Nachschlagewerk, keine Anwendungsempfehlung: Das Profil beschreibt Wirkmechanismus und Studienlage und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Versprechen stammen aus Werbung und Foren und werden hier geprüft, nicht vertreten. Herstellung, Besitz, Handel oder Anwendung können verboten sein; Einzelheiten unter „Rechtlicher Status“.
Versprechen im Check
Hilft gegen Angst und Stress
uneinheitlichGesunde: Bei 57 Männern senkte nur die mittlere von drei Gaben die Angst vor einer simulierten Rede (umgekehrt U-förmige Kurve); das CBD stellte STI-Pharm kostenlos, mehrere Autoren sind Miterfinder eines CBD-Patents [10]. Patienten: Bei 24 Menschen mit sozialer Angststörung wirkte eine Einzelgabe [9], als Zusatz zur Expositionstherapie bei 80 Menschen mit Angststörungen dagegen nicht [11]. Studien über Wochen bei Gesunden fehlen.
Hilft gegen Epilepsie
Nutzen belegtZwei herstellerfinanzierte Phase-3-RCTs: Krampfanfälle pro Monat 12,4 → 5,9 gegenüber 14,9 → 14,1 unter Placebo [6]; Sturzanfälle −43,9 % gegenüber −21,8 % [7]. Daraufhin Zulassung in USA und EU [8]. Für andere Epilepsien und frei verkaufte Produkte nicht belegt. Beleg für „vom Hersteller finanziert“: beide Studien laut Finanzierungsangabe von GW Pharmaceuticals bezahlt, dem Hersteller [6][7].
Verbessert den Schlaf
Einzelbefund, unbestätigtNur eine placebokontrollierte Überkreuz-Studie mit 27 Gesunden über je eine Nacht: Die Schlafarchitektur in der Polysomnografie änderte sich nicht [12]. Wiederholte Einnahme und Menschen mit Schlafstörungen sind darin nicht untersucht.
Hilft beim Ausstieg aus Cannabis
Einzelbefund, unbestätigtPhase-2a-Studie mit 82 Teilnehmenden: Nur die mittlere Dosisgruppe verbesserte beide Endpunkte klar (THC-Metabolit im Urin gesenkt, +0,48 abstinente Tage pro Woche, Intervall 0,15–0,82). Die hohe Gruppe senkte den Metaboliten, bei den abstinenten Tagen schloss das Intervall null ein (+0,27; −0,09 bis 0,64); die niedrigste Gruppe war unwirksam [14].
Wirkt gegen Psychosen
kleiner NutzenAls Zusatztherapie über 6 Wochen 1,4 PANSS-Punkte weniger positive Symptome (88 Teilnehmende) [13]; in einer Vergleichsstudie mit Amisulprid ähnliche Besserung bei weniger Nebenwirkungen [4].
kleine Studien: Jede Studie, auf der Stufe und Ergebnis beruhen, hatte weniger als 100 Teilnehmende. Kleine Studien zeigen im Mittel größere Effekte als große; das Ergebnis ist deshalb unsicherer.
vom Hersteller finanziert: Alle Studien, auf denen das Ergebnis beruht, wurden laut ihrer Finanzierungs- oder Interessenangabe vom Hersteller des Produkts oder Wirkstoffs ganz oder teilweise bezahlt oder haben Beschäftigte des Herstellers unter den Autorinnen und Autoren. Herstellerfinanzierte Studien fallen im Mittel günstiger für das Produkt aus.
