Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten.

Versprechen im Check

  • Wirkt dank Phospholipidform stärker als Fischöl

    nicht untersucht

    Herz & Gefäße · gesund · Keine Daten

    Bereich Herz & Gefäße, weil Krillöl vor allem dafür beworben wird. Kein klinischer Vergleich mit Fischöl gefunden; die Aufnahmevergleiche sind Marker und stehen als eigenes Versprechen (K3, K4).

  • Hebt den Omega-3-Index stärker als Fischöl (nur Marker)

    uneinheitlich

    Herz & Gefäße · gesund · Mensch, randomisiert

    Nur Marker. Stärkerer Anstieg in einer kleinen Überkreuzstudie mit Herstellerbeteiligung und Astaxanthin nur im Krillöl [2]; kein signifikanter Unterschied bei gleicher Menge über vier Wochen [3] und laut Abstract vergleichbarer Anstieg über zwölf Wochen bei etwas höherer Krillöl-Menge, ohne berichteten Test zwischen den Gruppen [4]; gleiche Plasmaspiegel bei geringerer Menge [5].

  • Senkt erhöhte Triglyceride (nur Marker)

    Einzelbefund, unbestätigt

    Herz & Gefäße · Patienten: grenzwertig hohe oder hohe Triglyceride · Mensch, randomisiert

    Nur Marker. Eine Herstellerstudie mit nachträglich zusammengelegten Gruppen: −10,2 % gegenüber Olivenöl [8]. Die CaPre-Studie prüfte eine andere Zubereitung und zählt nicht [9].

  • Hilft bei Gelenkschmerzen

    kein Nutzen

    Knochen & Gelenke · Patienten: Kniearthrose mit deutlichen Schmerzen und Gelenkerguss · Mensch, randomisiert

    Multizentrische, doppelblinde RCT mit 262 Personen: kein Unterschied zu Placebo in den Knieschmerzen über 24 Wochen (−0,3 Punkte; 95-%-KI −6,9 bis 6,4) [10].

Wirkweise

Evidenzkarte: Krillöl

Jede Linie steht für einen publizierten Befund; Linienstil und Farbe zeigen, woher er stammt. Der Filter blendet schwächere Evidenzstufen aus. Quellen: siehe Referenzen.

Krillöl wird aus antarktischem Krill gewonnen; die Unionsliste unterscheidet ein Öl mit 35 bis unter 60 % Phospholipiden von einem phospholipidreichen Öl mit mindestens 60 % und schreibt die Bezeichnung als Lipidextrakt aus einem Krebstier vor [1]. Fischöl ist dagegen ein triglyceridbasiertes Öl; aus der Phospholipidbindung wird eine bessere Aufnahme abgeleitet [2]. Krillöl enthält außerdem den Farbstoff Astaxanthin, der in Vergleichsstudien nur im Krillölarm vorkam [2][3].

Die Vergleiche mit Fischöl sind widersprüchlich. In einer doppelblinden Überkreuzstudie mit 24 Gesunden stieg der Omega-3-Index mit Krillöl stärker als mit gleich viel natürlichem Triglycerid-Fischöl; zwei Mitglieder des Autorenteams waren beim Krillöl-Hersteller angestellt und entwarfen Studie und Protokoll [2]. In einer doppelblinden RCT mit 66 Gesunden und gleicher EPA- und DHA-Menge unterschieden sich Krillöl, Fischöl-Triglyceride und Fischöl-Ethylester nach vier Wochen nicht signifikant; hier waren die Autorinnen und Autoren beim Hersteller der Fischöle angestellt [3]. Über zwölf Wochen stieg der Omega-3-Index mit Krill-, Fisch- und Calanusöl laut Abstract vergleichbar stark, bei nicht ganz gleichen EPA- und DHA-Mengen (mit Krillöl etwas mehr als mit Fischöl); einen Test zwischen den Gruppen nennt der Abstract nicht (Arbeitsgruppe der Leibniz Universität Hannover; Finanzierung nicht geprüft) [4]. Bei 113 Personen erreichte Krillöl ähnliche Plasmaspiegel wie Fischöl, obwohl es nur 63 % der EPA- und DHA-Menge enthielt; das Krillöl stammte vom Hersteller, bei dem auch zwei Personen aus der Autorenschaft beschäftigt waren [5]. In einem Vergleich von Handelsprodukten in den vom Hersteller angegebenen Mengen lag Krillöl am Ende, allerdings bei der kleinsten EPA- und DHA-Menge; finanziert hat ihn ein Hersteller von Fischöl-Konzentraten [6]. Eine Übersicht reiht Phospholipide nach freien Fettsäuren auf Platz zwei, betont aber, dass Unterschiede bei Daueranwendung oft verschwinden [7].

