); weniger Neutropenie in drei kleinen Studien (RR 0,41; 133 Personen), für Mundschleimhautbeschwerden, Übelkeit, Durchfall und Erschöpfung schlossen die Konfidenzintervalle keinen Effekt aus; Vertrauenswürdigkeit sehr gering [8]. Laut Volltext verwendeten alle sieben Studien des Reviews PSK; Abstract und Volltext (PMC) geprüft.
Hilft bei Lungenkrebs
uneinheitlichSystematischer Review ohne Metaanalyse: sechs RCTs und fünf nicht randomisierte Studien, neun Berichte nur auf Japanisch; Verbesserungen bei Immunwerten, Allgemeinzustand und Überleben, aber widersprüchliche Ergebnisse bei Symptomen und medianem Überleben (nur Abstract geprüft) [10].
Stärkt das Immunsystem gesunder Menschen
nicht untersuchtAlle gefundenen Humanstudien betreffen Krebskranke unter Chemotherapie [6][7][8][9][10]; die Immunbefunde stammen aus Mausversuchen und Zellkultur [4][5].[4][5][6][7][8][9][10]
Wirkweise
Evidenzkarte: PSK (Polysaccharid-K, Krestin)
PSK ist ein aus dem Pilz Trametes versicolor (früher Coriolus versicolor) gewonnenes Polysaccharid-Präparat, das überwiegend aus Glucan mit etwa 25 % fest gebundenem Protein besteht [1]. Es wird aus kultiviertem Myzel isoliert und gereinigt, hat eine mittlere Molekülmasse um 100 000 und enthält je nach Angabe 18–38 % Protein [2]. Gewonnen wird es aus dem Stamm CM-101; das verwandte PSP stammt aus dem Stamm COV-1 und unterscheidet sich in den Zuckerbausteinen [3]. PSK ist damit ein definiertes, isoliertes Präparat und nicht dasselbe wie Pulver aus Fruchtkörper oder Myzel, das als Turkey Tail verkauft wird; Studien mit PSK zählen nicht für das Pilzpulver.
In Mausversuchen wirkte PSK als Agonist am Toll-like-Rezeptor 2 (TLR2): Es aktivierte dendritische Zellen und T-Zellen, und die Hemmung des Tumorwachstums nach oraler Gabe hing von CD8+-T-Zellen, NK-Zellen und TLR2 ab [4]. In Zellversuchen ging die TLR2-Wirkung auf einen Lipidbestandteil zurück, während das lösliche β-Glucan über Dectin-1 in Makrophagen und dendritische Zellen aufgenommen wurde [5]. Nach oraler Gabe von radioaktiv markiertem PSK erschienen bei Ratten je nach Zeitpunkt klein- und großmolekulare Bestandteile im Serum [1]. Ob und wie viel beim Menschen aufgenommen wird, ist nicht untersucht (nicht gefunden).
Die klinische Evidenz stammt fast ausschließlich aus Japan. Eine Metaanalyse von drei zentral randomisierten Studien mit 1094 Personen nach kurativer Darmkrebsoperation fand mit PSK zusätzlich zur Chemotherapie ein längeres Gesamtüberleben (Risikoverhältnis 0,71; 95-%-KI 0,55–0,90) und krankheitsfreies Überleben (0,72); nach fünf Jahren lebten 79,0 % gegenüber 72,2 %. Einzeln war nur eine der drei Studien signifikant [6]. Für Magenkrebs ergab eine Metaanalyse von acht RCTs mit 8009 Personen eine Hazard Ratio von 0,88 (0,79–0,98) [7]. Der Abstract dieser Arbeit setzt PSK mit OK-432 gleich; laut Volltext sind es zwei verschiedene Präparate, OK-432 ist ein Streptokokkenpräparat [7]. Ein Cochrane-Review von 2022, in dem laut Volltext alle sieben Studien PSK verwendeten, bewertet den Überlebensvorteil nach fünf Jahren bei Darmkrebs als klein und von geringer Vertrauenswürdigkeit (Risikoverhältnis 1,08; 1,01–1,15) und den Effekt auf Nebenwirkungen der Chemotherapie als sehr unsicher [8]. Der Cochrane-Wert beruht auf drei Studien mit 1094 Personen, also auf derselben Studien- und Personenzahl wie die Metaanalyse oben; beide Arbeiten enthalten dieselben drei älteren japanischen Studien. Eine unabhängige Bestätigung ist er damit nicht [6][8]. Eine Netzwerk-Metaanalyse von 23 RCTs mit 10 684 Personen fand längeres Überleben ohne mehr Nebenwirkungen; die Autorinnen und Autoren erklären keine Interessenkonflikte [9]. Ein systematischer Review zu Lungenkrebs fand sechs RCTs und fünf nicht randomisierte Studien, darunter neun Berichte nur auf Japanisch, mit teils widersprüchlichen Ergebnissen [10].