Wirkweise
Evidenzkarte: CBD (Cannabidiol)
Anders als THC aktiviert Cannabidiol die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 kaum; im Labor hemmt es aber mit unerwartet hoher Potenz die Wirkung von CB1- und CB2-Agonisten [1]. In Zellmodellen verhielt es sich als nicht kompetitiver negativer allosterischer Modulator von CB1 und schwächte die Signale von THC und 2-Arachidonylglycerol ab [2]. Außerdem ist CBD in Zellkultur ein Agonist mit mäßiger Affinität am menschlichen 5-HT1A-Rezeptor [3]. In einer RCT bei akuter Schizophrenie stieg unter CBD der Anandamid-Spiegel im Serum, und der Anstieg hing mit der klinischen Besserung zusammen; CBD hemmt den Abbau dieses Endocannabinoids mäßig [4].
Die Pharmakokinetik beim Menschen ist lückenhaft untersucht: Die Halbwertszeit lag je nach Weg zwischen 1,4 und 10,9 Stunden (Mundspray), 24 Stunden (intravenös) und 2 bis 5 Tagen bei Dauereinnahme; die Bioverfügbarkeit beim Rauchen betrug 31 %, für andere Wege wurde sie nicht bestimmt. Fettreiche Mahlzeiten und Lipidzubereitungen erhöhten die Spitzenspiegel [5].
Gesichert ist der Nutzen bei zwei seltenen, schweren Epilepsien: In herstellerfinanzierten RCTs sank die Zahl der Krampfanfälle bei Dravet-Syndrom (120 Kinder und junge Erwachsene) [6] und der Sturzanfälle bei Lennox-Gastaut-Syndrom (171 Teilnehmende) [7] stärker als unter Placebo; 2018 und 2019 folgten die Zulassungen in den USA und der EU [8]. Gegen Angst sind die Daten dünn: Bei 24 Menschen mit sozialer Angststörung senkte eine Einzelgabe die Angst vor einer simulierten Rede [9], bei 57 gesunden Männern wirkte nur die mittlere von drei Gaben [10], und als Ergänzung einer Expositionstherapie bei 80 Menschen mit Angststörungen brachte CBD nichts [11]. Den Schlaf Gesunder veränderte CBD in einer Polysomnografie-Studie nicht [12]. Bei Schizophrenie verringerte es als Zusatztherapie positive Symptome leicht [13], und bei Cannabiskonsumstörung senkte es in einer Phase-2a-Studie den Konsum [14].
Risiken betreffen vor allem die Leber und Wechselwirkungen: In einer Studie mit 16 Gesunden hatten 44 % unter hohen Tagesmengen erhöhte ALT-Werte, 31 % erfüllten die Kriterien eines arzneimittelbedingten Leberschadens [15]. Bei 13 Kindern, die zusätzlich Clobazam erhielten, stieg dessen aktiver Metabolit N-Desmethylclobazam im Mittel um 500 %; der Anstieg von Clobazam selbst war unsicher [16]. Frei verkaufte Produkte enthielten oft andere CBD-Mengen als angegeben und teils THC [17]. Die EFSA sieht weiterhin große Datenlücken zu Leber, Hormonsystem und Fortpflanzung und hält die Sicherheit für unter 25-Jährige, Schwangere, Stillende und Menschen mit Medikamenten für nicht belegt [18].