Klinische Daten mit Krillöl selbst betreffen Blutfette und Gelenke. Bei 300 Erwachsenen mit grenzwertig hohen oder hohen Triglyceriden sanken diese nach zwölf Wochen in einer gepoolten Auswertung aller Krillöl-Gruppen um 10,2 % stärker als unter Olivenöl; die Gruppen wurden wegen großer Schwankungen nachträglich zusammengelegt, mehrere Mitglieder des Autorenteams waren beim Hersteller tätig [8]. Bei Gesunden blieben die Blutfette unverändert [2][5]. Ein Arzneimittelkandidat aus Krillöl mit Phospholipiden und freien Fettsäuren (CaPre) senkte bei sehr hohen Triglyceriden diese um 10,9 Prozentpunkte stärker als Placebo; er ist eine andere Zubereitung und zählt nicht für Krillöl [9]. Bei 262 Menschen mit Kniearthrose und Gelenkerguss linderte Krillöl über 24 Wochen die Knieschmerzen nicht (Unterschied −0,3 Punkte auf einer 100-Punkte-Skala); der Hersteller stellte Prüfpräparat und Placebo, hatte laut Publikation aber keinen Einfluss auf Planung und Auswertung [10].

Angriffspunkte

ZielTypWirkungKennwertEvidenz
Phospholipide der Erythrozytenmembran (Omega-3-Index)StrukturBindungstärkerer Anstieg als mit Fischöl in einer Studie, gleicher Anstieg in drei weiteren Mensch, randomisiert[2][3][4]
Triglyceride im SerumSonstigesHemmer−10,2 % gegenüber Olivenöl bei erhöhten Werten (gepoolte Auswertung, Herstellerstudie); bei Gesunden unverändert Mensch, randomisiert[5][8]

Wirkprofil

Welche Botenstoffsysteme die Substanz nach heutiger Datenlage beeinflusst. ↑ verstärkt, ↓ gedämpft, ≈ moduliert, ○ kein Effekt; Punkte = Evidenzstufe.

  • Dopaminkeine Daten
  • Noradrenalinkeine Daten
  • Serotoninkeine Daten
  • Acetylcholinkeine Daten
  • Glutamat · AMPAkeine Daten
  • Glutamat · NMDAkeine Daten
  • GABAkeine Daten
  • Histaminkeine Daten
  • Orexinkeine Daten
  • Adenosinkeine Daten
  • Opioidekeine Daten
  • Melatoninkeine Daten
  • Neurotrophinekeine Daten
  • Durchblutungkeine Daten
  • Stickstoffmonoxidkeine Daten
  • Energiestoffwechselkeine Daten
  • Insulin · Glukosekeine Daten
  • Entzündung · oxidativkeine Daten
  • Stressachsekeine Daten
  • Testosteron-Achsekeine Daten
  • Endocannabinoidekeine Daten
  • Autophagie · Seneszenzkeine Daten
  • Immunsystemkeine Daten
  • Lipidstoffwechselunklar · Triglyceride bei erhöhten Ausgangswerten in einer Herstellerstudie gesenkt, bei Gesunden unverändert; Omega-3-Index steigt etwa wie mit Fischöl[4][5][8]
  • Gerinnung · Fibrinolysekeine Daten
  • Methylierungkeine Daten

Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit

Wie viel eines Wirkstoffs im Blut oder Zielgewebe ankommt, hängt vom Weg in den Körper und von der Darreichungsform ab. Alle Aufnahmewege erklärt

  • Oral (geschluckt) · Krillöl (Phospholipide)

    Omega-3-Index wie mit Fischöl (gleiche Menge, 4 und 12 Wochen); stärker in einer Herstellerstudie

    Vergleichsstudien widersprüchlich, teils mit Herstellerbeteiligung beider Seiten [2][3][4].[2][3][4]

    Mensch, randomisiert

Studien am Menschen

  • Krillöl gegen natürliches Fischöl

    RCT, doppelblind, Überkreuz, Maisöl als Kontrolle · gesund · n = 24 · je 4 Wochen