Übertragbarkeit: Die Studien der Metaanalysen kombinierten PSK vor allem mit Mitomycin C und oralen Fluoropyrimidinen; der Cochrane-Review betont, dass diese Regime nicht der heutigen Praxis entsprechen [6][8]. Neuere Studien mit aktuellerer Chemotherapie zeigen keinen gesicherten Vorteil: In einer randomisierten Phase-2-Studie (186 Personen) unterschied sich das krankheitsfreie Überleben nach drei Jahren mit und ohne PSK zu UFT/Leucovorin nicht signifikant [11]. UFT mit PSK war UFT mit Leucovorin nicht nachweislich gleichwertig (krankheitsfreies Überleben nach drei Jahren 72,1 % gegenüber 82,3 %, 357 Personen) [12]. Eine Phase-3-Studie, die UFT mit PSK gegen alleinige Operation beim Rektumkarzinom prüfte, wurde wegen schleppender Rekrutierung nach 111 Personen abgebrochen; das krankheitsfreie Überleben war unter UFT mit PSK nicht signifikant schlechter [13]. Die beiden letzten Studien trennen den Beitrag von PSK nicht von dem des Begleitmedikaments.
Rechtsstatus: In AMVV Anlage 1 steht kein Eintrag zu PSK [14], im EMA-Arzneimittelexport ebenfalls nicht [15]. Der Novel-Food-Katalog führt nur den Pilz Trametes versicolor als „not yet authorised novel food“, kein eigenes PSK [16]. In Japan wurde die Herstellung des Präparats laut Cochrane-Review im September 2017 eingestellt [8].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Toll-like-Rezeptor 2 (TLR2) | Rezeptor | Agonist | Antitumorwirkung bei TLR2-Knockout-Mäusen aufgehoben; aktiver Bestandteil eine Lipidfraktion (Zellkultur) | Tierversuch[4][5] |
| Dectin-1 | Rezeptor | Bindung (β-Glucan-Fraktion) | Aufnahme des markierten β-Glucans durch Anti-Dectin-1-Antikörper gehemmt (Makrophagen- und DC-Zelllinien) | Labor[5] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- Endocannabinoide
- Autophagie · Seneszenz
- ImmunsystemTLR2-abhängige Aktivierung von dendritischen Zellen, CD8+-T- und NK-Zellen bei Mäusen; β-Glucan-Aufnahme über Dectin-1 in Zellkultur[4][5]
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · isoliertes Polysaccharid-Präparat
In den klinischen Studien oral gegeben; bei Ratten erschienen nach Gabe von radioaktiv markiertem PSK klein- und großmolekulare Bestandteile im Serum [1]. Humandaten zur Aufnahme nicht gefunden.