Angriffspunkte
| Ziel | Typ | Wirkung | Kennwert | Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) | Rezeptor | negativer Modulator | Nicht kompetitiver negativer allosterischer Modulator; senkt Wirksamkeit und Potenz von THC und 2-AG (Zellmodelle) | Labor[1][2] |
| Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) | Rezeptor | Antagonist | Hemmt CB2-Agonisten mit hoher Potenz (Labor, Übersicht) | Labor[1] |
| Serotonin-1A-Rezeptor (5-HT1A) | Rezeptor | Agonist | Agonist mit mäßiger Affinität am menschlichen Rezeptor (Zellkultur, GTPγS, cAMP ↓) | Labor[3] |
| Anandamid-Abbau (Fettsäureamid-Hydrolase, FAAH) | Enzym | Hemmer | Mäßige Hemmung; Serum-Anandamid ↑ unter CBD bei Schizophrenie (RCT) | Mensch, randomisiert[4] |
| Abbau von Clobazam (CYP-vermittelt) | Enzym | Hemmer | N-Desmethylclobazam +500 ± 300 % (95-%-KI 90–610 %); Clobazam +60 ± 80 % (95-%-KI −2 bis 91 %, unsicher) nach 4 Wochen (Kinder, n = 13) | Mensch, nicht randomisiert[16] |
Wirkprofil
- Dopamin
- Noradrenalin
- SerotoninAgonist am 5-HT1A-Rezeptor in Zellkultur; Bedeutung beim Menschen nicht belegt[3]
- Acetylcholin
- Glutamat · AMPA
- Glutamat · NMDA
- GABA
- Histamin
- Orexin
- Adenosin
- Opioide
- Melatonin
- Neurotrophine
- Durchblutung
- Stickstoffmonoxid
- Energiestoffwechsel
- Insulin · Glukose
- Entzündung · oxidativ
- Stressachse
- Testosteron-Achse
- EndocannabinoideNegativer allosterischer CB1-Modulator im Labor; erhöhte Anandamid-Spiegel beim Menschen[1][2][4]
- Autophagie · Seneszenz
- Immunsystem
- Lipidstoffwechsel
- Gerinnung · Fibrinolyse
- Methylierung
Aufnahmewege und Bioverfügbarkeit
Oral (geschluckt) · Lösung, Öl, Kapsel
beim Menschen nicht bestimmtHöchstspiegel nach 0 bis 4 Stunden; Mahlzeiten und Lipidzubereitungen erhöhen die Spitzenspiegel; Halbwertszeit bei Dauereinnahme 2 bis 5 Tage [5].
Mensch, nicht randomisiert
Inhalativ · Rauchen
31 % (Mensch)Schnellere Spitzenspiegel als oral, Halbwertszeit 31 Stunden in der zitierten Studie [5].
Mensch, nicht randomisiert
Bukkal (Wangenschleimhaut) · Mundspray (mit THC kombiniert in Studien)
Halbwertszeit 1,4 bis 10,9 Stunden [5].
Mensch, nicht randomisiert
Studien am Menschen
Dravet-Syndrom (GWPCARE1)
Gemessen: Krampfanfälle pro Monat
Ergebnis: Median 12,4 → 5,9 gegenüber 14,9 → 14,1 (Differenz −22,8 Prozentpunkte); mehr Durchfall, Müdigkeit, Leberwertveränderungen. Finanziert von GW Pharmaceuticals.[6]
Mensch, randomisiert
Lennox-Gastaut-Syndrom (GWPCARE4)
Gemessen: Sturzanfälle pro Monat
Ergebnis: −43,9 % gegenüber −21,8 %; Abbruch wegen Nebenwirkungen 14 % gegenüber 1 %. Finanziert von GW Pharmaceuticals.[7]
Mensch, randomisiert
Angst vor öffentlicher Rede
Gemessen: subjektive Angst, Kreislauf
Ergebnis: Nur die mittlere Gabe senkte die Angst; niedrige und hohe Gabe wie Placebo. CBD von STI-Pharm kostenlos gestellt; mehrere Autoren Miterfinder eines CBD-Patents.[10]
Mensch, randomisiert
CBD plus Expositionstherapie
Gemessen: Fear Questionnaire
Ergebnis: Kein Unterschied zu Placebo.[11]
Mensch, randomisiert
Schlaf Gesunder
Gemessen: Polysomnografie, Kognition am Morgen
Ergebnis: Keine Veränderung.[12]
Mensch, randomisiert
Leberwerte bei Gesunden
Gemessen: ALT
Ergebnis: 44 % über dem Normbereich, 31 % über dem Fünffachen; Autoren mit Bezug zu GW bzw. Greenwich Biosciences.[15]
Mensch, nicht randomisiert
Risiken und Warnhinweise
Leberschaden
Bei 16 Gesunden unter hohen Tagesmengen ALT-Erhöhungen bei 44 %, bei 31 % im Bereich eines arzneimittelbedingten Leberschadens, teils mit Hepatitis-Symptomen [15]. Leberwertveränderungen auch in den Epilepsie-Studien [6]; die EFSA sieht ein hepatotoxisches Potenzial, besonders zusammen mit anderen Medikamenten [18].