    Gemessen: Omega-3-Index, Blutfette

    Ergebnis: Omega-3-Index mit Krillöl stärker erhöht; Triglyceride unverändert; Herstellerbeteiligung (Krillöl), Astaxanthin nur im Krillöl.[2]

    Mensch, randomisiert

  • Krillöl, Fischöl-TG und -Ethylester

    RCT, doppelblind, parallel · gesund · n = 66 · 4 Wochen

    Gemessen: EPA + DHA in Plasma und Erythrozyten

    Ergebnis: Kein signifikanter Unterschied; Herstellerbeteiligung (Fischöl).[3]

    Mensch, randomisiert

  • Krill-, Fisch- und Calanusöl

    RCT, parallel · gesund (jung) · n = 62 · 12 Wochen

    Gemessen: Omega-3-Index

    Ergebnis: Laut Abstract vergleichbarer Anstieg in allen drei Gruppen (Krillöl mit etwas höherer EPA- und DHA-Menge als Fischöl); Test zwischen den Gruppen im Abstract nicht berichtet.[4]

    Mensch, randomisiert

  • Krillöl gegen Fischöl bei unterschiedlicher Menge

    RCT, drei Gruppen mit unbehandelter Kontrolle · gesund (normale oder leicht erhöhte Blutfette) · n = 113 · 7 Wochen

    Gemessen: Blutfette, Oxidations- und Entzündungsmarker, Plasma-Fettsäuren

    Ergebnis: Gleiche Plasmaspiegel trotz 63 % der EPA- und DHA-Menge; keine Unterschiede bei Blutfetten und Markern; Herstellerbeteiligung.[5]

    Mensch, randomisiert

  • Triglyceride bei erhöhten Werten

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert (Olivenöl), fünf Gruppen · Patienten: grenzwertig hohe oder hohe Triglyceride · n = 300 · 12 Wochen

    Gemessen: Nüchtern-Triglyceride

    Ergebnis: −10,2 % gegenüber Placebo in gepoolter Auswertung aller Krillöl-Gruppen; LDL nicht erhöht; Herstellerstudie.[8]

    Mensch, randomisiert

  • Kniearthrose

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, multizentrisch · Patienten: Kniearthrose mit Schmerzen und Erguss-Synovitis · n = 262 · 24 Wochen

    Gemessen: Knieschmerz (VAS)

    Ergebnis: Kein Unterschied (−0,3; 95-%-KI −6,9 bis 6,4); unerwünschte Ereignisse 51 vs. 54 %.[10]

    Mensch, randomisiert

Risiken und Warnhinweise

  • Krebstier als Ausgangsstoff

    Die Unionsliste schreibt die Bezeichnung „Lipidextrakt aus dem Krebstier antarktischer Krill“ vor [1]. Klinische Daten zu allergischen Reaktionen bei Krebstierallergie wurden nicht gefunden.

    Keine Daten

  • LDL-Cholesterin

    In einer kleinen Überkreuzstudie stiegen Gesamt- und LDL-Cholesterin unter Krill- wie unter Fischöl gegenüber Maisöl [2]; in der Triglycerid-Studie stieg LDL gegenüber Olivenöl nicht [8].

    Mensch, randomisiert

  • Verträglichkeit

    In der Arthrose-RCT meldeten 51 % unter Krillöl und 54 % unter Placebo mindestens ein unerwünschtes Ereignis [10]. Vorhofflimmern und Blutungen wurden für Krillöl nicht eigens untersucht.

    Mensch, randomisiert

Faktencheck: verbreitete Behauptungen

  • teilweise belegt

    „Krillöl wird dank Phospholipiden besser aufgenommen als Fischöl“

    Stärkerer Anstieg des Omega-3-Index nur in einer kleinen Herstellerstudie [2]; bei gleicher Menge über vier Wochen kein signifikanter Unterschied [3], über zwölf Wochen bei ähnlicher Menge vergleichbarer Anstieg [4]; Übersicht: Unterschiede verschwinden bei Daueranwendung oft [7].

  • teilweise belegt

    „Weil Krillöl besser aufgenommen wird, reicht eine kleinere Menge für dieselbe Wirkung“

    Gleiche Plasmaspiegel bei 63 % der EPA- und DHA-Menge in einer Herstellerstudie [5]; in einem Produktvergleich in Herstellermengen lag Krillöl dagegen am Ende [6]. Für klinische Wirkungen nicht untersucht.