Tierversuch
Studien am Menschen
Metaanalyse Darmkrebs nach kurativer Resektion
Gemessen: Gesamt- und krankheitsfreies Überleben
Ergebnis: Gesamtüberleben RR 0,71 (0,55–0,90), krankheitsfreies Überleben 0,72 (0,58–0,90); nur eine Einzelstudie signifikant.[6]
Mensch, randomisiert
Metaanalyse Magenkrebs nach kurativer Resektion
Gemessen: Gesamtüberleben
Ergebnis: HR 0,88 (0,79–0,98), keine signifikante Heterogenität; Sensitivitätsanalyse HR 0,78.[7]
Mensch, randomisiert
Cochrane-Review Darmkrebs (alle sieben Studien mit PSK)
Gemessen: Nebenwirkungen, Überleben
Ergebnis: Fünfjahresüberleben RR 1,08 (1,01–1,15; geringe Vertrauenswürdigkeit); Wirkung auf Nebenwirkungen sehr unsicher.[8]
Mensch, randomisiert
Netzwerk-Metaanalyse Magen-Darm-Tumoren
Gemessen: Gesamt- und krankheitsfreies Überleben, Nebenwirkungen
Ergebnis: Überleben nach 1–5 Jahren signifikant länger, keine Zunahme der Nebenwirkungen.[9]
Mensch, randomisiert
UFT/Leucovorin mit oder ohne PSK
Gemessen: krankheitsfreies Überleben nach 3 Jahren
Ergebnis: 72,5 % ohne PSK, 82,2 % und 74,2 % mit PSK; kein signifikanter Unterschied.[11]
Mensch, randomisiert
UFT mit PSK gegen UFT mit Leucovorin
Gemessen: krankheitsfreies Überleben nach 3 Jahren
Ergebnis: 72,1 % mit PSK gegenüber 82,3 % mit Leucovorin; Nichtunterlegenheit nicht gezeigt.[12]
Mensch, randomisiert
UFT mit PSK gegen alleinige Operation beim Rektumkarzinom
Gemessen: krankheitsfreies Überleben
Ergebnis: Nach 5 Jahren 65,1 % mit UFT und PSK gegenüber 77,2 % nach alleiniger Operation (p = 0,102); Gesamtüberleben ähnlich.[13]
Mensch, randomisiert
Systematischer Review Lungenkrebs
Gemessen: Immunwerte, Symptome, Überleben
Ergebnis: Überwiegend positive, teils widersprüchliche Ergebnisse; keine Metaanalyse.[10]
Mensch, randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Magen-Darm-Beschwerden
Laut einer Übersichtsarbeit (Erstautor mit Honoraren und Forschungsmitteln des Herstellers) wurden wenige Nebenwirkungen berichtet, meist Magen-Darm-Beschwerden, keine Knochenmark-, Leber- oder Nierenschäden [2]. Die Netzwerk-Metaanalyse fand keine Zunahme der Nebenwirkungen [9].
Mensch, randomisiert
Ersatz einer Standardtherapie
UFT mit PSK war UFT mit Leucovorin nicht nachweislich gleichwertig [12], und beim Rektumkarzinom war das krankheitsfreie Überleben unter UFT mit PSK nicht signifikant schlechter als nach alleiniger Operation [13]. PSK ist kein Ersatz für eine leitliniengerechte Krebstherapie; Fragen dazu gehören in die onkologische Behandlung.
Mensch, randomisiert
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- widerlegt
„PSK ist dasselbe wie Turkey-Tail-Pulver“
PSK wird aus dem kultivierten Myzel des Stamms CM-101 isoliert und gereinigt [2][3]; Pulver aus Fruchtkörper oder Myzel ist ein anderes Präparat mit eigener, sehr dünner Studienlage.
- teilweise belegt
„PSK ist in Japan ein zugelassenes Krebsmedikament“
Eine Übersichtsarbeit beschreibt die Zulassung 1976 und die Neubewertung 1989, nach der PSK nur in Kombination mit Chemotherapie für bestimmte Indikationen zugelassen ist; ihr Erstautor erklärt Honorare und Forschungsmittel des Herstellers [2]. Laut Cochrane-Review wurde die Herstellung in Japan im September 2017 eingestellt [8]; ob die Zulassung fortbesteht, wurde nicht im japanischen Register geprüft.
- teilweise belegt
„PSK aktiviert das Immunsystem über TLR2“
In Mausversuchen und Zellkultur gezeigt, einschließlich TLR2-Knockout-Mäusen [4][5]; beim Menschen nicht untersucht.
- nicht belegt
„PSK verlängert das Überleben auch zusammen mit heutiger Chemotherapie“
Die positiven Metaanalysen beruhen auf älteren Regimen [6][8]; neuere Studien fanden keinen signifikanten Vorteil oder trennen den Beitrag von PSK nicht ab [11][12][13].