Mensch, nicht randomisiert
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Der aktive Clobazam-Metabolit N-Desmethylclobazam stieg im Mittel um 500 %; der Anstieg von Clobazam selbst (+60 %, 95-%-KI −2 bis 91 %, n = 13) war unsicher. Nebenwirkungen besserten sich nach Dosisanpassung von Clobazam [16]. Laut EFSA ist die Sicherheit bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme nicht belegt [18].
Mensch, nicht randomisiert
Nebenwirkungen in Studien
Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit, Fieber und Schläfrigkeit häufiger als unter Placebo; mehr Studienabbrüche [6][7].
Mensch, randomisiert
Falsch deklarierte Produkte mit THC
Von 11 frei verkäuflichen CBD-Ölen waren nur 4 korrekt deklariert, 6 enthielten THC; Getränke enthielten im Mittel nur 60 % der angegebenen CBD-Menge [17].
Mensch, nicht randomisiert
Schwangerschaft, Jugend, Hormonsystem
Tierversuche zeigen Fortpflanzungstoxizität, Effekte auf die Gehirnentwicklung nach vorgeburtlicher Exposition und Veränderungen an Schilddrüse und Nebenniere; CBD passiert die Plazenta. Die EFSA hält die Sicherheit für unter 25-Jährige, Schwangere und Stillende für nicht belegt [18].
Tierversuch
Wechselwirkungen
- Clobazam: N-Desmethylclobazam im Mittel +500 %; Clobazam +60 %, aber mit 95-%-KI −2 bis 91 % unsicher (13 Kinder mit Epilepsie) [16].
- THC: Schwächt THC-Signale an CB1 in Zellmodellen ab [2]; klinische Bedeutung in den zitierten Quellen nicht geprüft.
- Andere Medikamente: Laut EFSA größeres Leberrisiko in Kombination; Sicherheit nicht belegt [18].
Faktencheck: verbreitete Behauptungen
- teilweise belegt
„CBD hilft gegen Angst“
Einzelgaben senkten Redeangst bei sozialer Angststörung [9] und bei Gesunden nur in mittlerer Menge [10]; als Therapiezusatz ohne Nutzen [11].
- nicht belegt
„CBD-Öl hilft beim Einschlafen“
Bei Gesunden keine Veränderung des Schlafs [12].
- widerlegt
„CBD ist völlig harmlos, weil es nicht berauscht“
Leberwerterhöhungen bis zum arzneimittelbedingten Leberschaden [15], Wechselwirkungen [16] und offene Sicherheitsfragen laut EFSA [18].
- widerlegt
„CBD-Produkte enthalten kein THC“
THC fand sich in 6 von 11 untersuchten Ölen [17].
- teilweise belegt
„CBD wirkt gegen Epilepsie“
Belegt und zugelassen für Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom [6][7][8]; für andere Epilepsien und frei verkaufte Produkte nicht.
Pharmakokinetik
- Aufnahme
- Höchstspiegel nach 0–4 Stunden; mit Nahrung und Lipiden höher; Bioverfügbarkeit nur für Rauchen bestimmt (31 %) [5].
- Halbwertszeit
- 1,4–10,9 Stunden (Mundspray), 24 Stunden (intravenös), 31 Stunden (Rauchen), 2–5 Tage bei Dauereinnahme [5].
- Abbau
- CYP-vermittelte Wechselwirkungen, u. a. stark erhöhte Spiegel von N-Desmethylclobazam [16]; EFSA nennt Anreicherung im Körper und Übergang über die Plazenta [18].