  • widerlegt

    „Krillöl lindert Gelenkschmerzen bei Arthrose“

    Kein Effekt in einer großen, doppelblinden RCT bei Kniearthrose [10].

Pharmakokinetik

Aufnahme
Plasmaspiegel von EPA und DHA etwa wie mit Fischöl; in einer Studie bei geringerer Menge gleich hoch [3][5].
Halbwertszeit
Nicht verifiziert.
Abbau
Einbau von EPA und DHA in Erythrozytenmembranen über Wochen [4].
Weg ins Gehirn
Für diese Form nicht untersucht.

Rechtlicher Status

Deutschland
Nicht verifiziert.
EU
Neuartiges Lebensmittel: „Öl aus antarktischem Krill (Euphausia superba)“ (Spezifikation Phospholipide ≥ 35 % bis < 60 %) und „Phospholipidreiches Öl aus antarktischem Krill“ (Phospholipide ≥ 60 %) stehen in der konsolidierten Unionsliste, Stand 10.08.2026; vorgeschriebene Bezeichnung „Lipidextrakt aus dem Krebstier antarktischer Krill (Euphausia superba)“. Höchstmengen werden hier nicht wiedergegeben [1]. Für EPA und DHA ist eine gesundheitsbezogene Angabe zur Herzfunktion zugelassen; sie gilt den Fettsäuren, nicht der Form [11].
USA
Nicht verifiziert.

Zugelassene EU-Angaben

EU-Claim zugelassen Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe ist eine rechtliche Aussage über den Nährstoff, nicht über diese Form, und keine Evidenzstufe. Die Studienlage zu dieser Form steht davon getrennt beim Hauptversprechen und unter „Studien am Menschen“.

  • „tragen zu einer normalen Herzfunktion bei“

    Nährstoff
    Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure (EPA/DHA)
    Rechtsgrundlage
    VO (EU) Nr. 432/2012[11]
    Einordnung
    rechtlich zulässig, bei Gesunden für diese Form nicht untersucht

Verwandte Substanzen

Offene Fragen

  • Trägt das Astaxanthin im Krillöl zu Unterschieden in Vergleichsstudien bei?
  • Gibt es unabhängige Studien, die bei gleicher Menge über Monate einen Vorteil gegenüber Fischöl zeigen?
  • Wie häufig reagieren Menschen mit Krebstierallergie auf Krillöl?

Referenzen

  1. Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission vom 20. Dezember 2017 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel. ABl. L 351 vom 30.12.2017, S. 72. Konsolidierte Fassung vom 10.08.2026 (CELEX 02017R2470-20260810).
  2. Ramprasath VR, Eyal I, Zchut S, Jones PJ. Enhanced increase of omega-3 index in healthy individuals with response to 4-week n-3 fatty acid supplementation from krill oil versus fish oil. Lipids Health Dis. 2013;12:178. doi:10.1186/1476-511X-12-178 · PubMed
  3. Yurko-Mauro K, Kralovec J, Bailey-Hall E, Smeberg V, Stark JG, Salem N Jr. Similar eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid plasma levels achieved with fish oil or krill oil in a randomized double-blind four-week bioavailability study. Lipids Health Dis. 2015;14:99. doi:10.1186/s12944-015-0109-z · PubMed
  4. Vosskötter F, Burhop M, Hahn A, Schuchardt JP. Equal bioavailability of omega-3 PUFA from Calanus oil, fish oil and krill oil: a 12-week randomized parallel study. Lipids. 2023;58(3):129–38. doi:10.1002/lipd.12369 · PubMed
  5. Ulven SM, Kirkhus B, Lamglait A, Basu S, Elind E, Haider T, et al. Metabolic effects of krill oil are essentially similar to those of fish oil but at lower dose of EPA and DHA, in healthy volunteers. Lipids. 2011;46(1):37–46. doi:10.1007/s11745-010-3490-4 · PubMed
  6. Laidlaw M, Cockerline CA, Rowe WJ. A randomized clinical trial to determine the efficacy of manufacturers' recommended doses of omega-3 fatty acids from different sources in facilitating cardiovascular disease risk reduction. Lipids Health Dis. 2014;13:99. doi:10.1186/1476-511X-13-99 · PubMed
  7. Alijani S, Hahn A, Harris WS, Schuchardt JP. Bioavailability of EPA and DHA in humans – a comprehensive review. Prog Lipid Res. 2025;97:101318. doi:10.1016/j.plipres.2024.101318 · PubMed
  8. Berge K, Musa-Veloso K, Harwood M, Hoem N, Burri L. Krill oil supplementation lowers serum triglycerides without increasing low-density lipoprotein cholesterol in adults with borderline high or high triglyceride levels. Nutr Res. 2014;34(2):126–33. doi:10.1016/j.nutres.2013.12.003 · PubMed
  9. Mozaffarian D, Maki KC, Bays HE, Aguilera F, Gould G, Hegele RA, et al. Effectiveness of a novel ω-3 krill oil agent in patients with severe hypertriglyceridemia: a randomized clinical trial. JAMA Netw Open. 2022;5(1):e2141898. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.41898 · PubMed
  10. Laslett LL, Scheepers LEJM, Antony B, Wluka AE, Cai G, Hill CL, et al. Krill oil for knee osteoarthritis: a randomized clinical trial. JAMA. 2024;331(23):1997–2006. doi:10.1001/jama.2024.6063 · PubMed
  11. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. ABl. L 136 vom 25.5.2012, S. 1 (CELEX 32012R0432).
Wie dieses Profil geprüft wurde

Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.

Geprüft

  • Abstracts aller Studien über PubMed (efetch) gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py über Crossref und PubMed abgeglichen.
  • Volltexte: [2] Krillöl von Enzymotec, zwei Mitglieder des Autorenteams dort angestellt und für Design und Protokoll verantwortlich, Fischöl „Omevital TG 18/12“ (PMC4235028); [3] Krillöl von Neptune, Fischöle von DSM, vier Autorinnen und Autoren bei DSM (PMC4557744); [5] Krillöl von Aker BioMarine, zwei Personen aus der Autorenschaft dort beschäftigt (PMC3024511); [10] Aker BioMarine stellte Krillöl und Placebo und bestimmte den Omega-3-Index, „no role“ in Planung und Auswertung (PMC11112499); [6] vollständig von Nordic Naturals finanziert (PMC4085663).
  • Affiliationen in PubMed: [8] Aker BioMarine und Intertek Cantox; [4] Leibniz Universität Hannover.
  • Kernzahlen am Abstract: n = 24 [2]; n = 66, p = 0,052/0,19 [3]; n = 62, Omega-3-Index +1,09/+1,0/+1,15 Prozentpunkte [4]; n = 113, 62,8 % der Menge [5]; n = 300, −10,2 % [8]; n = 520, −10,9 Prozentpunkte (CaPre) [9]; n = 262, −0,3 (−6,9 bis 6,4), 51 vs. 54 % [10].
  • Unionsliste (CELEX 02017R2470-20260810, DE): beide Krill-Einträge mit Bezeichnung, Phospholipid-Spezifikation und Kennzeichnung als Krebstier; Höchstmengen bewusst nicht übernommen.
  • 25.10.2026, q082: Health Claim zur Herzfunktion vorhanden (wie in allen Omega-3-Formprofilen und der Übersicht).
  • Gegenprüfung 25.10.2026, q008: population der Studie Ulven 2011 [5] von „gesund bzw. leicht erhöhte Blutfette“ auf „gesund (normale oder leicht erhöhte Blutfette)“ umgestellt (Abstract: „healthy volunteers“ mit „normal or slightly elevated total blood cholesterol and/or triglyceride levels“).
  • 25.10.2026, q012: Bewertungen beruhen, soweit oben kein Volltext genannt ist, nur auf den Abstracts (nur Abstract geprüft).

Nicht verifiziert

  • Finanzierung von [4] (laut PubMed „Research Support, Non-U.S. Gov't“, Geldgeber nicht geprüft; Volltext beim Verlag nicht abrufbar). Ob die Gruppe unabhängig von Herstellern war, ist deshalb offen.
  • Ob [4] die Gruppen im Omega-3-Index-Anstieg formal miteinander verglichen hat (Abstract nennt nur Anstiege je Gruppe mit p < 0,001 und „comparable“).
  • Form des Fischöls in [5] (Hersteller genannt, Form nicht).
  • Klinische Daten zu Krebstierallergie und Krillöl; Rechtsstatus in Deutschland und den USA.
  • Health Claim nur im Basistext der VO 432/2012 geprüft.

Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

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