- widerlegt
„PSK ist frei von Nebenwirkungen“
Selten, aber berichtet sind vor allem Magen-Darm-Beschwerden [2]; schwere Nebenwirkungen nahmen in den RCTs nicht zu [9].
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Ratte: nach oraler Gabe radioaktiv markierten PSK erschienen klein- und großmolekulare Bestandteile im Serum [1]; beim Menschen nicht untersucht (nicht gefunden).
- Halbwertszeit
- Nicht verifiziert.
- Abbau
- Nicht verifiziert.
- Weg ins Gehirn
- Nicht untersucht.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Kein Eintrag in AMVV Anlage 1 (Suche nach „Polysacch“, „Coriolus“, „Trametes“, „Krestin“; Abruf 25.10.2026) [14]. Nationale Zulassung (AMIce) nicht abgefragt; Status als Lebensmittel nicht verifiziert.
- EU
- Kein Eintrag im EMA-Arzneimittelexport (Stand 24.10.2026) [15]. Der Novel-Food-Katalog hat keinen eigenen Eintrag zu PSK; der Pilz Trametes versicolor (Teil „Whole“) gilt dort als „not yet authorised novel food“ (POL-NF-00751). Ob das isolierte PSK davon erfasst ist, ist nicht verifiziert [16].
- USA
- Nicht verifiziert.
- Andere Länder
- Japan: laut einer Übersichtsarbeit 1976 zugelassen und seit 1977 im Einsatz; nach einer Neubewertung 1989 zugelassen in Kombination mit Chemotherapie zur Verlängerung des Überlebens nach Resektion eines Magen- bzw. kolorektalen Karzinoms und zur Verlängerung der Remission beim kleinzelligen Lungenkarzinom. Der Erstautor erklärt Honorare und Forschungsmittel des Herstellers [2]. Laut Cochrane-Review wurde die Herstellung des Präparats in Japan im September 2017 eingestellt [8]; ob die Zulassung fortbesteht, ist nicht verifiziert.
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Verlängert PSK das Überleben, wenn es zu einer heute üblichen Chemotherapie gegeben wird?
- Wie viel PSK wird beim Menschen aufgenommen, und welcher Bestandteil wirkt?
- Besteht die japanische Zulassung von PSK nach der Einstellung der Herstellung 2017 fort?
Referenzen
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- Ng TB. A review of research on the protein-bound polysaccharide (polysaccharopeptide, PSP) from the mushroom Coriolus versicolor (Basidiomycetes: Polyporaceae). Gen Pharmacol. 1998;30(1):1-4. doi:10.1016/s0306-3623(97)00076-1 · PubMed
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- Okuno K, Aoyama T, Oba K, Yokoyama N, Matsuhashi N, Kunieda K, et al. Randomized phase III trial comparing surgery alone to UFT + PSK for stage II rectal cancer (JFMC38 trial). Cancer Chemother Pharmacol. 2018;81(1):65-71. doi:10.1007/s00280-017-3466-7 · PubMed
- Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung – AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5), zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). Bundesministerium der Justiz [Internet]. Abgerufen am 25.10.2026. Verfügbar unter: https://www.gesetze-im-internet.de/amvv/anlage_1.html
- European Medicines Agency. Medicines output – medicines JSON report: Suche nach „Krestin“, „Coriolus“, „Trametes“ und „polysaccharide-k“ ohne Treffer [Internet]. Amsterdam: EMA; Zeitstempel 24.10.2026 [abgerufen 25.10.2026]. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/medicines-output-medicines_json-report_en.json
- Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue: Trametes versicolor (L.) Lloyd [Datenbank]. POL-NF-00751 [zitiert 25.10.2026]. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search
Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- DOIs über Crossref und PMIDs über PubMed (Prüfskript).