- Weg ins Gehirn
- Zentrale Effekte (Anandamid ↑, Symptomänderungen bei Psychose) beim Menschen gezeigt [4]; Hirnspiegel nicht in den zitierten Quellen gemessen.
Rechtlicher Status
- Deutschland
- Als hochreines Arzneimittel (Epidyolex) über die EU-Zulassung von 2019 für Anfälle bei Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom zugelassen [8]. In Lebensmitteln wird CBD in der EU als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) bewertet [18]; der Verkehrsstatus einzelner CBD-Produkte in Deutschland ist nicht verifiziert.
- EU
- Arzneimittel: EMA-Zulassung 2019 für Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom ab 2 Jahren [8]. Lebensmittel: Novel-Food-Bewertung der EFSA; Sicherheit für unter 25-Jährige, Schwangere, Stillende und Menschen mit Medikamenten laut EFSA nicht belegt [18].
- USA
- FDA-Zulassung 2018 (Epidiolex) für dieselben Epilepsien [8]; frei verkaufte CBD-Produkte weitgehend unreguliert [17].
Verwandte Substanzen
Offene Fragen
- Welcher Mechanismus erklärt die antiepileptische Wirkung beim Menschen?
- Wirkt CBD bei Gesunden über Wochen gegen Angst, und warum zeigt sich eine U-förmige Wirkkurve?
- Ab welcher Menge und bei wem treten Leberschäden auf?
- Wie gut ist die orale Bioverfügbarkeit beim Menschen?
Referenzen
- Pertwee RG. The diverse CB1 and CB2 receptor pharmacology of three plant cannabinoids: delta9-tetrahydrocannabinol, cannabidiol and delta9-tetrahydrocannabivarin. Br J Pharmacol. 2008;153(2):199–215. doi:10.1038/sj.bjp.0707442 · PubMed
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Wie dieses Profil geprüft wurde
Stand: 2026-10-25. Alle Quellen mit DOI oder PMID wurden automatisch über Crossref bzw. doi.org und PubMed aufgelöst.
Geprüft
- Alle Abstracts über PubMed gelesen; DOIs und PMIDs mit tools/pruefe_profile.py aufgelöst.
- Am Abstract: hohe Potenz als Antagonist von CB1/CB2-Agonisten [1]; NAM in HEK293A- und STHdh-Zellen, Reste 98 und 107 [2]; 5-HT1A-Agonist mäßiger Affinität [3]; Anandamid ↑ und Assoziation mit Besserung, Vergleich mit Amisulprid [4]; 24 Studien, t½ 1,4–10,9 h / 2–5 d / 24 h / 31 h, F 31 % (Rauchen), Tmax 0–4 h [5]; n = 120, 12,4 → 5,9 vs. 14,9 → 14,1, −22,8 Prozentpunkte [6]; n = 171 (86/85), −43,9 vs. −21,8 %, Nebenwirkungen 86 vs. 69 %, Abbruch 14 vs. 1 % [7]; FDA 2018, EMA 2019, ab 2 Jahren [8]; n = 24 (12/12) [9]; n = 57 (15/15/12/15), nur mittlere Gabe wirksam [10]; n = 80 (39/41), kein Unterschied [11]; n = 27 [12]; n = 88 (43/45), PANSS positiv −1,4 (−2,5 bis −0,2) [13]; n = 82, +0,48 Tage/Woche, niedrigste Gruppe unwirksam [14]; n = 16, 44 % bzw. 31 % [15]; n = 13, +60 ± 80 %, +500 ± 300 % [16]; 11 Öle, 4 korrekt, 6 mit THC, Getränke 59,9 % [17]; Datenlücken, Lebertoxizität, Plazentagängigkeit, Sicherheit für < 25 Jahre, Schwangere, Stillende, Medikamente nicht belegt [18].
- Interessen: [6] und [7] von GW Pharmaceuticals finanziert; Autoren von [15] Berater von GW Research bzw. Angestellte von Greenwich Biosciences; [10] CBD von STI-Pharm gestellt, mehrere Autoren Erfinder eines CBD-Patents, Kooperation der Universität mit Prati-Donaduzzi; [14] Medical Research Council.
- ClinicalTrials.gov: 616 Einträge zu „cannabidiol“ (24.10.2026), keiner vom Sponsor „Hudson Biotech“.
- Gegenprüfung 24.10.2026 (am Abstract): Cannabisausstieg nur mittlere Gruppe mit Intervall ohne Null (+0,48; 0,15–0,82), hohe Gruppe bei abstinenten Tagen −0,09 bis 0,64 [14]; Clobazam +60 % mit KI −2 bis 91 % als unsicher, belegt nur N-Desmethylclobazam +500 % (KI 90–610 %) [16]; Angst-Versprechen als Mischung aus Gesunden [10] und Patienten [9][11] benannt, STI-Pharm-Lieferung und Patentbezug von [10] im Versprechen und in der Studie genannt; Schlaf auf „Einzelbefund, unbestätigt“ (eine Nacht, n = 27) [12].
- 25.10.2026, q010 (Bereich Nervensystem): Versprechen „Hilft gegen Epilepsie“ von Bereich „Regeneration & Heilung“ nach „Nervensystem“. Abstracts [6] und [7] erneut gelesen: primäre Endpunkte Häufigkeit konvulsiver Anfälle (Dravet-Syndrom) bzw. Häufigkeit von Sturzanfällen (Lennox-Gastaut-Syndrom). Stufe und Ergebnis unverändert.
- Präzisions-Flags (m004; Regeln Leitfaden 26.10.2026; Teilnehmendenzahlen, Richtung und Finanzierung am 26.10.2026 per PubMed efetch an Abstract, COI-Angabe und Affiliationen geprüft): „Hilft gegen Angst und Stress“: kleine_studien – [9] 24, [10] 57, [11] 80. „Hilft gegen Epilepsie“: herstellerfinanziert – [6] „Funded by GW Pharmaceuticals“, [7] „FUNDING: GW Pharmaceuticals.“ ([8] Übersicht). „Verbessert den Schlaf“: kleine_studien – [12] 27. „Hilft beim Ausstieg aus Cannabis“: kleine_studien – [14] 82 (48 und 34 in zwei Stufen).
- 26.10.2026, Gegenprüfung der Präzisions-Flags (m004): Belege für die gesetzten Flags zusätzlich in die begruendung übernommen („Beleg für …“, Leitfaden „Präzisions-Flags“); Zahlen und Angaben erneut per PubMed efetch (Abstract, Interessen- und Förderangaben, Affiliationen) geprüft: „Epilepsie“: [6] „Funded by GW Pharmaceuticals“, [7] „FUNDING: GW Pharmaceuticals.“
Nicht verifiziert
- Bindungswerte (Ki) von CBD an CB1, CB2, 5-HT1A und GPR55 nicht an einer Primärquelle mit Zahlen geprüft.
- Ob in der EU bereits eine CBD-Novel-Food-Zulassung erteilt wurde, nicht geprüft (EFSA bewertete 2026 synthetisches CBD positiv, die Entscheidung der Kommission wurde nicht gelesen).
- Rechtsstatus frei verkaufter CBD-Produkte in Deutschland nicht geprüft.
- Sponsor der Schizophrenie-Studie [13] nicht im Volltext geprüft (Ko-Autor P. Robson möglicherweise GW Pharmaceuticals).
- Die oft zitierte JAMA-Studie zur Deklaration online verkaufter CBD-Extrakte (Bonn-Miller 2017, PMID 29114823) hat kein Abstract; Zahlen nicht geprüft und deshalb nicht verwendet.
Keine Dosierungen, keine Bezugsquellen. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
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