- Am Abstract: Tsukagoshi 1984 (Glucan mit etwa 25 % gebundenem Protein, Ratte mit markiertem PSK) [1]; Ng 1998 (CM-101 und COV-1) [3]; Lu 2011 (TLR2, Knockout-Mäuse, CD8+ und NK) [4]; Quayle 2015 (Lipid als TLR2-Agonist, β-Glucan über Dectin-1) [5]; Fritz 2015 [10]; Ogawa 2024 (186 Personen, 72,5 %, 82,2 %, 74,2 %, nicht signifikant) [11]; Miyake 2018 (357 Personen, 72,1 % gegenüber 82,3 %) [12]; Okuno 2018 (111 Personen, Abbruch, 65,1 % gegenüber 77,2 %, p = 0,102; Vergütung eines Mitautors durch Pharmaunternehmen erklärt) [13].
- Im Volltext (PMC): Maehara 2012 (Myzel, Molekülmasse um 100 000, 18–38 % Protein, Zulassung 1976, Einsatz seit 1977, Neubewertung 1989 mit den genannten Indikationen, Nebenwirkungen vor allem gastrointestinal; Erklärung zu Honoraren und Forschungsmitteln des Herstellers) [2]; Sakamoto 2006 (Stamm CM-101, drei Studien, nur eine einzeln signifikant, 79,0 % gegenüber 72,2 %; gefördert vom EBM-Zentrum der Universität Kyoto und einer gemeinnützigen Organisation) [6]; Oba 2007 (acht RCTs, 8009 Personen, Sensitivitätsanalyse HR 0,78; PSK und OK-432 im Volltext als getrennte Präparate; „no funding sources“) [7]; Ma 2017 (Abstract, Erklärung ohne Interessenkonflikte) [9].
- Im Volltext (PMC9707730): Cochrane 2022 (7 RCTs, 1569 Personen; RR 1,03, 0,41, 1,08; „The intervention in all seven studies was described as polysaccharide-Krestin (PSK)“; Fünfjahresüberleben aus drei Studien mit 1094 Personen; eingeschlossen sind im Review u. a. Mitomi 1992, Ohwada 2004 und Ito 2004; Sakamoto 2006 analysiert laut Volltext (PMC11030578) dieselben drei Studien, Ohwada dort über eine Publikation derselben Fälle; Herstellung von Krestin in Japan seit September 2017 eingestellt, im Review mit einer Herstellermitteilung belegt, die hier nicht selbst geprüft wurde) [8].
- AMVV Anlage 1 (gesetze-im-internet.de, Stand Änderung vom 19.05.2026, Abruf 25.10.2026), Volltext durchsucht: kein Treffer für „Polysacch“, „Coriolus“, „Trametes“, „Krestin“, „Pilz“, „Glucan“ [14].
- EMA-Arzneimittelexport (Zeitstempel 24.10.2026, 2754 Einträge): kein Treffer für Krestin, Coriolus, Trametes, „polysaccharide-k“ [15].
- Novel-Food-Katalog (Backend-API, 25.10.2026): kein Eintrag zu PSK oder Krestin; POL-NF-00751 Trametes versicolor „Whole“ mit Status NOT_YET_AUTHORISED_NOVEL_FOOD [16].
- KEGG DRUG D08755 nennt „Coriolus versicolor polysaccharide; Krestin (TN)“ ohne Zulassungsangaben; eine Suche nach dem japanischen Handelsnamen in KEGG MEDICUS (Stand 21.10.2026) ergab keinen Treffer bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. KEGG ist kein amtliches Register; daraus wird kein Marktstatus abgeleitet.
Nicht verifiziert
- Fortbestand der Zulassung in Japan nach der Einstellung der Herstellung 2017 (PMDA nicht abgefragt; die Einstellung ist nur über den Cochrane-Review belegt).
- Nationale Zulassung in Deutschland (AMIce nicht abgefragt) und Status als Lebensmittel.
- Volltexte von Fritz 2015 und der neueren japanischen Studien; ob die Netzwerk-Metaanalyse [9] dieselben Darmkrebsstudien wie [6] enthält; welche drei Studien genau in den Cochrane-Fünfjahreswert eingehen (Forest-Plot nicht ausgewertet, Studien- und Personenzahl stimmen mit [6] überein).
- Pharmakokinetik beim Menschen (keine Studie gefunden).
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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